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Lange Asylverfahren großes Hemmnis bei Jobsuche und Integration

Russisches Einreiseverbot für Wellmann stößt weiter auf Kritik

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Lange Asylverfahren großes Hemmnis bei Jobsuche und Integration
27/05/2015

Gütersloh - Der Ankunft in Deutschland folgt meist monatelanger Stillstand: Die langen Asylverfahren erschweren Flüchtlingen in der Bundesrepubli [ ... ]


Russisches Einreiseverbot für Wellmann stößt weiter auf Kritik
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Berlin - Das russische Einreiseverbot für den CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann sorgt in Berlin für Verstimmung. Am Dienstag sagte Bundesta [ ... ]


G-7-Finanzminister beraten in Dresden über Wirtschaftswachstum
27/05/2015

Dresden - Wirtschaftswachstum, Regulierung der Finanzmärkte, Steuerkooperation - das sind die wichtigsten Themen, mit denen sich die Finanzministe [ ... ]


Niederlage für Verdi im Rechtsstreit um Streik-Einsatz von Beamten
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Bonn - Im festgefahrenen Tarifkonflikt mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Das Arbeits [ ... ]


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Deutschland Nachrichten

OECD: Ungleichheit bei Vermögen in Deutschland besonders ausgeprägt

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Berlin - In Deutschland ist das Vermögen im internationalen Vergleich besonders ungleich verteilt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt in ihrem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Sozialbericht zu dem Schluss, dass die Vermögensungleichheit hierzulande "weitaus stärker ausgeprägt" sei als in vielen anderen OECD-Ländern. Die Ungleichheit beim Einkommen ist ebenfalls hoch, liegt aber international auf einem mittleren Niveau.

Die reichsten zehn Prozent der Deutschen besitzen dem Bericht zufolge 60 Prozent der Nettohaushaltsvermögen - im OECD-Schnitt liegt diese Quote bei lediglich 50 Prozent. Die unteren 60 Prozent der Bevölkerung kommen in Deutschland lediglich auf sechs Prozent des gesamten Haushaltsvermögens.  

Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) kündigte angesichts der Ergebnisse an, die Reichen in Deutschland stärker in den Blick zu nehmen. Die Ministerin sagte dem "Tagesspiegel" vom Freitag, über die Armen in Deutschland sei viel bekannt, über die Vermögenden aber "so gut wie nichts". Deswegen solle im nächsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung die Lage der Vermögenden "näher beleuchtet" werden.

Bei der Einkommensungleichheit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Das Land habe zwar Anfang des Jahrtausends einen erheblichen Anstieg der Ungleichheit verzeichnet, aber die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 habe anders als in der Mehrzahl der OECD-Länder nicht zu einer Verstärkung dieses Trends beigetragen, erklärte die Organisation. Deutschland liegt demnach unter den 34 OECD-Ländern hinter den nordischen und einigen osteuropäischen Staaten, aber vor Staaten wie Chile, der Türkei, den USA oder Großbritannien.

In Deutschland verdienen die obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher dem Bericht zufolge 6,6-mal so viel wie die untersten zehn Prozent. In den 80er Jahren lag dieses Verhältnis noch bei fünf zu eins, in den 90er Jahren bei sechs zu eins. Im OECD-Durchschnitt beläuft es sich heute auf 9,6 zu eins.

Kritisch bewertet die OECD den hohen Anteil an Teilzeit-Jobs, befristeten Beschäftigungen oder selbstständiger Arbeit. Eine solche sogenannte atypische Beschäftigung übten im Jahr 2013 in Deutschland fast 40 Prozent aller Beschäftigten aus. Sie verdienen demnach deutlich weniger als Normalbeschäftigte.

Steigende Ungleichheit wirkt sich laut OECD nicht nur auf die Gesellschaft aus, sondern beeinträchtigt auch die wirtschaftlichen Aussichten eines Landes. Denn wenn die untersten 40 Prozent einer Gesellschaft abgehängt würden und damit auch größere Teile der Mittelschicht, nutzten Volkswirtschaften nur einen Teil ihres Potenzials. Nach Berechnungen der OECD-Experten führte die steigende Ungleichheit seit 1985 dazu, dass die Wirtschaft in 19 OECD-Ländern zwischen 1990 und 2010 um 4,7 Prozentpunkte weniger gewachsen ist, als es bei unveränderter Ungleichheit der Fall gewesen wäre.

"Noch nie in der Geschichte der OECD war die Ungleichheit in unseren Ländern so hoch wie heute", kritisierte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Die Forschung belege, dass dies dem Wirtschaftswachstum schade. Die Politik habe also nicht nur gesellschaftliche Gründe, gegen Ungleichheit anzugehen, sondern auch wirtschaftliche. AFP

 

Lemke: Cyberangriff auf Bundestag nicht unter Kontrolle

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Berlin - Der Cyberangriff auf den Bundestag ist nach Angaben der Grünen noch nicht beendet. Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, teilte am Donnerstagnachmittag mit, bisher scheine "keine der zuständigen Sicherheitsbehörden in der Lage zu sein, den Angriff unter Kontrolle zu bringen oder belastbare Aussagen über das Ausmaß des Schadens zu treffen". Sie beklagte eine große Verunsicherung der Abgeordneten, weil es keine konkreten Informationen gebe.

Auch die "Welt" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Sicherheitskreise, bislang sei es nicht gelungen, die Schadsoftware aus dem Netzwerk des Parlaments zu entfernen. Experten zufolge lasse die Komplexität der sogenannten Trojaner darauf schließen, dass Geheimdienste hinter der Attacke stecken. Die Urheber hätten aber bislang nicht identifiziert werden können.

