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Hoffnungen auf Waffenruhe im Gaza-Konflikt getrübt

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Hoffnungen auf Waffenruhe im Gaza-Konflikt getrübt
30/07/2014

GAZA - Im Gaza-Konflikt hat es am Dienstag Hoffnungen auf ein Ende der Kämpfe, aber viele Tote gegeben: Die Palästinensischen Befreiungsorganisat [ ... ]


Islamisten in Libyen erobern wichtigen Armeestützpunkt
30/07/2014

BENGASI - Islamistische Kampfeinheiten haben am Dienstag einen wichtigen Armeestützpunkt in Bengasi im Osten des Landes erobert. Von Seiten des Mi [ ... ]


Mindestens 15 Tote bei Angriff auf UN-Schule in Dschabalija
30/07/2014

GAZA - Bei einem Angriff auf eine Schule des UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) im Gazastreifen sind am Mittwochmorgen mindes [ ... ]


Zahlen des Grauens
30/07/2014

PARIS - Millionen Tote, noch mehr Verwundete oder Vertriebene - die Zahlen zum Ersten Weltkrieg vor hundert Jahren machen das Ausmaß des Grauens d [ ... ]


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Weltweit

Zwei ukrainische Kampfflugzeuge im Osten des Landes abgeschossen

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Charkiw - Weniger als eine Woche nach dem Absturz des malaysischen Passagierflugzeugs im Osten der Ukraine sind nach Armeeangaben am Mittwoch in der Region zwei Kampfflugzeuge abgeschossen worden. Über die genaue Abschussstelle und das Schicksal der Piloten herrschte zunächst Unklarheit. Die Niederlande flogen nach dem Absturz von Flug MH17 in der vergangenen Woche die ersten Leichen nach Eindhoven.

Nach Angaben eines Sprechers des ukrainischen Militärs wurden die beiden Suchoi-Maschinen nahe der Stadt Snischne östlich der Rebellenhochburg Donezk getroffen. Der Abschuss der Maschinen sei in etwa 25 Kilometern Entfernung von dem Gebiet erfolgt, in dem die malaysische Maschine niedergegangen war. Das Schicksal der Piloten sei unklar. Ein anderer Armeesprecher sagte jedoch, die Piloten hätten sich per Fallschirm retten können. Er verortete die Absturzstelle im Süden der Region Lugansk.

Die ukrainischen Streitkräfte liefern sich im Osten des Landes seit Monaten Kämpfe mit prorussischen Separatisten. Am Donnerstag vergangener Woche stürzte in der Region ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit 298 Menschen an Bord ab, das vermutlich abgeschossen wurde. Die meisten Insassen waren Niederländer. Kiew und die Aufständischen machen einander gegenseitig dafür verantwortlich. Die Separatisten behinderten nach dem Absturz die Bergungsarbeiten.

Am Dienstag trafen etwa 200 Leichen per Zug in der ostukrainischen Stadt Charkiw ein. Die internationalen Ermittler vor Ort waren jedoch eigentlich davon ausgegangen, dass sich in dem Zug rund 280 Leichname befanden. Am Mittwoch startete dann aus Charkiw ein erstes Flugzeug der niederländischen Armee mit Leichnamen in Richtung Eindhoven. Vor dem Start gab es in Charkiw eine Trauerzeremonie. In den Niederlanden war der Mittwoch ein landesweiter Trauertag.

Der Flugschreiber der Boeing 777 wurde derweil an britische Experten zur Analyse übergeben. Auf Bitten der niederländischen Regierung sollen die Spezialisten die Daten des Geräts auswerten. Die sogenannte Blackbox, die den Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder enthält, war von den Aufständischen zunächst an malaysische Experten übergeben worden, die das Gerät am Dienstag an ihre niederländischen Kollegen weiterreichten. Die Auswertung soll Hinweise auf die Absturzursache liefern.

