Newsletter bestellen  

Anmeldung  

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben

Facebook Connect  

I'm sorry myApi login is currently not compatible with Internet Explorer. Download Chrome, that's what all the cool kids are using

Connect with facebook

Facebook Connect

Hi , login or create a new account below

Login

Register

If you already have an account with this website login with your existing user name and password to enable Facebook Connect. From now on you'll be able to use our one click login system with your facebook credentials instead of your current user and password

Alternativley to create a new account using details from your Facebook profile enter your desired user name and password below. These are the details you can use to log into this website if you ever decide to delete your facebook account.

Forgot your password? - Forgot your username?

Aktuelle Informationen  

Klick für Download der Wochenblitz App für Android

Klick für Download der Wochenblitz App für Windows

Klick für Download der Wochenblitz App für Apple

Melden Sie sich oben auf der Webseite noch heute für den Newsletter an. Dann sind Sie im Falle einer möglichen Krise oder Katastrophe bestens informiert!

Der aktuelle WOCHENBLITZ vom 15. Oktober steht ab sofort in unserem Web-Shop zum download bereit.

Der nächste WOCHENBLITZ erscheint ab 5. November 2014.

Lerngruppe “Deutsch“

Das gute alte Buch oder: Wie ändert sich das Leseverhalten?

Deutschland / Ausland:

Bund und Länder wollen Einigung zu Flüchtlings-Lasten bis Jahresende

Starker Cannabiskonsum vor der Autofahrt verboten

Polizei: Attentäter von Ottawa wollte nach Syrien reisen

US-Armee: Offensive der Dschihadisten in Kobane vorerst gestoppt

Verschiedenes:

Bestellen Sie hier das Abo vom Wochenblitz bequem nach Hause. Thailandweit!

Lesen Sie hier unsere Kolumnen.

"Landkauf" in Thailand durch die Ehefrau

Magie aus dem Isan, italienische Fussballschuhe und eine ganz normale Scheidung - Teil 1

Als Senior in Thailand - Thai Kultur, Teil 1

Facebook  

Spruch der Woche  

Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.
(Francois Truffaut, franz. Regiesseur, 1932-1985)

Werbung  

Partner  

  • Radio Siam
  • Childrens Academy
  • Bios-Logos
  • Street Animal Project Pattaya

Wetter  

Blitz Events  

Oktober 2014
Mo Di Mi Do Fr Sa So
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Statistiken  

OS : Linux w
PHP : 5.2.17
MySQL : 5.1.73-cll
Zeit : 01:01
Caching : Aktiviert
GZIP : Deaktiviert
Benutzer : 1031
Beiträge : 54285
Weblinks : 6
Seitenaufrufe : 11901953

Wahre Geschichten

Eine schmunzelhafte Geschichte, die das Leben selber schrieb

PDFDruckenE-Mail

 

Nach 10 Jahren der Trennung wollte eine Familie mit zwei Kindern (5 und 8 Jahre) endlich wieder einen engen Bekannten in Thailand besuchen. Im vorangehenden Mailkontakt kam heraus, daßdie Kinder dem Erziehungsprogramm einer Waldorf-Schule ausgesetzt waren. Der Verdacht und alle Vorurteile gegenüber der Waldorf-Erziehung schien sich zu bestätigen, als man vorab schon einmal ein Video zusandte, aus dem hervorging, wie die Kinder ihre Namen verständlich tanzen können. Das Gelächter an der Theke in Pattaya war nicht zu überhören.

Dann kam die Ankündigung, Anfang August nach Pattaya zu kommen. Hotelzimmer und Flüge waren gebucht.

1. Versuch:

Die Kinder haben sich das Flugzeug (von außen) angesehen und entschieden, dass nicht geflogen wird. Selbst das Angebot, sich das Flugzeug-Cockpit ansehen zu dürfen, wurde aus Technik-Angst der Kinder von diesen abgelehnt. Also wurde ausgecheckt und kostenpflichtig umgebucht für einen neuen Flug eine Woche später.

2. Versuch:

Die Kinder wurden diesmal einerWoche Disskusion oder auch Disskusionstanzen ausgesetzt - man weißes nicht. Also sagten die Kinder schließlich ja zum Flug nach Thailand. Bereits im Flugzeug befindlich, wurde dennoch abschließend über die Gegebenheiten diskutiert. Doch die Kinder entschieden, daßes diesmal noch nicht sein sollte. Also wieder auschecken und nach Hause zur Abschlußdiskussion und Ablenkung plus Bestechung,wie Geschenkeund Eis einkaufen.

