Thailand: Affe tötet 6-Jährigen

Tödlicher Vorfall in Nakhon Si Thammarat: Ein als Haustier gehaltener Makake griff den sechsjährigen Nathan an, der seinen schweren Verletzungen später im Krankenhaus erlag. Die Polizei untersucht derzeit die Hintergründe des Vorfalls.

Thailand: Affe tötet 6-Jährigen
KhaoSod, ThaiExaminer

Nakhon Si Thammarat, Thailand – Ein sechsjähriger Junge ist am Samstag in Nakhon Si Thammarat bei einem Vorfall mit einem als Haustier gehaltenen Makaken lebensgefährlich verletzt worden. Trotz medizinischer Notfallversorgung im Sichon Hospital verstarb der Junge später an den Folgen seiner Verletzungen. Die Polizei hat den Ort des Geschehens gesichert und ermittelt, während die Gemeinde tief bestürzt ist.

Wie der Angriff nach Angaben der Ermittler ablief

Nach Polizeiangaben näherte sich der Junge offenbar dem an einer Leine befestigten Affen, der neben dem Haus gehalten wurde. Das Tier griff Nathan Ekkarat Srichan unvermittelt an, wobei das Kind schwer verletzt wurde.

Familienmitglieder brachten das schwer verletzte Kind umgehend in das Sichon Hospital, wo Ärzte eine weitere Verletzung am Bein feststellen mussten, bevor der Junge trotz intensivmedizinischer Bemühungen verstarb.

Wer das Opfer war

Das Kind wurde als Nathan Ekkarat Srichan identifiziert; er war sechs Jahre alt und Erstklässler an der Ban Khao Yuan Tao School. Sein Tod traf Mitschüler, Lehrer und Verwandte tief.

Der Angriff ereignete sich im Dorf Khao Yuan Thao, Moo 4 im Unterbezirk Thepharat des Bezirks Sichon in der Provinz Nakhon Si Thammarat. Die Nachricht verbreitete sich schnell im Bezirk.

Der Affe und sein Besitzer

Der Makake gehörte dem Großvater des Jungen, genannt Jaroon, und war laut Angaben seit seiner Säuglingszeit als Haustier aufgezogen worden. Das Tier sei nie für die Kokosnussernte ausgebildet worden, sondern als Begleiter gehalten worden.

Der Affe war an einem langen Seil zwischen zwei Bäumen angebunden und konnte auf einem hölzernen Balken klettern. Nach dem Angriff fand die Polizei das Tier weiterhin an seinem Platz gesichert vor.

Polizei sichert Beweise und befragt Zeugen

Polizeileutnant Montri Lenthat von der Plian Police Station erhielt den Notruf und fuhr mit Rettungskräften zum Tatort, um Beweise zu sichern und Zeugen zu vernehmen. Die Beamten dokumentierten die Positionen der Gebäude, das Seilsystem und die Kletterstruktur des Affen.

Die Ermittler nahmen Aussagen von Verwandten und Anwohnern auf und untersuchen die Haltungsbedingungen des Tieres, um den Ablauf des Angriffs zu rekonstruieren. Einen konkreten Auslöser für die plötzliche Attacke konnten sie bisher nicht nennen.

Reaktionen aus Schule und Gemeinde

Die Ban Khao Yuan Tao School sprach der Familie ihr Beileid aus und bestätigte, dass Nathan die erste Klasse besucht hatte. Lehrer und Mitschüler zeigten sich tief betroffen von dem Verlust.

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Anwohner berichteten von Schock und Bestürzung, und Fotos des Grundstücks dokumentierten das zwischen den Bäumen gespannte Seil sowie den hölzernen Balken, auf dem der Affe klettern konnte. Die Gemeinde verfolgt die Ermittlungen aufmerksam.

Ermittlungsstand und rechtliche Lage

Die Polizei betont, dass die Untersuchungen noch laufen: Beweise wurden gesichert, Zeugenaussagen aufgenommen und die Haltungsumstände des Makaken geprüft. Die Beamten wollen den genauen Ablauf feststellen, bevor weitere Schritte folgen.

Bislang wurden keine Anklagen erhoben; der Affe blieb nach dem Vorfall an der Leine und die Behörden arbeiten an ihrem offiziellen Bericht, während die Familie um den Jungen trauert.

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Quelle: Thai Examiner

Ein Kommentar zu „Thailand: Affe tötet 6-Jährigen

  1. Ein ausgewachsener Schimpanse kann mühelos einen erwachsenen Menschen töten. Wilde Tiere zu halten ist gefährlich. Dr. Grzimek hat schon vor langer Zeit in einem seiner Bücher („Affen im Haus und andere Tierberichte“) über solche Angriffe berichtet die unvermittelt erfolgen können. Lt. Google: „Bernhard Grzimek warnte in seinen Berichten ausdrücklich davor, Affen als Haustiere zu halten. Er selbst trug durch die Attacke eines seiner Affen einen steifen Finger davon und betonte stets, dass selbst kleine Arten unberechenbar und territorial sind.“ Grzimek selbst erlitt durch einen Affenbiss schwere Verletzungen an der Hand. Dies resultierte in einem dauerhaft steifen Finger.

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