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US-Geheimdienste gaben 2014 fast 68 Milliarden Dollar aus

Russland und Ukraine legen monatelangen Gasstreit bei

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Weltweit

US-Inspekteur: 2013 neues Rekordjahr für Mohnanbau in Afghanistan

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Washington - Der Mohnanbau hat in Afghanistan im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch erreicht. Mit 209.000 Hektar Anbaufläche habe die Mohnproduktion in 2013 den Rekordwert von 193.000 Hektar aus dem Jahr 2007 übertroffen, hieß es in einem Bericht des US-Generalinspekteurs für den Wiederaufbau Afghanistans, John Sopko, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Rund 80 Prozent der weltweiten Opiumproduktion gehen auf Afghanistan zurück. Nach Einschätzung Sopkos ist ein weiterer Anstieg des Drogenanbaus im laufenden Jahr "wahrscheinlich".

Dem Bericht zufolge konnten auch 7,6 Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro), die Washington zur Zerstörung der afghanischen Mohnanbauflächen ausgab, den Trend nicht stoppen. Durch den Zugang zu erschwinglicher Brunnenbohrtechnologie seien in den vergangenen zehn Jahren 200.000 Hektar Wüste im Südwesten Afghanistans fruchtbar gemacht worden. Davon habe auch der Mohnanbau profitiert. Sopko warnte, die Drogenwirtschaft untergrabe durch Korruption die Legitimität des Staats.

Die US-Regierung geht in Afghanistan seit Jahren mit begrenztem Erfolg gegen den Mohnanbau und die Opiumproduktion vor. Zuletzt ließen die hohen Weltmarktpreisen für Opium und die anhaltende Armut in Afghanistan den Anbau wieder steigen. Der Anbau von Mohn ist für die Bauern relativ einfach und wirft deutlich größere Gewinne als herkömmliche Feldfrüchte ab. Oft werden die Bauern aber auch von örtlichen Drogenbaronen gezwungen, für sie Mohn anzubauen. AFP

 

Ukraine bittet EU-Kommission um weitere zwei Milliarden Euro

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Brüssel - Die von der Pleite bedrohte Ukraine hat die EU-Kommission um weitere Finanzhilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro gebeten. Das bestätigte ein EU-Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel, während der ukrainische Energieminister Juri Prodan mit seinem russischen Gegenpart Alexander Nowak und EU-Energiekommissar Günther Oettinger über eine Beilegung des Gasstreits beriet. Die Ukraine braucht Geld, um Russland offene Gasrechnungen zu bezahlen.

"Die EU-Kommission hat eine Anfrage der ukrainischen Regierung für einen zusätzlichen Kredit über zwei Milliarden Euro erhalten", teilte der Sprecher von EU-Wirtschaftskommissar Jyrki Katainen mit. "Das wird nun bewertet in Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der ukrainischen Regierung." Die EU-Kommission wolle die Ukraine weiter unterstützen. Ein bereits beschlossenes EU-Hilfspaket umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die sich auf etwa elf Milliarden Euro summieren.

Der Kommissionssprecher betonte, dass es sich bei der neuen Anfrage der Ukraine um eine generelle Finanzhilfe für die Regierung in Kiew handele. "Wir legen nicht genau fest, welcher Finanzbedarf damit genau abgedeckt werden sollte." Auf Twitter schob der Sprecher Katainens zwar später nach, die Anfrage der Ukraine stehe nicht im Zusammenhang mit den laufenden Gasverhandlungen. Bei den Verhandlungen ging es trotz des politischen Konflikts der beiden Staaten um die Ostukraine jedoch in erster Linie um Geld - das die Ukraine nicht hat.

Bei dem sich bis in den Abend hinziehenden Treffen der beiden Energieminister sollte versucht werden, den Streit um russische Gaslieferungen und von der Ukraine unbezahlte Rechnungen zu lösen. Thema war auch der Preis für künftige Lieferungen. Zuletzt hatte es offenbar eine Annäherung zwischen Moskau und Kiew gegeben. Geklärt werden musste aber etwa noch, wie die von der Pleite bedrohte Ukraine die Gaslieferungen bezahlt. Russland hatte die EU im Vorfeld aufgefordert, Kiew zu unterstützen.

