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Thailands Stromverbrauch nähert sich erneut der Kapazitätsgrenze
Bangkok - Nach Angaben der Electricity Generating Authority of Thailand näherte sich der Stromverbrauch im Königreich vor einigen Tagen das zweite Mal innerhalb von nur 2 Monaten der magischen Kapazitätsgrenze von 30.000 Megawatt.
Nach Angaben der Behörde stieg der Verbrauch am 28. März gegen Mittag auf bedrohliche 26.423 Megawatt. Zum Entsetzen der Ingenieure wurde dieser bis dato noch nicht erreichte Wert am 16. Mai mit 26.598 Megawatt noch einmal übertroffen.

Was genau passieren würde, falls der Verbrauch die 30.000er Grenze überschreiten sollte, wollte bisher niemand detailliert vor den Medien ausführen. Stattdessen wurde die Electricity Generating Authority of Thailand vom Energieministerium angewiesen, alles nur menschenmögliche zu unternehmen, um die Kapazitätsgrenze umgehend zu erhöhen.
Ein Sprecher der Behörde erklärte daraufhin, dass sich dies nicht so einfach von heute auf morgen umsetzen lasse. In der Zwischenzeit müsse die Regierung die Bevölkerung über die Medien darüber informieren, dass der Stromverbrauch unbedingt reduziert werden müsse.
Eine vernünftige Nutzung der Klimaanlage könne z.B. schon viel zum Stromsparen beitragen, denn die Aircon müsse ja nicht rund um die Uhr auf 20 bis 22 Grad Celsius laufen. Außerdem sei eine regelmäßige Wartung der Geräte sehr hilfreich.
Deutscher Frührentner verliert durch EC-Karten-Betrug 600.000 Baht
Phuket - Anfang Januar verlor der deutsche Auswanderer Dirk S. 600.000 Baht von seinem Konto der Kasikornbank und nach nunmehr vier Monaten wartet er immer noch auf einen Fortschritt in diesem EC-Karten-Betrugsfall.
Von seinem Konto wurden täglich, am 5., 6. und 7. Januar, 200.000 Baht abgehoben. Bankunterlagen zeigen, dass das Geld bei 30 Transaktionen an drei verschiedenen Geldautomaten auf der Insel Koh Samui abgehoben wurde. Während dieser Zeit hielt sich Herr S. in Phuket auf.
Der Frührentner aus Deutschland ist seit langem ein regelmäßiger Besucher von Phuket und hat sich im vergangenen Jahr entschieden, für acht Monate auf der Insel zu verbleiben. Als er am 7. Januar einen Geldautomaten in Patong benutzte, waren auf seinem Konto nur noch 125 Baht! Die Betrüger hatten sein Konto völlig leer geräumt. "Ich war sprachlos und stand kurz vor einem Herzinfarkt", sagte der Deutsche. Erst dachte er, es sei ein Fehler. Herr S. informierte trotzdem die Polizei in Kamala und ließ sich vom Personal der Kasikornbank die Transaktions-Daten der letzten Tage ausdrucken.

