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Polizei verhaftet Studenten wegen sexueller Belästigung eines 7-Jährigen
Pattaya - Ein 24-jähriger Student soll einen 7 Jahre alten Jungen unter einem Vorwand in einen kleinen Wald nahe der Soi Buakaow gelockt und dort sexuell belästigt haben.
Gegen Mittag wurde die Polizei zu einem Restaurant am Tesco-Lotus Express Shop gerufen, in dem die Mutter des kleinen Jungen arbeitet. Frau Som (Alias) erklärte den Beamten, dass ihre Tochter wie üblich mit ihrem jüngeren Bruder vor dem Gebäude gespielt habe und plötzlich allein ins Restaurant gekommen sei. Nach Angaben des Mädchens sei ein junger Mann vorbeigekommen und habe ihren Bruder sehr freundlich gefragt, ob er ihm bei der Suche eines USB-Sticks behilflich sein könnte, den er im Wald verloren habe. Ihr Bruder sei erfreut gewesen über die Abwechslung und mit dem Mann verschwunden.


Frau Som sagte, sie sei daraufhin sofort hinausgelaufen und Richtung Wald geeilt, während sie immer wieder nach ihrem Jungen gerufen habe. Nach einiger Zeit sei dieser weinend aufgetaucht und habe erzählt, dass der Mann ihm im Wald gesagt habe, er arbeite bei der Polizei und müsse ihn auf Drogen durchsuchen. Dabei habe er ihm die Hosen ausgezogen und ihn an verschiedenen Stellen angefasst, obwohl ihm das nicht gefallen habe.
Mit Hilfe eines Smartphones, das dem 24-Jährigen offensichtlich am Tatort aus der Tasche gerutscht war, gelang es der Polizei den Studenten ausfindig zu machen und zu verhaften.
Beim Verhör auf der Polizeistation behauptete der mutmaßliche Täter, dass die ganze Geschichte frei erfunden sei. Er habe den Jungen nur gebeten ihm bei der Suche eines USB-Sticks behilflich zu sein und mehr sei nicht passiert.
Die Ermittler nahmen den Studenten vorerst in Untersuchungshaft. Eine ärztliche Untersuchung des 7-Jährigen soll nun Beweise für die Anschuldigung wegen sexueller Belästigung liefern.
Erste Sondersitzung zum Thema Hochwasserprävention
Pattaya - Auch wenn die Hochwasserproblematik während der Regenzeit an der Ostküste nicht annähernd vergleichbare Dimensionen wie in Bangkok, Ayutthaya und anderen Provinzen der Zentral-Region und Nord-Region erreicht, so kommt es natürlich vor allem in Ballungsgebieten während der "Sintflut-Phase" der feuchten Jahreszeit ebenfalls zu heftigen Überschwemmungen.
Vor allem Pattaya ist mit seinen viel zu wenigen, viel zu engen und ständig verstopften Abwasserkanälen während der Phase, in der massive Regenfälle bis zu 10 Stunden wüten, absolut aufgeschmissen.

Gegenden wie die Sukhumvit Road, die Soi Buakaow, die Second Road oder die Third Road in Central Pattaya gleichen dann regelmäßig überdimensionalen Freibädern, die langsam mit Wasser gefüllt werden. Schlimmer ist es jedoch noch in einigen Gemeinden in Naklua und Banglamung, wo Jahr für Jahr mehrere Hundert Menschen ohne die Hilfe der Behörden nicht mehr zurecht kommen.
Da sich im letzten Jahr die groß angelegte Reinigung der gesamten Kanäle im Seebad als unzureichende Maßnahme zur Vermeidung von Überschwemmungen erwies, hat Pattayas stellvertretender Bürgermeister Wuttisak Lermkitjakarn nun auf der ersten Sondersitzung eine Expertenkommission ins Leben gerufen, die dem Thema neue Impulse geben soll ... und das so schnell wie möglich.
Vor allem soll geprüft werden, ob es sinnvoll wäre, in den nächsten Monaten mit der extrem kostenaufwendigen Installation gigantischer Hochdruckwasserpumpen in den am meisten gefährdeten Gebieten zu beginnen.
Bankenspekulation treibt Baht in die Höhe
Thailand - Das thailändische Finanzministerium hat die Schuldigen ausgemacht, die den Wechselkurs des Baht in die Höhe treiben: Es soll sich um thailändische Banken handeln, die Offshore-Kredite zu niedrigen Zinsen aufnehmen und in Thailand Geld teuer verleihen.
Somchai Sujjapongse, Chef des Amtes für Finanzpolitik, erklärte detailliert, woher das nach Thailand fließende ausländische Kapital im I. Quartal des Landes stammte. So hätten thailändische Banken 2 Milliarden US-Dollar geliehen, 4,7 Milliarden Dollar wurden in thailändische Staatsanleihen investiert, der Leistungsbilanzüberschuss betrug 1,2 Milliarden Dollar und ausländische Direktinvestitionen hatten ein Volumen von 206 Mio. Dollar.

