Doi Inthanon National Park

Doi Inthanon National Park

Doi Inthanon ist ein­er der beliebtesten Nation­al­parks in Thai­land. Es ist berühmt für seine Wasser­fälle, weni­gen Wan­der­wege, abgele­ge­nen Dör­fer, Aus­sicht­spunk­te, Son­nenauf- und –Unter­gangs­beobach­tun­gen sowie Vogel­beobach­tun­gen als auch das ganzjährig kalte Wet­ter in höheren Lagen. 

Der Hauptein­gang des Parks befind­et sich etwa 70 km süd­west­lich vom Stadtzen­trum von Chi­ang Mai. Der Doi Inthanon Nation­al­park, auch bekan­nt als The Roof of Thai­land”, umfasst eine Fläche von 482 km² in der Prov­inz Chi­ang Mai im Nor­den Thailands. 

Der Park ist Teil des Himalaya-Gebirges mit Höhen zwis­chen 800 und 2.565 Metern über dem Meeresspiegel. 

Der höch­ste Gipfel des Parks ist der Doi Inthanon Moun­tain und somit der höch­ste Berg Thailands. 

Der Park hat das ganze Jahr über eine hohe Luft­feuchtigkeit und kaltes Wetter. 

Der Park ist zu Ehren des Königs Inthawichayanon benan­nt, einem der let­zten Könige von Chi­ang Mai, der sich Sor­gen um die Wälder im Nor­den Thai­lands machte und diese erhal­ten wollte. Nach seinem Tod wur­den seine sterblichen Über­reste, wie von ihm befohlen in den Park gelegt und der Wald wurde in Doi Inthanon umbe­nan­nt.

Die Flo­ra beste­ht aus feucht­en, immer­grü­nen Nebel­wäldern, Torf­moor auf Höhen über 1.800 Metern, trock­e­nen immer­grü­nen, Kiefern‑, Laub-Teak- und Dipte­ro­carp-Mis­chwäldern in den unteren Lagen. 

Die Regen­zeit ist von Mai bis Okto­ber mit den meis­ten Nieder­schlä­gen von Juli bis Sep­tem­ber. Der Rest des Jahres ist ziem­lich trock­en mit käl­terem Wet­ter von Novem­ber bis Februar.

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Die ansäs­sige Tierwelt 

Auf­grund der ständi­gen Wildereien und der Verän­derung des Leben­sraums, wur­den die meis­ten größeren Säugetiere wie Ele­fan­ten, Tiger und der Gaur (welch­er ein großer wilder Ochse, der in Indi­en und Malaysia behei­matet ist), vor Jahrzehn­ten aus dem Park ausgerottet. 

Einige Säugetier­arten wie Wild­schweine, Gib­bons, Hirsche und Serow (eine Ziegenan­ti­lope mit kurzen, schar­fen Hörn­ern, langem, grobem Haar und einem Bart, die in bewalde­ten Berghän­gen Südostasiens, Tai­wans und Japans heimisch ist. bewohnen noch immer den Park. 

Derzeit sind im Nation­al­park rund 65 Säugetiere bekan­nt, von denen die Hälfte Fle­d­er­mausarten sind.

Mit viel Glück, kön­nen Besuch­er ent­lang des Kew Mae Pan Nature Trail Serows sehen, aber nur sehr selten. 

Weniger reg­istri­erte Arten von Vögeln gibt es im Park etwa 500 – 510, die höch­ste Anzahl in Thailand. 

Einige dieser Voge­larten des Lan­des, die nur von Doi Inthanon aus aufgeze­ich­net wur­den, sind;

Aschkehl-Laub­sänger, Dunkel­brust-Rosen­finken sowie Kern­beißer mit Kra­gen.

Es gibt noch viele weit­ere Arten, welche auss­chließlich in Doi Inthanon, oder in den umliegen­den Parks zu find­en sind. 

Barkehl-Min­las find­et man oft rund um das Café auf dem Gipfel des Berges.

Der große Vogelzug nach Thai­land begin­nt unge­fähr im März und dauert mit der Brutzeit bis Juni/​Juli, der besten Zeit des Jahres, um den Park zur Vogel­beobach­tung zu besuchen. 

Derzeit sind etwa 50 bekan­nte Rep­tilien­arten aus dem Park bekan­nt, aber die tat­säch­liche Zahl ist viel größer. 

