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Rechtskolumne von Marcus Scholz

Marcus Scholz ist ein in Deutschland zugelassener Rechtsanwalt, mit einer mehr als zehnjährigen Berufserfahrung.

Das erste und zweite Staatsexamen hat er 1999 und 2002 vor dem Landgericht Frankfurt am Main abgelegt. 

Rechtsanwalt Scholz lebt und arbeitet in Thailand. Gemeinsam mit seinen thailändischen Kollegen hilft er insbesondere ausländischen Mandanten sich im thailändischen Rechtssystem zurechtzufinden. 

So berät er unter anderem in Fragen des Visa- und Aufenthaltsrechts, Immobilienrechts, bei Firmengründungen, des Vertragsrechts, aber auch in Nachlassfragen, Patientenverfügungen und sonstigen vertragsrechtlichen Angelegenheiten.

Rechtsanwalt Scholz wird über die Anwaltsliste der deutschen Botschaft in Bangkok empfohlen. 

Marcus Scholz steht den Wochenblitz Lesern neben der regelmäßig erscheinenden Rechtskolumne auch gerne für Fragen unter www.thairecht.com zur Verfügung. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Scheidung in Thailand

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Eine Scheidung in Thailand unterscheidet sich von einer Beendiung der Ehe in Deutschland grundlegend. Nach thailändischem Recht kann eine Scheidung entweder durch einen privatrechtlichen Vertrag zwischen den Eheleuten erfolgen, oder durch ein Gericht. In Deutschland kann eine Ehe hingegen nur durch ein Familiengericht beendet werden.

Wie jüngst der KG Berlin festgestellt hat, erkennt dieses keine privatrechtlichen Scheidungen von Deutschen und Thais an, wenn die Ehe in Deutschland registriert wurde. Dies hat zur Folge, dass man auch in Thailand ein Gericht zwecks Auflösung der Ehe bemühen muss.

Nach dem thailändischen Gesetz sind verschiedene Scheidungsgründe bestimmt, wobei diese stets auf einem Verschulden des Ehegatten beruhen muss.

Der Ehegatte, der dann den gerichtlichen Scheidungsantrag stellt, kann sich jedoch dann nicht auf ein Verschulden des anderen Ehepartners berufen, wenn er diesem Fehlverhalten zugestimmt oder dieses Fehlverhalten im Nachhinein verziehen hat.

Der Ehegatte, der einen Scheidungsgrund verursacht hat, ist nicht zur Beantragung der Scheidung berechtigt.

Die wichtigsten Scheidungsgründe sind Fehlverhalten durch einen Partner, bspw., dass der finanziell stärkere Partner seinen Unterhalts- und Fürsorgepflichten nicht ordnungsgemäß nachkommt.

Weitere Scheidungsgründe sind Ehebruch oder häufiges Fehlverhalten eines der Partner.

Andere Scheidungsgründe sind z.B., dass ein Ehegatte sich ein Fehlverhalten zu Schulden kommen ließ, das für den anderen Ehegatten entwürdigend ist oder ihm die Fortsetzung der Ehe unter Berücksichtigung seiner Lebensstellung unzumutbar macht. Dies betrifft insbesondere körperliche und seelische Misshandlungen durch einen Ehegatten, ernsthafte Beleidigungen oder das böswillige Verlassen eines Ehegatten.

Wenn seit der Trennung ein Jahr vergangen ist, kann der verlassene Ehegatte die Scheidung beantragen.

Weitere anerkannte Scheidungsgründe sind die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe aufgrund eines Verbrechens und hierdurch das Ansehen des anderen Ehegatten erheblich beeinträchtigt wird.

Ein Gericht wird eine Ehe ebenfalls scheiden, wenn ein Ehegatte für verschollen erklärt wurde oder er seinen Wohnort für mehr als drei Jahre verlassen hat, ohne dass geklärt werden kann, ob er noch lebt.

Weitere Scheidungsgründe sind schließlich die Erkrankung an einer Geisteskrankheit, einer sonstigen ansteckenden oder gefährliche Krankheiten, oder körperliche Behinderungen, welche ein Zusammenleben der Eheleute unmöglich machen.

