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Ausnahmezustand in Bremen nach Hinweisen auf mögliche Anschlagspläne

Erler: Wahrheit spielt für Russland keine Rolle mehr

US-Senatorin: "Jihadi John" ist militärisches Ziel

Zehntausende bei Trauermarsch für Kreml-Kritiker Nemzow in Moskau

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(Henry Fonda, amerikan. Schauspieler u. Regisseur, 1905-1982)

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Zehntausende bei Trauermarsch für Kreml-Kritiker Nemzow in Moskau
02/03/2015

Moskau - Zehntausende Menschen haben am Sonntag mit einem Trauermarsch in Moskau an den ermordeten Kreml-Kritiker Boris Nemzow erinnert. An der Spi [ ... ]


Zehntausende demonstrieren in Argentinien für Präsidentin Kirchner
02/03/2015

Buenos Aires - Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Argentinien für die umstrittene Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Mit Fahnen,  [ ... ]


In Moskau festgenommener ukrainischer Abgeordneter wieder frei
02/03/2015

Moskau - Ein kurz vor dem Trauermarsch für den ermordeten russischen Oppositionellen Boris Nemzow in Moskau festgenommener ukrainischer Abgeordnet [ ... ]


US-Senatorin: "Jihadi John" ist militärisches Ziel
02/03/2015

Washington - Der von mehreren Medien identifizierte IS-Kämpfer "Jihadi John" ist nach Angaben der US-Senatorin Dianne Feinstein ein Ziel der Strei [ ... ]


Weitere Artikel

Weltweit

USA rufen nach Anschlagsdrohungen der Shebab-Miliz zur Vorsicht auf

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Washington - US-Heimatschutzminister Jeh Johnson hat nach Drohungen der islamistischen Shebab-Miliz mit Anschlägen auf westliche Einkaufszentren zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Johnson sagte am Sonntag in einer Sendung des US-Senders CNN, wer plane, die Mall of America im Bundesstaat Minnesota zu besuchen, solle "besonders vorsichtig" sein. Einem US-Regierungsvertreter zufolge gab es zwar keinen Hinweis auf eine "spezifische glaubhafte Gefahr" für die USA. Johnson sagte aber, die Regierung nehme derlei Drohungen ernst.

Am Wochenende war im Internetdienst Twitter ein Video der Shebab-Miliz aufgetaucht, wie das spezialisierte US-Unternehmen Site mitteilte. In den Aufnahmen erinnert die radikalislamische somalische Miliz an den schweren Angriff auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mit 67 Toten im September 2013. Dann ist ein maskierter Kämpfer zu sehen, der mit ähnlichen Angriffen auf westliche Zentren droht. "Was wäre, wenn so eine Attacke in der Mall of America in Minnesota stattfinden würde? Oder in der West Edmonton Mall in Kanada? Oder in der Londoner Oxford Street?"

Site zufolge werden auch zwei Zentren in Frankreich als mögliche Ziele genannt, darunter das Forum Les Halles in Paris. Die Mall of America erhöhte nach eigenen Angaben angesichts der Drohungen ihre Sicherheitsvorkehrungen. AFP

 

Oscar-Verleihung in Los Angeles begonnen

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Los Angeles - In Los Angeles hat die 87. Verleihung der Oscars begonnen. US-Schauspieler Neil Patrick Harris begrüßte am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner Premiere als Oscar-Gastgeber die versammelte Hollywood-Elite im Dolby Theatre, die ebenso wie Millionen Fernsehzuschauer mit Spannung die Vergabe der wohl begehrtesten Filmpreise der Welt erwartete. "Wir sind heute Abend hier, um die Besten und Weißesten von Hollywood zu ehren", sagte Harris - und spielte damit auf die Kritik an, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences keine Afroamerikaner bei den Nominierungen berücksichtigt habe.

Vor der Gala schritten die geladenen Stars über den roten Teppich vor dem Dolby Theatre. Bei Regen und für Südkalifornien ungewöhnlich kühlen 13 Grad Celsius präsentierten sich die männlichen Oscar-Gäste meist klassisch im Smoking, während sich viele Schauspielerinnen in schulterfreien Roben ihren Weg durch das Blitzlichtgewitter bahnten.

"Ich habe natürlich von Kino-Ruhm geträumt. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich Teil dieser amerikanischen Filmfamilie sein würde", sagte die französische Schauspielerin Marion Cotillard, die für ihre Leistung in dem Sozialdrama "Zwei Tage, eine Nacht" als beste Hauptdarstellerin nominiert ist. Ihre kenianische Kollegin Lupita Nyong'o, die im vergangenen Jahr den Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen hatte und dieses Jahr nur Beobachterin ist, gab sich vor Journalisten entspannt. "Der Druck ist weg", sagte sie. "Ich kann mich einfach nur schick machen und die Show genießen."