Bei einem Treffen Ende September in Berlin hatte Oettinger ein "Winterpaket" vorgeschlagen, auf das sich beide Seiten bis zu dem erneuten Treffen am Dienstag nicht abschließend einigen konnten. Die Eckpunkte sahen vor, dass die Ukraine bis Jahresende 3,1 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) an Russland zahlt, davon zwei Milliarden bis Ende Oktober. Im Gegenzug sollte sich Russland verpflichten, nach Eingang der ersten zwei Milliarden Dollar und gegen Vorkasse in den kommenden Monaten zu einem festgelegten Preis mindestens fünf Milliarden Kubikmeter Gas an die Ukraine zu liefern.

Fällt ein im kommenden Jahr in dem Gasstreit erwartetes Urteil vor einem internationalen Schiedsgericht zugunsten der Ukraine aus, wären durch die Zahlung der 3,1 Milliarden Dollar alle offenen Rechnungen bereits beglichen. Urteilt das Gericht im Sinne Moskaus, müsste Kiew nachzahlen. Russland fordert von der Ukraine, offene Rechnungen in Höhe von 5,3 Milliarden Dollar zu begleichen. Durch eine Einigung der beiden Konfliktparteien würde sich auch für die EU das Risiko ausbleibender Gaslieferungen aus Russland in den Wintermonaten verringern, da ein beträchtlicher Teil davon über die Ukraine nach Westeuropa geleitet wird. AFP

 

EU sieht "wichtige Fortschritte" im Gasstreit Russland-Ukraine

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Brüssel - Die Verhandlungen im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine haben laut der EU "wichtige Fortschritte" gebracht, die nächste Woche zu einer Einigung führen könnten. "Bei etwas anhaltendem guten Willen aller Beteiligten" sei eine Vereinbarung möglich, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Dienstagabend nach stundenlangen Gesprächen mit beiden Seiten in Brüssel. Das nächste Treffen findet demnach am Mittwoch kommender Woche statt.

Der russische Gazprom-Konzern hatte der Ukraine im Juni den Gashahn zugedreht. Der Grund war, dass Kiew eine von Moskau nach dem Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch verordnete Preiserhöhung nicht akzeptierte und die Rechnungen nicht mehr beglich. Durch eine Einigung der beiden Seiten würde sich auch für die EU das Risiko ausbleibender Gaslieferungen aus Russland in den Wintermonaten verringern, da ein beträchtlicher Teil davon über die Ukraine nach Westeuropa geleitet wird.

An der Gesprächsrunde in Brüssel hatten seit dem Vormittag der ukrainische Energieminister Juri Prodan und sein russischer Kollege Alexander Nowak teilgenommen. Das Ergebnis der Beratungen müsse nun von allen Seiten beraten werden, damit ein Abkommen kommende Woche in Brüssel unterschrieben werden könne, sagte Oettinger. Es gebe damit eine "gewisse Perspektive für Versorgungssicherheit im Winter für alle europäischen Bürger".

Nach Angaben aller Beteiligten wurde über die Winterphase bis März ein Gaspreis von 385 Dollar (301 Euro) pro 1000 Kubikmeter vereinbart. Die Ukraine sagte darüber hinaus zu, für jede Gaslieferung im Voraus zu bezahlen. Der ukrainische Gasversorger Naftogaz verpflichtet sich zudem, bis Jahresende insgesamt 3,1 Milliarden Dollar an den russischen Gazprom-Konzern zu bezahlen, davon 1,45 Milliarden Dollar bis Ende Oktober.

Die von der Pleite bedrohte Ukraine braucht für diese Zahlungen internationale Unterstützung. Schon im Laufe des Tages hatte die Kommission mitgeteilt, dass Kiew um weitere Finanzhilfen von zwei Milliarden Euro gebeten habe - auch wenn Brüssel betonte, dass es keinen direkten Zusammenhang mit den Gasgesprächen gebe. "Wir arbeiten mit der Kommission zusammen an einem Mechanismus, wie offene Rechnungen zu begleichen sind", sagte der ukrainische Energieminister Prodan am Abend. 

Russlands Energieminister Nowak betonte, die Lieferbedingungen hingen vor den geleisteten Zahlungen ab. "Es liegt jetzt an der Kommission und den Mitgliedstaaten, sich einen Teil der Belastungen aufzuteilen." Er erinnerte daran, dass sich aus Sicht Moskaus die Gesamtschulden der Ukraine gegenüber Gazprom auf 5,3 Milliarden Dollar belaufen - Kiew bestreitet diese Summe und ficht sie vor einem Internationalen Schlichtungsgerichtshof in Stockholm an.

