Asanha Bucha: Wie die Redewendung “Lotus unter Wasser” entstanden ist

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Published in Sonstiges & Lifestyle
Montag, 06 August 2018 11:40
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Der Feiertag Asanha Bucha (A-san-ha gesprochen) oder “Vollmond im 8. Monat” und erinnert an Buddhas erste Rede vor seiner Gefolgschaft, nachdem er erleuchtet worden war. Während seiner Predigt war ein Bhramane, einer der fünf Schüler Buddhas dabei, der ihm voller Begeisterung zuhörte und sich schliesslich von ihm ordinieren liess. Dadurch entstand an diesem Tage der erste buddhistische Mönch der Welt - und somit ist die buddhistische Dreieinigkeit auch entstanden :

PHRA  RATANA  TREI - “die drei heiligen Edelsteine”.

der Edelstein Nr.1 : Buddha -der heilige Lehrer

der Edelstein Nr.2 : die heilige Lehre Buddhas

der Edelstein Nr.3 : die heiligen Mönche, die Buddhas Lehre weitergeben.

Um den buddhistischen Glauben aufrechtzuerhalten, darf keines dieser 3 Edelsteine fehlen. Daher beugen sich die Buddhisten mit ihren Köpfen immer dreimal hintereinander auf den Boden nieder, nachdem sie das Gebet zu Ende geführt haben. Ebenfalls gehen sie bei den Prozessionen an buddhistischen Feiertagen immer 3 mal um den Tempel herum.

Die erhaltene Seligkeit kann weitergegeben werden

Durch die Ausbreitung des Buddhismus von Indien aus in anderen Länder ging einiges von Buddhas ursprünglicher Lehre verloren. Oft haben die Menschen den Sinn seiner Lehre ein bisschen geändert und fügten ihre eigene Denkweise hinzu, um sie so der Tradition der jeweiligen Einheimischen anzupassen. Nach volkstümlicher Tradition glauben Thais, dass ein Mensch, der auf sein Wohlbehagen verzichtet, um sich für die Lehre des Buddhismus nützlich zu machen, hohe Verdienste erwirbt. Denn durch die Ordinierung von jungen Männern kann die buddhistische Lehre weiterbestehen. Schon allein der Glaube öffnet dem Menschen den Weg zur Seligkeit. Besonders das tägliche Beten sei wichtig, denn es reduziert im Menschenherzen die Eigensinnigkeit und die Selbstsucht, und der Betende selbst spürt dabei ein innerliches Glücksgefühl.

Thais glauben auch, dass man durch seine Verdienste erhaltene Seligkeit an andere Menschen weitergeben kann, egal ob sie noch leben oder schon verstorben sind. Dabei spielt das Wasser eine wichtige Rolle : während die Mönche beten und segnen, denkt der Sender beim “Kruat Nam” bzw.Wasserbegiessen an die Person, die den Segen erhalten soll. Alle Opfergaben und Verdienste sind an ihn gerichtet. Das Wasser gilt als der “Messageträger” – durch die magnetische Anziehungskraft der Erde werden die menschlichen Gedanken im Kosmos gespeichert. Etwa eine Tasse sauberes Wasser wird während des Betens aus einem kleinen Krug in einer Schale aus Glas oder Metall langsam begiessen, bis das Gebet zu Ende geführt wird. Zum Schluss der Feier wird “das messagetragende Wasser” unter einem Baum oder auf dem Gras langsam begiessen. Danach ist es die Muttererde, die diesen Auftrag weiter verarbeitet.

Es gibt verschiedenen Gründe, warum man Mönch sein will

Es ist jedem Mann freigestellt, wie lange er Mönch sein möchte : 1-3 Tage, 1 Woche, 3 Monate oder das ganze Leben. Oft erfolgen Ordinationen für kurze Zeit aus folgenden Gründen:

  1. Für die Eltern
    Der Ordinierte erweist seinen Eltern Dankbarkeit, indem er die durch seine Verdienste erhaltene Seligkeit an die Eltern weitergibt.
  1. Für eine geachtete Person im Allgemeinen

           z.B. für einen Verwandten, einen Gönner, für den König oder dessen Familienmitglied etc.

  1. Für eine geliebte Person, die schon verstorben ist.

           Somit bekommt der Verstorbene noch mehr Verdienste, die er in sein nächstes Leben mitnehmen kann.

Buddha vergleicht die Menschen und ihre geistige Entwicklung mit den Lotusblumen, die nicht alle gleich wachsen

Die erste Gruppe von Lotus sind jene, die schon hoch aus dem Wasser herausragen und aufblühen sobald die Sonne auf sie scheint. Diesen Zustand vergleicht er mit Menschen, deren Seele schon hoch entwickelt ist; sobald sie seine Lehre hören, verstehen sie sofort und gehen dann in die Erleuchtung ein.

Die zweite Gruppe Lotus sind jene, die gerade die Wasseroberfläche erreichen und in den nächsten Tage aufblühen werden. Das sind Menschen, deren Verstand zwar ziemlich weit entwickelt ist, aber noch nicht so weit wie bei denen der ersten Gruppe. Sie werden seine Lehre auch verstehen, nur muß sie wiederholt werden. Dann werden sie, wie die erste Gruppe, auch in die Erleuchtung eingehen.

Die dritte Gruppe sind die Lotusknospen, die tiefer, noch unter Wasser geblieben sind. Das sind Menschen, die zwar nicht dumm sind, aber kein Interesse daran haben oder durch einen zu engen Horizont nicht bereit sind andere Meinungen anzunehmen. Sie brauchen noch eine ganze Weile, bis sie mit ihrem geistigen Wachstum “aus dem Wasser herauswachsen”.

In der vierten Gruppe schließlich verglich er Menschen mit Lotusknospen, die ganz unten an der Wurzel bleiben und oft noch im Schlamm stecken. Damit sind die törichten Menschen gemeint, die seine Lehre niemals verstehen würden. Alle Erklärungen sind umsonst. Daher entstand die Redewendung in der thailändischen Sprache : Dok Bua Tai Naam –“Lotus unter Wasser”. Das bedeutet : “dem brauchst du nichts zu erklären, der wird doch nichts kapieren”. Diese Redensart wird allgemein gebraucht, nicht nur in Bezug auf die buddhistische Lehre.  Von Duangdee K. (Khun Daeng)

Read 321 times Last modified on Montag, 06 August 2018 11:46

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