Schinken, Schinkenspeck, Doerrfleisch gibt es hier (Thailand!) in der naeheren Umgebung gar nicht (muss 300 Km [einfach] fuer fahren).
Es gibt nur "Ham" und "Bacon", der eher nach fehlgeratenem, zu fettem Kochschinken aussieht.
100-150g (eingeschweist) guter Schinken kosten etwa 90-120 Bath, was einem Kilo-Preis von rd. 800 Bath entspricht.
"Rotes" Schweinefleisch (z.B. Lende, Nuss, ..) kann ich (wenn ich sehr frueh aufstehe) fuer rund 140 Bath/kg kaufen.
Anmerkung:
Das Poekeln und Raeuchern diente urspruenglich hauptsaechlich der Haltbarmachung. Mit den heutigen Kuehlmoeglichkeiten ist es eigentlich nur noch wegen des Geschmackes "wichtig".
Bestimmungen fuer Thailand:
Es gibt einige "Sonder"bestimmungen speziell fuer Thailand die kamen raus als die EU und D die bedenklichen Shrimps aus TH nicht mehr abnahm. Da meine Hinweise sich aber eh nur auf den Eigenbedarf beziehen, halte ich mich nicht dran.
Poekelsalz:
Das war (vor Jahren) das groesste Problem. Nach langem Suchen fand ich dann einen Haendler in BKK, der "alles" hat : Maschinen, Gewuerze, Daerme, ...
Fuer einen Aufpreis von 20 Bath wird die Ware in jede groessere Stadt transportiert.
(Bei Bedarf kommt Adresse per PM)
In D bekommt man das in kleinen Mengen beim Metzger.
Herstellung:
Detail-Rezepte bitte dieser (oder aehnlichen) Seite(n) entnehmen.
Ich mache meist etwa 2 kg. Dafuer benutze ich eine entsprechend grosse Schuessel, in die die Lauge (nach Rezept) und das Fleisch rein kommt und dann mit 2-3 Kaffeetassen-Untertellern abgedeckt wird, damit alles Fleisch unter Wasser ist. Das kommt dann alles fuer 3 Tage in den Kuehlschrank. Taegliche Kontrolle und umschichten.
Das Trinkflaschen-Fach in der Tuer des Kuehlschrankes lege ich mit Kuechenkrepp-Papier aus. Die Fleischstuecke werden dann an Haken zum "Durchbrennen" fuer weitere 3 Tage da rein gehaengt.
Zwischenbemerkung Kuehlung:
Fuer vieles selbstgemachtes ist immer wieder tageweise eine "kuehle" Aufbewahrung erforderlich. In D koennte da oft ein kuehler Keller ausreichend sein. So was kann man natuerlich in TH vergessen. Um auch Streit mit meiner Frau aus dem Weg zu gehen, haben wir jetzt zwei grosse Kuehlschraenke.
In "meinem" wird ansonsten auch Bier gekuehlt oder selbstgemachtes Brot portionsweise eingefroren, .....
Raeuchern:
Die verschiedenen moeglichen Verfahren bitte dieser Seite entnehmen:
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Raeuchern
Mein "reduziertes Geschmacksraeuchern" ist sehr einfach.
Fruehmorgens entfache ich in der Schattenseite des Grundstuecks ein Feuer mit Abfallholz. Auf drei grossen Steinen stelle ich dann mein 200-l-Blechfass (ohne Deckel, aber intaktem Bodem). Da werfe ich dann 2-3 Haende voll Hartholzsaegemehl (weitere "Gewuerze" moeglich siehe Rezept) rein. Das faengt recht schnell an zu glimmen (durch die Hitze von unten) und zu Qualmen.
Auf das Fass lege ich zwei entsprechend lange Metallstangen, an die die Schinkenstuecke mit Haken eingehaengt werden. Das ganze wird dann mit einem groesseren Pappe-Stueck ueberwiegend abgedeckt. Sollte die "wilde" Qualmerei aufhoeren einfach noch mal eine Hand voll Saegemehl nachwerfen (natuerlich nicht aufs Fleisch). Darf halt nur Qualm von sauberem Hartholz an das Fleisch kommen.
Nach etwa 3 Stunden herausholen, abkuehlen lassen und an den alten Platz im Kuehlschrank zurueck.
Ein "Schnitzel-grosses" Stueck lasse ich bis zum Mittag darin schwitzen. Eine ViertelStunde vor Ende schneide ich das Stueck der Laenge nach durch und kommt dann wieder ins Fass.
Mit Sauerkraut und Kartoffelbrei einfach lecker.
Alternative Blechdose im Karton:
Literblechdose (ohne Deckel) unten/seitlich mehrmals mit Nagel durchloechern. Oben einen etwa 40 cm langen Draht (ohne Isolierung) als Trage"buegel" befestigen. Darin Holzkohle mit einem Gasbrenner entfachen. Ist die erste Glut sichtbar, am ausgestreckten Arm mehrmals schleudern (wie Salatschleuder oder Kuester in der Kirche), etwa drei Loeffel Hartholzsaegemehl einfuellen und nochmal schleudern.
Alles auf den Boden stellen, einen Karton (ohne Boden und Deckel) ueberstuelpen, Metalstangen drauf, Raeucherware einhaengen. Abdecken mit Pappe-Deckel.
Laesst der Qualm nach, Dose am Draht herausholen, Holzkohle und/oder Saegemehl nachfuellen, schleudern und wieder rein