3. Versuch:

Die Kinder schienen diesmal überzeugt zu sein, daßalle fliegen dürfen - funktioniert hat es natürlich aus denselben Gründen trotzdem nicht. Das Hotel in Thailand hatte mittlerweile eine weitere Festbuchung verweigert.

4. Versuch - eine kalkulierte Notlösung sollte greifen:

Diesmal gab man in Thailand zu verstehen, dasszwei Mitglieder der Familie garantiert kommen würden, wenn es wieder im Flugzeug zur Abstimmung käme. Wie erwartet fiel die Disskusion wieder zu Ungunsten der Eltern und ihren Träumen aus, Thailand zu besuchen. Auch die geplante Ausweichlösung, daßwenigstens zwei der Familie fliegen sollten, wurde einstimmig abgelehnt - einstimmig von den Kindern. Also wieder zurück nach Hause und zur Diskussion, warum nicht alle Flugzeuge abstürzen müssen.

5. Versuch im Einzelexperiment:

Nun kam die Mutter auf eine ganz tolle Idee. Sie buchte heimlich, ohne Wissen der Kinder, wieder einen Flug nur für sich. Sie schrieb nach Thailand, dass sie heimlich das Haus verlassen will und diesmal ohne Disskusion im Flugzeug bis Bangkok sitzen bleiben will.

Am Morgen des 31. August erreichte Thailand dann die Nachricht, daßdie Mutter tatsächlich losgeflogen und gegen Nachmittag in Thailand zu erwarten sei. Es wurde zudem darum gebeten, sich ihrer anzunehmen, da sie nun schließlich ganz alleine nach Thailand unterwegs sei. Daraufhin wurden kurzentschlossen zwei Mitarbeiter von Bios Logos zum Flughafen entsandt, um der wagemutigen Mutter –welche hier inzwischen nur noch als “die Mutigste der Waldorffamilie”galt –einen herzlichen Empfang zu bereiten. Zu ihren Ehren wurde zudem gleich ein Spaghetti-Wettessen im “Klein Heidelberg”in Pattaya abgehalten.

Alle waren froh, daßdieses kleine Abenteuer dann doch noch zu einem glücklichem Ende gekommen ist. Besonders froh dürfte natürlich die Lufthansa gewesen sein, bei denen insgesamt 30 Flüge gebucht wurden, von denen ganze 28 (!) nicht genutzt, sondern teilweise kostenpflichtig umgebucht und teilweise gänzlich neu von der Waldorf-Familie bezahlt werden mussten.

Resümee: Waldorf sein wollen ist einfach –und danach wird es teuer. Oder: Die Folgen einer antiautoritären Erziehung –Kinder an die Macht.

 

Das Liebe Leid mit den Versicherungen

PDFDruckenE-Mail

Eine Geschichte wie ich sie letzte Woche erlebt habe!

Stell dir vor, Du liegst im Hospital, hast eine teure Versicherung und nach der OP sagt dir die Versicherung: „Wir bezahlen nicht!”
So geschehen mit meiner Freundin Gai.

Meine Freundin hat ein Probelm mit der Speiseröhre, diese ist viel zu eng. Vor einem Jahr hat sie ausserdem unseren Sohn Billy geboren, der natürlich neun Monate Druck auf die inneren Organe ausgeübt hat, was auch nicht besonders gut für ihre ohnhin schon angeschlagene Speiseröhre war.    

Ich habe also meinen VersicherungsVertreter Walter M. angerufen, und der hat mir geraten (wortwörtlich): „Geht doch mit ihr ins Bumrungrad Hospital (eines der Top 10 Krankenhäuser der Welt). Sie ist ja Premium-Versichert bei uns.“ Dies ist eine „Farang Versicherung“, die eine menge Geld kostet im Jahr.

So geraten so getan. Wir haben dann die ganzen Voruntersuchungen gemacht und  bezahlt, weil die Versicherung ja nur bei Admit ab 6 Stunden bezahlt. Am letzten Donnerstag hat meine Freundin Gai dann den Termin gehabt für die OP. Am Morgen einrücken, um 9:00 Uhr Zimmer beziehen und dann an den Tropf bis 14:00 Uhr. Um 14:00 Uhr war dann die OP der Speiseröhre (Gastrocopy CRE Ballon).  Dann zurück auf das Zimmer zur Überwachung.

