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Deutschland / Ausland:

Bürgerkriegsopfer aufnehmen, Balkanflüchtlinge schnell abschieben

Deutsche bleiben trotz zahlreicher Krisenherde relativ entspannt

Französische Ermittler ordnen Flügelteil formell Flug MH370 zu

Foto von an Strand gespülter Kinderleiche schockiert die Welt

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Bauernprotest in Paris mit vielen PS
04/09/2015
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Paris - Sie protestierten mit tausenden PS und fanden so Gehör: Mit rund 1500 Traktoren sind französische Landwirte am Donnerstag nach Paris gezo [ ... ]


Ungarische Polizei bringt Flüchtlinge aus Zug in Aufnahmelager
04/09/2015
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Budapest - Sie hofften auf eine Weiterreise nach Deutschland, doch plötzlich wurde ihr Zug von ungarischen Polizisten gestoppt: Bis zu 300 Flücht [ ... ]


Französische Ermittler ordnen Flügelteil formell Flug MH370 zu
04/09/2015
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Paris - Die letzten Zweifel sind beseitigt: Das auf der Insel La Réunion gefundene Wrackteil stammt von dem vermissten Malaysia-Airlines-Flug MH37 [ ... ]


Foto von an Strand gespülter Kinderleiche schockiert die Welt
04/09/2015
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Ankara - Das Foto eines vor der türkischen Küste ertrunkenen Kleinkinds aus Syrien hat am Donnerstag weltweit Bestürzung ausgelöst. Das Bild ze [ ... ]


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Weltweit

Behörden in Niederschlesien zweifeln an Fund von Nazi-Zug

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Warschau - Die Behörden in Niederschlesien haben Zweifel daran geäußert, dass in der polnischen Region tatsächlich ein mit Wertsachen beladener "Goldzug" aus der Nazi-Zeit gefunden wurde. Die Glaubwürdigkeit der Angaben zum Fund seien nicht besser als in den vergangenen Jahrzehnten, sagte der Verwaltungschef der Woiwodschaft Niederschlesien, Tomasz Smolarz, am Montag nach einem Dringlichkeitstreffen zu der Angelegenheit. "Wenn man sich auf die beim Bürgermeister von Walbrzych vorgelegten Dokumente bezieht, ist es unmöglich zu behaupten, dass sich so ein Fund tatsächlich am angegebenen Standort befindet."

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Smolarz dementierte die Existenz von Georadarbildern, die angeblich von den anonymen Entdeckern vorgelegt worden seien. Am Freitag hatte der polnische Vizekulturminister Piotr Zuchowski allerdings gesagt, er habe auf Georadarfotos den über hundert Meter langen und unter Erde vergrabenen gepanzerten Zug gesehen. Daher sei er "zu 99 Prozent sicher", dass es sich um den "Goldzug" der Nazis handle, sagte der Vizeminister, der zugleich Polens oberster Denkmalschützer ist. Zugleich sagte er, er könne nichts über die Ladung des Zugs sagen.

In Polen halten sich seit Jahrzehnten hartnäckig Gerüchte um einen verschwundenen Nazi-Zug voller Gold und Schmuck. Vor wenigen Tagen hatten polnische Behörden bestätigt, dass ein Pole und ein Deutscher die Entdeckung eines gepanzerten Nazi-Zugs in der Gegend von Walbrzych (Waldenburg) in Niederschlesien gemeldet hätten.

Ungeachtet ihrer Zweifel kündigten die Behörden von Niederschlesien an, den angeblichen Fundort an der Bahnstrecke Breslau-Walbrzych von der Polizei sichern zu lassen. Derweil sollten jegliche Informationen zu dem angeblichen Fund "vom historischen, geologischen, geografischen und technischen Standpunkt aus analysiert" werden. Die Nachricht über den angeblichen Fund lockte bereits zahlreiche Schatzsucher an. AFP

 

Keine Angst vor Stacheldraht, keine Angst vor der Polizei

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Röszke - Gerade hat sich Nasreen unter den drei Stacheldraht-Rollen an der ungarischen Grenze durchgezwängt. "Wir haben weder Angst vor der ungarischen Polizei noch vor dem Zaun", ruft die 29-jährige Syrerin, nachdem sie den Grenzübertritt von Serbien in die EU geschafft hat. "Das ist nichts im Vergleich zu dem, was wir in Syrien durchgemacht haben." Nach Deutschland will die junge Frau weiterreisen oder nach Schweden, so wie die vielen Tausend, die derzeit täglich über die Grenze kommen. Die von Ungarn hektisch hochgezogenen Stacheldraht-Rollen schrecken niemanden ab.

Völlig unbeeindruckt von dem messerscharfen Stacheldraht zeigt sich auch ein 25-jähriger Computerexperte aus dem Irak. "Zäune oder Polizei sind mir egal. Ich habe Geld, ich finde ein Taxi", sagt der junge Mann in der Nähe des ungarischen Grenzorts Röszke. Er will zu Verwandten nach Belgien.