Im Rahmen des Scheidungsverfahrens, in dem über die Scheidungsgründe verhandelt wird, wird im Rahmen des Verfahrens eine Regelung über das Gemeinschaftsvermögen und ein eventuelles Sorgerecht für die Kinder geregelt.

Eine in Thailand durchgeführte Scheidung ist nach thailändischem Recht gültig.

Wenn die Ehe in Deutschland registriert und anerkannt wurde, ist nach erfolgter Scheidung sowohl das zuständige deutsche Familiengericht bzw. Standesamt zu beteiligen.

 

Bei Fragen zur Scheidung und weiteren rechtlichen Fragen, stehe ich Ihnen, sowie meine Thaikollegen sehr gerne unter www.thairecht.comoder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zur Verfügung.

 

Hartz IV auch in Thailand?

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Die Sozialversicherung in Thailand ist in dem Social Security Act No. 3 von 1999, dem Compensation Act von 1994 und dem Social Security Act von 1990 geregelt.

Hieran lässt sich erkennen, dass es erst seit etwas mehr als 20 Jahren eine staatlich organisierte Sozialversicherung gibt, in Deutschland kennt man solche Grundsicherungssysteme bereits seit den 1880er Jahren, also seit weit mehr als 100 Jahre.

In Thailand besteht die Sozialversicherung aus drei Säulen: der Krankenversicherung, der Rentenversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung.

Grundsätzlich ist jeder Arbeitnehmer zwischen 15 und 60 Jahren von der Versicherungspflicht umfasst. Ausgenommen hiervon sind Staatsbedienstete, im Ausland arbeitende Arbeitnehmer, Lehrer und Direktoren von Privatschulen sowie Schüler, Studenten, Krankenhausschwestern, Pfleger und sonstige Auszubildende im medizinischen Bereich, die an einer Schule, Universität oder in einem Krankenhaus angestellt sind. Weiterhin sind Hausangestellte von der Versicherungspflicht ausgenommen. Für diese Personengruppen besteht allerdings die Möglichkeit, sich selber freiwillig zu versichern.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer führen insgesamt 5% des Lohns für die 3 Sozialversicherungen ab. So werden monatlich 3% für die Rentenversicherung, 1,5% für die Krankenversicherung und 0,5% für die Arbeitslosenunterstützung abgeführt.

Der Arbeitgeber zieht den durch den Arbeitnehmer zu zahlenden Betrag direkt vom Gehalt ab, der Höchstbetrag, den ein Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer zu zahlen hat, beträgt monatlich 750 Baht.

Krankenversicherung

Versicherungsschutz besteht für Leistungen aus der Krankenversicherung während der Zeit des Arbeitsverhältnisses sowie bis zu sechs Monaten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Die monatliche maximale Leistung aus der Krankenversicherung beträgt 15,000 Baht.

Vom Versicherungsschutz umfasst sind nicht berufsbedingte Krankheiten, Invalidität sowie Schwangerschaft. Für Leistungen im Krankheitsfall ist eine dreimonatige Beitragszahlung innerhalb der letzten 15 Monate anspruchsbegründende Voraussetzung. In diesem Fall werden Kosten für ambulante und stationäre Untersuchungen, Krankentransporte, Medikamente sowie Verpflegung im Krankenhaus übernommen.

Krankengeld

Der Versicherte hat einen Anspruch auf Krankengeld für 90 Tage pro nicht berufsbedingter Krankheit und insgesamt 180 Tage pro Jahr. Das Krankengeld beträgt die Hälfte des letzten Durchschnittsverdienstes, jedoch nicht mehr als 15,000 THB.

Schwangerschaft

Schwangere haben einen Anspruch auf Erstattung der Krankenhauskosten, die bei der Geburt anfallen. Seit 2007 werden sämtliche weiteren Kosten, wie Voruntersuchungen bis zur Geburt, in einer maximalen Höhe von 12,000 Baht erstattet.