Die Polizei war auch sehr hilfreich und hatte das Bildmaterial der Sicherheits-Kameras nahe den Geldautomaten angefordert. Allerdings wurden die falschen Aufnahmen geschickt, so die Polizei.
Herr S. wartet immer noch auf die richtigen Aufnahmen. Ein Polizeisprecher in Kamala erklärte, dass der Fall an die Kollegen auf Koh Samui weitergegeben wurde.
Die Kasikornbank sagte, dass der Deutsche das Geld selbst abgehoben habe, obwohl er ein Dokument der Polizei vorlegen konnte, in dem schriftlich mitgeteilt wird, dass Herr S. an diesen Tagen im Januar nicht auf Koh Samui war.
Am Ende dieses Monats wird Herr S. nach Bangkok fahren und den Hauptsitz der Kasikornbank aufsuchen und fragen, was nun weiter geschehen wird. Er sagte, dass es ihre Schuld sei, wenn sie ihm eine EC-Karte ausstellen, die nicht sicher sei. Im Nachhinein erinnert er sich an einen verdächtigen Vorfall an einem Geldautomaten in Patong, der wohlmöglich mit dem Betrug zusammenhängen könnte.
Am 17. Dezember 2012 benutzte er seine EC-Karte, deren Pin-Code allerdings nicht von der Maschine akzeptiert worden ist. Eine Person bot ihm seine Hilfe an, aber Herr S. sagte, er solle fernbleiben. Beim zweiten Versuch wurde die PIN angenommen und er konnte Geld abheben. Wie die Kasikornbank bei solchen Betrugsfällen handelt, wird auf der Webseite (http://bit.ly/14A7r1P) erklärt: Sobald der Verlust oder Diebstahl der Kreditkarte, die missbräuchliche Verwendung oder eine sonstige nicht autorisierte Nutzung von Kreditkarte und/oder PIN gegenüber der Bank angezeigt wurde, übernimmt die Bank alle danach entstehenden Schäden. Allerdings scheinen die Banken bei Betrug und Entschädigungszahlungen von Fall zu Fall anders zu handeln.
Amnestiegesetz umstritten
Bangkok - Während sich die Rothemden auf eine Großdemonstration in Bangkok vorbereiten, wird weiterhin über das geplante Amnestiegesetz diskutiert, das Vize-Premierminister Chalerm Yubamrung durch das Parlament peitschen will. Es stößt auf immer größere Kritik.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Personen amnestiert werden, denen seit dem Militärputsch 2006 bis zur Niederschlagung der Rothemden-Proteste 2010 Straftaten in politischem Zusammenhang vorgeworfen werden. Wenn dieses Gesetz Gültigkeit erlangen sollte, würden nicht nur Rothemden amnestiert werden, sondern auch die Personen, die auf die Demonstranten schossen (in anderen Worten auch Soldaten). Nicht zuletzt würde es natürlich auch Ex-Premierminister Thaksin helfen, der dann womöglich straffrei ausginge, obwohl er wegen Vorteilsnahme zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde, bevor er sich ins Exil absetzte.
Chalerm will das Gesetz am 23. Mai im Abgeordnetenhaus präsentieren. Kritik an diesem Gesetz gibt es auch aus eigenen Reihen. Ein Abgeordneter der Phuea Thai Party aus Ubon Ratchathani,Somkid Cheukong, meldete Bedenken an.

Vize-Premierminister Chalerm will das umstrittene Amnestiegesetz ins Parlament einbringen
Es dürfte Chalerm schwer fallen, so Somkid, die Rothemden davon zu überzeugen, dass diejenigen straffrei ausgehen sollen, die das Feuer auf die Rothemden-Demonstranten eröffneten. Widerstand wird es auch auf der anderen Seite der politischen Farbskala geben, so Somkid, nämlich bei den „Gelben“. Es bestehe dringender Erklärungsbedarf seitens Chalerm, dass das Gesetz nicht nur dazu diene, Thaksin als freien Mann nach Hause zu holen.
Unter den Rothemden ist eine Diskussion ausgebrochen, ob es eine Versöhnung um jeden Preis geben darf.
Dass die Verbrechen 2010 unaufgeklärt und damit ungesühnt bleiben, ist der Preis dafür, dass Thaksin nach Thailand zurückkehren kann. Es gibt Rothemden, denen diese Gleichung nicht gefällt.
Vize-Wirtschaftsminister und Rothemden-Führer Nattawut Saikuar empfahl Chalerm, sich noch einmal mit den Rothemden zu besprechen, bevor dieser den Gesetzentwurf ins Parlament einbringt.
Der Vater eines der Opfer vom 10. April 2010 erklärte, es sei doch unmöglich zu vergeben, wenn es keine Gerechtigkeit gibt.
100.000 Rothemden wollen demonstrieren
Bangkok - Drei Jahre ist es her, dass die Rothemden-Demonstrationen blutig niedergeschlagen wurden. An den Jahrestag – 19. Mai 2010 – wollen 100.000 Rothemden in Bangkok erinnern.
Demonstriert wird an der Kreuzung Ratchaprasong, der damals letzten Bastion der Rothemden, die von Regierungstruppen „erobert“ wurde.
Vize-Wirtschaftsminister Nattawut Saikuar, einer der Rothemden-Führer, rechnet damit, dass 100.000 Demonstranten erscheinen werden und einer Rede des ehemaligen Premierministers Thaksin zuhören wollen, die gegen 20.30 Uhr via Skype übertragen werden soll.

Die Rothemden sollen aus allen Teilen des Landes kommen, vor allem aber aus Phayao, Uttaradit, Udon Thani, Khorat und Khon Kaen.
Bei den Unruhen im April und Mai 2010 starben 91 Menschen, darunter mehrere Journalisten.
Ein Polizeisprecher erklärte am 18. Mai, er rechne damit, dass die Lage unter Kontrolle sei, während der nationale Polizeichef Polizeikräfte abkommandieren ließ, um die Sicherheit bei der Demonstration zu gewährleisten.
Die Demonstration soll gegen 10 Uhr morgens beginnen und um Mitternacht beendet werden.
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