OFFENER BRIEF: Ausländer mit lokalen Unternehmen stehen vor unmöglichen finanziellen Anforderungen und Vorschriften

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Published in Phuket & Süden
Dienstag, 15 September 2020 16:44

Phuket - Ein Ausländer, der vor dem COVID-19-Ausbruch ein Start-up-Unternehmen in Phuket gegründet hat, erklärt, wie Ausländer, die Millionen von Baht für die Gründung eines Unternehmens in Phuket ausgegeben haben, jetzt finanziell in einer unmöglichen Situation festsitzen und nicht einmal in der Lage sind, die fälligen Einwanderungsbestimmungen zu erfüllen und zu keinem Einkommen während der aktuellen Wirtschaftskrise kommen. Hier ist der offene Brief des Ausländers an die thailändische Regierung:

„Phuket ist stark von den aktuellen Krisen betroffen“, heißt es in einer Erklärung von V / Gov Phichet vom 11. September 2020.

Was wollen Sie als Regierung mit Ausländern machen, die Geld in ein thailändisches Unternehmen investieren?

Wir sind ein Startup (Restaurant und Produktion), das im Juli 2019 gegründet wurde und alle gesetzlich vorgeschriebenen Regeln, thailändischen Teilhaber, alle Registrierungen für Ltd, Steuern, soziale Sicherheit, erforderliche thailändische Mitarbeiter (in unserem Fall mindestens 8) und verschiedene Kosten umfasst.

Um auf den Saisonstart vorbereitet zu sein, der Mitte September 2019 begann, fallen alle berechneten Anlaufverluste an. Mitte Dezember läuft es besser und es geht in die richtige Richtung. Januar 2020 ist der erste Monat, der einen gewissen Gewinn bringt. Februar 2020 ist nicht großartig, aber auch nicht schlecht. Der März ist natürlich ein historischer Monat geworden, der Touristenstrom ist zum Erliegen gekommen.

Dies ist dramatisch für die arbeitende Bevölkerung vor Ort, insbesondere werden Notfalleinrichtungen mit Mahlzeiten für die am stärksten Betroffenen eingerichtet. Dies ist insgesamt eine traurige Situation. Die Unternehmen, die in erster Linie (finanziell) helfen können, haben das auch getan.

Vorübergehende Schließungen in Begleitung entlassener Mitarbeiter sind Realität und unvermeidlich. In erster Linie werden die Mitarbeiter weiterhin bezahlt.

Während die meisten Unternehmer immer noch glauben, dass in ein paar Monaten alles wieder normal sein wird, stellt sich heraus, dass es viel länger dauern könnte.

Angesichts der aktuellen Situation und aller gut gemeinten Regierungsinitiativen sollten wir keine Saison 2020-2021 erwarten. Dies ist kein Untergangsdenken, sondern Realität.

Nach weiteren Millionen investierten Kapitals ist es September 2020 Zeit, die Visa zu erneuern, das ist ein riesiger Papierkram. Es gibt viele Anforderungen, die unter "normalen" Umständen kein Problem darstellen, normalerweise in Bezug auf die letzten drei Monate des Geschäfts, einschließlich einer Erklärung des Personals, das für Sozialversicherungsleistungen registriert ist. Leider wurde das Unternehmen ab Mitte März vorübergehend geschlossen. Aufgrund der obligatorischen Schließung gibt es kein Personal, die Eröffnung verzögert sich und die Situation ist katastrophal, keine Touristen sind zu sehen.

Uns wird gesagt, dass es eine Agentur geben könnte, die uns helfen kann ... Wir müssen eine große Menge Geld dafür mitbringen, aber das haben wir nicht.

Wir verließen die Einwanderungsbehörde fassungslos.

Aus eigener Erfahrung ergreifen ausländische Unternehmer und wohlhabende thailändische Einwohner die Initiative, um der thailändischen Bevölkerung zu helfen, ohne Grund und ohne Hintergedanken für später.

Was haben Sie (Regierung) getan, um Unternehmern aus dem In- und Ausland zu helfen, zu überleben? Banken geben keine zinsgünstigen Kredite ohne Sicherheit (wer kann Sicherheit garantieren?), Steuervergünstigungen? Einfrieren von Schulden? Mietunterstützung / Verschiebung? Viele widersprüchliche Nachrichten / Regeln verursachen Chaos und niemand hinter einem Schreibtisch ergreift die Initiative. Da es keine eindeutigen Vorschriften gibt, stützen sie sich auf alte Regeln.

Beleben Sie weiterhin die Tourismuswirtschaft und machen Sie Thailand als Urlaubsziel attraktiv. Aber es ist wünschenswert, dass es neben den kapitalstarken Hotel- und Resortketten auch lokale Unternehmer gibt, die Ihre Gäste in den Restaurants und Bars empfangen und großzügig unterstützen.