Ein ranghoher US-Geheimdienstbeamter äußerte am Dienstag die Einschätzung, dass das Flugzeug vermutlich aus Versehen von den Separatisten abgeschossen worden sei. Wahrscheinlich habe eine "schlecht ausgebildete Besatzung" das eingesetzte Raketensystem nicht richtig beherrscht. Die bisher gesammelten Informationen deuteten darauf hin, dass die Separatisten für den Abschuss verantwortlich seien, doch bleibe offen, wer "den Abzug betätigte", sagte der Geheimdienstvertreter.

Aus Großbritannien wurde indes bekannt, dass Firmen des Landes weiterhin Waffen und militärische Ausrüstung an Russland liefern dürfen. Insgesamt 251 Exportgenehmigungen sind weiter in Kraft, wie aus einem Bericht für das Parlament hervorgeht. London hatte im März angekündigt, sämtliche Waffenexporte nach Russland zu stoppen. Erst am Dienstag kritisierte Premierminister David Cameron Frankreich für dessen geplante Lieferung eines Kriegsschiffs an Moskau und forderte schärfere EU-Sanktionen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warf Russland mangelndes Interesse an der Aufklärung des Absturzes vor. "Auch die letzten Äußerungen, die wir aus Moskau hören, lassen nicht auf ein Interesse des Kremls an einer umfassenden Aufklärung schließen", sagte Vizeregierungssprecher Georg Streiter in Berlin. Es sei auch keine Bereitschaft zu erkennen, im erforderlichen Maß auf die Separatisten einzuwirken.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lehnte einen inzwischen verschiedentlich geforderten Einsatz von UN-Blauhelmsoldaten in der Ostukraine zum aktuellen Zeitpunkt ab. Zunächst stünden "andere Schritte im Vordergrund", sagte sie laut einem Audiomitschnitt im afghanischen Masar-i-Scharif. Vor allem müsse "vor Ort zunächst eine gemeinsame Lösung ausgearbeitet" werden. AFP

 

Christliches Gotteshaus in Gaza öffnet weit die Tore für Flüchtlinge

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Gaza - Erstmals seit sehr langer Zeit ist die Sankt Porphyrius-Kirche in Gaza-Stadt voller Menschen. Hunderte Palästinenser sind in den vergangenen Tagen vor den israelischen Bombardements in das griechisch-orthodoxe Gotteshaus geflohen. Auf dem Kirchengelände in der Altstadt von Gaza und in einer angrenzenden Moschee haben inzwischen 600 Vertriebene, meist Frauen und Kinder, Schutz vor dem Inferno gefunden, das nur wenige Kilometer entfernt weiter tobt. Ohne Ansehen der Religionszugehörigkeit finden sie dort Unterkunft und Nahrung.

"Es sind vor allem Frauen und Kinder, auch Säuglinge, die kein Zuhause mehr haben", berichtet Erzbischof Alexios. "Die Wohnungen von vielen wurden zerstört, manche haben Angehörige verloren. Also versuchen wir zu helfen", sagt der griechische Geistliche, der seit mehr als zehn Jahren in Gaza lebt.

Sabach al-Mbijat kommt aus dem östlichen Vorort Schedschaija, wo am Sonntag beim bislang schwersten Bombardement der seit zwei Wochen anhaltenden Militäroffensive 70 Einwohner starben. Die Kirche ist schon ihre vierte Fluchtstation. Erst war sie bei Verwandten, dann bei Nachbarn und schließlich in einer Schule des Hilfswerks der UNO für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA). Die Organisation beherbergt in 69 Schulgebäuden inzwischen mehr als 100.000 Binnenflüchtlinge im Gazastreifen.

"In der UN-Schule waren zu viele Leute, wie gestapelt", sagt Mbijat. Dann habe sie gehört, die christliche Kirche nehme auch Muslime auf. "Hier waren wir willkommen, und wir fühlen uns etwas sicherer", sagt sie.