Weiterhin werden für 90 Tage 50% des letzten Durchschnittslohns bezahlt. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Schwangere innerhalb der letzten 15 Monate mindestens 7 Beiträge für die Sozialversicherung abgeführt hat.

Es werden jedoch nur die Kosten für maximal 2 Schwangerschaften übernommen.

Kindergeld

Für bis zu 2 Kindern wird bis zu deren 6. Lebensjahr ein monatliches Kindergeld in Höhe von 350 Baht bezahlt. Der Arbeitnehmer muss sozialversichert sein und das Kind muss ehelich sein.

Leistungen im Todesfall

Hinterbliebene erhalten für die Beerdigungskosten eine Zahlung in Höhe von 100 Tagen des Mindestlohns. Weiterhin erhalten Hinterbliebene, wenn der Arbeitnehmer mindestens ein Jahr lang Beiträge bezahlt hat, eine Beihilfe in Höhe des 1,5fachen des letzten Monatslohns.

Für Arbeitnehmer, die mehr als 10 Jahre Beiträge gezahlt haben beträgt der Beihilfeanspruch einen 5fachen Monatslohn, jedoch maximal 15,000 Baht.

Rentenversicherung

Leistungen aus der Rentenversicherung werden ab dem 55. Lebensjahr gezahlt.

Hat der Versicherte weniger als 12 Monate Rentenversicherungsbeiträge bezahlt, so erhält er als Einmalzahlung diesen Betrag zurück.

Hat der Versicherte mehr als 12 Monate aber weniger als 180 Monate Rentenversicherungsbeiträge einbezahlt, so erhält er ebenfalls als einmaligen Betrag seine und die vom Arbeitgeber einbezahlten Beiträge zurück.

Ab Zahlungen in die Rentenkasse von mehr als 180 Monaten erhält der Versicherte eine monatliche Rente in Höhe von 15% der letzten 60 Monate durchschnittlich erzielten Lohnzahlungen.

Für den Fall, dass der Versicherte mehr als 180 Monate einbezahlt hat, erhöht sich der auszuzahlende monatliche Betrag je weitere 12 Monate um 1%.

Für den Fall, dass der Versicherungsnehmer vor dem 55. Lebensjahr verstirbt bzw. innerhalb er ersten 6 Monate ab Erreichen des Renteneintrittalters, so erhalten seine Erben als Einmalzahlung alle eingezahlten Beiträge.

Anspruchsberechtigte Erben können jedoch lediglich die Ehefrau, die Eltern bzw. die Kinder sein.

Arbeitslosenversicherung

Seit 2004 gibt es in Thailand eine staatliche Arbeitslosenversicherung.

Arbeitnehmer, die in den letzten 15 Monaten vor ihrer Arbeitslosigkeit mindestens 6 Monate lang Sozialversicherungsbeiträge bezahlt haben, haben einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Weitere Voraussetzung ist, dass die Arbeitslosigkeit nicht aufgrund von Straftaten wie Korruption, bzw. schweren Verfehlungen selber verursacht wurde und formale Erfordernisse wie regelmäßiges Melden beim Social Security Office eingehalten werden.

Die Höhe der Zahlung beurteilt sich danach, ob das Arbeitsverhältnis einseitig, also durch arbeitgeberbedingte Kündigung beendet wurde.

Für den Fall der Kündigung durch den Arbeitgeber erhält der Arbeitnehmer 50% seines letzten Durchschnittsgehalts, jedoch maximal für die Dauer von 3 Monaten pro Jahr.

Im Falle einer einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses bspw. aufgrund eines Aufhebungsertrages erhält der Arbeitnehmer 30% seines letzten Monatsgehalts, wiederum für die Dauer von 3 Monaten.

Abfindungszahlungen haben keinen Einfluss auf die Entstehung der Leistung und werden auch nicht angerechnet.