Ich warte also am Donnerstag Nachmittag im Spitalzimmer meiner Freundin darauf, dass sie aus dem Aufwachraum kommt. Anstelle von ihr kommt dann irgendwann eine Krankenschwester und sagt mir, dass die Versicherung sich weigert, die Kosten zu übernehmen, und ich solle mich beim Cashier Office melden.

Nachfragen bei meinem Versicherungsagenten Walter M. haben ergeben, dass die Versicherung nicht bezahle, weil meine Freundin das Problem mit der Speiseröhre schon einmal gehabt hat. Diesen Umstand haben wir bei Abschluss der Versicherung angegeben.

Es ist richtg, dass sie schon einmal Probleme mit der Speiseröhre gehabt hat. Damals hat sie eine normale Thai – Versicherung gehabt, die gezahlt hat.

Sie war damals noch nicht bei einer teuren Farang Versicherung versichert.

Was ich aus dieser Angelegenheit gelernt habe, ist zum einen Versicherungen versuchen sich immer rauszuwinden wenn sie mal zahlen sollen.

Und der zweite Punkt ist: Du darfst alles, was dir zustösst, nur einmal haben! Wenn du dir also den linken Arm brichst, schau nächstes mal, wenn du hinfällst, dass Du auf die rechte Seite fällst, sonst zahlt wahrscheinlich die Krankenkasse nicht

Kleine Anregung: Telefoniert einmal mit Eurem Versicherungs-Agenten und erkundigt euch, bevor ihr nächstes mal im Krankenhaus aus der OP kommt und es heisst selber bezahlen.           Gruss Walter
 

 

Vom Pussykater zum Psychiater

PDFDruckenE-Mail

1998Auf dem Flug nach Bangkok mit Thai Airways lernte ich einen Basler der neben mich, auch als allein Reisender zu sitzen kam, kennen. Er überschüttete mich geradezu mit Lobes Hymen auf Thailand und seine Thai Pussycat in Phuket. Er glühte beim erzählen von seinem Hairstyles for men and women Laden den er mit Pussycat wie er seine Lady/ehemalsboy nannte, bei seiner Ankunft eröffnen wolle.
17.000.- Franken habe er bis heute „nur“ der Pussycat zukommen lassen um alles zu Organisieren, Einzurichten und Mitzuhelfen. Unbedingt wolle er, dass ich an der Eröffnung im Patong Beach Nightlife Paradise-Complex, übermorgen dabei sei. Ich sagte zu obwohl früh aufstehen angesagt wurde! Viel schlaf gab es bei dem aufgedrehten Gequatsche des Sitz-Nachbarn nicht für mich, während diesem Flug.

Meine Katze Mäo (Mäo heisst auf Thai Katze) holte mich selber am Flughafen ab und strahlte absolute Freude aus. Arm in Arm marschierten wir zum Taxi und hinterher mit hängendem Kopf der Basler. Seine Pussycat hätte sicher keine Zeit ihn abzuholen so kurz vor dem Eröffnungstermin? Er sinnierte, studierte und schwitzte auch im Taxi vorne neben dem sprachlosen Taxifahrer. Dauernd drehte er sich zu uns zwei auf dem Rücksitz um, verdrehte die Augen wenn er mich und Mäo umschlungen sah und fragte uns noch und noch Löcher in den Bauch, der sowieso bei mir schon Hohl war. Warum kam Ihn seine Pussycat nicht abholen?

Sonne, Beach, Hotel, Super Food und Bett. Ich genoss die Liebe und Lebte. Der Basler surrte in Patong herum. Wenn er mich sah hatte er höchstens Zeit mir zu zurufen „nicht vergessen morgen um 9 Uhr im Paradise-Complex“ und weg war er, schwitzend und stressend aber scheinbar glücklich. Aus einem Zufall heraus machten der Basler mit seiner Pussycat ich und Mäo in einem Klimatisierten Restaurant am Abend Dinner. Ich lernte Pussycat kennen. Gross, schlank, lange Haare, raue Stimme. Eine Imposante Lady… Erscheinung durch und durch, Phuket Simon Cabaret Auslauf-Modell. Eben die die gerne Suizid machen, weil sie dort nicht mehr auftreten können oder sonst auch nicht mehr so verbraucht gebraucht werden! Ja ich habe später noch einige solche kennen gelernt, und erkannte das man solche Ladyboys „Katoys“ durchaus als oft gescheite Wehrhafte Kratzbürsten benennen dufte.