Vor allem zwei Filme können auf Oscar-Ruhm hoffen: Die US-Satire "Birdman" und die britisch-deutsche Komödie "Grand Budapest Hotel" gehen mit je neun Nominierungen in die Verleihung und sind unter anderem Anwärter auf die Auszeichnung als bester Film des Jahres. In der Königsklasse sind außerdem der Weltkriegs-Thriller "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben", das Scharfschützen-Epos "American Sniper", das Langzeitprojekt "Boyhood" sowie das US-Bürgerrechtsdrama "Selma", der Musikfilm "Whiplash" und "Die Entdeckung der Unendlichkeit" über den britischen Astrophysiker Stephen Hawking vertreten.

Der deutsche Regisseur Wim Wenders konkurriert mit seinem Künstlerporträt "Das Salz der Erde" erneut um den Dokumentarfilm-Oscar. Als heiße Kandidatin für die beste weibliche Hauptrolle wurde Julianne Moore gehandelt. Die US-Schauspielerin spielt in "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" eine Professorin, die an Alzheimer erkrankt ist. Bei den Männern prognostizierten Hollywood-Kenner ein enges Rennen zwischen "Birdman"-Star Michael Keaton und dem britischen Schauspieler Eddie Redmayne, der in die Rolle von Stephen Hawking schlüpfte. AFP

 

Unicef: 89 Schuljungen von Bewaffneten im Südsudan entführt

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Juba - Im Bürgerkriegsland Südsudan sind mindestens 89 Schulkinder von einer bewaffneten Gruppe entführt worden. Bei den Opfern handele es sich ausnahmslos um Jungen, die jüngsten von ihnen seien 13 Jahre alt, teilte am Samstag das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Es sei unklar, welcher der bewaffneten Gruppen im Land die Täter angehörten. "Mindestens 89 Kinder wurden entführt, die Zahl kann aber auch viel höher sein", erklärte Unicef.

Der Vorfall ereignete sich demnach im Norden des Landes in der Stadt Wau Shilluk. Im Südsudan herrscht Bürgerkrieg, seit im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar eskalierte. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass die Kontrahenten unterschiedlichen Volksgruppen angehörenBeide Seiten zwingen immer wieder Minderjährige in ihre Reihen, die dann als Kindersoldaten kämpfen müssen. AFP

   

Athen nach Einigung auf Hilfsverlängerung erneut unter Zugzwang

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Brüssel - Nach der Grundsatzeinigung auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland um vier Monate steht Athen erneut unter Zugzwang. Nur wenn die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras auf Grundlage der Brüsseler Absprachen bis Montag belastbare Reformzusagen macht, soll frisches Geld fließen. Während Tsipras am Samstag vom Ende der verhassten Sparmaßnahmen sprach, sah die Opposition die Einigung als Niederlage für seine Linksregierung.

Die Einigung war am Freitagabend nach erbittertem Tauziehen erreicht worden, nachdem zwei frühere Treffen ergebnislos zu Ende gegangen waren. Gemäß der Abschlusserklärung der 19 Euro-Finanzminister muss Griechenland "auf Basis des bisherigen Programms" am Montag "eine Liste mit Reformmaßnahmen" vorlegen. Diese sollen von der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds vorläufig geprüft werden.

Stimmen die drei Institutionen, die bisher als Troika bekannt waren, ebenso wie die Euro-Finanzminister nach einer Telefonkonferenz am Dienstag zu, sollen in den Ländern - sofern notwendig - die Parlamente abstimmen, um die Hilfsvereinbarung rechtzeitig vor Ende Februar zu verlängern. Parlamentszustimmungen sind etwa in Deutschland und Finnland nötig. Endgültig festgeklopft werden sollen die Reformen dann bis Ende April.

Entgegen dem bisherigen Willen der Regierung in Athen muss das laufende Hilfsprogramm erfolgreich abgeschlossen werden, damit Griechenland die ausstehende Tranche von 1,8 Milliarden Euro sowie zugesagte Zinsgewinne der EZB mit griechischen Anleihen von 1,9 Milliarden Euro bekommen kann. Während der viermonatigen Verlängerung soll über eine Folgevereinbarung mit der Eurogruppe und den Institutionen verhandelt werden.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der als schärfster Kritiker der griechischen Regierung gilt, sprach nach der Einigung von einem "wichtigen Schritt", der französische Präsident François Hollande von einer "guten Lösung". Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem lobte seinerseits das "sehr positive Ergebnis" der Verhandlungen. Es werde erlauben, "Schritt für Schritt" die Zusammenarbeit mit Griechenland wieder "auf die Spur zu setzen".

Tsipras sagte seinerseits in einer Fernsehansprache, die Vereinbarung erlaube Griechenland, "die Sparpolitik hinter sich zu lassen". Damit habe sein Land sein "Hauptziel" erreicht. Es bleibe aber noch ein langer Weg zurückzulegen. "Wir haben eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg (...), die wahren Schwierigkeiten liegen noch vor uns", sagte Tsipras. Der Kompromiss verschaffe seinem Land mehr Zeit, um seinen "eigenen Entwicklungsplan" vorzulegen.

Athen verpflichtete sich in Brüssel, keine Reformen zurückzunehmen oder Entscheidungen zu treffen, die die "die finanzielle Stabilität" gefährden. Allerdings stellt der Text Verhandlungen über den sogenannten Primärüberschuss in diesem Jahr in Aussicht - also den Haushaltssaldo ohne Zinszahlungen und Schuldentilgung. Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis sagte, er habe zudem erreicht, dass die Mehrwertsteuer nicht erhöht und die Renten nicht gesenkt werden.

