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Szenen des Grauens in einem katholischen Gotteshaus

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Beim "Islamischen Staat" werden Haltlose und Psychopathen zu Helden
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Rom - Ein Erdbeben hat am Samstagabend das Zentrum Italiens erschüttert und Panik bei den Bewohnern ausgelöst. Das Beben der Stärke 4,8 ereignete sich nach Behördenangaben in den Abruzzen, wo im April 2009 die Stadt L'Aquila von einem verheerenden Erdbeben getroffen wurde. Im Zusammenhang mit dem Einsturz eines Wohnheims beim Beben von L'Aquila wurden am Samstag vier Arbeiter wegen mehrfachen Totschlags zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik lag das Epizentrum des Bebens vom Samstag in Frosinone zwischen Rom und Neapel. Berichte über mögliche Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Erschütterungen lösten aber nach Angaben der Notdienste Panik aus. In einem Nationalpark rannten verängstigte Dorfbewohner laut Medienberichten aus ihren Häusern.

Die Gegend um die Stadt L'Aquila war 2009 von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert worden. 309 Menschen wurden getötet, zahlreiche Gebäude in der mittelalterlichen Stadt wurden zerstört.

Beim Einsturz eines Wohnheims in L'Aquila kamen damals acht Studenten ums Leben. In dem Zusammenhang wurden am Samstag vier Arbeiter wegen mehrfachen Totschlags verurteilt. Drei Bauarbeiter, die im Jahr 2000 Restaurierungsarbeiten an dem Wohnheim vorgenommen hatten, wurden zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen vorgeworfen, mit ihren Arbeiten das Gebäude aus den 1960er Jahren weiter geschwächt zu haben.

Ein bei dem Betreiber des Wohnheims angestellter Techniker, der noch eine Woche vor dem Beben eine Sicherheitsprüfung vorgenommen und das Haus für sicher erklärt hatte, wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Richter ordnete zudem für alle Verurteilten hohe Geldstrafen an: Sie müssen jedem Elternteil, der bei dem Einsturz ein Kind verlor, 100.000 Euro zahlen sowie jeder Schwester und jedem Bruder eines Opfers 50.000 Euro. Zudem verhängte der Richter gegen die Verurteilten ein fünfjähriges Verbot, im öffentlichen Dienst zu arbeiten.

Es war nicht der erste Prozess im Zusammenhang mit dem Beben von L'Aquila. Im Oktober vergangenen Jahres waren in einem Aufsehen erregenden Verfahren sechs Wissenschaftler und ein Regierungsbeamter zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt worden, weil sie die Risiken eines verheerenden Bebens unterschätzt und die Bevölkerung nicht gewarnt hatten. In L'Aquila und Umgebung zeugen noch immer Schuttberge von der schweren Zerstörung an jenem 6. April 2009.Afp

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