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Deutschland / Ausland:

Ein Justiz-Neuling als Hoffnung im NSU-Prozess

Pegida will bei nächsten Landtagswahlen antreten

Luftangriff auf Parteizentrale von Huthi-Verbündeten in Sanaa

Tsipras sendet mit neuem Finanzminister Signal an Gläubiger

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(W. Busch, dt. Dichter und Zeichner, 1832-1908)

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Ein Justiz-Neuling als Hoffnung im NSU-Prozess
07/07/2015

München - Große Prozesse scheinen auf den jungen Rechtsanwalt Mathias Grasel eine hohe Anziehungskraft zu haben. Auf seiner Facebook-Seite kommen [ ... ]


Deutsche Unterhändler warnen vor Scheitern von Atomgesprächen
07/07/2015

Wien - Trotz intensiver Bemühungen um eine Einigung im Streit um das iranische Atomprogramm ist ein Scheitern der Gespräche nach Angaben aus deut [ ... ]


Pegida will bei nächsten Landtagswahlen antreten
07/07/2015

Leipzig - Der Mitbegründer der anti-islamischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, hat angekündigt, dass sein Bündnis künftig bei Landtagswahlen a [ ... ]


Schulz: Griechen brauchen humanitäre Hilfe der EU
07/07/2015

Berlin - Angesichts der akuten Schuldenkrise Griechenlands hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) seinen Ruf nach humanitärer Hilfe für  [ ... ]


Weitere Artikel

Deutschland Nachrichten

Dobrindt will bessere Kontrolle von Piloten nach Germanwings-Absturz

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Berlin - Engmaschigere Kontrollen, mehr Sensibilität für psychische Probleme und ein besserer Informationsfluss: So lauten die Empfehlungen einer von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingesetzten Taskforce zur Flugsicherheit, nachdem ein mutmaßlich depressiver Copilot Ende März eine Germanwings-Maschine zum Absturz gebracht hatte. Den Mechanismus der Cockpit-Türen stellt der am Dienstag in Berlin vorgestellte Zwischenbericht nicht in Frage. Germanwings unterbreitete den Angehörigen der Unglücksopfer ein Schadenersatzangebot, das deren Anwälte aber zurückwiesen.

"Depressionen sind weit verbreitet und in den meisten Fällen gut heilbar", sagte Dobrindt. Deshalb kommt der unter Leitung des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) erarbeitete Bericht zu dem Schluss, dass die für die Erteilung der Flugtauglichkeit zuständigen Ärzte verstärkt für psycho-soziale Störungen sensibilisiert werden sollen. Ferner empfiehlt die Taskforce, neue Methoden zur Kontrolle von Drogen-, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch zu prüfen. Zudem solle das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) die mögliche Einführung stichprobenartiger Zufallskontrollen von Piloten nach US-Vorbild analysieren, sagte Dobrindt.

Zu den weiteren Empfehlungen der Taskforce zählt die verpflichtende Einrichtung von Anlaufstellen auf europäischer Ebene. An diese innerhalb der Fluggesellschaften angesiedelten Anlaufstellen können sich Piloten und Crewmitglieder wenden, wenn sie bei sich selbst oder ihren Kollegen Auffälligkeiten beobachten. Außerdem fordert die Taskforce, den Informationsfluss zwischen Medizinern, Aufsichtsbehörden und Fluggesellschaften zu vereinfachen. Dieser werde teilweise durch die ärztliche Schweigepflicht und Datenschutzrechte unnötig erschwert, heißt es in dem Bericht.

"Das Vertrauensverhältnis zwischen Piloten, Unternehmen und Medizinern ist sicherheitsrelevant und muss unbedingt erhalten werden", sagte der BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow. Eine Arbeitsgruppe soll sich nun damit befassen, wie die Kommunikation vereinfacht werden kann, ohne den Datenschutz zu untergraben und erkrankte Piloten von einem Arztbesuch abzuschrecken. Die Empfehlungen der Taskforce will Dobrindt auch auf europäischer Ebene zur Sprache bringen. 

