Wie Laos zum Urlaubs- und Pokermekka für Thailänder wurde

Written by  Montag, 09 April 2018 20:57
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Wenn man an Länder in Asien denkt, fallen den meisten Menschen zuerst meist China, Südkorea, Japan oder Thailand ein. Häufig übersehen wird dabei Laos, ein Binnenland mit nur ca. sieben Millionen Einwohnern. Trotzdem ist Laos zu einem Geheimtipp geworden und bei Thailändern und vielen Menschen aus dem Westen immer beliebter als Reiseziel. Warum ist dies jedoch so und was macht Laos so besonders? 

Die Gastfreundlichkeit der Einheimischen

Ein Besuch der Natur ist auf jeden Fall empfehlenswert, allerdings lohnt es sich immer, mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Wer allerdings sind die Lao?
Die ethnische Zusammensetzung des Landes ist sehr divers. So sind 60 % der Bevölkerung ethnisch die sogenannten Lao Loum und damit die kulturell dominanteste Volksgruppe in Laos. In Zentrallaos und im Süden finden sich viele Mon-Khmer-Stämme, auch Lao Theung genannt, die 30 % der Bevölkerung ausmachen, wobei der Rest der Lao von anderen Minderheiten bevölkert wird, wie den Hmong, Yao, Dao oder Shan und anderen, die kollektiv als Lao Soung bekannt sind.

Da es verschiedene Ethnien gibt, gibt es natürlich Unterschiede in kulturellen Eigenarten und Mentalitäten. Dennoch kann man sagen, dass die Lao generell als natürlich freundliche Menschen gelten und eines der großen Highlights auf einer Laosreise sind. Besucher können sich auf die Hilfsbereitschaft der Menschen verlassen und sind zudem sehr gastfreundlich. So kommt es häufiger vor, dass man zu Mahlzeiten, Geburtstagen oder sogar Hochzeiten eingeladen wird. Selbst wenn man nicht viel Zeit hat, sollte man die Einladung nicht ablehnen und zumindest eine kurze Weile bleiben. Angebotene Getränke sollte man ebenfalls nicht ablehnen. Wichtig ist es jedoch, einen offenen Geist zu bewahren und selber freundlich und lächelnd den Menschen zu begegnen, da viele den rüden Umgangston besonders westlicher Besucher erlebt haben.

Da Laos ein buddhistisches Land ist, sollte man sich respektvoll verhalten und auch dementsprechend kleiden. Aufreizende Kleidung ist hier nicht erwünscht und auch öffentliches Flirten ist verpönt. Viele der sozialen Tabus sind mit dem buddhistischen Glauben verbunden. So gelten Füße als unrein. Wenn man aus Versehen über jemanden stolpert, der liegt oder sitzt, sollte man sich sofort mit einem Lächeln entschuldigen. Auch der Kopf eines Menschen sollte nicht berührt werden, doch dies liegt daran, dass dieser als heilig gilt. Wie in Thailand auch sind Buddhastatuen Objekte der Verehrung und dürfen daher nicht berührt werden, es gilt auch als unhöflich auf diese mit dem Finger zu deuten. Generell empfiehlt es sich daher sich nach den Einheimischen zu richten und mit Höflichkeit und einem Lächeln kann man viel erreichen.

Laos besitzt eine blühende Pokerszene

Wenn man sich auf die Menschen vor Ort eingelassen hat, kann man nicht nur neue kulturelle Eigenarten lernen, sondern auch einfach nur Spaß haben. Besonders für Thailänder ist Laos zu einem Mekka des Pokers und anderen Spielen geworden. Dies liegt an den Restriktionen in Thailand selber. Bis auf Pferderennen und einer staatlich kontrollierte Lotterie ist das Glückspiel in Thailand verboten. Wer Poker spielen will, kann dies höchstens privat machen, was der Grund dafür ist, warum es Thais verstärkt ins Ausland zieht. Das Nachbarland Laos bietet sich hier ideal an, da der Kostenfaktor niedriger ist, als wenn man nach Macau, Manila oder Singapur reisen würde.

Besonders Poker ist hier das Lieblingsspiel von Besuchern schlechthin. Das verwundert auch nicht, denn schließlich handelt es sich hierbei nicht nur um ein simples Kartenspiel. Die Fähigkeit, seine Mitspieler besser einschätzen zu können, ist beim Pokern unabdinglich. Hierzu zählen Kenntnisse über die Gestik & Mimik, aber auch die Intuition ist ein wichtiger Aspekt. Damit erhält Poker eine sehr stark psychologische Komponente und ist somit auch ein Spiel über die menschliche Natur. Hinzu kommt die Vielfalt des Spiels selber. Rund um den Globus werden stetig Pokerturniere organisiert, die nicht nur für Profis reserviert sind, sondern sich an alle pokerbegeisterten Menschen richten. Die Auswahl dieser Turniere ist auch deshalb so groß, weil es verschiedene Arten des Pokers gibt. Texas Holdem ist hierbei eine der berühmtesten Formen, aber auch Omaha, Razz und Stud bieten die Grundlage vieler Turniere. 

Glücksspiele sind zwar in weiten Teilen von Laos ebenfalls nicht erlaubt, allerdings hat die Regierung eine ähnliche Lösung wie in China mit der Einführung spezieller Wirtschaftszonen gefunden. Somit dürfen Casinos in diesen operieren, sind aber nur für Ausländer und keine Lao-Bürger zugänglich. Dies gilt für Svannakhet, die zweitgrößte Stadt des Landes, die nicht weit von der thailändischen Provinz Mukdahan liegt. Hier findet man zum Beispiel das Savan Vegas Hotel und Casino, welches nur drei Kilometer von der Grenze zu Thailand entfernt ist. Die Bandbreite der Spiele enthält viele berühmte Tischspiele, darunter auch Caribbean Stud Poker. Somit lohnt sich ein Besuch in Laos auch als Wochenendtrip.

