Tiger-Tempel beschuldigt die Regierung für den Tod von „geretteten“ Tigern

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Published in Bangkok
Mittwoch, 18 September 2019 06:13

Bangkok - Thailands viel kritisierte Touristenattraktion „Tiger Temple“ beschuldigte die Regierung am Montag der Zahl der Todesopfer seiner Tiger, die 2016 von den Behörden beschlagnahmt wurden, und bestritt offizielle Berichte, wonach Großkatzen an Inzucht und Krankheit gestorben seien.

Der buddhistische Tempel westlich von Bangkok war einst ein Hotspot für Touristen, an dem Besucher Fotos mit Tigern und mit der Flasche gefütterten Jungen machten, bis der internationale Druck auf den Handel mit Wildtieren die Behörden 2016 dazu veranlasste, 147 Tiger zu konfiszieren.

Seitdem sind jedoch 86 Tiere in staatlichen Naturschutzgebieten an den Folgen von Inzucht aufgrund von Immunschwächen gestorben, die die Tiere für tödliche Krankheiten anfällig machten, teilten die staatlichen Naturschutzbehörden mit.

Der Hausmeister des Tempels bestritt dies am Montag. „Sie sind nicht an Inzucht gestorben“, sagte Athithat Srimanee gegenüber Reuters.

„Als sie vor drei Jahren die Razzia im Tempel durchführten, sagten sie nichts über Infektionen. Dies ist also nur ein Schuldspiel“, sagte er und beschuldigte die Behörden, die Tiere in kleinen Käfigen einzusperren.

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„Im Tempel haben wir trotz unseres Mangels an akademischen Kenntnissen den Platz genutzt, damit die Tiger in weiten Räumen und nicht in Käfigen lebten.“

Der Tempel - offiziell Wat Pa Luang Ta Bua genannt - ist derzeit eine Touristenattraktion als privates Naturschutzgebiet, in dem Menschen Tiere kostenlos füttern können. Es hat jegliche Verbindung zum Tierhandel bestritten.

Gegenwärtig sind 400 Hirsche, mehr als 300 Pfauen, ein Löwe und mehrere andere Tiere legal unter seiner Obhut.

Die thailändischen Behörden behaupteten am Montag, dass die Tiger in staatlichen Schutzgebieten gut aufgehoben seien und Krankheiten wie das Staupevirus oder die Kehlkopflähmung erlitten hätten, weil Inzucht ihr Immunsystem zerstört habe.

„Es gab sechs Tiger (ursprünglich im Tempel) und später 147 oder mehr, daher gab es immer Risiken und wir stellten auch fest, dass ihre Gesundheit anfangs nicht gut war“, sagte Pattarapol Maneeorn, ein Tierarzt der Abteilung Nationalparks, Wildlife and Plant Conservation.

„Ihre Genetik hat ihren Körper geschwächt und anfällig für Infektionsrisiken gemacht“, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Quelle: Reuters

Read 761 times Last modified on Mittwoch, 18 September 2019 07:46

1 comment

  • Jonny Muff
    Comment Link posted by Jonny Muff
    Dienstag, 17 September 2019 10:49

    schrecklich, wenn man diese Geschichte lesen muss.

    Im ehemaligen Tempel

    https://www.google.de/maps/place/Wat+Pa+Luangta+Bua/@14.1159193,99.2299674,833m/data=!3m2!1e3!4b1!4m14!1m6!3m5!1s0x30e3802b7a6bf147:0xffc431758666dc9d!2sWat+Pa+Luangta+Bua!8m2!3d14.1159349!4d99.2320893!3m6!1s0x30e3802b7a6bf147:0xffc431758666dc9d!8m2!3d14.1159349!4d99.2320893!9m1!1b1

    waren diese Tiere alle kerngesund, beim mutwilligen Schliessen und Abtransport dieser Tieger hatte niemand festgestellt, die Tiere wären abgemagert, oder krank.

    Wenn diese fast frei lebenden Tieger danach in engen kleinen Käfigen gehalten wurden, sind diese Tieger wohl eher innerlich vereinsamt, weil ihnen der gewohnte Kontakt zu Menschen enorm fehlte.

    Hoffen wir doch, dass es den restlichen gewaltsam entführten Tigern nicht eines Tages gleich ergeht.

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