Die verschwindend wenigen Christen unter den 1,7 Millionen sunnitischen Muslimen im Gazastreifen haben einen schweren Stand. Ihre Gemeinden zählen nur noch 1500 Gläubige, die meisten griechisch-orthodoxer Konfession wie auch andernorts in Nahost. In der antiken Hafenstadt Gaza am Mittelmeer gab es bis in die britische Mandatszeit ein blühendes christliches Leben.

Auch Anwaar Dschamal ist aus Schedschaija nach Sankt Porphyrius geflohen; in panischer Angst lief sie hinter einem Krankenwagen her. "Über uns waren Kampfflugzeuge, überall brannte es", berichtet sie. Doch auch die Kirche bietet keinen vollständigen Schutz vor den Bomben, die seit dem 8. Juli schon etwa 650 Palästinenser töteten, darunter viele Zivilisten, obwohl sie eigentlich die Angriffsstellungen und Raketenwerfer der Hamas treffen sollen.

Am Montagabend trafen fünf oder sechs Artilleriegranaten das Gelände von Kirche und Moschee, als die Menschen gerade das Iftarmahl vorbereiteten, mit dem im Ramadan abendlich das Fasten gebrochen wird. "Das war schlimm, alle schrien und weinten, die Frauen, die Kinder", erzählt Erzbischof Alexios. Ein Kindergarten der Moschee und der christliche Friedhof wurden beschädigt.

Viele der Flüchtlinge leiden an Krankheiten, zumal die hygienischen Zustände in Gaza wegen der Gefechte immer schlechter werden. Der Arzt Hassan Essedin leitet in einem Kirchenraum freiwillige Hilfsdienste. Er untersucht die Beschwerden und verteilt Arzneimittel. "Vor allem Kinder erkranken, meistens geht es um Durchfall oder Atemprobleme, einige stehen unter Schock und sind ganz apathisch", berichtet er.

Obwohl es dann auch in der Kirche enger wird, will der Priester sie weiter für alle offen halten. "Christen und Muslime sind eine Familie, die palästinensische Nation", sagt der Erzbischof. "Wir versuchen, soviel Liebe zu geben, wie wir eben können. Das ist für diese Hilfsbedürftigen das Wichtigste." AFP

 

Mehr als 40 Tote bei Bombenanschlägen im Norden Nigerias

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Kano - Bei zwei Bombenanschlägen im Norden Nigerias sind am Mittwoch mehr als 40 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter verübte nach Polizeiangaben in Kaduna einen Anschlag auf den Konvoi eines muslimischen Geistlichen, der als Kritiker der Islamistengruppe Boko Haram bekannt ist. Scheich Dahiru Bauchi überlebte das Attentat unverletzt, mindestens 25 andere Menschen wurden getötet. Bei einem weiteren Anschlag starben mindestens 17 Menschen.

Das zweite Attentat wurde wenig später ebenfalls in der Stadt Kaduna verübt. Eine Bombe explodierte nach Polizeiangaben auf einem belebten Markt, nur wenige Kilometer vom ersten Anschlagsort entfernt.

Im Bundesstaat Kaduna, wo viele Christen leben, hatte es in der Vergangenheit mehrere Anschläge gegeben, die der Islamistengruppe Boko Haram zugeschrieben wurden. 2012 bekannten sich die Islamisten zu drei Selbstmordanschlägen gegen Kirchen in dem Bundesstaat, die zu Ausschreitungen mit hunderten Toten führten. AFP

   

Mindestens fünf Ausländer bei Selbstmordanschlag in Kabul getötet

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Kabul - Bei einem Selbstmordattentat in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Dienstag nach jüngsten Angaben mindestens fünf ausländische Wachleute getötet worden. Der Anschlag ereignete sich nach Polizeiangaben innerhalb einer von Ausländern bewohnten Anlage, in der die Opfer gerade bei einem Training waren. Die Nationalitäten der Opfer waren unklar, Deutsche waren aber nicht darunter.