Prodan pochte darauf, dass Russland nächste Woche ein juristisch verbindliches Dokument unterzeichnet, "das nicht von Entscheidungen der russischen Regierung abhängig ist". Bisher biete Moskau nur ein Protokoll an, das laut Nowak nicht verpflichtend ist. Prodan zufolge könnte dies mit dem Schiedsverfahren in Stockholm zusammenhängen. Er forderte Moskau auf, sich von den dortigen Richtern bis kommende Woche bestätigen zu lassen, dass eine Übergangsvereinbarung mit der Ukraine den Ausgang des Verfahrens nicht beeinflusst. AFP

   

Chamenei versichert neuer irakischer Regierung volle Unterstützung

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Teheran - Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat dem neuen irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi seine volle Unterstützung im Kampf gegen die Dschihadisten zugesagt. "Wir stehen bei Ihnen und werden Ihre Regierung wie die vorherige Regierung entschlossen verteidigen", sagte Chamenei dem irakischen Regierungschef bei dessen Besuch in Teheran am DienstagDer Iran betrachte die Sicherheit des Nachbarstaats wie seine eigene Sicherheit. Chamenei äußerte sich zuversichtlich, dass der Irak die Fähigkeit habe, die "Terroristen" ohne ausländische Bodentruppen zu besiegen.

Der Iran unterstützt die Regierung in Bagdad sowie verbündete schiitische und kurdische Milizen im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Militärberatern, Ausbildern und Waffen, schließt die Entsendung eigener Bodentruppen aber offiziell aus. Es ist al-Abadis erster Besuch in Teheran, seitdem er die Regierungsführung von Nuri al-Maliki übernahm. Der mehrheitlich schiitische Iran hatte den Schiiten al-Maliki lange unterstützt. In der politischen Krise, die auf die Blitzoffensive der IS-Kämpfer im Juni folgte, drang Teheran jedoch auf seine Ablösung.

Der Schiit al-Abadi gehört derselben Partei wie al-Maliki an, gilt aber als moderater und konzilianter als der langjährige Ministerpräsident, dem die Sunniten die systematische Benachteiligung ihrer Volksgruppe vorwarfen. Vor seinem Besuch in Teheran schloss al-Abadi eine Intervention ausländischer Bodentruppen im Irak aus. Dabei betonte er, dies gelte auch für Regionalmächte wie den Iran. Neben Chamenei traf al-Abadi am Dienstag auch Präsident Hassan Ruhani und dessen Vize Eschak Dschahangiri. Am Mittwoch sind weitere Gespräche mit Mitgliedern der iranischen Führung geplant. AFP

 

Merkel fordert Finanzhilfen für Ukraine im Gasstreit mit Russland

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Bratislava - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verbündeten der Ukraine zur finanziellen Unterstützung Kiews im Gasstreit mit Russland aufgerufen. Jeder müsse seinen Betrag leisten, auch die Slowakei, sagte Merkel am Montag bei einem Besuch in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Der Winter stehe bevor, und noch sei keine Lösung des Konflikts in Sicht. Nötig sei ein Abkommen zwischen Kiew, Moskau und der EU, um eine stabile Gasversorgung sicherzustellen. Zum Abschluss der eintägigen Reise wurde Merkel in der Comenius-Universität in Bratislava die Ehrendoktorwürde verliehen

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico lehnte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel Finanzhilfen für Kiew ab. Die Ukraine müsse Reformen umsetzen und dürfe sich nicht auf die Hilfe anderer Länder verlassen, sagte Fico. 

Auch aus Großbritannien war zuvor der Ruf nach finanzieller Unterstützung für die Ukraine laut geworden. Die EU müsse "den Ukrainern in der Krise helfen, der sie sich bei der Energieversorgung in diesem Winter gegenüber sehen", sagte der britische Außenminister Philip Hammond bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg.

Nach monatelangem Streit hatte die Ukraine am Sonntag eine vorläufige Einigung mit Russland zur Gasversorgung im Winter verkündet, Moskau verlangt dafür aber die Begleichung von Schulden in Höhe von insgesamt 4,5 Milliarden Euro durch Kiew. Dafür bräuchte die Ukraine finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. 

Der russische Gazprom-Konzern hatte der Ukraine im Juni den Gashahn zugedreht, weil Kiew eine von Moskau nach dem proeuropäischen Umschwung im Nachbarland verordnete Preiserhöhung nicht akzeptierte. Ein weiterer Ausfall der Gaslieferungen im Winter könnte auch Auswirkungen auf Westeuropa haben, da Gas für die EU durch die Ukraine geleitet wird. Am Dienstag sollen in Brüssel die entscheidenden Beratungen über die Lösung des Gaskonflikts stattfinden. AFP

   

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