Die Offshore-Kreditaufnahme thailändischer Banken erreichte fast die Hälfte der Investitionen von Ausländern in thailändische Staatsanleihen. Das sei bislang nicht erwähnt worden, so Somchai, obwohl diese Geschäfte der Banken den Wechselkurs in die Höhe trieben. Um welche thailändischen Banken es sich dabei genau handelt, wollte Somchai nicht verraten.
Er wies darauf hin, dass es keine Rolle spiele, dass die Banken nur 107 Mio. Dollar in Thailand verliehen. Es käme auf die Kreditaufnahme der Banken an, die Summe betrage zwei Milliarden Dollar.
Wie der WOCHENBLITZ berichtete, erreichte der Baht Mitte April ein 16-Jahres-Hoch, für einen Dollar gab es nur noch 28,55 Baht. Danach sank der Wert des Baht allerdings wieder, zurzeit ist der Dollar um die 29,80 Baht wert.
Nach wie vor ist offen, ob und wie die thailändische Zentralbank das Problem des Wechselkurses angehen will. Trotz Druck durch die Regierung, insbesondere Finanzminister Kittiratt Na-Ranong,verbittet sich der Gouverneur der Bank of Thailand (BoT),Prasarn Trairatvorakul, jedwede Einmischung. Am 29. Mai soll auf der monatlichen Sitzung der BoT erörtert werden, ob eine Senkung des Leitzinses sinnvoll ist, der zurzeit bei 2,75% steht. Finanzminister Kittirat hatte zunächst eine Senkung von einem Prozentpunkt und dann von 0,75% gefordert. Er drohte, Gouverneur Prasarn feuern zu wollen.
Rothemden demonstrierten in Bangkok
Bangkok - Zwischen 10.000 (The Nation) und 26.000 (Bangkok Post) Rothemden demonstrierten am 19. Mai in Bangkok und erinnerten an die blutige Niederschlagung der Rothemden-Proteste vor drei Jahren.
Der Wunsch von Rothemden-Führern, dass 100.000 Protestler an der Veranstaltung teilnehmen, blieb genau das: ein Wunsch.

Ex-Premierminister Thaksin meldete sich via Skype. Er forderte die Regierung dazu auf, im Rahmen des geplanten Amnestiegesetzes ihr Augenmerk auf die Amnestie von Rothemden-Demonstranten zu legen und nicht auf Rothemden-Führer oder Thaksin selbst. Es spiele keine Rolle, wenn das Amnestiegesetz nur für „ganz normale“ Demonstranten zur Anwendung komme, nicht aber für Rothemden-Führer oder ihn selbst, erklärte Thaksin in seiner einstündigen Rede, die per Skype übertragen wurde. Wenn das Amnestiegesetz ihm selbst keine Vorteile verschaffe, sei das nicht weiter tragisch.
Wegen der Demonstration wurde das Einkaufszentrum Central World geschlossen, ebenso viele andere Geschäfte in dem Gebietder Kreuzung Ratchaprasong. Während der politischen Unruhen 2010 war das Central World in Flammen aufgegangen. Wer für die Brandstiftung verantwortlich ist, wurde bislang nicht geklärt. Mehrere Verdächtige wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
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