Streaming, Gaming und Co. - Thailands Online-Angebot wächst

Streaming Gaming und Co Thailands Online Angebot wächst

Thai­land ist ein Land, das sich in ver­schiede­nen indus­triellen Bere­ichen ras­ant entwick­elt. Dazu gehört auch die Unter­hal­tungs­branche im Netz, in die mit­tler­weile von Regierungs­seite ordentlich investiert wird. Entwick­lun­gen sieht man zum Beispiel im Bere­ich von Video-On-Demand, da in Thai­land ein eigen­er Ser­vice auf den Markt kom­men soll. Zusät­zlich entste­hen immer mehr Gam­ing Stu­dios, die eigene Spiele aus der thailändis­chen Schmiede her­vor­brin­gen. Poten­tial ist in vie­len ver­schiede­nen Bere­ichen zu sehen, denn die Nach­frage in und um Thai­land ist groß. Aber nicht in allen Sek­toren fährt man den Kurs in die Zukun­ft. Wir haben uns die Online-Land­schaft Thai­lands ein­mal genauer angesehen!

Eigene Stream­ing-Plat­tform für Thais

Der thailändis­che Min­is­ter für dig­i­tale Wirtschaft und Gesellschaft – oft­mals auch als Cyber­min­is­ter abgekürzt – brachte einen neuen Vorschlag her­vor, um die Film- und Serien­welt Thai­lands zu unter­stützen. Statt auf Stream­ing-Dien­ste wie Net­flix zurück­zu­greifen, möchte er einen eige­nen Video-On-Demand-Ser­vice kreieren, der vor allem thailändis­che Pro­duk­tio­nen anbi­eten soll. Kri­tis­che Stim­men wiesen darauf hin, dass auch auf Net­flix und Co. bere­its viele thailändis­che Inhalte ver­füg­bar sind und die Nach­frage wom­öglich klein­er sei als ursprünglich gedacht. Diese Kri­tik weist der Cyber­min­is­ter allerd­ings gekon­nt ab, denn mit dem Stream­ing-Ser­vice sollen nicht nur durch Gebühren hohe Ein­nah­men gener­iert wer­den, son­dern die Ein­führung kön­nte auch die Fil­min­dus­trie des Lan­des stärk­er beleben.

Die entste­hen­den Filme und Serien kön­nten dann auch in andere Län­der exportiert wer­den, darunter z. B. Süd­ko­rea oder Indone­sien. Die Regierung soll das Pro­jekt finanziell unter­stützen und damit bei dem Auf­bau der Plat­tform helfen. Bish­er kon­nte die thailändis­che Film- und Serien­pro­duk­tion noch nicht wahnsin­nig überzeu­gen. Viele Thailän­der und Expats kon­sum­ieren daher amerikanis­che und inter­na­tionale Inhalte mit thailändis­ch­er Syn­chro­ni­sa­tion. Bei eige­nen Pro­duk­tio­nen für einen Stream­ing-Ser­vice müsste man sich inhaltlich also deut­lich stärk­er an das amerikanis­che Vor­bild annäh­ern. Ob die Pläne tat­säch­lich in die Tat umge­set­zt wer­den, ist derzeit noch nicht bekan­nt. Andere Län­der zeigen es jedoch bere­its vor. So gibt es mit­tler­weile z. B. den Stream­ing-Gigan­ten iFlix aus Malaysien, der derzeit in 13 asi­atis­chen Län­dern ange­boten wird. Um Net­flix als Konkur­ren­zun­ternehmen zu entkräften, wird der bekan­nte Stream­ing-Ser­vice in eini­gen dieser Län­der von gewis­sen Inter­ne­tan­bi­etern sog­ar gesperrt.

Thailändis­che Spielein­dus­trie blüht auf

Thai­land ist ein Land voller Gamer. Videospiele sind hier sehr beliebt und laut ein­er Sta­tis­tik wird in dem Land sog­ar am aller­läng­sten pro Tag gespielt. Im Durch­schnitt spie­len thailändis­che Gamer näm­lich rund 103 Minuten auf Spielkon­solen, dicht gefol­gt von den chi­ne­sis­chen Spiel­ern, die etwa 84 Minuten pro Tag mit Videospie­len ver­brin­gen. Die Deutschen liegen mit 42 Minuten deut­lich dahin­ter. Thai­lands Spielin­dus­trie prof­i­tiert davon, denn die Nach­frage nach neuen Games ist groß. Während viele Thais inter­na­tionale Titel spie­len, entste­hen immer mehr Entwick­ler­stu­dios im Land. Das 2006 gegrün­dete Stu­dio 7 Raven Stu­dios brachte zahlre­iche Titel für den Nin­ten­do DS her­vor, darunter Zom­bieZ Seek­er DS und Astro Invaders DS. Eben­falls aus Thai­land stammt die Spiel­rei­he Aeter­no Blade, deren drei Teile für ver­schiedene Kon­solen und den PC erschienen. Her­aus­ge­bracht wur­den die Spiele von Core­cell Tech­nol­o­gy, einem Stu­dio im Herzen von Bangkok.

