Nach Thailands verpasster Qualifikation - Für Deutschland bei der WM 2018

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Published in Sonstiges & Lifestyle
Montag, 09 April 2018 21:47
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Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 steht erstmals seit dem deutschen Triumph in Rio de Janeiro wieder das fußballerische Highlight des heißen Sommers an. Thailand verpasste die Qualifikation, konnte jedoch einige starke Ergebnisse gegen namhafte Konkurrenz einfahren. Warum es nun Zeit ist, für Deutschland zu jubeln, und ob es Thailand 2022 zum Endturnier schafft, sind zu klärende Fragen.

Japan, Saudi-Arabien und Australien zu stark

Knapp war es am Ende nicht und dennoch lässt sich die Leistungs von Thailands Fußball-Nationalmannschaft in der Qualifikation zur Endrunde 2018 als ordentlich einstufen. Das Erreichen der dritten Runde ist aller Ehren wert. Dass am Ende Mannschaften wie Japan, Saudi-Arabien und Australien zu stark waren - geschenkt. Die Erfahrung und Klasse dieser Nationen liegt noch auf einem anderen, ungleich höheren Niveau. Letztlich konnte Thailand in der Qualifikationsgruppe kein Spiel gewinnen, holte zwei Punkte aus zehn Spielen. Die beiden Unentschieden holte die Mannschaft des serbischen Trainers Milovan Rajevac in Heimspielen gegen Australien (2:2) und die Vereinigten Arabischen Emirate (1:1). In beiden Duellen schnupperte die Elf durchaus am großen Erfolg, wurde aber letztlich noch abgefangen. Zwei Tore von Teerasil Dangda stellten das Spiel gegen Australien auf den Kopf, bevor diese ausgleichen konnten. Die VAE lagen durch einen Treffer von Mongkol Tossakrai gar bis zur vierten Minute der Nachspielzeit hinten, ehe der schmeichelhafte Ausgleich fiel.

Insgesamt bleibt das positive Bild, da auch die meisten Spiele gegen die weiteren Nationen Saudi-Arabien, Japan und den Irak eng gestaltet werden konnten. Besonders beeindruckend gestaltete Thailand bereits die zweite Qualifikationsrunde, die man mit 14 Punkten aus sechs Spielen beendete und dabei gar den Irak hinter sich ließ, der nur über einen der besten zweiten Plätze bis in Runde 3 gelangte. Vietnam, Taiwan und die ausgeschlossenen Indonesier stellten lediglich Laufkundschaft dar. Aus den letzten 15 Pflicht- und Freundschaftsspielen holte Thailand gute acht Siege und ein Unentschieden. Dennoch handelt es sich um eine der besten Qualifikationsrunden Thailands, das seit 1974 um die WM-Teilnahme spielt. Schon unter dem deutschen Trainer Winfried Schäfer mussten sich die Kriegselefanten Australien, Saudi-Arabien und dem Oman geschlagen geben - damals noch im alten Qualifikationsformat mit einer Extra-Runde danach.

Deutschland als Favorit auf Titelverteidigung

Qualifiziert hat sich unterdessen die DFB-Auswahl von Joachim Löw. Der Titelverteidiger verlor in seiner Europa-Gruppe kein einziges Spiel und wird damit nicht zu unrecht von Betway mit einer Quote von 6,00 als erneuter großer Titelfavorit eingestuft (Stand 9. März). Damit die Titelverteidigung klappt, muss vieles zusammenkommen, etwa auch die richtige und bedingungslose Unterstützung im eigenen Land - eine der großen Stärken des Triumphes von Rio. Durch die verpasste Qualifikation Thailands suchen viele Fans eine zu unterstützende Nationalmannschaft. Für viele wird genau dies die deutsche sein, da die Beziehungen beider Länder weit zurück reichen und bis heute gepflegt werden. Rund 400 deutsche Unternehmen wie BMW sind im asiatischen Staat tätig und beschäftigen dabei hauptsächlich lokale Arbeitnehmer. Das Engagement beinhaltet hauptsächlich Infrastrukturprojekte, die Chemie- und Autoindustrie sowie Umwelt- und Energietechnologien. Das vielseitige Engagement Deutschlands macht das Land zum wichtigsten Handelspartner der Europäischen Union. Die häufigsten Importgüter sind Textilien, Schmuck, Elektronik, Nahrungsmittel und Bürowaren.

Seit 1984 ist das Goethe-Institut in Bangkok aktiv und fördert dabei vor allem die deutsche Sprache in Thailand. Der kulturelle Austausch führt zu diversen Partnerschaften, so auch durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD, der gar ein eigenes Studienberatungszentrum in der thailändischen Hauptstadt vorweisen kann und Stipendien sowohl in Bachelor- als auch Master-Programmen in Deutschland anbietet. Nicht nur in Thailand ist der deutsche Einfluss groß - andersherum ist es genauso. Laut der letzten offiziellen Zahlen leben 58.827 Thailänder in der Bundesrepublik, sodass die heimische Kultur auch im fernen Deutschland durch Vereine und sonstige Einrichtungen stets gepflegt wird. Der starke kulturelle Mix ist von ebenso großer Vielseitigkeit geprägt wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft selbst. Seit Jahren macht der Kader mit Spielern aus aller Welt auf sich aufmerksam und schaffte damit 2014 auch den ultimativen Erfolg. Die Kritiker wurden ein- für allemal wiederlegt und sollen dies auch im Sommer 2018 in Russland wieder werden.

Vielleicht ist schon beim kommenden Turnier – dann in Katar 2022 – Thailand ein Teil der größten Sportveranstaltung der Welt. Die Voraussetzungen sind nicht optimal, da die Konkurrenz nach wie vor mit starker Gegenwehr und Erfahrung aus Europa aufwarten wird, doch der Aufwärtstrend in den vergangenen Jahren spricht für Thailand. Erstmal werden viele also den Deutschen die Daumen drücken, bevor es ab 2019 wieder um die Qualifikation für das Folgeturnier geht.

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