Das Tischgespräch drehte sich nur um Pussycat, die wie Mäo auch seltsam ruhig schien. Es ging um das wie sich die beiden kennen lernten und die Eröffnung morgen. Von grossen Augen über spitze Ohren bis zu schmalen Lippen ging meine Mimik beim zuhören. Ich war ja selber noch ein so genannter Farang-Nobody. Ich staunte mit verklemmtem Bauchgefühl als ich hörte dass sich die zwei erst seit 4 Monaten und 3 Treffs zu je 1-2 Wochen, kannten. Ich staunte über diese unendlichen Liebesgefühle die dieser Basler für diese umoperierte Lady aufbringen konnte. Mich selber konnte ich ja damals „noch“ nicht so gut in meinem eigenen Liebesrauschen beurteilen, ich war ja eher der stille Geniesser und Liebes-Kasper. Ich konnte und durfte noch staunen!

Er der Basler war 52 Jährchen und noch voll im Berufsleben in der Schweiz. Er war ein Durchschnittsbürger durch und durch. Geschieden, 2 Kinder und leistet sich nebst Alimenten eben eine, die erste aber beste, Urlaubs Bekanntschaft, nebst seinem über alles und schon immer geliebten Beruf.

Sie die Pussycat war 33plus, hatte „noch nie“ eine grosse Liebe bis auf diesen Basler. Lebte bis an hin „nur“ um Geld für eine eben erfolgte Umwandlung zu verdienen und hat nun „erstmals“ die Gelegenheit mit einem Sponsor- Farang zusammen ein Geschäft zu er/halten. Wenn dann der Farang früh pensioniert wird, will er wie ein König über dem Geschäft, in der bis dann dazu gekauften Wohnung, thronen und nie sterben!

Am nächsten Tag gesellten sich Mäo und ich zur Gesellschaft, die für Pussycat „und den Basler“ das Geschäft eröffnen sollte. Auch heute an diesem Tag, schien mir dass meine Katze Mäo, wie schon an Vorabend beim Essen, absolut teilnahmslos das Geschehen um diese Pussycat wahrnahm. Heute weiss ich warum, Mäo hatte Angst ich könnte hinter „diese Fassaden“ sehen und dies würde Mäo selber dann auch schaden!
Mitten in der morgendlichen Hitze und dem Paradise-Complex war hier schon ein Rummel vor dem Hairstyles for men and women Laden.

Mit einer Buddha Zeremonie, vielen Blumen und etlichen schon wachen Lady-Boys, Thais und Farangs die wie bei einer Hochzeit (nach Thai Art) angezogen waren begann die Feier. Nur von dem Basler war noch nichts zu sehen? Er hatte schlicht verschlafen.

Wer nun die folgende Szene nicht glaubt, war noch nie in Thailand. Freudestrahlend erscheint der Basler Farang um 11.30 Uhr nach den Buddha Zeremonien etc. im blauen Blazer und begrüsst uns alle schon schwitzend, im Überschwang. Doch als er in den Laden wollte um sich alles anzuschauen, geschah das unfassbare. Das Rollgitter wurde vor seiner Nase von Freunden von Pussycat runter gelassen, und ihm wurde erklärt er sei hier am falschen Ort. Unter dem Motto, du hast bezahlt, nun brauchen wir dich nicht mehr, wurde er richtiggehend weggeekelt. Drohungen der schlimmsten Art wurden ausgesprochen, sollte er sich nicht für immer verdrücken. Farangs standen stumm und Starr da. Thais vergnügten sich schon mit Alkohol. Pussycat sei sich am schön machen und komme später.
Der Basler schwitzte plötzlich nicht mehr!
Der kleine Laden Hairstyles for men and women wurde schon mit Kunden besetzt. Perücken wurden in Schaufenster gehängt, die HiFi Anlage dröhnte, der Thai Alltag nahm seinen Lauf…..

Ich hab den Basler etwa 2 Jahre später in Zürich wieder getroffen und erfahren dass er nach dem Phuket Testaster mit dem nächsten Flug nach Hause flog. Er musste sich bald einmal eine dreimonatige Auszeit im Beruf nehmen. Er verstand sich und die Welt rundherum und die Thai-Welt sowieso, nicht mehr. Er verlor seine Arbeitsstelle für eine weile, weil er in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen werden musste.

