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Weltweit
Xbox One soll Microsoft in Wohnzimmern unverzichtbar machen
Redmond - Mit der neuen Version seiner Spielekonsole Xbox will der US-Technologiekonzern Microsoft Fernsehen, Internet und Videospiele in neuer Qualität in einem einzigen Gerät bündeln. Die Xbox One stehe für "eine neue Generation im Wohnzimmer", sagte Microsoft-Manager Don Mattrick am Dienstag in Redmond. Dank leistungsstarker Software könnten die Nutzer nahtlos zwischen den unterschiedlichen Funktionen des Gerätes hin- und herschalten.
Microsoft verspricht mit der Xbox One neue Maßstäbe bei Spielen, Unterhaltung und "intelligentem Fernsehen". Die Konsole ermöglicht demnach auch Videotelefonate über den Onlinedienst Skype, die dann bequem vom Sofa aus ohne zusätzlichen Rechner erledigt werden können. Das Gerät lasse sich zudem natürlicher über Sprachbefehle und mit Bewegungen steuern.
Auf den Markt kommen soll die neue Xbox gegen Ende des Jahres. Einen Preis nannte Microsoft nicht. Vom Vorgängermodell Xbox 360 verkaufte das Unternehmen seit der Markteinführung im November 2005 etwa 77 Millionen Exemplare.
Derzeit erneuern alle drei großen Hersteller von Spielekonsolen ihre Angebotspalette. Der japanische Elektronikriese Sony kündigte im Februar eine neue Generation der Playstation an. Das Unternehmen blieb bei Ausstattung und Möglichkeiten aber vage und nannte keinen Termin für den Verkaufsstart. Konkurrent Nintendo hatte im November seine neue Spielekonsole Wii U auf den Markt gebracht, die aber auf geringeres Interesse stieß als erwartet.
Angesichts der oft günstigeren oder kostenlosen Spiele für Smartphones und Tablet-Computer stehen die traditionellen Hersteller von Spielekonsolen unter Druck. "Für Microsoft heißt die Konkurrenz Apple und Google", sagte Mike Hickey, Analyst bei National Alliance Securities. Um auf dem Markt bestehen zu können, müssen die Konsolenhersteller für ihre oft höheren Spielepreise deshalb entsprechend mehr bieten.
Das zeigt sich auch bei der traditionellen Zielgruppe der Spieler. Natürlich erschafft die neue Xbox für sie noch realitätsnähere virtuelle Welten. Ziel ist aber der Sprung über die Grenzen des Mediums. Deshalb gibt es zu dem erfolgreichen Ego-Shooter "Halo" nun auch eine eigene Fernsehserie. Dazu holte der Konzern Erfolgsregisseur Steven Spielberg ins Boot.
Seine erste Xbox-Version hatte Microsoft Ende 2001 auf den Markt gebracht. Schon damals war es Ziel, im Wohnzimmer Internet, Fernsehen und Unterhaltungselektronik zu verschmelzen. Doch erst ausgereiftere Technik wie schnellere Internet-Anschlüsse, leistungsfähigere TV-Geräte oder die von Microsoft 2010 eingeführte Kinect-Steuerung, die auf Bewegungen reagiert, machen nun vieles von dem möglich, was mehr als ein Jahrzehnt lang eine Verheißung blieb.Afp
Tornado in Oklahoma hatte höchste Stufe
Washington - Der mit zerstörerischer Kraft durch Oklahoma gezogene Tornado hatte die höchste Stufe auf der in den USA angewandten Skala. Nach Begutachtung der Schäden und Schätzung der Geschwindigkeit habe es sich um einen Sturm der Kategorie EF5 mit mehr als 320 Stundenkilometern gehandelt, sagte eine Mitarbeiterin der Wetterbehörden am Dienstag (Ortszeit). Die Suche nach Überlebenden in den Trümmern wurde fortgesetzt, starke Regenfälle behinderte die Rettungsarbeiten jedoch.
Der Wirbelsturm war am Montag über die 55.000-Einwohner-Stadt Moore hinweggefegt und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Ganze Straßenzüge wurden zerstört, unter den Trümmern einer Grundschule wurden mehrere Kinder verschüttet. Nach Behördenangaben vom Dienstag kamen mindestens 24 Menschen ums Leben, darunter neun Kinder. Zunächst waren mehr als 90 Todesopfer befürchtet worden.Afp
Israels Militär droht Assad nach Beschuss in Golan "Konsequenzen" an
Jerusalem - Nach einem Angriff auf ein israelisches Militärfahrzeug auf den Golan-Höhen hat Israel die syrischen Streitkräfte vor weiterer Gewalt gewarnt. Sollten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad die Sicherheit in der Region gefährden, werde dieser "die Konsequenzen tragen müssen", drohte Israels Armeechef Benny Gantz am Dienstag in einer Rede vor Studenten. Wie heftig der Angriff ausfiel, war unklar.