Die Grubenot­ter (Trimeresu­rus popeio­rum), sowie die grüne Grubenot­ter von Guo (Trimeresu­rus guoi) als auch die Himalaya-Bergot­ter (Ovophis mon­ti­co­la), sind drei im Park vork­om­mende Gruben­viper­arten.

Einige andere inter­es­sante Schlangen, die aus dem Park aufgeze­ich­net wur­den, näm­lich die Zweistreifen-Kiel­rück­en (Hebius bitae­nia­tum) sowie Weißband-Wolf­ss­chlangen (Lycodon septentrionalis). 

Der Chiang Mai Zwerggecko (Hemiphyllodactylus chiangmaiensis) ist eine endemische Art, die derzeit nur aus dem Doi Inthanon Nationalpark bekannt ist.

Andere seltene Eidechsen, die aus dem Park aufgezeichnet wurden, sind; Doi Inthanon Spitzfußgeckos (Cyrtodactylus inthanon), Doria-Blattstreuskinks (Scincella doriae), Yunnan-Zwergeckos (Hemiphyllodactylus yunnanensis) sowie einige mehr.

Die Längsten Landschildkröten (Indotestudo elongata), Eindrucksschildkröten (Manouria impressa) sowie Großkopfschildkröten (Platysternon megacephalum), sind die derzeit bekannte Schildkrötenarten vom Doi Inthanon.

Im Doi Inthanon wurden etwa 30 Amphibienarten nachgewiesen, darunter der Chiang Mai Molch (Tylototriton uyenoi).die Inthanon-Kröte (Megophrys angka), der Andersons Duftfrosch (Odorrana andersonii), der Doi Inthanon Wildbachfrosch (Amolops archotaphus), der Schmacker-Geruchfrosch (Odorrana schmackeri), sowie der Weißäugiger Wurffrosch (Leptobrachium huashen tonto). Diese beschriebenen, sind einige seltene Amphibienarten, die entweder im Park oder in den umliegenden Bergen endemisch sind.

Anfahrt zum Park

Die einzige Option, mit welcher man durch den Park fahren kann, sind öffentliche und zwar langsam fahrende Songthaews (Pickups mit meistens zwei Sitzreihen).

Der Weg dorthin kann etwas schwierig sein, da man zwischendrin, die Fahrzeuge wechseln muss.

Wenn Sie Glück haben, dauert die Anfahrt von Chiang Mai mit den Songthaews etwa 2,5-3 Stunden.

Im Park angekommen, sind die Entfernungen zwischen den Attraktionen groß und es ist nicht einfach, zwischen den Attraktionen zu Fuß zu laufen, es sei denn, man ist bereit für sehr lange, anspruchsvolle Spaziergänge, entlang der Hauptstraße.

Der Haupteingangspunkt zum Nationalpark ist über einen Kontrollpunkt bei km 8 der Landstraße 1009 erreichbar von der Autobahn 108 südwestlich von Chiang Mai.

Das Besucherzentrum und die Zentrale liegen weitere 22 km innerhalb des Parks.

Die Fortbewegung im Park, aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Attraktionen, benötigen Besucher ein Auto oder Fahrrad und es wird nicht empfohlen, den bereits genannten Spaziergang zu benutzen.

Der Doi-Inthanon-Nationalpark sollte während längerer Feiertage wie Neujahrsferien, Songkran und anderen kombinierten langen Wochenenden, wenn Zehntausende von Menschen den Park besuchen, vermieden werden, weil es zu einen langen Staus im gesamten Park führt.

Der Park ist im Allgemeinen an den Wochenenden sehr beliebt. Weniger Personen, besuchen den Park unter der Woche.

Touren sowie privater Transport wird angeboten.

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Ein­trittspreise & Öffnungszeiten 

Die Ein­trittspreise sind aus­geschildert und wer­den für Erwach­sene, Kinder, Autos sowie und Fahrräder berechnet.

Der Nation­al­park Doi Inthanon ist täglich von 5.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, mit Aus­nahme der Schließung für Touris­ten vom 1. Mai bis 30. Juli jedes Jahres. Der Hauptp­fad des Parks ‑Kew Mae Pan Trail- ist von Juni bis Okto­ber aus Grün­den der jährlichen Walder­hol­ung für die Besuch­er geschlossen.