Der Täter war laut Polizei ein Motorradfahrer aus den Reihen der radikalislamischen Taliban. Die Taliban nannten auf einem ihnen zugeordneten Profil im Kurzbotschaftendienst Twitter die Zahl von 15 getöteten "Agenten". Allerdings sind sie dafür bekannt, das Ausmaß ihrer Angriffe stark zu übertreiben. Laut Polizei wurden mindestens sechs weitere Menschen verletzt.

Nach Angaben aus Regierungskreisen in Berlin waren keine Deutschen unter den Opfern. Das Gelände wird afghanischen Behördenvertretern zufolge auch von der Drogenbekämpfungsabteilung des Innenministeriums genutzt. Bei den Opfern soll es sich um Angestellte einer Privatfirma handeln. Die Polizei ermittelte, wie der Motorradfahrer auf das Gelände gelangen konnte.

Die US-Botschaft in Kabul verurteilte den Anschlag. "Wir fühlen mit den Familien der Opfer und wünschen den bei dem Angriff verletzten Afghanen und Ausländern eine rasche Genesung", erklärte die diplomatische Vertretung.

Vor dem Abzug der internationalen Kampftruppen Ende des Jahres stieg die Zahl der getöteten Zivilisten in Afghanistan in jüngster Zeit deutlich an. Allein von Januar bis Juni zählten die Vereinten Nationen mehr als 4800 zivile Todesopfer.

Zusätzlich zu den Anschlägen der Taliban kämpft Afghanistan derzeit mit einer tiefen politischen Krise. So steht das Ergebnis der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl von Mitte Juni weiter nicht fest. Der Kandidat Abdullah Abdullah wirft seinem Rivalen Aschraf Ghani Wahlbetrug vor. AFP

 

Tiefes Zerwürfnis zwischen Erdogan und Obama

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Istanbul - Zwischen US-Präsident Barack Obama und dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan gibt es ein tiefes politisches Zerwürfnis. Seit einem Telefonat im Februar telefoniere er nicht mehr mit Obama, sagte Erdogan am späten Montagabend dem Fernsehsender ATV. Die Meinungsverschiedenheiten drehen sich unter anderem um den Bürgerkrieg in Syrien und Israels Militäroffensive im Gazastreifen. Früher habe er Obama häufiger direkt angerufen, sagte Erdogan. Da dies im Umgang mit der Syrien-Krise nicht die "gewünschten Ergebnisse" gebracht habe, sprächen nun "unsere Außenminister" miteinander.

Erdogan ist enttäuscht darüber, dass die USA die Unterstützung der syrischen Regierungsgegner gedrosselt haben, seit diese sich radikalisiert haben. In seinem Fernseh-Interview vom Montag beklagte Erdogan einen Mangel an "Gerechtigkeit" seitens der USA. Nach dem Telefonat vom 20. Februar hatte das Weiße Haus in Washington erklärt, Erdogan habe den Inhalt falsch widergegeben.

Im Nahost-Konflikt präsentiert Erdogan sich als leidenschaftlicher Verfechter der Rechte der Palästinenser. Angesichts der israelischen Offensive im Gazastreifen sagte Erdogan in der vergangenen Woche, die Angriffe seien der "Versuch eines systematischen Genozids" an den Palästinensern. Der türkische Ministerpräsident warf Israel "Staatsterrorismus" vor.

Das US-Außenministerium nannte Erdogans Äußerungen "verletzend und falsch", Erdogan antwortete, der US-Regierung fehle es an "Selbstkritik". Am 10. August werden in der Türkei Präsidentschaftswahlen abgehalten, bei denen Erdogan vom Amt des Regierungschefs in das Amt des Staatschefs wechseln will. Laut Meinungsumfragen stehen seine Chancen auf einen Wahlsieg gut. AFP

   

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