Er war nie mehr und würde nie mehr nach Thailand zu den Arschl........ gehen!
Er wollte von mir und meiner Thaikatze keinen Ton hören. Er verabschiedete sich von mir, dem Spinner mit einer Thaikatze, mit Murren und in gebückter Haltung und verschwand, für mich auf Nimmerwiedersehen!

thai.fun

   

Liebe und Toleranz

PDFDruckenE-Mail

Am 31.10.1986 kam im Norden Thailands, in der Provinz Phayao, ein wundervolles Kind zur Welt. Dieses Kind war von klein auf ein bemerkenswerter Mensch.
Für dieses Kind war es immer wichtiger das es anderen gut geht und erst an zweiter Stelle dachte es an sich selbst.
Dieses Kind wuchs heran zu einem bezaubernden jungen Mädchen, bildhübsch, höflich, liebevoll und hilfsbereit, doch als all ihre Freundinnen und Freunde schon ihre ersten Erfahrungen mit der ersten Liebe gemacht hatten blieb sie trotz ihrer bezaubernden Schönheit und ihrem Herz aus Gold alleine und die Erfahrung der Liebe blieb ihr verwehrt.
Eines Tages kam es, es war der Weihnachtsabend, dass ein paar Weihnachtssänger aus der christlichen Kirche des Ortes ihr Zuhause passierten und für Sie und ihre Familie, obwohl diese Buddhisten waren, ein Weihnachtslied sangen und Plätzchen verschenkten. Sie war über die Maße hinweg begeistert und wurde von diesen eingeladen die Kirche einmal zu besuchen. Dies tat sie dann auch bereits am nächsten Tag und in den kommenden 15 Monaten war sie dort fast täglich. Sie putzte, sie kochte für Bedürftige, sie tat was immer getan werden musste bevor es ein anderer tun konnte und jeder gab ihr das Gefühl, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein und dass Gott sie liebt.
Dann, nach 15 Monaten kam das Kirchenoberhaupt der Region in den Ort um für neue Gläubige die heilige Taufe durchzuführen und sie war mehr als bereit diese zu empfangen und ihr Herz, ihren Geist und ihr Leben Gott zu widmen. Sie freute sich auf diesen Tag wie niemals zuvor auf irgendetwas.
Sie lud jeden ein den sie kannte, Familie Freunde, Bekannte und erzählte es jedem der es hören wollte, dass sie stolz sei, endlich getauft zu werden um ein vollwertiger Christ und eine Tochter Gottes zu sein. Alle in der Kirche freuten sich mit ihr und nie hatte sich jemand so sehr gewünscht ein Teil der christlichen Kirchengemeinschaft zu sein und sein Leben Gott zu widmen.
Der Tag kam also und jeder, der sie kannte, war da um zu sehen und mit zu erleben wie sie die heilige Taufe empfangen wird. Sie war an diesem Tag die Freude, das Glück und die Liebe selbst. Sie kaufte sich ein wundervolles Kleid, auf welches sie lange gespart hatte und wollte, dass dies der schönste Tag ihres Lebens wird. Als es dann endlich soweit war, sie vor Vorfreude kaum noch atmen konnte, ihr Herz vor lauter pochen fast aus der Brust platzte und sie die heilige Taufe empfangen sollte, sagte das weibliche geistliche Oberhaupt, die extra zu dieser Zeremonie angereist war, dass sie ein Ladyboy sei und deshalb weder getauft, noch von Gott und seiner Religion akzeptiert würde und deshalb an der Zeremonie nicht teilnehmen könne.
Ihre Stimmung schlug mit diesen Worten sofort um. Sie brach in Tränen aus und verlies unmittelbar den Ort. Keiner konnte dies so recht verstehen und viele verließen ebenso die Veranstaltung. Familie, Freunde und Bekannte versuchten sie zu trösten doch der Schmerz war zu tief. Es vergingen 4 Tage in tiefer Trauer und am fünften Tag fand man sie erhängt im Nebengebäude vom Haus ihrer Eltern. In den wenigen Zeilen die sie an ihre Eltern hinterließ sagte sie unter anderem:
"Welchen Wert hat mein Leben, wenn selbst Gott, der mich erschaffen hat, den ich liebe, verehre, anbete und für den ich alles geben würde, mich nicht will weil ich im falschen Körper geboren wurde? Für mich ist auf dieser Welt kein Platz und deshalb vergesst mich."
Dies ist mit Abstand die traurigste Geschichte, die ich jemals in meinem Leben gehört habe und an Grausamkeit kaum zu übertreffen. Ich hatte selbst Tränen in den Augen als ihre Schwester mir die Geschichte erzählt hat.
Nui, wir werden Dich niemals vergessen und in unseren Herzen wirst Du ewig leben!
Wier lieben Dich weit über diese Welt hinaus!
Klaus
 

