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Zwei Tote bei bewaffnetem Angriff auf das Parlament in Kanada
23/10/2014

Ottawa - Bei einem bewaffneten Angriff auf das kanadische Parlament sind am Mittwochmorgen ein Soldat und ein Angreifer getötet worden. Ein Wachso [ ... ]


Frühere Blackwater-Angestellte wegen Massakers schuldig gesprochen
23/10/2014

Washington - Sieben Jahre nach einem Massaker mit mindestens 14 getöteten Zivilisten im Irak sind vier frühere Mitarbeiter der privaten US-Sicher [ ... ]


Eine der US-Krankenschwestern hat Ebola offenbar überwunden
23/10/2014

Washington - Eine der beiden mit dem Ebola-Virus infizierten US-Pflegekräfte hat die Krankheit offenbar überwunden. US-Medien zitierten am Mittwo [ ... ]


Palästinenser tötet in Jerusalem Baby und verletzt sechs Menschen
23/10/2014

Jerusalem - Bei einem Anschlag in Jerusalem hat ein junger Palästinenser am Mittwochabend ein Baby getötet und sechs weitere Menschen verletzt. N [ ... ]


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Zwei Tote bei bewaffnetem Angriff auf das Parlament in Kanada

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Ottawa - Bei einem bewaffneten Angriff auf das kanadische Parlament sind am Mittwochmorgen ein Soldat und ein Angreifer getötet worden. Ein Wachsoldat am Kriegsdenkmal beim Parlament in Ottawa sowie einer von womöglich mehreren Angreifern seien tot, teilte die Polizei mit. Premierminister Stephen Harper, der zur Zeit des Angriffs selbst im Parlament war, sprach von einem "verachtenswerten Angriff". Die Polizei fahndete in der Hauptstadt nach weiteren Tätern.

Die Attacke begann am Morgen, als im Parlament gerade die wöchentlichen Fraktionssitzungen begonnen hatten. An den Sitzungen nehmen traditionell zahlreiche Abgeordnete und Senatoren teil. Zunächst fielen vor dem Kriegsdenkmal unweit des Parlamentsgebäudes Schüsse, durch die einer der beiden dort postierten Wachsoldaten schwer verletzt wurde. Rettungskräfte versuchten vergeblich, ihm mit einer Herzdruckmassage das Leben zu retten. Er erlag wenig später seinen Verletzungen.

Augenzeugen beobachteten, wie der bärtige Angreifer nach den Schüssen am Kriegsdenkmal den Fahrer eines vorbeifahrenden Fahrzeugs zwang, ihn zum Eingang des Parlaments zu fahren. Verfolgt von mit Gewehren bewaffneten Polizisten sei er dann ins Parlament gerannt. Diese hätten allen zugerufen, "in Deckung zu gehen", berichtete der Parlamentsmitarbeiter Marc-André Viau. Im Gebäude seien dann etwa 20 Schüsse aus einer automatischen Waffe abgefeuert worden.

Ein von der Zeitung "The Globe and Mail" veröffentlichtes Video zeigte einen intensiven Schusswechsel im Inneren des Gebäudes. Die lokalen Medien berichteten von zwei bewaffneten Männern, die Polizei fahndete nach bis zu drei Angreifern. Ein Polizist sagte, ein Angreifer habe sich womöglich auf dem Dach des Parlamentsgebäudes verschanzt. Aus einem Einkaufszentrum bei Parlament wurden ebenfalls Schüsse gemeldet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich von Fenstern fernzuhalten

Kanada und die USA versetzten das gemeinsame Luftverteidigungskommando in erhöhte Alarmbereitschaft. Gepanzerte Fahrzeuge und schwer bewaffnete Polizisten gingen vor dem Parlament in Stellung und riegelten die Zufahrtswege ab. An den Ausfallstraßen von Ottawa wurden Straßensperren errichtet und jedes Auto durchsucht. Die Polizei sprach bei einer Pressekonferenz von einer "dynamischen Situation" und bat dringend um Informationen von Anwohnern und Augenzeugen

