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Deutschland / Ausland:

DIHK rechnet mit deutlichem Rückgang deutscher Exporte nach Russland

Bund und Länder rüsten sich mit Krypto-Handys gegen Spione

Länder mit MH17-Opfern über gemeinsame Ermittlung einig

Serbien erinnert an 100. Jahrestag der Kriegserklärung von 1914

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Serbien erinnert an 100. Jahrestag der Kriegserklärung von 1914
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BELGRAD - Serbien hat am Montag an den hundertsten Jahrestag der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung gegen Belgrad und an den Beginn des E [ ... ]


Länder mit MH17-Opfern über gemeinsame Ermittlung einig
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DEN HAAG - Die Ukraine und elf Länder mit Opfern beim MH17-Absturz haben sich am Montag auf die Bildung eines gemeinsamen Ermittlungsteams geeinig [ ... ]


Hunderttausende Waffen könnten Taliban in die Hände fallen
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Sohn: Israel greift Haus von Hamas-Anführer Hanija an
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Weitere Artikel

Weltweit

Kämpfe im Gazastreifen dauern unvermindert an

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Washington - Trotz einer von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas verkündeten Feuerpause haben die Kämpfe im Gazastreifen am Sonntag angedauert. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warf der Hamas einen Bruch der von ihr verkündeten 24-stündigen Waffenruhe vor und kündigte eine Fortsetzung des Militäreinsatzes an. Angesichts des palästinensischen Bruchs der Waffenruhe werde Israel "alles Notwendige" zur Verteidigung seiner Bevölkerung tun, sagte Netanjahu am Sonntag dem US-Nachrichtensender CNN.

Die Hamas hatte zuvor eine 24-stündige Waffenruhe ausgerufen, die ab 13.00 Uhr MESZ gelten sollte. Allerdings dauerte der Raketenbeschuss vom Gazastreifen Richtung Israel danach an, AFP-Reporter hörten mehrere Explosionen. Nach israelischen Armeeangaben wurden nach der Verkündung der Waffenruhe mindestens elf Raketen Richtung Israel abgefeuert.

Netanjahu sagte dem US-Fernsehsender CBS, Israel werde es nicht zulassen, dass "eine skrupellose Terrororganisation entscheidet, wann es ihr genehm ist, einen Moment Pause zu machen, sich wiederzubewaffnen und dann erneut auf unsere Bürger zu schießen". Die israelischen Truppen würden ihren Einsatz gegen Schmugglertunnel der Hamas fortsetzen und das Raketenarsenal der Palästinenserorganisation vernichten.

Am Morgen hatte Israel seinerseits eine einseitige Feuerpause wegen des anhaltenden Raketenbeschusses durch die Hamas wieder aufgekündigt. Israel hatte eine von beiden Seiten eingehaltene zwölfstündige Kampfpause am Samstag zunächst um vier und dann um weitere 24 Stunden verlängert. Wegen der unablässigen Angriffe der Hamas kündigte die Armee am Sonntagmorgen aber die Wiederaufnahme ihres Einsatzes am Boden, in der Luft und auf dem Wasser an. Seitdem wurden mehrere Palästinenser im Gazastreifen getötet. Bei der knapp dreiwöchigen Militäroffensive starben bereits mehr als tausend Palästinenser, der Großteil davon Zivilisten.

Während der zwölfstündigen Waffenruhe am Samstag war das ganze Ausmaß der Zerstörung in dem dicht besiedelten Küstengebiet sichtbar geworden: Nach palästinensischen Angaben wurden 147 Leichen aus den Trümmern von bei den israelischen Angriffen zerstörten Häusern geborgen. Vielerorts bot sich ein Bild der Verwüstung, ganze Wohnblöcke lagen in Schutt und Asche.

Auf israelischer Seite wurde in der Nacht zum Sonntag ein weiterer Soldat an der Grenze zum Gazastreifen durch eine Mörsergranate getötet. Damit starben inzwischen 43 israelische Soldaten. Zudem wurden drei Zivilisten in Israel getötet. Die Zahl der verletzten Palästinenser liegt inzwischen bei etwa 6000, auch unter ihnen sind die meisten Zivilisten.

Angesichts des Ausmaßes der Gewalt forderten die Außenminister der USA, Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens, Italiens, Katars und der Türkei bei einer Konferenz in Paris gemeinsam ein Ende des Blutvergießens. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte, die Außenministerrunde wolle so schnell wie möglich einen dauerhaften Waffenstillstand erreichen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an beide Seiten, eine einwöchige Feuerpause zu vereinbaren.

