Landärzte fordern Ende des staatlichen Monopols auf antivirale Medikamente

Mi., 20. Juli 2022 | Bangkok
Bangkok — Die Gesellschaft der Landärzte (RDS) möchte, dass die Regierung ihr Monopol auf antivirale Medikamente aufgibt, um sicherzustellen, dass das Land über genügend Mittel zur Behandlung von Covid-19-Patienten verfügt und die Preise gesenkt werden.
Die RDS hat vorgeschlagen, die Monopole für Favipiravir, Molnupiravir und Paxlovid abzuschaffen und dem Privatsektor zu erlauben, diese antiviralen Medikamente zu importieren.
In einem Facebook-Post am Dienstag erklärte der RDS: “Die Regierung hat der Government Pharmaceutical Organisation (GPO) ein Monopol für die Herstellung und den Erwerb von Favipiravir erteilt und den Traum verkauft, dass Thailand die antiviralen Pillen herstellen und über genügend Vorräte für die Krankenhäuser verfügen würde. Das Monopol wurde später auf Molnupiravir und Paxlovid ausgedehnt, was zu einem Mangel an antiviralen Medikamenten zur Bekämpfung der Coronavirus-Krankheit führte.
“In der Tat gibt es keinen weltweiten Mangel an antiviralen Medikamenten, aber Thailand ist aufgrund des Monopols mit einem Engpass konfrontiert”, so die RDS. “Wenn das Gesundheitsministerium nur eine Bekanntmachung herausgibt, die die Monopole der GPO beendet, wird das Problem sofort gelöst sein.
“Dies ist die gleiche Lektion wie bei den Covid-19-Impfstoffen, bei denen die Regierung der GPO ein Monopol eingeräumt hat, was zu einer Verknappung des Impfstoffs führte. Obwohl der Privatsektor den Moderna-Impfstoff importieren wollte, konnte er dies aufgrund des Monopols nicht tun. Die Abschaffung des Monopols wird die Arzneimittelknappheit beenden”.
Der RDS erklärte, dass die staatliche Gesundheitsbehörde nur geringe Mengen von Favipiravir herstellt und das Medikament importiert, weil es billiger ist. Der RDS fragte, warum das Gesundheitsministerium dem privaten Sektor die Einfuhr des antiviralen Medikaments verbieten musste.
Wenn man privaten Unternehmen die Einfuhr von Favipiravir und Molnupiravir erlaube, würde dies letztendlich zu günstigeren Preisen führen und den Mangel beheben, so der Verband.
Die Gesellschaft hatte zuvor davor gewarnt, dass der Vorrat an Favipiravir angesichts der zunehmenden Covid-19-Infektionen zur Neige geht.
Am 15. Juli betonte die Gesellschaft, dass sie weiterhin täglich Favipiravir an öffentliche Krankenhäuser und Gesundheitsdienste im ganzen Land liefere.