Regierungschef Harper erwartete zu dem Zeitpunkt des Angriffs gerade Abgeordnete zu einem Gespräch im Parlament. Harper sei in Sicherheit gebracht worden, wie Regierungssprecher Jason MacDonald mitteilte. Nach Angaben eines Sprechers des Weißen Hauses sprach Harper später mit US-Präsident Barack Obama. Die US-Botschaft in Ottawa wurde vorübergehend geschlossen. Eine Partie der beliebten Eishockey-Liga NHL zwischen den Teams von Ottawa und Toronto wurde abgesagt.

Der Hintergrund des Angriffes war zunächst unklar. Die kanadischen Behörden hatten erst am Dienstag die Warnstufe für terroristische Gefahren um eine Stufe von gering auf mittel heraufgesetzt. Zuvor hatte am Montag ein polizeibekannter Islamist bei Montréal zwei Soldaten mit dem Auto überfahren und einen von ihnen getötet. Anschließend wurde der Täter von der Polizei erschossen. Die Tat des 25-Jährigen wurde von der Regierung in Ottawa als "terroristisch" bezeichnet

Der junge Mann war nach Angaben der Behörden ein Anhänger der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS), die in den vergangenen Monaten in Syrien und im Irak weite Regionen erobert hat. Die kanadische Luftwaffe wurde in die Region entsandt, um die US-geführte Luftangriffe auf Stellungen des IS zu unterstützen. Der IS hat seine Anhänger weltweit zu Angriffen in den Staaten aufgerufen, die dem internationalen Bündnis angehören. AFP

 

Frühere Blackwater-Angestellte wegen Massakers schuldig gesprochen

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Washington - Sieben Jahre nach einem Massaker mit mindestens 14 getöteten Zivilisten im Irak sind vier frühere Mitarbeiter der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen an einem Bundesgericht in Washington verkündeten am Mittwoch einen Schuldspruch wegen Mordes, drei weitere Angeklagte wurden wegen Totschlags im Affekt schuldig befunden. Die willkürliche Ermordung der Zivilisten hatte 2007 im Irak für große Empörung gesorgt.

Die Blackwater-Mitarbeiter hatten laut Anklage im September 2007 auf einem belebten Platz in Bagdad mit Maschinengewehren und Granatwerfern willkürlich in die Menge gefeuert. Einer US-Untersuchung zufolge wurden dabei 14 Zivilisten getötet, irakische Ermittlungen gehen von 17 Todesopfern aus. Während des Prozesses plädierten die früheren Söldner auf unschuldig und machten Selbstverteidigung geltend. Sie hätten den Fahrer eines herannahenden Autos damals für einen Selbstmordattentäter gehalten.

"Dieses Urteil ist eine lautstarke Bekräftigung des Bekenntnisses des amerikanischen Volkes zur Rechtsstaatlichkeit, auch in Zeiten des Krieges", erklärte der leitende Staatsanwalt Ronald Machen am Mittwoch. Die Angeklagten seien für die "abscheuliche Attacke" endlich zur Rechenschaft gezogen worden. "Ich bete, dass dieses Urteil den Überlebenden des Massakers etwas Trost spendet." Ein Datum für die Verkündung des Strafmaßes stand zunächst nicht fest.

Dem 32-jährigen Ex-Söldner, der wegen Mordes verurteilt wurde, droht lebenslange Haft. Ihm unterstellten die Geschworenen Vorsatz, weil er vor dem Massaker zu Bekannten gesagt haben soll, als Rache für die Anschläge vom 11. September 2001 so viele Iraker wie möglich töten zu wollen. Auch die drei anderen Verurteilten müssen sich auf lange Gefängnisstrafen einstellen.