Aktiv­itäten

Im Head­quar­ter-Bere­ich befind­et sich ein großzügiger Camp­ing­platz, der so ziem­lich mit­ten im Park liegt. 

Die näch­ste Attrak­tion von dort ist der Sirithan-Wasser­fall, der als einziger Wasser­fall in beque­mer Ent­fer­nung zu Fuß erre­ich­bar ist. 

Der Gipfel des Doi Inthanon ist der beliebteste Ort im Park, vor allem wegen sein­er tollen Aus­sicht, aber auch um den Son­nenaufgänge zu beobachten. 

Zwei Chedis (bud­dhis­tis­chen Tem­pelan­lage), nicht allzu weit südlich vom Gipfel mit Blick nach West­en, sind beliebter für ihre Aus­sicht zu den Sonnenuntergängen. 

Die meis­ten Wasser­fälle haben das ganze Jahr über einen guten Wasser­fluss, allerd­ings ist die beste Jahreszeit für den Wasser­fluss, während der Regen­zeit von Mai bis November. 

Die Wasser­fälle befind­en sich alle in fel­si­gen Gebi­eten und sind nicht ide­al zum Schwimmen. 

Eine der saisonalen Attrak­tio­nen des Parks ist die Blüte der siame­sis­chen Saku­ra-Blu­men, welche die Bäume Ende Jan­u­ar und Anfang Feb­ru­ar in Rosa bedeck­en und nur wenige Wochen anhalten. 

Die Vogel­beobach­tungsmöglichkeit­en sind an vie­len Stellen ent­lang der Haupt­straße bis zum Gipfel sehr gut. 

Die Saku­ra-Blüte find­et jedes Jahr kurz im Feb­ru­ar statt.

Das Dorf Mae Klang Luang, etwa 6 km östlich vom Haupt­sitz ent­fer­nt, hat in der zweit­en Hälfte der Regen­zeit einige sehr malerische Reis­felder. Dieses Dorf hat auch einige Cafés und Restaurants. 

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Unterkun­ft & Essen 

Der Haupt­camp­ing­platz und die Parkun­terkün­fte liegen etwa 500 Meter nördlich des Hauptsitzes. 

Der Camp­ing­platz ist sehr geräu­mig. Campin­gaus­rüs­tung kann am Ein­gang des Camp­ing­platzes gemietet werden. 

Die kleineren Zelte für 3 Per­so­n­en kosten 225 Baht/​Tag, Schlaf­säcke, Mat­ten und Kissen kosten zusät­zlich ins­ge­samt 60 Baht pro Per­son (Preise, Stand: 2018). 

Auf dem Camp­ing­platz gibt es keine Restau­rants, die näch­ste Option ist rund um das Haup­tquarti­er und den Hmong-Markt weit­er westlich. 

Nachts ist es im Park immer kalt. An manchen Win­terta­gen kön­nen die Tem­per­a­turen bis auf den Gefrier­punkt sinken. Campern wird drin­gend emp­fohlen, wärmere Klei­dung mitzunehmen. 

Es gibt eine Rei­he von Unterkün­ften, die über den Camp­ing­platz ver­streut sind. Die Preiss­panne reicht von 1.000 Baht bis 6.500 Baht, bei Buchung von Mo-Do gibt es 20% Rabatt (Stand 2018). 

Es ist möglich, die Unterkün­fte bei der Ankun­ft im Besucherzen­trum zu buchen, sofern ver­füg­bar, oder aber auch im Voraus buchen. 

Essen

Es gibt viele Restau­rants im Park; 

Kew Mae Pan Trail, Two Chedis, Hmong Markt, östlich vom Haupt­sitz, Wachi­rathan Wasser­fall und einige mehr. 

Es gibt auch ein Café auf dem Gipfel und einige weit­ere Cafés an ver­schiede­nen Orten im Park. 

Naturp­fad Ang Ka Luang 

Etwas auf der gegenüber­liegen­den Seite des Weges zum Gipfel, befind­et sich ein kürz­er­er Rundweg, näm­lich der Naturlehrp­fad.

Der Lebensraum rund um die Promenade ist das ganze Jahr über ein magischer, sehr dichter und ein moosiger, üppiger Wald.

Dieser Weg ist sehr zu empfehlen.

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Kew Mae Pan Naturpfad 

Aus­ge­hend von der Haupt­straße, wenige hun­dert Meter nördlich der bei­den Chedis (Tem­pel), sollte dieser 2,5 km lange Rundweg von einem Hmong Tribe Guide begleit­et werden.