Workmen‘s Compensation Fund

Weiterhin besteht die Verpflichtung für jeden Arbeitnehmer, für seine Mitarbeiter 0,2% - 1% in den sogenannten „Workmen`s Compensation Fund“, also eine Unfallversicherung einzubezahlen. Arbeitnehmer haben somit einen Anspruch auf Erstattung ihrer Kosten, die ihnen bei einem Berufsunfall entstehen. Neben den medizinischen Kosten werden ab einer mehr als dreitägigen Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Lohnfortzahlung 60% des letzten Durchschnittslohns gezahlt.

Im Falle des Todes, sowie Krankheit und Invalidität haben der Versicherte, bzw. dessen Angehörige ebenfalls Ansprüche gegen den Arbeitgeber, der wiederum einen Rückerstattungsanspruch gegen den Workmen`s Compensation Fund hat.

 

Wie anhand der obigen Ausführungen deutlich wird, gibt es in Thailand durchaus soziale Sicherungssysteme. Diese Kolumne kann jedoch nur einen groben Überblick geben. Sollten Sie weitergehende Fragen zu diesem Themenbereich und anderen rechtlichen Themen in Thailand haben, so wenden Sie sich gerne jederzeit an mich.

 

„Grunderwerb“ in Thailand durch Ausländer

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Viele Ausländer hegen den Wunsch in Thailand Grund und Boden zu erwerbern. In Thailand ist es Ausländern jedoch untersagt, Eigentümer an einem Grundstück zu werden. Eine eigentumsrechtliche Position an einem Grunstück, wie man sie aus Deutschland kennt, ist somit für Ausländer nicht möglich. Aus diesem Grund müssen andere Möglichkeiten gewählt werden, die es dem Ausländer in Thailand ermöglichen, legal ein Grundstück, wenn auch nur für eine bestimmte Zeit, eigentümerähnlich zu besitzen.

Eine in Einklang mit dem thailändischen Recht stehende Lösung stellt der Erwerb eines Nutzungsrechts an einem Grundstück bzw. das Land-Leasing dar.

Der Ausländer schließt also einen Leasing-, Miet- und Pachtvertrag mit dem Eigentümer des Grundstücks ab.

Die gesamte Pachtsumme, die gleichzeitig quasi die „Kaufsumme“ darstellt, wird in der Regel vorab bezahlt.

Neben der reinen Miete kann ein Wohnrecht, ein Niesbrausrecht (“Usufruct“) sowie ein zusätzliches Bebauungsrecht („Superficies“) zugunsten des ausländischen Erwerbers vereinbart werden.

Der Pächter erhält somit den Besitz am Grundstück für die vereinbarte Dauer. Er hat weiterhin das Recht, das Grundstück zu verwerten, er hat also das ausschließliche Recht an dem Grundstück, er kann somit auf diesem ein Haus errichten und bewohnen, dieses verpachten, ein vorhandenes Haus abreißen, ausbauen oder verändern.

Bei ordnungsgemäßer entsprechender vertraglicher Vereinbarung kann dieses Nutzungsrecht weiterhin, auch ohne die Zustimmung des Grundstückseigentümers, auf Dritte übertragen werden. Es empfiehlt daher unbedingt, dies in einem entsprechenden Vertrag ausdrücklich zu vereinbarendamit die Nutzungsrechte vererbbar, abtretbar und übertragbar sind.

Ebenfalls sollten Vorkehrungen getroffen werden für den Fall, dass einer der Vertragspartner vor Beendigung der Pachtzeit verstirbt, denn der Pachtvertrag kommt lediglich zwischen den Parteien zustande. Es ist also nicht automatisch so, dass Dritte wie beispielsweise Erben des Pächters automatisch Vertragspartner nach dessen Ableben werden. Weiterhin sollte vertraglich geregelt sein, dass der Pächter die Möglichkeit hat, das Land weiter zu verpachten.

Schließlich muss nach dem thailändischen Gesetz jeder Miet- und Pachtvertrag, der für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren abgeschlossen wird, beim entsprechenden Landoffice registriert werden. Das Nutzungs- Wohn- oder Baurecht des Ausländers muss somit anschließend beim Landoffice eingetragen werden. Wird dies unterlassen, kann sich der Ausländer nach Ablauf von drei Jahren vor einem thailändischen Gericht nicht mehr auf den Vertrag berufen.