Die Spur führt dem Bericht der "Welt" zufolge nach Osteuropa. Demnach hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bereits Anfang Mai den ersten Hinweis auf einen Angriff geliefert. Die Cyberattacke auf den Bundestag war am Freitag vor einer Woche bekannt geworden. AFP

 

Weitere Listen mit NSA-Spähzielen bei BND aufgetaucht

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Hamburg - In der Spionageaffäre um den US-Geheimdienst NSA und den Bundesnachrichtendienst (BND) sind laut einem Medienbericht weitere Suchwort-Listen mit Spähzielen aufgetaucht. Auf BND-Rechnern in der Zentrale in Pullach hätten Beamte in den vergangenen Wochen nach Informationen des "Spiegel" bislang unbekannte Dateien mit US-Spähzielen aufgespürt, schrieb "Spiegel Online" am Donnerstagabend

Bislang war bekannt geworden, dass die Rüstungsunternehmen EADS und Eurocopter sowie französische Diplomaten von der NSA mithilfe des BND überwacht werden sollten. Die neuen Dateien zeigten, dass das Interesse des US-Geheimdienstes an Wirtschaftsunternehmen womöglich weitaus größer gewesen sei, hieß es in dem Bericht.

Weiter hieß es, der Fund entkräfte auch die Theorie vom Eigenleben des BND-Horchpostens in Bad Aibling, der demnach an der Zentrale vorbei mit den Amerikanern kooperiert hätte. Die neuen Dateien stammten nämlich aus dem Referat "Rechtsangelegenheiten und G10" (TAG) in der BND-Zentrale in Pullach. Diese Abteilung sei damit beauftragt gewesen, deutsche Staatsbürger vor gesetzeswidrigen Spähangriffen zu bewahren, schrieb "Spiegel Online". Ausgerechnet diese Abteilung habe also seit Jahren gewusst, dass die USA den vereinbarten Schutz europäischer Bürger ignorierten.

Dem Bericht zufolge wirft der Fund mehrere Fragen auf, etwa ob die Rechtsabteilung diesen Fund weitergemeldet habe und ob die Dateien in der BND-Spitze schon viel länger bekannt gewesen seien als bislang angenommen. AFP

   

EVG: Fortschritte bei Tarifverhandlungen mit der Bahn

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Berlin - In ihren nächtlichen Tarifverhandlungen haben die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Fortschritte, aber noch keinen Abschluss erzielt. Es gebe einen "ersten Teilerfolg", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz der Nachrichtenagentur AFP Freitagfrüh in Berlin. Die Bahn habe zugesagt, dass Tarifverträge aller bei der EVG organisierten Berufsgruppen die gleiche Laufzeit haben werden. Mit der angebotenen Dauer der Laufzeit sowie mit den Lohnerhöhungen sei die EVG aber noch nicht zufrieden, führte Reitz aus.

Die Verhandlungsführer von Bahn und EVG waren am Donnerstagnachmittag zusammengekommen, um ihre Tarifverhandlungen für die 100.000 EVG-Mitflieder abzuschließen. Für den Fall eines Scheiterns drohte die EVG mit Streiks, die aber erst nach Pfingsten, also frühestens am Dienstag, beginnen würden.

Anders als die Lokführergewerkschaft GDL hat die EVG in dieser Tarifrunde noch kein einziges Mal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die beiden Gewerkschaften hatten sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können. Deshalb verhandeln beide für alle ihre Mitglieder und damit teilweise auch für dieselben Berufsgruppen. Die Deutsche Bahn will jedoch konkurrierende Regelungen innerhalb einer Berufsgruppe verhindern. Mit der GDL tritt der Konzern in der nächsten Woche in eine Schlichtung ein. AFP

 

Heckler&Koch: Keine "Vetternwirtschaft" mit Verteidigungsministerium

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Berlin - Der in der Affäre um das Sturmgewehr G36 in die Kritik geratene Waffenhersteller Heckler&Koch hat den Vorwurf zu enger Verbindungen zum Bundesverteidigungsministerium nach Angaben von RTL zurückgewiesen. Die Beziehungen zu dem Ministerium gingen "nicht über das normale und angemessene Maß einer Hersteller/Kunden-Beziehung hinaus", erklärte der Konzern in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der Nachrichtensendung "RTL Aktuell" am Mittwoch. "Den Vorwurf der 'Vetternwirtschaft' weisen wir entschieden zurück", hieß es demnach in der Stellungnahme des Konzerns weiter.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte vor knapp zwei Wochen erklärt, dass Heckler&Koch 2013 versucht hatte, das Ministerium und den Bundeswehr-Geheimdienst MAD einzuschalten, um gegen kritische Berichterstattung über das Gewehr G36 vorzugehen. Das Unternehmen wies den Vorwurf zurück.

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Mittwoch über weitere mögliche enge Verbindungen zwischen Ministerium und dem Waffenkonzern. Unter Berufung auf Unterlagen des Beschaffungsamtes der Bundeswehr zum Ankauf des Maschinengewehrs MG5 berichtete das Blatt, die Ausschreibung für das MG5 sei so angelegt gewesen, dass nur Heckler&Koch den Zuschlag bekommen konnte. In einer internen Stellungnahme für den Präsidenten des Ausrüstungsamtes vom 22.März 2013 heißt es dem Bericht zufolge: "Die technische Forderung (...) führt dazu, dass nur Heckler und Koch diese Leistung erbringen kann."

Der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner nannte die Ausschreibung "mehr als fragwürdig". Es sei bei der Beschaffung ein Verfahren gewählt worden, bei dem am Ende nur ein Hersteller überhaupt zum Zug kommen konnte, sagte Lindner der "Bild"-Zeitung. "Der Vorgang deutet darauf hin, wie eng die Verbindung zwischen Bundeswehr und Industrie scheinbar ist." AFP

   

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