Änderungen am Mechanismus der Cockpit-Tür sind in dem Zwischenbericht nicht vorgesehen. Dagegen habe sich das nach dem Absturz der Germanwings-Maschine eingeführte Zwei-Personen-Prinzip bewährt und solle bis auf Weiteres beibehalten werden, sagte von Randow. Bei dem Absturz hatte der deutsche Copilot Andreas L. nach bisherigen Erkenntnissen absichtlich den Sinkflug eingeleitet, nachdem er für einen Moment allein im Cockpit zurückgeblieben war. Nach dem Zwei-Personen-Prinzip ist das nicht mehr zulässig. 

Germanwings unterbreitete den Hinterbliebenen der Opfer des Flugzeug-Absturzes am Dienstag ein Entschädigungsangebot. Um "langfristig Verantwortung" zu übernehmen, sei ein Treuhandkonto in Höhe von bis zu 7,8 Millionen Euro für die Ausbildung der Kinder von Opfern eingerichtet worden, teilte der Mutterkonzern Lufthansa mit. Ein zusätzlicher Hilfsfonds von bis zu sechs Millionen Euro sei für individuelle Unterstützungen im Einzelfall vorgesehen.

Nach Angaben der Hinterbliebenenanwälte bot Germanwings den Hinterbliebenen zusätzlich pauschal 25.000 Euro als Schadenersatz an. Die Anwälte der Hinterbliebenen werteten dies als "völlig unangemessen". AFP

 

Finanzgremium sieht kaum Risiken für Deutschland wegen Griechenland

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Berlin - Das Griechenland-Debakel hat nach Ansicht des Ausschusses für Finanzstabilität nur geringe Auswirkungen auf das deutsche Finanzsystem. "Die Risiken aus der jüngsten Entwicklung in Griechenland sind bedeutend für Griechenland; für das deutsche Finanzsystem bestehen jedoch kaum mehr bedeutsame Ansteckungskanäle. Daher schätzen wir die Risiken als gering ein", erklärte Thomas Steffen, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, am Dienstag in Berlin. Ein Grund für die geringe Gefahr sei, dass deutsche Banken ihre "Griechenland-Risiken" bereits seit einiger Zeit "weitgehend abgebaut" hätten, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums.

In seinem Bericht an die Bundesregierung schätzt der Ausschuss das Niedrigzinsumfeld im Euroraum als potentiell größtes Risiko für die Finanzstabilität ein. Um bei möglichen Auswirkungen der negativen Zinsen auf den Immobilienmarkt  - wie etwa Spekulationsblasen - schnell handeln zu können, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung die Schaffung "nationaler makroprudenzieller Instrumente für den Wohnimmobilienmarkt". Das sind Maßnahmen, die der Regulierung und Stabilisierung des gesamten Finanzsystems dienen sollen.

Noch gebe es allerdings keinen Handlungsbedarf, erklärte Bafin-Präsident Felix Hufeld. Es gehe zunächst einmal darum, die neuen Instrumente "überhaupt zu schaffen". "Wir müssen vorbereitet und handlungsfähig sein, wenn es darauf ankommt, wenn also Risiken akut werden", erklärte Hufeld.

Der Ausschuss wurde 2013 eingerichtet; ihm gehören Vertreter der Deutschen Bundesbank, des Bundesfinanzministeriums, der Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) an. AFP

 

Eine etwas längere Sommernacht

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Braunschweig - Die Nacht zum Mittwoch ist eine Sekunde länger als alle anderen Nächte des Jahres gewesen. Um 01.59 Uhr und 59 Sekunden wurde eine Schaltsekunde eingefügt. Vollzogen wurde die Maßnahme in Deutschland von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Zuletzt war dies vor genau drei Jahren der Fall: Auch die Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 2012 war eine Sekunde länger. Seit dem 1. Januar 1972 wurden nun schon 26 Mal Schaltsekungen eingefügt.