Reiche Geschichte & Kultur von Laos

Die Geschichte von Laos kann bis zum Jahr 1353 zurückverfolgt werden, als Chao Fa Ngum das erste Lao-Königreich erschuf.​ Über die Jahrhunderte hinweg konnte Laos seine Unabhängigkeit beibehalten, bis die Franzosen im 19. Jahrhundert große Teile des Landes übernahmen. Erst in den 1950er-Jahren verloren diese in Südostasien zunehmend die Kontrolle, während das Land selber gespalten war, da ein Teil die Kommunisten, ein anderer Teil die Monarchisten unterstützte. Die Kommunisten gewannen den Konflikt und ein vereintes Laos wurde 1975 erschaffen, welches sich jedoch seit den 80er-Jahren marktwirtschaftlich reformierte und eine stark wachsende Wirtschaft nachweisen kann.

Anders als andere Länder in Asien, ist Laos hier mehr von der indischen als der chinesischen Kultur geprägt. Der Buddhismus ist hier die Mehrheitsreligion, genau wie in Thailand. Dies spiegelt sich auch in den vielfältigen kulturellen Attraktionen wider, die Laos zu bieten hat. So findet sich hier der hinduistische und später auch buddhistische Tempelbezirk Wat Phou, welcher die älteste archäologische Stätte des Landes darstellt und seine Wurzeln bis ins fünfte Jahrhundert zurückverfolgen kann. Das Pha That Luang ist ein vergoldeter, buddhistischer Stupa und eines der wichtigsten nationalen Monumente des Landes. Hier lohnt sich ein Besuch besonders zum Luang-Festival, einem der größten Feiertage des Landes.

Neben den historischen Stätten bietet Laos auch andere Orte, die einen Besuch wert sind. Hier lohnt sich besonders ein Trip in die Hauptstadt Vientiane. Dort findet sich das Nationalmuseum, welches die modernere Geschichte des Landes beschreibt und sogar alte Dinosaurierknochen dort ausstellt. Wer etwas mit mehr Leben sucht, sollte den Riverside Night Bazaar besuchen. Nach Einbruch der Dämmerung verwandelt sich der Fußgängerweg parallel zum Fluss Mekong in einen großen Marktplatz, den man einfach an den roten Zeltdächern und der Heerschar an Touristen und Einheimischen erkennen kann. Danach lohnt es sich, die Bars der Stadt zu erkunden, wobei besonders der heimische Lao Lao Cocktail ausprobiert werden sollte.

Das Land ist reich an wunderschönen Landschaften und Natur

Vorrangig wird Laos durch das tropische Monsunklima geprägt, welches sich durch eine trockene und eine feuchte Jahreszeit auszeichnet. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 28 Grad und besonders zwischen Mai bis Ende September herrschen warme Temperaturen, die weit über 30 Grad hinweggehen. In der trockenen Jahreszeit, besonders in den Wintermonaten Dezember und Januar, können die Temperaturen allerdings unter 15 Grad fallen. Doch nicht nur das Klima ist speziell. Der Fluss Mekong bildet das herausragendste geografische Element des Landes und fließt von Norden bis Süden über eine Strecke von 1900 Kilometern und formt eine natürliche Grenze zu Thailand. So gut wie alle anderen Wasserquellen des Landes fließen in den Mekong ein, weshalb dieser die Lebensader von Laos ist. 

Laos an sich kann geografisch in drei Regionen eingeteilt werden: Berge, Plateaus und Flachland. Insgesamt machen die Bergregionen und Plateaus drei Viertel des Landes aus. Hier finden sich auch die meisten Dschungelgebiete. Die Vielfalt der Natur lädt daher sehr zum Erkunden ein. Für Thailänder, die nicht weit reisen wollen, bietet sich der südwestliche Teil am Fluss Mekong an, da viele wichtige Städte und historische Stätten dort gelegen sind. Als Binnenland hat Laos keinerlei Meereszugang, kann dies aber durch seine zahlreichen Flüsse und Seen wieder ausgleichen. Diese landschaftliche Vielfalt mit ihren verschiedenen Gewässern und tropischen Wäldern lädt auch immer wieder zu sportlichen Aktivitäten wie Kajak-Fahren oder Trekking ein. 

Konkret finden sich viele Orte, die einen Besuch wert sind. Mount Phousi ist einer hiervon. Im Norden des Landes gelegen liegt der Berg umgeben von dem Dorf Luang Prabang, der als magischer Ort gilt. Der Ort wurde 1995 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Mount Phousi ist 100 Meter hoch und belohnt Kletterer mit einer Aussicht auf das Dorf und die Landschaft. Auf dem Berg selber gibt es verschiedene Tempel, bei denen man für Glück beten kann. An der Grenze zu Thailand und Kambodscha im Süden finden sich die Khone Phapheng Wasserfälle, die die größten ihrer Art in ganz Südostasien darstellen. Die Wasserfälle bieten ein beeindruckendes Spektakel und in dem sich anschließenden Fluss finden sich viele verschiedene Fische und sogar Delfine. Wenn man die Natur in Laos erkunden will, sollte man das Land nicht verlassen, bis man die "Tham Phu Kham"-Höhle und die "Blue Lagoon" gesehen hat. Die Gegend erscheint wirklich magisch, das Wasser der Lagune ist glasklar. Die Höhe ist hier nicht weit entfernt, bei der eine Buddhastatue am Eingang der einzige Eingriff in die Natur war und die Höhle selber unberührt blieb.

 

 

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