 

Der verschwundene Reisepass

PDFDruckenE-Mail

Der Protagonist unserer zweiten Geschichte ist ein junger deutscher Reisetechniker, der von Bangkok aus in ganz Südostasien herumfliegt, um Maschinen und Maschinenanlagen aufzubauen, zu warten und Schäden an ihnen zu beseitigen. Bei Rückkehr von einem solchen Einsatz will er noch im Flugzeug seinen Reisepass aus der Gesäßtasche ziehen – und greift ins Leere. Nun ist guter Rat teuer! Aber lassen wir ihn doch selbst erzählen…

»Ich war gerade in Indien, und das Projekt war für indische Verhältnisse bemerkenswert gut gelaufen. Kurz vor Weihnachten konnte ich meine Arbeit beenden und hatte nun vor, über die Feiertage ein paar Wochen in Thailand auszuspannen.

Das Einchecken am Flughafen in Indien verlief ohne Zwischenfälle. Pass raus, darin lag das Ticket. Sitzplatzabschnitt abrupfen lassen und hinein in die Beinpresse. Nur ein paar Stunden noch, dann sieht man die Jungs wieder…in Bangkok. Nichts wird sich verändert haben, alles wird so sein wie immer…und der Urlaub kann beginnen.

Der Flug war normal. Zwar war ich wegen Umständen mit Übergepäck meinen Platz am Notausgang losgeworden, aber hatte immer hin noch einen  guten Sitz am Gang erwischt. Wir flogen also…weg von den Heiligen Kühen, hin zur Tom Yam Gung.   

„Cabin crew prepare for landing!“ Mein Zeichen, die Landung stand kurz bevor. In freudiger Erwartung meinen lang ersehnten Urlaub anzutreten, griff ich an meine Gesäßtasche, um sicher zu sein, alles sei da wo es hin gehörte. Wow! Da müsste doch mein Pass sein. Doch da war er nicht. Dann habe ich ihn wohl im Handgepäck…? Mir war da schon klar, dort war er nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Nachdem wir gelandet sind, noch einmal alles gründlich absuchen, dann wird sich schon alles in Wohlgefallen auflösen.

Ich war der letzte, der aus dem Flieger kam und der einzige, der ohne Pass kam. Drei Stewardessen und ich haben den Sitz, auf dem ich gesessen hatte, auseinander genommen. Da war kein Pass! Eine freundliche, aber bestimmte Person meinte: Musst du raus, Flieger putzen, Bus wartet nicht lange. Also rein in den Bus, so tun als wär' nix. Ist aber was! Kennt ihr das? Dies Gefühl, du hast Mist gebaut, und du denkst, jeder weiß es? Sitze ich also im Shuttle-Bus mit der Gewissheit, dass ich gar nichts weiß. Hab keinen Plan, was jetzt passieren wird.

Da saß ich nun in irgendeinem Keller des Bangkok International Airport, auf  'ner schwarzen Ledercouch, zu der mich irgendwelche Leute hingebracht hatten. Ich war nicht ganz allein, da war noch ein Mädel aus Prag. Sie saß schon zwei Tage im Transit fest. An alle Backpacker!! Schaut, dass euer Pass mindestens noch ein halbes Jahr gültig ist, bevor ihr einreist, und verlasst euch nicht auf irgendein windiges Reisebüro. Es sei denn, ihr wollt ohne  eure beste Freundin Urlaub machen, weil sie im Transit fest hängt…

„Mister, where is your passport?“

“Ehem, I have no idea, but I got it in India before I entered the plane.”

“So, where is your passport now?”

“I still have no idea, there are not many possibilities. Actually there are two possibilities.     1. I lost it on the gangway.

2. I lost it in the plane.

Maybe some stranger is holding it now. After the cleaning staff did their job and didn’t find it, I will not get it back, will I?

How can I get into Thailand?”

“Without passport, no way.”

Das war übel. Halt, ich rufe meinen Spezi in Bangkok an, der hat Verbindungen.