Der Vertrag darf weiterhin die maximale gesetzliche Nutzungsdauer von 30 Jahren nicht überschreiten. Zu beachten ist, dass das Nutzungsrecht nach Ablauf der 30 Jahre verlängert werden kann. Eine entsprechende Verlängerungsoption sollte ausdrücklich vertraglich vereinbart werden.

Eine weitere Möglichkeit, wie sich der erwerbende Ausländer absichern kann, ist ein zusätzlicher Darlehensvertrag mit dem thailändischen Eigentümer. Die Eintragung einer Grundschuld bzw. einer Hypothek zur Sicherung der Darlehensrückzahlung ist allerdings nicht möglich, wenn das Landoffice davon ausgeht, dass der thailändische Eigentümer nur als Strohmann des Ausländers dient und für diesen lediglich das Eigentum hält.

Möglich ist, dass ein Nutzungsvertrag auf 30 Jahre oder auf Lebenszeitt zugunsten des Berechtigten registriert wird und zusätzlich ein privatrechtlicher Darlehensvertrag abgeschlossen wird. Die Eintragung einer Hypothek kann dann zu einem späteren Zeitpunkt als die Registrierung erfolgen, so könnte verhindert werden, dass das Landoffice von einem Umgehungsgeschäft ausgeht.

Der Abschluss eines zusätzlichen Darlehensvertrages könnte z. B. dazu dienen, den Ehepartner im Streitfall unter Druck zu setzen, wenn der Ehepartner Eigentümer des Grundstücks ist, in dem man die ausstehende Darlehenssumme einklagt. Wobei zu beachten ist, dass die Einklagbarkeit gegenüber dem thailändischen Ehepartner schon deswegen problematisch sein kann, da der Erwerb eines Grundstücks durch eine mit einem Ausländer verheirateten Thailänderin unter Umständen nur dann möglich und eingetragen wird, wenn die Thailänderin beim Landdepartment versichert, das Grundstück ausschließlich aus eigenen Mitteln erworben zu haben. Ein Darlehensvertrag in unmittelbarer zeitlicher Nähe mit dem Grunderwerb könnte allerdings wiederum für ein Umgehungsgeschäft sprechen und daher schwer einklagbar sein.

Weiterhin sollte sich der ausländische Erwerber als Sicherheit das Grundstückspapier (Chanod) zur Absicherung des Darlehens aushändigen lassen, da der thailändische Eigentümer ohne diese Urkunde eine Grundstücksumschreibung oder Belastung nicht vornehmen kann.

Als zusätzliche Sicherung kann vereinbart werden, dass der Ausländer eine Vollmacht vom Eigentümer erhält, die ihn berechtigt, das Grundstück jederzeit verkaufen zu könnrn sowie und die Umschreibung vornehmen zu können.

Bei weitergehenden Fragen zum Grunderwerb in Thailand, sowie anderen rechtlichen Fragen, wenden Sie sich gerne entweder unter www.thairecht.com oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. '; document.write( '' ); document.write( addy_text97543 ); document.write( '<\/a>' ); //--> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an mich und meine Thaikollegen.

   

Drum prüfe wer sich ewig bindet - Ehescheidung in Thailand und die Anerkennung in Deutschland

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Die Scheidung einer Ehe, auch einer Ehe zwischen einer Thai und einem Ausländer ist in Thailand, wenn sich die Partner einig sind, in der Regel eine schnelle und unkomplizierte Angelegenheit, es sind ein paar Dokumente zu unterschreiben, man geht zum Amt, die Scheidung der Ehe erfolgt quasi im Rahmen eines Aufhebungsvertrags.

Spannend wird die ganze Angelegenheit aber, wenn die Eheleute die Ehe in Deutschland haben registrireren lassen und diese Registrierung in Deutschland löschen lassen wollen.