Varoufakis räumte aber ein, dass "das Abkommen tot ist, wenn der Liste mit Reformen nicht zugestimmt wird". Der Politikexperte Daniel Gros sagte der Zeitung "La Stampa", aus politischer Sicht hätten die Griechen "in allen Punkten nachgegeben". "Sie können nicht darauf hoffen, irgendetwas zu erhalten, nur noch zu geben", sagte Gros. 

Auch in der griechischen Opposition stieß die Vereinbarung auf scharfe Kritik. Die Sozialisten warfen der Regierung vor, das Land "Kilometer weit zurück" zu führen und "Theater für das einheimische Publikum" zu spielen. Die Kommunisten erklärten, "unabhängig davon, wie man es nennt, ist das Abkommen im Grunde die formelle Verlängerung des Hilfsprogramms unter strikter Überwachung (...) sowie im Wesentlichen die Fortsetzung der anti-populären Reformen". AFP

 

Mit Karate gegen Vergewaltiger

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Neu Delhi - Draußen wird es gerade erst hell in Neu-Delhi, doch in der Polizeiturnhalle wird bereits geschwitzt. Auf Kommando ihres Trainers boxen und treten 40 junge Frauen in weißen Karateanzügen auf ihre imaginären Gegner ein. Die Kampfsportausbildung ist eine Antwort der Polizei auf die Serie brutaler Vergewaltigungen in der indischen Hauptstadt. In Kürze sollen die 40 Polizistinnen Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen

"Wir werden keinerlei schlechtes Benehmen tolerieren", sagt Bharti Wadhwa, die Chefin der Spezialeinheit, am Ende des zweistündigen Trainings. "Manchmal fängt es mit ein paar Pfiffen an, dann wird es zu Stalking und am Ende wird die Frau vergewaltigt. Wir werden derlei Verhalten im Keim ersticken."

Die Polizistinnen werden künftig in Zivil auf Busbahnhöfen, in U-Bahnstationen und vor Unis im Einsatz sein. Trainer Vishal Jaiswal ist zuversichtlich, dass seine Schützlinge die Stadt sicherer für Frauen machen werden. "Ich fühle eine große Verantwortung bei der Ausbildung dieser Polizistinnen", sagt er. "Und es ist meine Mission, sie wie die 'Drei Engel für Charlie' zu machen: furchtlos und furchterregend."

Die tödliche Gruppen-Vergewaltigung einer Studentin in einem fahrenden Bus Ende 2012 hatte im ganzen Land für Entsetzen gesorgt, Tausende protestierten daraufhin gegen die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen. Seither wurden Gesetze geändert und die Polizei reformiert. Am Ruf Neu Delhis als "Hauptstadt der Vergewaltigung" hat dies nichts geändert. Vergangenes Jahr wurden 2069 Vergewaltigungen angezeigt, das waren über 30 Prozent mehr als 2013. Experten führen diese Zunahme auch darauf zurück, dass sich inzwischen mehr Opfer trauten, die Taten anzuzeigen. 

Die Polizei versucht mit einer Reihe von Maßnahmen, der Gewalt gegen Frauen Herr zu werden. Unter anderem bietet sie Selbstverteidigungskurse für Frauen an. Für die in Karate ausgebildete reine Fraueneinheit setzte sich der Polizeichef der Stadt, Bhim Sain Bassi, genannt Charlie Papa, persönlich ein. Seit seinem Amtsantritt 2013 hat er die Sicherheit der Frauen in Neu Delhi zur Priorität erkoren. "Junge Mädchen und Frauen müssen fühlen, dass diese Schutzengel sich um sie kümmern", sagt der stellvertretende Polizeibeauftragte Varsha Sharma über die neue Einheit. 

Frauenrechtlerinnen begrüßen die Initiative, halten 40 Polizistinnen jedoch für eine 16 Millionen-Stadt für viel zu wenig. "Das Training muss ausgeweitet werden, damit mehr Polizistinnen verpflichtet werden können", fordert Mriganka Dadwal von der Organisation SLAP. "Die Botschaft an die Sextäter sollte laut und klar sein: dass sie überall beobachtet werden."

Probehalber begleiten die Mitglieder der Karateeinheit schon jetzt immer wieder öffentliche Busse und sprechen mit den Passagierinnen darüber, in welchen Situationen sie sich unsicher fühlen. "Ich benutze den Bus für den Weg zur Uni und oft starren mich Männer an oder werfen mir anzügliche Blicke zu", sagt die 19-jährige Sakshi Sharma. "Ich fühlte mich immer hilflos und bin froh, wenn Polizistinnen in der Nähe sein werden, um uns  vor aufdringlichen Männern zu beschützen." 

Ihre Sitznachbarin, die 25 Jahre alte Chhaya Aggarwal, ist begeistert: "Dank dieser Frauenarmee müssen sich unsere Väter und Brüder jetzt keine Sorgen mehr machen, wenn wir unterwegs sind." AFP

   

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