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Wirtschaft Weltweit
EMFIS.COM - Apple – Befreiungsschlag!

Aktueller Kurs: 444 USD, Widerstand: 456 USD, Unterstützung: 419 USD, Richtung: -
Fazit vom 24.04: Solange die Kurszone von 420 bis 425 US-Dollar nicht zurückerobert wird, bleibt die Aktie für mich eher ein Shortkandidat. Wichtig: Die Aktie hat in der vergangenen Nacht Zahlen gemeldet, die den kurzfristigen Verlauf mit Sicherheit beeinflussen werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Analyse lagen sie aber noch nicht vor (23.04. – nachbörslich). Wir werden das Ergebnis in der kommenden Ausgabe näher betrachten. Die Erwartungen sind gemischt, mich würde eine Enttäuschung nicht überraschen.
Am vergangenen Dienstag hat Apple einen Ertrag für das abgelaufene Quartal von 43,6 Milliarden Dollar gemeldet. Wahrlich kein Pappenstiel und der vierthöchste Quartalsgewinn seiner Geschichte, aber dennoch 18 Prozent geringer als im Jahresvergleich. Damit war dies der erste Gewinnrückgang seit fast zehn Jahren. Allerdings bemühte sich Apple-Chef Tim Cook nach Kräften, die Enttäuschung zu mildern. So viel wie in dieser Telefonkonferenz zur Bilanz hatten weder sein legendärer Vorgänger Steve Jobs noch er jemals zuvor über Apples Zukunftspläne verraten. Für den Herbst versprach Cook eine „aufregende neue Produktkategorie“ und für 2014 noch mehr. Jeder andere CEO wäre für solch unkonkreten Aussagen von den Analysten „gegrillt“ worden, aber wie gesagt, für Apple-Maßstäbe schon fast eine Plauderstunde.
Die Analysten waren trotz der Aussicht auf eine erhöhte Dividende und ein umfangreiches Aktien-Rückkauf-Programm nicht ganz zufrieden. Chris Whitmore von der Deutschen Bank senkte das Kursziel auf 480 US-Dollar, beließ die Einschätzung aber auf „Kaufen“. Die Umsatzzahlen seien zwar gut, „aber die Bruttomarge habe enttäuscht.“ Genau auf diesen Faktor sollten Sie auch in Zukunft achten. Apple hat weiterhin wenig Probleme seine Produkte zu verkaufen, verdient dabei aber weniger Geld. Das war stets die große Sorge der Kritiker und ein Trend sollte sich daraus nicht entwickeln.
Einen weiteren Hinweis auf diese mögliche Entwicklung lieferten die etwas schwächeren Aussichten des Chipspezialisten Qualcomm, dem weltweitgrößten Verkäufer von Halbleitern für Mobiltelefone. Die vorsichtige Prognose könnte ein Hinweis auf sinkende Preise der Endgeräte sein, was dann letztendlich auch die Hersteller im High-End-Bereich treffen könnte.
Fazit: Die wichtige Marke bei 419 US-Dollar wurde zurückerobert. Die aktuelle Erholung dürfte sich als nachhaltig erweisen, wenn auch der Widerstand bei 456 US-Dollar überwunden wird.
EMFIS.COM - Commerzbank – Pennystock!

Aktueller Kurs: 10,21 Euro, Widerstand: 10,15 Euro, Unterstützung: 9,70 Euro, Richtung: -
Aussichten vom 24.04: Die Commerzank ist eine schlechte Aktie, die in kein langfristig ausgerichtetes Depot gehört. Sollte es am ersten Tag nach der Kapitalherabsetzung nochmals zu einem deutlichen Kursabschlag kommen (mind. 3 Prozent), dann könnte dies kurzfristig ein guter Einstiegspunkt für eine kleine Gegenbewegung sein. Sie sollten dafür aber ständigen Zugriff auf Ihr Depot haben und Gewinne zügig realisieren!