„Hallo, Herby, habe ein Problem. Mein Pass ist weg, geklaut, verloren. Ich hänge im Transit auf dem Airport fest, kann nicht rein und nicht raus. Was können wir tun?“

„Gute Frage“, sagt Herby. „Ich bin gerade im Krankenhaus, mein Sohn hat Dengoefieber. Ich schick Dir mal die Nummer von der Botschaft auf SMS. Vielleicht geht da was.“

„OK, erst mal vielen Dank.“

 Samstagmorgen 9 Uhr. Nach 12 Versuchen und zwei Stunden ging in der Botschaft endlich jemand ans Telefon.

„Guten Morgen, ich habe meinen Pass verloren…“

„Nächste Woche Donnerstag kommen Sie vorbei, dann stellen wir Ihnen einen neuen aus.“

„Da gibt es ein kleines Problem…“

„Das da wäre?“

„Ich hänge im Transit auf dem Flugplatz fest, ohne Pass komme ich nicht raus hier.“

„Oh, Transit“, sagt der. „Da kann ich Ihnen nicht helfen. Da haben wir keine Befugnis.“

„So, what did your friend say?” fragt mich die Uschi in der Transit-Lounge.

“Couldn’t help me, but I have a back-up plan. In a few days I will get a second passport sent to Bangkok.”

“What you mean: second passport?”

Ich erklärte ihr, dass Deutsche, die beruflich sehr häufig reisen, legal einen zweiten Pass besitzen dürfen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

„Aber mit dem zweiten Pass kommst du nicht raus, wenn du keinen Ausreisestempel aus Indien drin hast.“

„Ich sag einfach, ich komme aus „good old Germany“.

„Versuch es. Oder flieg doch einfach woanders hin, China, Vietnam Laos...“

„Und von dort einfach wieder rein“, fiel ich ihr ins Wort. „Das müsste klappen.“   

Durch die E-Mail meiner Sekretärin und der tracking number von FedEx konnte ich die Uschi irgendwie überzeugen, dass ich wirklich einen zweiten Pass bekomme. Ansonsten, meinte sie, dürfte ich mich nicht länger als 12 Stunden im Transit aufhalten; müsste unverzüglich einen Flug nach Deutschland klar machen. Ich machte mich nun daran ein Flughafenhotel im Transit zu suchen und mich auf die nächsten 2-3 Tage vorzubereiten. Gab auch zwei, aber 12 Stunden für 300 Dollar. Hallelujah!

Als ich meinen Spezi in Bangkok informiert hatte und wieder zurück bei der Immigration war, passierte etwas, mit dem wohl keiner gerechnet hatte.

Einer der Schreibtischtäter aus den hinteren Reihen rief mich an:

„Mister, we have good news for you.“

“What news is that?”

“Ehem, your passport has been found.”

Nach sechs Kaffee und nichts Festes im Magen stand ich kurz vor einem Hirnschlag.

„Wo ist er denn?“

„In Hanoi.“

„Wie kommt er dahin?“

In Hanoi war das Personal noch einmal auf meinen Sitz angesetzt worden, und man hatte den Pass in der allerletzten Ritze gefunden.

Ja, gibt’s denn so was?

„Nee“, meinte die Uschi vom Transitschalter, das gibt es eigentlich nie.“

Alle kamen und tatschten mich an, um etwas von meinem Glück mit zu bekommen. In zwei Stunden würde die Maschine wieder in Bangkok  sein. Verdammt, wenn das nicht das geilste Weihnachtsgeschenk war, das es je gab! Vor lauter Glück beschenkte ich erst einmal das gesamte Immigration-Personal mit Milka-Schokolade, die ich dabei hatte. Ein Typ von der Immigration begleitete mich zu meinem Gepäck, aber erst Passkontrolle. Da war ein Andrang, als sei halb Moskau gelandet. Aber, geil, mit meinem persönlichen Geleitschutz ging es durch den Diplomatendurchgang. Mein Gepäck zu finden dauerte noch einmal ne gefühlte Stunde. Nach 8 Stunden – Doomsday und Weihnachten an einem Tag. Selten so einen Gefühlsgulasch erlebt. Noch seltener, so ein happy end!

Verdammt, hatte ich jetzt Bock auf ein kühles Bier!«   

Ulrich Dennerlein

   

Weitere Beiträge...

Seite 1 von 2

<< Start < Zurück 1 2 Weiter > Ende >>
© 2014 - Wochenblitz.com