Da eine Auflösung einer Ehe in Deutschland mittels eines Vertrags, also mittels einer privatrechtlichen Vereinbarung nicht vorgesehen ist, muss die Aufhebung bzw. Beendigung der Ehe in Deutschland zunächst anerkannt werden. Eine im Ausland geschiedene Ehe, die in Deutschland nicht anerkannt aber registirert wurde, besteht nach wie vor in Deutschland fort. Eine erneute Heirat ist somit nicht möglich.

Für Ehen, die in Thailand geschlossen wurden, in Deutschland aber registriert wurden, gelten darüber hinaus Sondervorschriften. Die Scheidung muss in Deutschland anerkannt werden, dies obliegt den Landesjustizverwaltungen der einzelnen Bundesländer.

Die örtliche Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer richtet sich nach einem eventuell in Deutschland noch vorhandenem Wohnsitz. Falls der Wunsch nach Schließung einer neuen Ehe besteht, ist das Bundesland zuständig, in dessen Kommune die neue Ehe eingegangen werden soll.

Ist kein Wohnsitz mehr in Deutschland vorhanden, so ist in der Regel das Bundesland Berlin und die dortige Justizverwaltung für die Anerkennung einer im Ausland geschiedenen Ehe zuständig.

Im Jahr 2012 hat das Kammergericht Berlin die Anerkennung einer thailändischen Scheidung, die mittels einer privatrechtlichen Vereinbarung zustande gekommen ist, abgelehnt, also die Scheidung nicht in Deutschland anerkannt. Kammergericht Berlin, Beschluss vom 19. März 2013 – 1 VA 12/12.

Ohne auf die genauen Umstände eingehen zu können, hat das Gericht im Wesentlichen argumentiert, dass gemäss § 1564 BGB eine Scheidung einer in Deutschland registrierten Ehe nur durch ein Gericht erfolgen kann. In Thailand gibt es aber neben der oben beschriebenen privatrechtlichen Scheidung, also quasi  Scheidung mittels einer Vereinbarung der beiden Ehepartner, auch die Möglichkeit, sich durch ein Gericht scheiden zu lassen. In dem vorliegenden Fall haben die Eheleute die Anerkennung einer vertraglichen Scheidung begehrt.

Im Umkehrschluss folgt daraus, dass eine gerichtliche Scheidung vor einem thailändischen Gericht in Deutschland anerkannt wird, bei einer Scheidung mittels eines Vertrags, auch wenn dieser nach dem thailändischen Recht zustande kommt und zu einer Austragung der Ehe in einem thailändischen Heiratsregister führt, kann eine Anerkennung in Deutschland verweigert werden mit der Folge, dass die Ehe in Deutschland nach wie vor besteht.

Es ist daher durchaus ratsam, sich bei der Scheidung einer in Deutschland registrierten Ehe vorab genau zu informieren, unter welchen Voraussetzungen die einzelnen Bundesländer eine Scheidung anerkennen. Die Scheidung mittels eines Vertrags ist zwar ein relativ preisgünstiger Weg, der sich im Nachhinein aber als teuer erweisen kann, wenn die Scheidung nicht anerkannt wird.

Bei weitergehenden Fragen zur Scheidung in Thailand, sowie anderen rechtlichen Fragen, wenden Sie sich gerne entweder unter www.thairecht.comoder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an mich und meine Thaikollegen.

 

Leben und Arbeiten in den Tropen - Investment in Thailand

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Thailand verfügt neben den traumhaften Urlaubsdomizilen wie Phuket, Koh Samui, Hua Hin oder Koh Chang über eine leistungsstarke, aber noch ausbaufähige Industrie.

Investments in Thailand sind daher für Privatpersonen, aber auch für mittelständische Unternehmen nach wie vor höchst attraktiv.

Insbesondere die Metropole Bangkok ist eine hervorragende Ausgangsbasis, um die Märkte Südostasiens zu erschließen.

Für den Wirtschaftsstandort Bangkok spricht:

▪    von Deutschland aus ist Bangkok mit diversen Fluggesellschaften non-stop mehrmals täglich zu erreichen.