Zwei Strafverteidiger kündigten umgehend an, das Urteil anzufechten. Die Entscheidung der Jury sei "falsch und unverständlich", sagte der Anwalt David Schertler. "Wir sind am Boden zerstört aber wir werden weiter kämpfen". Sein Kollege William Coffield sagte, dass Urteil sei angesichts der Beweislage "schwer nachzuvollziehen". Die Geschworenen hatten 28 Tage über das Urteil beraten.

Das offenbar unprovozierte Blutbad im Zentrum der irakischen Hauptstadt hatte 2007 für große Empörung gesorgt und Blackwater seine Aufträge im Irak gekostet. Die private Sicherheitsfirma war vor allem mit dem Schutz von US-Botschaftsmitarbeitern beauftragt. Nach dem Massaker benannte sich Blackwater zunächst in Xe um, seit 2011 heißt das Unternehmen Academi.

Ein erster Prozess gegen die Beschuldigten war im Dezember 2009 geplatzt, im April 2011 ordnete ein Berufungsgericht in Washington dann die Wiederaufnahme des Strafverfahrens gegen vier Angeklagte an. Der Prozess begann schließlich im Juni. Die Staatsanwaltschaft erklärte in ihrem Schlussplädoyer, die unbewaffneten Zivilisten hätten für die Angeklagten keinerlei Gefahr dargestellt. "Warum feuerten sie auf so viele unschuldige Menschen?", fragte Staatsanwalt Anthony Asuncion. "Warum schossen sie auf Frauen und Kinder, die unbewaffnet waren?" AFP

 

Eine der US-Krankenschwestern hat Ebola offenbar überwunden

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Washington - Eine der beiden mit dem Ebola-Virus infizierten US-Pflegekräfte hat die Krankheit offenbar überwunden. US-Medien zitierten am Mittwoch (Ortszeit) eine entsprechende Erklärung der Familie von Amber Vinson. Demnach hat die 29-Jährige das Virus nicht mehr, muss aber zur weiteren Behandlung noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben.

Vinson selbst sowie die gesamte Familie seien hoch erfreut über die "Neuigkeiten zu ihrem Gesundheitszustand", erklärte die Mutter der 29-Jährigen, Debra Barry. Dies bringe die Familie ihrem Wunsch näher, endlich wieder zu Hause vereint zu sein. Der Erklärung zufolge soll die Krankenschwester auf eine andere Station in dem Krankenhaus im Bundesstaat Georgia verlegt werden, wo sie behandelt wird. Dort müsse sie noch eine Weile bleiben, um wieder "zu Kräften zu kommen".

Vinson hatte sich ebenso wie die Krankenschwester Nina Pham mit Ebola infiziert, als beide einen erkrankten Liberianer pflegten, der mittlerweile an der Krankheit gestorben ist. Phams Zustand gilt als stabil. AFP

   

Palästinenser tötet in Jerusalem Baby und verletzt sechs Menschen

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Jerusalem - Bei einem Anschlag in Jerusalem hat ein junger Palästinenser am Mittwochabend ein Baby getötet und sechs weitere Menschen verletzt. Nach Angaben der Behörden raste der 21-Jährige mit einem Auto in eine Gruppe von Passanten und versuchte anschließend, zu Fuß zu fliehen. Dabei wurde er von der Polizei angeschossen, er starb später an seinen Verletzungen. Israels Polizei stufte den Angriff als "Terrorakt" ein.

Die israelische Polizei sprach von einer "hit and run"-Attacke, auf Deutsch etwa "zuschlagen und fliehen". Einen ähnlichen Angriff hatte es Anfang August schon einmal in Jerusalem gegeben, als ein junger Palästinenser mit einem Bagger einen Menschen überfuhr und einen Bus rammte, wobei fünf Menschen verletzt wurden. Auch er wurde dann von der Polizei erschossen.

