Rekordzahl von Tourismusunternehmen schließt für immer

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Published in Bangkok
Mittwoch, 20 Januar 2021 15:30

Bangkok - Da die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Beschränkungen weiterhin bestehen, verlässt eine Rekordzahl thailändischer Tourismusunternehmen den Sektor endgültig.

Die Zahl der Tourismusunternehmen, die ihre Lizenzen abgeben, hat im letzten Monat ihren Höhepunkt erreicht, und rund 70% der Outbound-Agenten haben ihren Betrieb auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der letzte Nagel in ihrem kollektiven Sarg war das Wiederaufleben von Covid-19, das auf einem Fischmarkt in der Zentralprovinz Samut Sakhon entstand und sich inzwischen auf über 60 Provinzen ausgebreitet hat.

Der Präsident der Thai Travel Agents Association sagt, dass rund 10% der Reiseveranstalter ihre Lizenzen an die Tourismusabteilung zurückgegeben haben. Laut Suthiphong Pheunphiphop haben 2.598 Tourismusunternehmen den Sektor endgültig verlassen und sind seit fast einem Jahr nicht mehr in der Lage, ohne internationale Touristen zu überleben. Er sagt, dass im letzten Quartal 2020 mit 765 die meisten Unternehmen abgemeldet wurden. Davon haben 293 im letzten Monat gekündigt.

Laut Suthiphong könnte der Inlandstourismus bis April wieder anziehen, aber dies hängt davon ab, wie effektiv die Regierung die zweite Welle des Virus unter Kontrolle bringt. Er fügt hinzu, dass mit der Ankunft des Frühlings in vielen Teilen der Welt in den kommenden Monaten die globalen Infektionen sinken könnten.

„Die Betreiber müssen abwarten, wie sich die Dinge im Juni entwickeln. Die Aussichten für den Outbound-Markt sind am schwierigsten vorherzusagen, da die Branche in jedem Ziel mit höchst unsicheren Faktoren wie der Wirksamkeit des Impfstoffs und Richtlinien konfrontiert ist, um den Tourismus zu ermöglichen.“

Laut TTAA gaben 2019 11 Millionen thailändische Touristen 430 Milliarden Baht für Auslandsreisen aus. Letztes Jahr sank dieser Wert auf 1 Million, die 50 Milliarden Baht ausgaben. Der Verein hat die Thai International Travel Fair verschoben, die im Februar stattfinden sollte. Sie ist jetzt für den 26. bis 29. August geplant.

Laut einem Bericht der Bangkok Post wird der Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn diese Woche mit Arbeitsminister Suchart Chomklin zusammentreffen, um ein Zuzahlungssystem zum Schutz der Beschäftigten in der Tourismusbranche zu erörtern. Es wird davon ausgegangen, dass der Vorschlag darin besteht, 50% der monatlichen Gehälter bis zu einem Höchstbetrag von 7.500 Baht pro Mitarbeiter zu subventionieren.

Quelle: Bangkok Post

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7 comments

  • Holle
    Comment Link posted by Holle
    Freitag, 22 Januar 2021 17:05

    Genau aus diesen Gründen halte ich mich fern von diesen Touri Spots.
    Denn außerhalb habe ich ehrliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt.
    Diese müssen jetzt auch leiden und das ist echt ärgerlich.

  • Pauly
    Comment Link posted by Pauly
    Donnerstag, 21 Januar 2021 15:45

    Ich komme seit 1990 nach TH, seit 1997 regelmässig min. 2 mal im Jahr,
    glaub mir, sie lernen nicht daraus, alsbald die Touris wieder kommen, geht auch die Abzockerei wieder los!! Sie haben auch nach dem Tsunami in 2004 nichts gelernt, bin am 24.12 03 heim geflogen und war dann Ende Januar 04 wieder da, nichts los aber die, die noch/wieder offen hatten, verlangten die gleichen Peak-Preise wie vorher!!
    Die lernen es nicht !!!

  • Michael Krispin
    Comment Link posted by Michael Krispin
    Donnerstag, 21 Januar 2021 11:53

    [ Laut TTAA gaben 2019 11 Millionen thailändische Touristen 430 Milliarden Baht für Auslandsreisen aus. Letztes Jahr sank dieser Wert auf 1 Million, die 50 Milliarden Baht ausgaben. ]

    Ich bin jetzt doch etwas ueberrascht. waren 2019 nicht 40 Millionen Touristen in Thailand?
    Hat man mal die Mehrfacheinreisen auf die Personen eingedampft?
    Ich bin 12x uebers Wochenende monatlich fuer ein paar Tage von Singapur nach Hause gekommen und ich kenne selber einige die es ebenso taten. Ganz abgesehen von anderen Geschaeftsreisen und Heimatfluegen hier lebender Auslaender.

  • Mai Mii
    Comment Link posted by Mai Mii
    Donnerstag, 21 Januar 2021 07:43

    Sehr guter Komentar. kann ich nur bestaetigen/

  • Maddin
    Comment Link posted by Maddin
    Mittwoch, 20 Januar 2021 20:00

    "10000ende Betriebe waren eh schmuddelige, desorganisierte Abzockbetriebe mit schlecht bis kaum gebildetem Personal, welche die Farangs betrogen, übervorteilt und ausgenommen haben. "

    Spinner !

  • Holle
    Comment Link posted by Holle
    Mittwoch, 20 Januar 2021 17:33

    Dem ist nichts hinzuzufügen @ David S.

  • David Shaw
    Comment Link posted by David Shaw
    Mittwoch, 20 Januar 2021 16:50

    10000ende Betriebe waren eh schmuddelige, desorganisierte Abzockbetriebe mit schlecht bis kaum gebildetem Personal, welche die Farangs betrogen, übervorteilt und ausgenommen haben. Das Gros der Schliessungen hat eine reinigende Wirkung - künftig sprudeln die Einnahmen nicht mehr, der Selbstläufer ist Geschichte. Die Thais müssen erneut Qualität liefern, die Finger aus dem A...ziehen fürs Geld. Sonst Ende. Nicht nur die Immigration, die Behörden, auch die gemeine, sehr homogene, thailändische Bevölkerung muss von ihrem xenophoben, oft rassistischen, paranoiden Verhalten gegenüber Farangs wegkommen, sonst sind auch die weg, welche Thailand bis anhin noch die Treue hielten. Viele Westliche haben Thailand lange vor der Covidkrise den Rücken gekehrt. War 10 Jahre da, habe es täglich beobachten können. Tja, eine solche Krise in einem von ausgabefreudigen Ausländern abhängigen Land hat den Schock des Jahrzehnts erlebt. Für alles Schlechte gaben sie dem Farang die Schuld. Wenn wollen sie jetzt für die Missstände verantwortlich machen, wenn die "Sündenböcke" nicht mehr da sind? Ob sie aus dieser Krise lernen, bezweifle ich sehr; haben sich Thais meist sehr lernresistent gezeigt. Wer aus Fehlern nicht lernt muss die Folgen tragen.

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