Nun, am ersten Tag nach dem Reverse-Split verlief der Handel, wohl auch gestützt durch einen starken Dax, noch relativ ruhig. Am Montagmittag war es dann aber soweit, die Aktie der Commerzbank fiel deutlich unter die Marke von 10 Euro. Ohne die Kapitalherabsetzung wäre die Aktie damit nur noch ein Penny-Stock. Zur Erinnerung, am vergangenen Mittwoch wurde die auf der Hauptversammlung beschlossene Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10 zu 1 umgesetzt. Diese Schwäche spielt natürlich denjenigen in die Hände, die im Vorfeld der Kapitalerhöhung in der Aktie short gegangen sind.
In den meisten Chartprogrammen ist diese Maßnahme mit umgesetzt worden, wir erhalten hier also eine aussagekräftige Analyse. Und die könnte deutlicher nicht sein: Neue All-Time-Lows, keine positiven Impulse von fundamentaler Seite, ein nachweislich schwaches Management ohne erkennbare Strategie, da kann das Fazit nur lauten:
Weiterhin meiden! Natürlich kann es immer wieder kleine Erholungen geben, wie heute gesehen, aber diese sollten eher zum Aufbau von Short-Positionen anregen. Besonders, wenn das Niveau um 11,15 Euro herum nochmal erreicht wird. Mein mittelfristiges Kursziel liegt unter 8 Euro!
EMFIS.COM - E.ON – Kursziel 18 Euro?

Aktueller Kurs: 13,38 Euro, Widerstand: 13,50 Euro, Unterstützung: 12,85 Euro, Richtung: -
Am 24.04. lautete das Fazit: Hier ist eine Menge Geschirr zu Bruch gegangen. Derzeit bieten sich weder Positionen auf der Long- noch auf der Shortseite an, zu unklar ist das Chartbild. Neue Impulse ergeben sich erst wieder über 13,60 oder unter 12,85 Euro. Bis dahin sollten Trader auf andere Werte ausweichen!
Tatsächlich konnte das Schlimmste für die Bullen abgewendet werden und es gelang der Re-Break über 13,60 Euro. Unterstützend wirkte hier eine Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs, die den Titel auf die „Conviction-Buy-List“ gesetzt hat und ein Kursziel von 18 Euro ausgibt. Analystin Deborah Wilkens begründete die Einstufung in einer Branchenstudie mit einem hohen Abschlag zum Sektor, trotz des vermutlich soliden Gewinnwachstums. Die deutschen Strompreise dürften sich ab 2014 erholen, weshalb ihre Gewinnschätzung zwölf Prozent über den Marktprognosen liegt. Selbst wenn die Preise länger als erwartet niedrig bleiben sollte, würde sie ihr Kursziel aufrecht erhalten.
Fazit: Mutige Trader können mit einem Stopp-Buy bei 13,92 Euro eine Long-Position eröffnen und sollten diese mit einem Stopp bei 13,55 Euro absichern. Das erste Teilziel liegt dann bei 14,50 Euro!
EMFIS.COM - Nokia – Abwarten!

Aktueller Kurs: 2,55 Euro Widerstand: 2,60 Euro-, Unterstützung: 2,20 Euro Richtung: -
Fazit vom 17.04: Gut so! Gerne mehr davon! Im Idealfall erreicht die Aktie unser Kauflimit in einem Moment, in dem die Stimmung nicht schlechter sein könnte und selbst der letzte Bulle das Handtuch wirft. Dann schlägt die Stunde der Antizykliker. Abwarten und bereit halten für Kurse unter 2,25 Euro! Verlustbegrenzung bei rund 2,05 Euro, darunter wird es zappenduster im finnischen Espoo, trotz des nahenden Sommers.
Die Aktie des finnischen Handy-Herstellers dümpelt weiterhin richtungslos daher. Nicht untypisch in einer solchen Phase – an Tagen steigender Indizes profitiert der Wert nur leicht, an schwachen Tagen verliert die Aktie überdurchschnittlich.
Nokia Chef Stephen Elop verkündete kürzlich, man werden ein neues Lumia-Gerät am 14.05. vorstellen. Dieses neue Gerät soll den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Lumia-Produkten darstellen.