Eingegriffen wird, weil die Erddrehung den präzisen Atomuhren hinterher hinkt. Ursache für die allmählich sinkende Umdrehungsgeschwindigkeit unseres Planeten sind die Anziehungskräfte zwischen Erde, Mond und Sonne, die Ebbe und Flut hervorrufen. Die ständige Reibung zwischen Wasser und Land raubt der Erde über die Jahrmillionen hinweg Energie, mit der sie sich um ihre eigene Achse dreht. Außerdem eiert die Erde, ihre Rotationsperiode ist veränderlich.

Die zusätzliche Sekunde kann bei der Synchronisation von Computern problematisch sein. Laut Physikalisch-Technischer Bundesanstalt ist dokumentiert, dass die Einfügung der "Zusatzzeit" in Computer-Betriebssystemen und speziell bei der Erzeugung von eindeutigen Zeitstempeln bereits Schwierigkeiten verursacht hat.

Ebenso ist es demnach möglich, dass die weltweite Schaltsekunde Probleme bei Energieversorgern und Telekommunikationsunternehmen hervorruft, die auf sekundengenaue Abrechnung angewiesen sind. Kritiker wollen daher seit Jahren die Schaltsekunde wieder streichen. Eine Entscheidung soll im November bei einer Konferenz der Internationalen Telekommunikationsunion fallen. AFP

   

Unesco-Komitee nennt Gewalt gegen Welterbestätten Kriegsverbrechen

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Berlin - In einer Bonner Erklärung zum Schutz von gefährdeten Kulturstätten hat sich das Unesco-Welterbekomitee in aller Schärfe gegen die Zerstörung von Welterbestätten in Nahost durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewandt. Vorsätzliche Angriffe auf historische Monumente könnten den Tatbestand eines Kriegsverbrechens erfüllen, heißt es in der am Montag in Bonn verabschiedeten Deklaration. Zugleich verurteilte das Gremium das IS-Vorgehen als "barbarische Übergriffe".

Der IS hatte Welterbestätten im irakischen Nimrud und Hatra verwüstet und kürzlich auch die antike römische Oasenstadt Palmyra in Syrien erobert. Gemeinsam mit dem Irak brachte Deutschland Ende Mai eine Resolution in der UN-Generalversammlung ein, welche die Zerstörungen verurteilte. Dem schloss sich nun das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation Unesco auf seiner Jahrestagung in Bonn an.

"Wir senden heute eine Botschaft von Bonn aus", sagte die derzeitige Vorsitzende des Welterbekomitees, Staatsministerin Maria Böhmer (CDU), nach Verabschiedung der Deklaration vor Journalisten. Es müsse alles daran gesetzt werden, der Zerstörung von Welterbestätten zu begegnen. "Wir erkennen, dass es sich bei diesen terroristischen Akten um Strategien der Kriegsführung handelt." Auch die Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova sprach angesichts der IS-Taten ausdrücklich von "Kriegsverbrechen".

In der Bonner Erklärung verurteilte das Welterbekomitee ausdrücklich "die Gewalt und die Verbrechen", die in jüngster Zeit vom IS am kulturellen Erbe des Irak "einschließlich der Welterbestätte Hatra" begangen worden seien. Zugleich empfiehlt das Welterbekomitee in der Deklaration dem UN-Sicherheitsrat, Schutzmöglichkeiten für bedrohte Kulturstätten im Rahmen von Friedensmissionen zu prüfen.