In Paris wurden bei einer verbotenen Protestkundgebung gegen Israels Militäroffensive 70 Menschen festgenommen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Demonstranten wurden zwölf Polizisten leicht verletzt. AFP

 

Ebola breitet sich weiter aus

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Westafrika - Die Ebola-Epidemie wütet weiter in Westafrika und breitet sich in Sierra Leone aus. In der Hauptstadt Freetown wurde der erste Todesfall durch den Virus bestätigt, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Im benachbarten Liberia steckte sich ein US-Arzt mit dem tödlichen Virus an. In Nigeria wurde am Freitag in der Millionenmetropole Lagos der erste Ebola-Tote gemeldet.

In Sierra Leone stieg die Zahl der bestätigten Ebola-Toten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum 20. Juli auf 219. Mehr als 200 weitere Menschen sind demnach erkrankt. Das Land gilt inzwischen als Epizentrum der Epidemie, die im benachbarten Guinea ihren Ausgangspunkt hatte.

Insgesamt erkrankten in Liberia, Sierra Leone und Guinea bislang fast 1100 Menschen an Ebola, von denen bis zum 20. Juli 660 an der Krankheit starben. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich das hoch ansteckende Ebola-Virus in der Region ausbreitet. Bei der Krankheit leiden die Infizierten an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen.

Nach dem ersten Todesfall durch Ebola in Nigeria sind Flughäfen und Häfen in dem westafrikanischen Land in Alarmbereitschaft. Spezialisten seien im Einsatz, um Einreisende mit Symptomen des Virus zu identifizieren, erklärte Gesundheitsminister Onyebuchi Chukwu am Samstag. Am Freitag war der Tod eines an Ebola leidenden Mannes bestätigt worden, der aus Liberia eingereist war.

Gegen die Krankheit gibt es bislang keine Medikamente. Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Es wird angenommen, dass es vor allem von Tieren wie Fledermäusen übertragen wird, die ihres Fleisches wegen gejagt werden. Unter Menschen reicht schon eine Berührung zur Infektion mit dem Virus. AFP

 

Havariertes Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" beendet letzte Reise

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Genua - Das havarierte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" hat seine letzte Reise beendet. Nach einer viertägigen Fahrt von der Unglücksstelle vor der italienischen Insel Giglio zogen Schlepper das schwer beschädigte Luxusschiff am Sonntag in den Hafen der norditalienischen Küstenstadt Genua, wo es in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden soll. Regierungschef Matteo Renzi dankte vor Ort den Bergungskräften.

"Wir können endlich erleichtert aufatmen", sagte Italiens Umweltminister Gian Luca Galletti, nachdem der 290 Meter lange Ozeanriese sicher im Hafen eingetroffen war. Die italienischen Behörden sowie die Nachbarn in Frankreich hatten die Überführung des schwer beschädigten Schiffs mit Sorge verfolgt. Es bestand die Sorge, dass es auf der 280 Kilometer langen Fahrt aufbrechen und das Meer verseuchen könnte.

Das Schiff, das nur dank riesiger luftgefüllter Schwimmkörper über Wasser bleibt, war in der Nacht zum Sonntag vor Genua eingetroffen. Am Morgen lösten die beiden Hochseeschlepper, die das Wrack von der Unglücksstelle bis zum Hafen der norditalienischen Küstenstadt geschleppt hatten, ihre Seile, woraufhin kleinere Schlepper die Aufgabe übernahmen, das Schiff in den Hafen zu bugsieren.

Dort sprach am Sonntag auch Renzi. "Dies ist keine Modenschau, sondern das Ende einer Geschichte, in der viele Menschen gestorben sind und die wir niemals vergessen werden", sagte er, während sein Blick an dem Schiff nach oben schweifte. "Ich bin hierher gekommen, um denjenigen zu danken, die etwas getan haben, das alle für unmöglich gehalten haben."

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2013 bei einem verfehlten Manöver vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen, leck geschlagen und gekentert. 32 der 4200 Menschen an Bord kamen bei dem Unglück ums Leben, darunter zwölf Deutsche. Erst nach langer Vorbereitung gelang es, das Wrack aufzurichten und wieder zum Schwimmen zu bringen. Die gesamte Bergung und Verschrottung soll letztlich rund 1,5 Milliarden Euro kosten.