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Die Wan­derung ist leicht bis mit­telschw­er, über­sichtlich und gut gepflegt. 

Ein Teil des Weges führt ent­lang eines Bergrück­ens mit ein­er schö­nen Aus­sicht nach Westen. 

Der Kew Mae Pan Naturp­fad ist jedes Jahr von Juni bis Okto­ber geschlossen und wird am 1. Novem­ber wieder geöffnet.

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Sehr bekan­nte Tempel

In thailändisch auch als Phra Mahathat Naphamethanidon und Nophamethanidon bekan­nt, befind­en sich die bei­den Tem­pel an der Haupt­straße 5 km südlich von der Spitze des Haupt­gipfels des Doi Inthanon.

Der erste Tem­pel, Naphame­thinidon, was durch die Kraft von Land und Luft” bedeutet, wurde 1987 zu Ehren des 60. Geburt­stags von König Bhu­mi­bol Adulyadej gebaut. 

Ein weit­er­er Tem­pel, Napha­phone Phu­mi Siri, bedeutet die Stärke der Luft und die Anmut des Lan­des” und wurde 1992 zu Ehren des 60. Geburt­stags von Köni­gin Sirik­it gebaut. 

Auch von dort hat man eine gute Aussicht.

Wasser­fälle

Der Nation­al­park Doi Inthanon hat viele Wasser­fälle, von denen einige von der Haupt­straße durch den Nation­al­park leicht zu erre­ichen sind, nur wenige hun­dert Meter von der Straße entfernt. 

Der Wasser­fluss ist das ganze Jahr über gut, aber am besten, während der Regen­zeit von Mai bis November. 

In der kalten und trock­e­nen Jahreszeit ist das Wass­er klar­er und zum Schwim­men geeigneter, allerd­ings sind die meis­ten Wasser­fälle sehr fel­sig und die Bademöglichkeit­en sehr eingeschränkt. 

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Sirithan-Wasser­fall

Ein weit­er­er sehr beliebter Wasser­fall, liegt bei km 22, der Sirithan Wasser­fall, erre­ich­bar über einen 200 Meter lan­gen Weg vom Park­platz an der Hauptstraße. 

Dieser Wasser­fall ist nur von einem Aus­sicht­spunkt in der Nähe der Fälle zu sehen. Es ist nicht möglich, bis zum Wasser­fall hinunterzusteigen.

Dieser liegt ca. 1,5 km abseits der Straße 1284 nördlich des Haupt­sitzes, erre­ich­bar über einen Pfad auf der West­seite des Dor­fes Ban Khun Klang und des Roy­al Garden. 

In der Gegend um diesen Wasser­fall blüht im Feb­ru­ar die rosa rote Sakura.

Pha Dok Siew Wasserfall 

Ein mehrstu­figer Wasser­fall auf halbem Weg durch einen 2,6 km lan­gen Weg, der von der Haupt­straße etwa einen km östlich vom Haupt­sitz ent­fer­nt begin­nt und in einem nahe gele­ge­nen Dorf Mae Klang Luang endet. 

Das Dorf hat während der Regen­zeit einen malerischen Blick auf die Reis­felder an den Berghängen. 

Der Weg muss von lokalen Führern begleit­et wer­den, die am Aus­gangspunkt der Haupt­straße warten.

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Es gibt noch weit­er Wasser­fälle im Nation­al­park, die dort auch alle aus­geschildert sind. Einige sollte man aber tat­säch­lich nur mit ein­heimis­chen Führern bege­hen, es kann son­st auch schon mal gefährlich wer­den, da man schnell vom Weg abkom­men kann.

Königlich­es Pro­jekt Inthanon 

Das 1979 gegrün­dete Roy­al Project Inthanon ist ein fast 1 km² großer Blumengarten. 

Der Hauptzweck dieses Pro­jek­ts bestand darin, den Opi­u­man­bau durch Aufk­lärung der Ein­heimis­chen zu beseitigen. 

Der Garten befind­et sich im Dorf Khun Klang Hhong 1,5 nördlich des Hauptsitzes. 

Im Garten gibt es mehrere Gewächshäuser für den Anbau von Rhodo­den­dron-Blu­men, Far­nen, Hydrokul­tur-Gemüse und ver­schiede­nen anderen Blumen.

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