Der syrische Generalstab meldete die komplette Zerstörung des Gefährts in der Nacht zum Dienstag. Zuvor habe das Zielobjekt die Waffenstillstandslinie im Grenzgebiet überquert und sei auf den Ort Bir-Adscham im syrischen Teil der Golan-Höhen zugefahren. Die Streitkräfte hätten das Fahrzeug daraufhin "mit allem, was es transportierte", zerstört.
Das israelische Militär sprach hingegen von Schüssen auf eine israelische Patrouille, woraufhin die Soldaten das Feuer erwidert und "einen Volltreffer gelandet" hätten. Das Fahrzeug sei bei dem Vorfall "leicht beschädigt" worden, erklärte ein Militärsprecher auf Twitter. Niemand sei getötet worden.
Generalleutnant Gantz sagte bei seiner vom israelischen Fernsehen übertragenen Rede an der Universität Haifa, das Militärgefährt sei nicht im syrisch kontrollierten Teil der Grenzregion unterwegs gewesen. Unabhängig davon dürften die Golan-Höhen "keine Komfortzone für Assad" werden.
Ähnlich äußerte sich der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon. "Wir werden nicht in den syrischen Bürgerkrieg eingreifen", erklärte er in einer Stellungnahme. "Aber was die Situation auf den Golan-Höhen angeht, werden wir den Beschuss unseres Territoriums nicht dulden", hieß es weiter. Die Tageszeitung "Maariv" wiederum zitierte einen nicht namentlich genannten israelischen Kommandeur mit den Worten, die Reaktion werde "anders ausfallen, falls einer dieser Angriffe Opfer fordern sollte".
Während des seit über zwei Jahren andauernden Bürgerkriegs mit zehntausenden Todesopfern in Syrien wurden auch die von Israel besetzten Golan-Höhen immer wieder zum Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen. Zuletzt hatten syrische Rebellen wiederholt UN-Soldaten verschleppt, welche die Waffenstillstandslinie zwischen beiden Staaten überwachen. Israel hatte das Gebiet im Jahr 1967 besetzt.Afp
Tödliche Ausschreitungen von Anhängern und Gegnern Assads im Libanon
Beirut - Der Syrien-Konflikt dehnt sich immer stärker auf das Nachbarland Libanon aus. Bei schweren Ausschreitungen zwischen Unterstützern und Gegnern von Syriens Staatschef Baschar al-Assad in der nordlibanesischen Stadt Tripoli wurden am Dienstag mindestens vier Menschen getötet und 35 weitere verletzt, wie die libanesischen Sicherheitskräfte mitteilten. Die Armee entsandte Soldaten, um die Gewalt zu stoppen.
In Tripoli gibt es seit einem Jahr immer wieder blutige Zusammenstöße zwischen Bewohnern verschiedener Stadtviertel und Religionsrichtungen. Unter den Toten vom Dienstag waren den Angaben zufolge zwei Männer aus dem sunnitischen Viertel Bab al-Tebanneh, dessen Bewohner die Aufständischen in Syrien unterstützen. Zudem wurden ein Mann aus einem weiteren sunnitischen Stadtteil getötet sowie ein Bewohner des Viertels Dschabal Mohsen, in dem Alawiten leben. Dieser Abspaltung des schiitischen Islam gehört auch Assad an.
Zuletzt hatte auch das Eingreifen der Hisbollah-Miliz aus Libanon auf Seiten der Assad-Truppen in Syrien die Befürchtungen über eine Ausweitung zu einem regionalen Konflikt geschürt. US-Präsident Barack Obama äußerte am Montag in einem Telefonat mit dem libanesischen Staatschef Michel Suleiman seine Besorgnis über die Einmischung der Schiiten-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg.Afp
Mindestens 51 Tote durch Tornado in Oklahoma
Washington - Durch einen schweren Wirbelsturm bei der US-Stadt Oklahoma City sind mindestens 51 Menschen getötet worden. Dies berichteten US-Medien unter Berufung auf den Gerichtsmediziner des Bundesstaates Oklahoma. Die Opferzahl könnte den Angaben zufolge weiter steigen. Unter den Trümmern einer schwer beschädigten Grundschule in einem Vorort von Oklahoma City wurden weitere Menschen vermisst.
Der Wirbelsturm war mit unvorstellbarer Wucht auf die 55.000-Einwohner-Stadt Moore vor den Toren von Oklahoma City getroffen. Die Windgeschwindigkeiten könnten laut Wetterdienst bei bis zu 320 Stundenkilometern gelegen haben. Ganze Straßenzüge wurden verwüstet und hunderte Häuser zerstört oder beschädigt.Afp
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