Stolz hatte die ungarische Regierung am Samstag verkündet, dass der Bau der Stacheldraht-Barriere an der 175 Kilometer langen Grenze zu Serbien vollendet sei. Am selben Tag kamen laut ungarischer Polizei erneut 2700 Flüchtlinge über die Grenze. Der Rekord war am vergangenen Mittwoch mit 3000 Flüchtlingen an einem Tag erreicht worden, darunter 700 Kinder. In den ersten Monaten des Jahres waren es noch 250 bis 500 täglich gewesen. Seit Januar kamen somit bereits 140.000 Flüchtlinge über diese Grenze.

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Um trotz des gefährlichen Stacheldrahts nach Ungarn zu kommen, schlüpfen die Flüchtlinge meist unter der untersten der drei Stacheldraht-Rollen durch - was weit weniger gefährlich ist, als zu versuchen, den Draht zu durchschneiden. Zum Anheben des Stacheldrahts nutzen sie lange Stangen, die ungarische Soldaten dort nach dem Errichten der Grenzbarriere haben liegen lassen - es scheint fast, als ob sie dies absichtlich getan hätten.

Ganz ungefährlich ist der Weg unter dem Stacheldraht-Zaun hindurch dennoch nicht: Plötzlich sind die Schreie eines Kindes zu hören, das sich mit seinen Haaren in den Spiralen verfangen hat. Rasch hilft die Mutter, um ihr Kind zu befreien. Dann, auf der ungarischen Seite, verschwindet die Familie schnell in einem nahegelegenen Waldstück.

Auf serbischer Seite gibt eine junge Polizistin den Flüchtlingen Tipps, wo sie am besten ohne Verletzungen über die Grenze kommen. Kinderwagen, Rucksäcke oder Decken haben Flüchtlinge dort einfach zurückgelassen.

Viele der Flüchtlinge kommen aus Syrien oder aus Afghanistan. Keiner will im EU-Land Ungarn bleiben. "Deutschland! Deutschland!", ruft ein afghanischer Jugendlicher, der einen Maiskolben über offenem Feuer grillt. Der 35-jährige Kasim, Mathematik-Lehrer aus dem Irak, pflichtet ihm bei: "Ich will nach Deutschland gehen. Dort kann man Arbeit finden, und das Gesundheitssystem ist gut."

Kasim ist seit Monaten auf Reise, er war in Ägypten, wo er keinen Job fand, dann in der Türkei, wo ihm seinen Worten zufolge nur Feindseligkeit entgegenschlug. "Also habe ich beschlossen, nach Europa zu gehen."

Auf ungarischer Seite werden die Flüchtlinge von der Polizei an einer Stelle neben den Maisfeldern zusammengeführt. In Bussen werden sie dann zu Registrierungszentren gebracht. Angesichts des Flüchtlingsandrangs drohte die Regierung in Budapest sogar mit bis zu dreijährigen Gefängnisstrafen für illegalen Grenzübertritt. Außerdem soll die Stacheldraht-Barriere zu einem vier Meter hohen, festen Zaun ausgebaut werden.

Dennoch werden die Flüchtlinge vermutlich so oder so einen Weg nach Westeuropa finden. Für die Syrerin Nasreen - die sich trotz der Hitze einen Pullover angezogen hat, um für kalte Nächte in nördlicheren Gefilden gewappnet zu sein - ist all dies längst nicht so schlimm wie der Krieg in ihrer Heimat: "Täglich mussten wir mit den Bomben leben, den Morden, dem Blut und den Toten." AFP

 

Zehntausende Malaysier protestieren gegen Regierungschef Najib

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Kuala Lumpur - In Malaysia haben am Wochenende zehntausende Menschen den Rücktritt von Regierungschef Najib Razak gefordert. Trotz eines Versammlungsverbotes gingen die Anhänger der Opposition am Samstag den zweiten Tag infolge in der Hauptstadt Kuala Lumpur auf die Straße. Bei Protesten in Malacca wurden zwölf Menschen vorübergehend festgenommen. Die Regierung drohte den Organisatoren der Proteste mit rechtlichen Schritten.

Viele der Demonstranten trugen gelbe T-Shirts - das eigentlich verbotene Erkennungszeichen der Demokratiebewegung Bersih, die zu dem zweitägigen Massenprotest aufgerufen hatte. Bereits am Samstag hatten sich zehntausende Menschen an den Protesten gegen Najib beteiligt. Es war die größte Protestkundgebung in Malaysia seit Jahren. Die Polizei sprach von 29.000 Teilnehmern, die Veranstalter von 200.000. Obwohl die Polizei die Demonstration verboten hatte und mit einem Großaufgebot aufmarschiert war, verliefen die Proteste weitgehend friedlich.

