Bambuswälder in Thailand - die Nutzung des nachhaltigsten Rohstoffes der Welt

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Er gehört zur nach­haltig­sten Pflanzenart weltweit und ist auch in Gärten eine der beliebtesten Hin­guck­er für Kübel und als Begren­zung. Der Bam­bus ist ein Alleskön­ner. Denn zum Einen ist er ganzjährig grün und zum Anderen wächst er ras­ant. Und unter ras­ant ver­ste­ht man beim Pflanzenwach­s­tum generell ein sicht­bar­er Wach­s­tum über Monate und Jahre. Doch der Bam­bus ist in diesem Punkt der König unter den Grünpflanzen, denn er kann inner­halb eines einzi­gen Tages bis zu 50 Zen­time­ter wach­sen und lässt man ihn natür­lich wach­sen, kann er bis zu 8 Meter hoch in den Him­mel ragen.

Und diesen Vorteil gegenüber allen anderen Nutzpflanzen die uns bekan­nt sind, hat man sich schon vor Jahrtausenden zu Nutze gemacht. In Thai­land gibt es gigan­tis­che Bam­buswälder, die regelmäßig geern­tet und geschnit­ten wer­den. Während die Sprossen beson­ders gern von den Pand­abären als Nahrung gefressen wird, kann der Bam­bus an sich auf der ganzen Welt als Rohstoff für unter­schiedlich­ste Zwecke genutzt werden.

Ein echter Riese mit vie­len Anwendungsmöglichkeiten

Der Riesen­bam­bus kann sog­ar noch weit höher als 8 Meter wer­den und die Bam­buswälder sind immer­grün und welt­bekan­nt. Obwohl der Bam­bus zur Gat­tung der Gräs­er gehört und im eigentliche Sinne kein Baum ist, wächst er den­noch so hoch hin­aus. Durch seine hohle Halm­struk­tur kann er, wenn er als stat­tlich­er Strauch her­an­wächst, extrem stark und den­noch flex­i­bel sein. Denn die Halme wer­den als Rohstoff aus der Natur viel­seit­ig genutzt. Die Bam­buspflanze blüht nur etwa alle 30 Jahre und stirbt dann ab. Die Bam­busarten der Tropen und der Sub­tropen nen­nt man Tribus Bam­buse­ae und Olyreae. Die Wurzel­stöcke, die Rhi­zome des Bam­bus wach­sen als unterirdis­che Knoten.

Jedes neue Rhi­zom entwick­elt sich aus ein­er Knospe eines vorhan­de­nen Rhi­zomes und diese sind unge­mein wider­stands­fähig. Grund­sät­zlich wächst Bam­bus in vie­len Teilen der Welt, doch in Chi­na ist er beson­ders präsent und auch in Thai­land. Denn dort wird er eben­so wie auch in Teilen Chi­nas kul­tiviert und genutzt. Und auch in Thai­land wird Bam­bus schon seit tausenden von Jahren als begehrtes und geschätztes Bau­ma­te­r­i­al für Häuser, Gerüste, Zäune, Brück­en und für den Boots­bau genutzt. In Europa ken­nen wir Bam­bus haupt­säch­lich als Garten­mö­bel ver­ar­beit­et oder auch Bam­bus im Haushalt ist keine Sel­tenheit bei Dekoar­tikel und Schalen fürs Gemüse, oder Besteck­kästen, Körbe und Co.

Schön­er Boden unter den Füßen

Ein schön­er Par­ket­t­bo­den aus Echtholz unter den Füßen ist etwas ganz beson­deres. Doch mit­tler­weile sieht man immer häu­figer auch das Bam­bus-Par­kett als Boden­be­lag in vie­len Haushal­ten. Es ste­ht dem Echtholz­par­kett optisch in nichts nach und weist ähn­lich wie beim Holz einige Vorteile auf. Doch ein ganz großer Vorteil gegenüber dem Echtholz­par­kett ste­ht weit vorne beim Bam­bus: Es ist die Nach­haltigkeit dieses Natur­pro­duk­tes. Denn anhand des so ras­an­ten Wuchsver­hal­tens, kann Bam­bus als Rohstoff und Bau­ma­te­r­i­al mit gutem Gewis­sen genutzt wer­den. Während die Fichte oder die Eiche Jahrzehnte benötigt, um die richtige Höhe und Reife zur Ver­w­er­tung zu erre­ichen, schafft dies der Bam­bus in wenige Tagen und Wochen. Eine Bam­buspflanze kann leicht kul­tiviert wer­den, benötigt kein­er­lei Pflege und bei der Bam­busernte wer­den nur die Bam­busstämme abgeschnit­ten. Aus den Würzel­stöck­en treiben automa­tisch immer wieder neue Bam­bussprossen her­aus, die dann in kürzester Zeit wieder zu Bam­busstäm­men her­anwach­sen und das Spiel begin­nt von vorne.

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