Immerhin konnte man im ersten Quartal die Verkäufe um 27 Prozent auf 5,6 Millionen Geräte steigern. Das hört sich erst einmal nicht schlecht an, zeigt aber auf der anderen Seite, das Nokia in diesem Business derzeit ein absoluter Zwerg ist. Zum Vergleich: In der gleichen Zeit hat Apple rund 37 Millionen iPhones verkauft und Samsung konnte seine Smartphone-Verkäufe gar um 56 Prozent steigern, auf stolze 69 Millionen Auslieferungen. Natürlich vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen, aber Toyota hat 2012 ganze 10 Millionen Autos verkauft. Autos, keine Smartphones!
Ausblick: Wir warten weiterhin geduldig auf das Erreichen unserer Zielzone. „Hardcore-Zocker“ könnte in Höhe von 2,60 Euro sogar eine kurzfristige Short-Position einarbeiten!
EMFIS.COM - Apple: Ende der Negativserie in Sicht?
Schwächere Gewinndynamik
Ausgelöst wurde der Kursrückgang durch eine Abnahme der Gewinndynamik, die von einer ganzen Serie negativer Unternehmensnachrichten und schwacher Geschäftsausblicke begleitet wurde. So manche Apple-Anleger mussten lernen, dass es im Geschäftsleben und an der Börse nicht nur eine Richtung gibt. Dabei sind die Schwierigkeiten, mit denen sich Apple herumschlagen muss, für andere Firmen pure Luxusprobleme. Seit 2008 vervielfachte sich der Umsatz von 32 Mrd. USD auf rund 156 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2012. Dass man dieses Tempo nicht unbegrenzt aufrecht erhalten kann, versteht sich von selbst. Auch bei der Gewinnentwicklung ist Apple in eine nicht mehr ganz so stürmische Phase eingetreten. Dass der Konzern nun aber kein Geld mehr verdienen würde, ist ein Trugschluss. Apple ist nach wie vor eine Geldmaschine, auch wenn vor allem Samsung kräftig im Revier des technologischen Branchenprimus wildert.
Aktienrückkäufe stützen den Kurs
Damit das so bleibt und Apple sich auch künftig am der Spitze behauptet, hat die Unternehmensleitung zahlreiche Maßnahmen eingeleitet. Bei der Vorlage der letzten Quartalszahlen wurde das Aktienrückkaufprogramm um 55 auf 100 Mrd. USD aufgestockt. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit 391 Mrd. USD. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass sich der Aktienrückkauf kursstützend auswirken wird. Zudem wurde die Quartalsdividende um 15 Prozent auf 3,05 USD erhöht. Auf Jahressicht kommt Apple nun auf eine Dividendenrendite, die auch für Value-Investoren interessant ist.
Warten auf neue Produkte
Doch all dies ist nicht wirklich entscheidend. Es sind vor allem neue Produkte und Dienste, die heiß ersehnt werden, um auch operativ den Blick wieder nach vorne richten zu können. Doch was kommt als nächstes? Der Apple-Fernseher, die iWatch oder gar das iWallet? Letzteres könnte Apples Markteintritt in die Finanzbranche einläuten. Wallet ist das englische Wort für Geldbörse. Im März gab es von Apple in diesem Bereich eine Patentanmeldung. Das macht man nicht, wenn man nichts vorhat. Ebay ist mit Paypal bereits stark im Finanzdienstleistungssektor etabliert, Google hat sogar eine Banklizenz, warum also nicht das iWallet? Apple wäre zwar nicht das erste IT-Unternehmen, das diesen Weg geht, aber es hätte dennoch eine enorm starke Marktstellung, nicht zuletzt wegen des finanziellen Backgrounds. Umfragen von Marktforschern zufolge könnten sich 43 Prozent der Apple-Nutzer vorstellen, Bankdienstleistungen über Apple abzuwickeln. Die hohe technologische Wandlungsfähigkeit von Apple ist eine der größten Stärken. Zugleich ist der technologische Wandel auch ein Risiko, denn Modetrends können über Erfolg und Misserfolg entscheiden.
Fazit
Die Apple-Aktie hat seit September rund 40 Prozent an Wert eingebüßt. Angesichts der soliden Bilanz, der hohen Cash-Reserven, der aktienkurssteigernden Maßnahmen des Managements und der erwarteten zukünftigen Produkte scheint ein solcher Rückgang übertrieben.
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Erfolgreiche Investments wünscht
Ihr
Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor
http://www.dax-vestor.de
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