▪   Thailand verfügt neben dem internationalen Suvarnabhumi Flughafen über ein sehr gut ausgebautes Netz weiterer internationaler wie nationaler Flughäfen, die aber auch mit Zwischenstop von Bangkok angeflogen werden, so u.a. Phuket, Chang Mai.

▪   Weiterhin verfügt Thailand über ein sehr gutes Straßennetz.

▪   Alle anderen wichtigen Metropolen in der südostasiatischen Region sind innerhalb von 3-4 Stunden bzw. kürzer per Flugzeug zu erreichen, so ist Singapur etwa 2 1⁄2 Flugstunden, Jakarta 3 1⁄2, oder Kuala Lumpur 2 Flugstunden entfernt.

▪   Zwischen Deutschland und Thailand bestehen seit über 150 Jahren ausgesprochen gute Handelsbeziehungen. Deutschland ist in Thailand als Geschäfts- und Handelspartner sehr hoch angesehen.

▪   Fast alle 30 Dax Unternehmen sind bereits in Thailand vertreten, wie u.a. Mercedes Benz, Bosch, BMW oder Siemens.

▪   Neben diesen regionalen Vorteilen bietet Bangkok als Standort erhebliche Vorteile, wie vergleichsweise günstige Mieten, niedrige Lebenshaltungskosten, bezahlbares Personal.

▪   Sehr günstige Flugpreise in den gesamten südostasiatischen Raum.

▪   Günstige Hotel-und Unterbringungskosten.

Wirtschaftliches Potential Thailands und Südostasiens

Die wichtigsten Staaten Südostasiens sind momentan nachhaltig dabei, sich nach der Krise zu erholen und verzeichnen gute bis sehr gute Wachstumsraten.

So wurden bereits im Jahr 2010 in Thailand 7%, in Indonesien 6,1%, in Singapur 15% und in Malaysia 7,2% Wirtschaftswachstum generiert.

Die Tendenz für die nächsten Jahre ist ebenfalls viel versprechend, Wachstumsraten für die Jahre 2011 und 2012 in Höhe von 4,5 – 7,2% werden diesen vier Ländern allseits prognostiziert.

Wurde der Wirtschaftsboom in dieser Region in den 80er Jahren hauptsächlich im Sog Japans erreicht, wurden mittlerweile eigene wirtschaftliche Strukturen geschaffen, weg von der reinen Landwirtschaft und Dienstleistung, hin zum produzierenden und verarbeitenden Gewerbe.

ASEAN

Neben umfassenden geplanten Reformen in den einzelnen Staaten, wurde insbesondere in den letzten Jahren eine Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb des ASEAN Verbundes begonnen, mit dem Ziel, zum einen ein Gegengewicht zum chinesischen Markt zu schaffen, zum anderen nach europäischem Vorbild eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu erreichen, mit dem Ziel, eine Freihandelszone zu errichten.

Dieser beschriebene Bereich Südostasiens verfügt über etwa 600 Millionen Personen, die Staaten Thailand, Singapur, Indonesien und Malaysia stellen davon etwa 340 Millionen Einwohner.

Thailands Entwicklung

Damit Thailand künftig weiterhin konkurrenzfähig bleiben kann, wird es wohl in den nächsten Jahren zu Reformen beispielsweise beim Erwerb von Grund und Boden oder auch bezüglich der Visa- und Einreisebestimmungen kommen.

Investieren in Thailand dürfte sich somit weiterhin vereinfachen und den Standort Thailand nochmals stärken.

Alles in allem ist der Thailändische Markt nach wie vor ein sehr lohnender und interssanter Bereich, um hier zu investieren, u.a. Weil Wirtschaftszweige wie die der erneuerbaren Energien durch die thailändische Regierung nachhaltig gefördert werden.

Bei Fragen bezüglich eines Investments in Thailand und weiteren rechtlichen Fragen, stehe ich Ihnen, sowie meine Thaikollegen sehr gerne unter www.thairecht.com oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zur Verfügung.

   

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