Böhmer hatte sich bereits unmittelbar vor der Verabschiedung der Erklärung dafür ausgesprochen, zum Schutz bedrohter Kulturstätten den illegale Kulturgüterhandel zu unterbinden. "Denn es geht nicht nur um Zerstörung, sondern auch um Plünderungen, und damit finanziert sich IS", sagte die Staatsministerin im Deutschlandradio Kultur. Zudem verwies Böhmer auf eine deutsche Initiative in Syrien zur Digitalisierung von Kulturgütern, "um, wenn es wirklich zur Zerstörung kommt, den Wiederaufbau auch besser voranzubringen".

Auch sollten Experten aus Deutschland eng mit Wissenschaftlern im Irak und in Syrien und in anderen Regionen zusammenarbeiten, "um deren Fähigkeit, deren Expertenwissen zu stärken, damit man diese Kulturgüter besser erhalten kann". Entsprechendes Expertenwissen sei unter anderem beim Deutschen Archäologischen Institut oder der Stiftung preußischer Kulturbesitz vorhanden.

Die Jahrestagung des Unesco-Welterbekomitees war am Sonntagabend in Bonn eröffnet worden. Deutschland ist nach 1995 zum zweiten Mal Gastgeber des Komitees. Bei seinen bis zum 8. Juli dauernden Beratungen entscheidet das Gremium auch über die Aufnahme von 36 Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste.

Deutschland hat diesmal die Hamburger Speicherstadt ins Rennen geschickt, ebenso den Naumburger Dom mit der hochmittelalterlichen Kulturlandschaft an Saale und Unstrut. Die Bundesrepublik ist bisher mit 39 Stätten in der Welterbeliste vertreten. AFP

 

Drohender Streik bei Lufthansa könnte noch abgewendet werden

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Frankfurt/Main - Der drohende Streik bei der Lufthansa inmitten der Ferienzeit könnte noch abgewendet werden. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO und die Airline hätten am Wochenende einen neuen Vorschlag sondiert, sagte UFO-Chef Nicoley Baublies am Montag in Frankfurt am Main. Der Vorschlag könne Grundlage für ein Spitzengespräch zwischen Lufthansa und UFO sein, dem die Airline allerdings noch nicht zugestimmt habe.

Ob der drohende Streik noch abgewendet werden könne, entscheide sich nach dem möglichen Spitzengespräch, sagte Baublies weiter. Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers gibt es aber noch keinen Termin für Gespräche. Er bestätigte jedoch "Kontakte für eine Wiederaufnahme der Gespräche" und bekräftigte, die Lufthansa sei "jederzeit bereit". Allerdings sei der Stand derzeit "nahezu unverändert". "Wir haben noch nichts Konkretes", erklärte er.

Nach der gescheiterten Schlichtung hatte die Flugbegleitergewerkschaft der Lufthansa am Montag vergangener Woche ein Ultimatum gesetzt. Demnach hat das Unternehmen bis zu diesem Dienstag um 9.00 Uhr Zeit, gewisse Vorbedingungen zu erfüllen. Geschieht dies nicht, will die Gewerkschaft ab Mittwoch streiken. Erst dann will UFO laut Baublies mitteilen, in welchen Bereichen, an welchen Standorten und wie lange die Flugbegleiter jeweils in einen Arbeitskampf treten werden. Sollte UFO tatsächlich streiken, könnte der Arbeitskampf nach Angaben der Gewerkschaft mindestens bis zum 16. September dauern.

Am 20. Juni war das Schlichtungsverfahren zwischen UFO und Lufthansa ergebnislos beendet worden. Die Schlichter - die frühere Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) - hatten den Tarifparteien lediglich aufgegeben, die Gespräche fortzusetzen und keine inhaltliche Schlichtungsempfehlung abgegeben.

Die Lufthansa verhandelt derzeit mit mehreren Gewerkschaften für unterschiedliche Beschäftigungsgruppen. Ein Knackpunkt ist in allen Verhandlungen die betriebliche Altersvorsorge. Während die Piloten im laufenden Tarifkonflikt bereits mehrfach gestreikt haben, verzichteten die Flugbegleiter bislang darauf. AFP

   

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