Im Bere­ich der eSports find­et man eben­falls eine starke Teil­nahme auf inter­na­tionaler Ebene. So find­et z. B. die große ESL One Thai­land im Land statt, wie der Name bere­its ver­rät. Im gigan­tis­chen Wet­tkampf um Dota 2 reisen eSport-Teams aus aller Welt nach Thai­land. 2020 wird das Turnier allerd­ings online abge­hal­ten. Thai­land ist als Nation auch bei den Asian Games mit dabei, wo 2018 zum ersten Mal auch eSports beteiligt war. Das thailändis­che Team trat in den Diszi­plinen Are­na of Val­or, Hearth­stone und Star­craft II an, kon­nte allerd­ings keine der Medaillen mit nach Hause nehmen.

Großes Inter­esse an weit­eren Sektoren

Neben der Film- und Videospiel­branche gibt es noch weit­ere Sek­toren der Dig­i­tal­wirtschaft, die man in Thai­land weit­er aus­bauen kön­nte. Das Land ver­fügt bere­its über eine große 5G-Abdeck­ung, weshalb Mobile Gam­ing eben­falls auf dem Vor­marsch ist. Hier sind jedoch weit­er­hin ein­fache App-Spiele im Trend, thailändis­che AAA-Titel für den mobilen Bere­ich sucht man allerd­ings noch verge­blich. In vie­len Län­dern sieht man außer­dem einen Boom der Online Casi­nos und viele Natio­nen vergeben mit­tler­weile eigene Lizen­zen an die virtuellen Spiel­banken. Auch in Deutsch­land fiebert man bere­its auf jene Änderun­gen hin. Dank dem großen Ange­bot an deutschsprachi­gen Online Casi­nos kön­nen deutsche Spiel­er aber auch jet­zt schon auf die Inhalte zugreifen. Sie besuchen die Online Spiel­banken, um dort Slots und klas­sis­che Tis­chspiele auszupro­bieren. Die kom­plex­en Spiel­er­fahrun­gen erlauben es Usern, ihre eige­nen Strate­gien zu entwick­eln und sich selb­st zu fordern. Selb­st Slots kön­nen auf strate­gis­che Weise gespielt wer­den, da eigene Set­z­muster entwick­elt wer­den kön­nen. Ob sich Thai­land an der großen Nach­frage ein Beispiel nehmen wird, bleibt abzuwarten. Für die Unter­hal­tungs­branche wür­den sich hier auf jeden Fall große Chan­cen auf­tun, beson­ders wenn das Min­is­teri­um für dig­i­tale Wirtschaft und Gesellschaft mehr Ein­nah­men im eige­nen Land behal­ten will. Im Sek­tor eCom­merce gibt es eben­falls noch Poten­tial nach oben. Zwar gibt es einige thailändis­che Online-Shops wie JIB oder Home­Pro, das für seine umwelt­fre­undliche Kam­pagne gelobt wurde. Inter­na­tionale Fir­men wie Ama­zon und Aliba­ba ver­fü­gen jedoch über deut­lich größere Band­bre­it­en an Pro­duk­ten und wer­den daher ver­mehrt genutzt. Einen ver­gle­ich­baren Ser­vice mit ein­er solchen abwech­slungsre­ichen Pro­duk­t­palette gibt es derzeit in Thai­land noch nicht.

Thai­lands Online-Branchen boomen und der Weg soll weit­er­hin steil bergauf gehen. Der Cyber­min­is­ter arbeit­et derzeit an einem Vorschlag, einen Stream­ing-Ser­vice als Konkur­renz zu Net­flix her­auszubrin­gen und damit gle­ichzeit­ig die Film- und Serien­pro­duk­tion im Land anzukurbeln. Während­dessen sieht man ein stetiges Wach­s­tum in der thailändis­chen Spiel­e­branche, in der immer mehr Entwick­ler­stu­dios aus dem Boden sprießen und eSports enorm gefördert wird. Noch ist allerd­ings viel Luft nach oben, denn einige Sek­toren der dig­i­tal­en Wirtschaft wer­den noch nicht genug vor­angetrieben. Wir sind ges­pan­nt, was die Zukun­ft bringt!

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