Das 2006 in einer Werft in Genua gebaute Schiff soll in den kommenden beiden Jahren in seine Einzelteile zerlegt werden. Zunächst soll die Innenausstattung abmontiert werden, um das Schiff so leicht zu machen, dass es zur Demontage ins Dock geschleppt werden kann. Bis zu 50.000 Tonnen Stahl sollen an Metallhändler verkauft und eingeschmolzen werden. Auch Kabel, Leitungen, Maschinen oder Möbel könnten weiterverwendet werden.

Andere Einzelteile wie das Klavier, das zum Zeitpunkt des Unglücks gespielt wurde, sollen in Genua in ein Museum kommen. Es wird erwartet, dass die Abwrackarbeiten hunderte Menschen beschäftigen werden. Persönliche Gegenstände der Passagiere, die noch an Bord gefunden werden, sollen an ihre Eigentümer übergeben werden. Zuallererst soll jedoch nach einem indischen Kellner gesucht werden, dessen Leiche bisher nicht gefunden wurde. AFP

   

Syrische Armee erobert offenbar Gasfeld von Dschihadisten zurück

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DAMASKUS - Die syrischen Streitkräfte haben offenbar ein strategisch bedeutsames Ölfeld in der Provinz Homs von den Dschihadisten zurückerobert. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte am Samstag entsprechende Angaben der Armee. Diese hatte nach eigener Darstellung mehrere Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat (IS) getötet und das gesamte Ölfeld Al-Schaar erfolgreich unter ihre Kontrolle gebracht. Das Gelände war erst vor einer Woche von den Dschihadisten erobert worden, bei den Kämpfen kamen fast 300 Regierungssoldaten ums Leben.

Die Gruppe Islamischer Staat kontrolliert mittlerweile weite Teile im Norden des Irak und Syriens und hat dort ein Kalifat ausgerufen. Die Dschihadisten hatten sich in den vergangenen Monaten weitgehend auf den Kampf gegen rivalisierende Rebellengruppen konzentriert. Seitdem sie ihre Position gefestigt haben, greifen sie aber vermehrt auch die Regierungstruppen an. AFP

 

Deutsche Bank in USA wegen Silberpreismanipulation verklagt

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NEW YORK - Wegen angeblicher Manipulationen im Silbergeschäft sind die Deutsche Bank sowie die internationalen Großinstitute HSBC und Bank of Nova Scotia in den USA verklagt worden. Die Klage gegen die drei Geldhäuser wurde in New York eingereicht und lag der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vor. Nach Darstellung von Antragsteller Scott Nicholson, einem Investor aus dem US-Bundesstaat Washington, sollen die Banken ihren Einfluss auf das Silbergeschäft zum Nachteil von Anlegern "missbraucht" haben. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Nicholson hofft auf die Rückendeckung weiterer verärgerter Investoren und eine Sammelklage gegen die Kreditinstitute. In Bankkreisen werden seiner Klage allerdings kaum Chancen eingeräumt, da eine ähnliche Untersuchung durch US-Stellen im vergangenen Jahr bereits eingestellt worden sei.

Nicholsons Vorwürfe reichen zurück bis ins Jahr 2007. Er bezichtigt die drei Banken, sich vor dem sogenannten Silberfixing - also der Festlegung des Silberpreises bei einer täglichen Telefonkonferenz - finanzielle Vorteile verschafft und dadurch "illegitime Gewinne" abgeschöpft zu haben. Der Silberpreis wird von Notenbanken zur Einschätzung des Rohstoffwerts verwendet und beeinflusst sowohl den Preis von Schmuck als auch die Einnahmen von Minenbetreibern.

Die Deutsche Bank hatte dieses Jahr angekündigt, aus der Preisfestlegung auszusteigen. Der Rückzug sei das Ergebnis der Verkleinerung des Rohstoffgeschäfts, teilte die Bank mit.

Der Vorwurf der Trickserei beim Silberpreis reiht sich ein in mehrere Manipulationsskandale der jüngeren Vergangenheit. So gehen seit Herbst 2013 Aufsichtsbehörden in aller Welt dem Verdacht von Wechselkursmanipulationen an den internationalen Devisenmärkten nach. Im März wurden zudem fünf internationale Großbanken wegen angeblicher Manipulationen beim Goldpreis in den USA verklagt worden. Die Sammelklage richtete sich gegen die Deutsche Bank, die britischen Institute Barclays Bank und HSBC, die französische Société Générale und die kanadische Bank of Nova Scotia. AFP

   

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