Der Vorfall vom Mittwochabend ereignete sich in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle im Norden der Stadt. Die Straße trennt den israelischen Westteil Jerusalems vom annektierten Osten der Stadt und gehört zu den wichtigsten Verkehrsadern. Im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten, wie eine graue Limousine mit Wucht die Gruppe von Passanten überrollt.

Nach Angaben der israelischen Behörden verletzte der Angreifer insgesamt sieben Menschen, darunter ein Baby. Das drei Monate alte Mädchen starb später im Krankenhaus und wurde noch am Abend in Jerusalem beigesetzt. Der Angreifer wurde bei der Flucht angeschossen, nach Angaben des behandelnden Krankenhauses starb er am frühen Donnerstagmorgen an seinen Verletzungen.

Nach Angaben seiner Familie war der 21-jährige Attentäter erst kürzlich aus dem Gefängnis freigekommen, wo er eine rund 18-monatige Haftstrafe absaß. Demnach ist der junge Mann ein Neffe von Muhi al Din Scharif, einem Bombenbauer der radikalen Palästinenserbewegung Hamas, der 1998 in Ramallah im Westjordanland getötet wurde. Auf der dem Angreifer zugeschriebenen Facebook-Seite waren Bilder aus seinem Viertel Silwan in Ostjerusalem zu sehen, wo Plakate seine Freilassung aus der Haft würdigen. In Silwan selbst war die Lage am Abend angespannt.

Die USA verurteilten den "Terroranschlag". Außenamtssprecherin Jen Psaki kondolierte der Familie des getöteten Babys, bei dem es sich um einen US-Bürger handeln soll. "Wir rufen alle Seiten zur Ruhe auf", erklärte sie.

Unterdessen forderte das irische Oberhaus die Regierung in Dublin zur Anerkennung eines Palästinenserstaates auf. Der Antrag der Senatoren wurde wegen der parteiübergreifenden Zustimmung ohne eine extra Abstimmung auf den Weg gebracht und an die Adresse der Regierung gerichtet, die diesem aber nicht folgen muss. Ohnehin hätte eine solche Anerkennung Palästinas nur symbolischen Charakter. AFP

 

US-Inspekteur: 2013 neues Rekordjahr für Mohnanbau in Afghanistan

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Washington - Der Mohnanbau hat in Afghanistan im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch erreicht. Mit 209.000 Hektar Anbaufläche habe die Mohnproduktion in 2013 den Rekordwert von 193.000 Hektar aus dem Jahr 2007 übertroffen, hieß es in einem Bericht des US-Generalinspekteurs für den Wiederaufbau Afghanistans, John Sopko, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Rund 80 Prozent der weltweiten Opiumproduktion gehen auf Afghanistan zurück. Nach Einschätzung Sopkos ist ein weiterer Anstieg des Drogenanbaus im laufenden Jahr "wahrscheinlich".

Dem Bericht zufolge konnten auch 7,6 Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro), die Washington zur Zerstörung der afghanischen Mohnanbauflächen ausgab, den Trend nicht stoppen. Durch den Zugang zu erschwinglicher Brunnenbohrtechnologie seien in den vergangenen zehn Jahren 200.000 Hektar Wüste im Südwesten Afghanistans fruchtbar gemacht worden. Davon habe auch der Mohnanbau profitiert. Sopko warnte, die Drogenwirtschaft untergrabe durch Korruption die Legitimität des Staats.

Die US-Regierung geht in Afghanistan seit Jahren mit begrenztem Erfolg gegen den Mohnanbau und die Opiumproduktion vor. Zuletzt ließen die hohen Weltmarktpreisen für Opium und die anhaltende Armut in Afghanistan den Anbau wieder steigen. Der Anbau von Mohn ist für die Bauern relativ einfach und wirft deutlich größere Gewinne als herkömmliche Feldfrüchte ab. Oft werden die Bauern aber auch von örtlichen Drogenbaronen gezwungen, für sie Mohn anzubauen. AFP

   

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