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An dem Protest am Sonntag beteiligten sich in etwa so viele Demonstranten wie am Vortag. Mehrere tausend Regierungsgegner hatten die Nacht auf den Straßen rund um den Unabhängigkeitsplatz im Stadtzentrum verbracht, wo sie die Kundgebung am Sonntagmorgen mit gemeinsamen Sportübungen, Reden, Liedern und Gebeten fortsetzten. "Ich bin hier, um Transparenz zu fordern. Ich möchte die Rechte meiner Kinder schützen", sagte der Geschäftsmann Mustapha Abdul Jalil. "Dieses Land steuert auf den Bankrott zu, wir müssen Najib stoppen und sein korruptes Regime stürzen."

Der Regierungschef steht seit Wochen wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck. Im Juli hatte das "Wall Street Journal" enthüllt, dass seit 2013 umgerechnet mehr als 600 Millionen Euro auf Najibs Privatkonten eingezahlt worden waren. Nach Angaben von Regierungsmitgliedern handelte es sich um "politische Spenden" von ungenannten Geldgebern aus dem Nahen Osten. Najib selbst bezeichnete die Korruptionsvorwürfe als "Verschwörung". Er warf den Demonstranten vor, dem Ansehen Malaysias im Ausland schaden zu wollen.

In Kuala Lumpur unterstützte aber auch der ehemalige Regierungschef Mahatir Mohama die Proteste. Der 90-Jährige, der in der Regierungspartei nach wie vor hohes Ansehen genießt, beschuldigt Najib der Korruption und fordert seinen Rücktritt. Kleinere Protestaktionen fanden auch in anderen Städten Malaysias statt. 

In Malacca wurden am Sonntag zwölf Demonstranten festgenommen, weil sie gelbe Bersih-T-Shirts trugen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Bernama berichtete. Die Gruppe sei später wieder freigelassen worden. Najibs Stellvertreter, Innenminister Zahid Hamidi, drohte den Organisatoren der Proteste am Sonntag mit rechtlichen Schritten wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht und Aufruhr.

Beobachter rechnen trotz der großen Teilnehmerzahlen nicht damit, dass die Proteste Najib in Bedrängnis bringen können. Denn die malaysische Opposition ist gespalten, der Protestbewegung fehlt ein charismatischer Anführer und in den ländlichen Gebieten genießt die Regierung großen Rückhalt. Zudem kontrolliert Najib weiterhin das Parlament, die Polizei und die Justiz. Im Juli entließ er Regierungsmitglieder, die ihn kritisierten sowie Beamte, die an den Ermittlungen gegen ihn beteiligt waren. AFP

   

Aktivisten: IS richtet in Syrien 91 Menschen binnen eines Monats hin

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Beirut - Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat Aktivisten zufolge innerhalb eines Monats 91 Menschen in Syrien hingerichtet. Unter den Opfern seien 32 Zivilisten, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit.

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Die Extremisten töteten demnach zwischen dem 29. Juli und dem 29. August auch IS-Mitglieder, verfeindete Rebellen und regierungstreue Kämpfer, denen sie angebliche Verbrechen in den von ihnen kontrollierten Gebieten vorwarfen. Die Angaben der Beobachtungsstelle sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen, sie bezieht ihre Informationen von Aktivisten und Ärzten in Syrien.

Der IS hatte im vergangenen Sommer große Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak erobert und ein "Kalifat" ausgerufen. Seitdem setzen die Dschihadisten dort gewaltsam eine strenge islamische Rechtsauffassung durch und ahnden angebliche Gesetzesverstöße rigoros. Unter anderem wird für Homosexualität, Hexerei und Zusammenarbeit mit der US-geführten Koalition die Todesstrafe verhängt. Nach Angaben der Beobachtungsstelle exekutierte die IS-Miliz in Syrien bereits 3156 Menschen, unter ihnen 1841 Zivilisten. AFP

 

62-Jährige nach neun Tagen in der Sierra Nevada gerettet

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San Francisco - Nach neun Tagen ist eine in der kalifornischen Sierra Nevada verschollene Wanderin gerettet worden. Wie die Behörden des westlichen US-Bundesstaates am Sonntag mitteilten, wurde die 62-Jährige am Vortag in einer sehr abgelegenen Region des Gebirges verletzt an einem Bach entdeckt. Sie war am 20. August vermisst gemeldet worden - und überlebte dank eines Wasserfilters, mit dem sie das Wasser aus dem Bach reinigte.

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Tagelang hatten die Einsatzkräfte nach der Frau gesucht, wie Sheriff Margaret Mims berichtete. Der Rauch von Buschbränden behinderte die Sucharbeiten erheblich. Als sie die Vermisste schließlich im Bezirk Fresno aufspürten, stellten sie bei ihr mehrere Knochenbrüche fest. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht; ihre Genesungschancen galten als gut.

Rusty Hotchkiss von der Highway-Polizei sagte dem Sender CNN, aufgrund ihrer Verletzungen habe die Wanderin zwei Tage gebraucht, um den Bach zu erreichen. Eigentlich habe sie nur einen Tag wandern wollen und deshalb kein Proviant dabei gehabt. "Am Bach konnte sie dann mit Hilfe des Wasserfilters trinken und auf diese Weise überleben." AFP

   

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