Die Regierung hat viele Sorgen um eine schöne Nation und ein schönes Land für den notwendigen Touristenstrom, Arbeit für Ihr Volk ist nicht ihre Stärke. Ein Großteil des Geldflusses auf der Insel Phuket fließt immer noch von Ausländern, die hier bleiben. Sie können für die Häuser bezahlen, regelmäßig in Restaurants essen und bei den örtlichen Unternehmern einkaufen.

Bei uns werden fleißigere Unternehmer und Privatpersonen Opfer unnachahmlicher Vorschriften.

Warum jagen Sie alle Ausländer mit unmöglichen finanziellen Anforderungen und Vorschriften aus dem Land?

Warum muss ich als Unternehmer alles hinter mir lassen?

Ich möchte von der Regierung an Vernünftigkeit und Mitgefühl für alle Menschen appellieren, die sich selbst in Krisenzeiten Ihrem Land gegenüber loyal erklärt haben und mit Essen und Erster Hilfe geholfen haben. Die Mehrheit dieser relativ kleinen Unternehmer leidet nach 7 Monaten.

Hendrik Fakkel, Phuket News

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7 comments

  • Egbert
    Comment Link posted by Egbert
    Donnerstag, 17 September 2020 19:43

    Für alle ganz deutlich die es immer noch nicht verstanden haben oder verstehen wollen:
    "Die Thais, also denen die das Sagen haben, machen sich sehr große Gedanken und Sorgen darüber, wie man wieder betuchte Ausländer ins Land holen kann, die gewillt sind, auf ganz legale Art und Weise ihr Vermögen zu investieren. In welches Geschäft oder auf welche Bank das Vermögen in Form von Devisen ins Land fließt, ist ihnen dabei völlig egal! Da sind und werden die Thais hilfsbereit auf jede erdenkliche Art und Weise...-" Da kehrt sogar die Freundlichkeit und ihr Lächeln zurück.
    Ob dann die anderen Faktoren die dieses Geschäft dann zum Erblühen bringen sollen, alle so zusammen in Harmonie gesetzt werden können, dass aus diesen Geschäften Profite abgeworfen werden und vor allem der Ausländer wirtschaftlich, aus zwangsläufig entstehenden misslichen Lagen hervorgehen kann, ist ihm völlig egal; wenn er sich finanziell nicht mehr halten kann und die Voraussetzungen für Visum und Arbeitsgenehmigungen nicht mehr erfüllt, sieht er die Grenze schneller von außen,als wie er sich das jemals vorgestellt hat.
    Aber: Seine einst geleistete Investition hat dem Staate Thailand zunächst einmal wertvolle Wirtschaftshilfe geleistet.- Für den Investor aber, alles unwiederbringlich verloren.
    "In Thailand kann man ein kleines Vermögen machen, indem man ein großes mitbringt."

  • Heli
    Comment Link posted by Heli
    Donnerstag, 17 September 2020 19:02

    @ habernik

    Offenbar haben Sie nicht wirklich verinnerlicht um was es dem Schreiber eigentlich ging in seinem hier veröffentlichten Brief. Sonst würden Sie nicht das schreiben was Sie geschrieben haben.

    Ich vermute dass Sies eler Rentner sind(?!!)
    Schon mal auf die Idee gekommen dass es auch Leute gibt die noch nicht im Rentenalter sind und sich ''ihre Rente''erst mal verdienen müssen?? Indme Sie in ein Unternehmen investieren welches sie gegründet haben beispielsweise.

    Ich würde Sie gerne mal auf einem Kongress beispielsweise sehen auf welchem coronageschädigte sich treffen (es dürfte wenige Ausnahmen geben welche als Branche nicht betroffen sind, nicht nur in Thailand). Und dann dürfen Sie sich vorne ans Rednerpult stellen und Ihren tollen Spruch aufsagen: ''Unternehmer bedeutet auch ein gewisses Risiko ein zu gehen''

    Und als Schlußwort dürfen Sie dann auch gerne anmerken dass Sie CORONA (als einziger) bereits vor langem vorausgesehen haben und nie in ein Unternehmen investiert haben

    PS: Nur falls es Ihnen entgangen sein sollte, es steht abertausenden Unternehmen weltweit vor dem aus durch die Cornona-Pandemie. Und nicht nur etwa in Thailand...
    Und wie in dem Bericht zu lesen war (...) wurden vor Corona alle Voraussetzungen erfüllt und alle stattlichen oder behördlichen Hürden gemeistert von dem Unternehmen, um das es in dem Brief geht.
    Ergo erkenne ich Ihren Kommentar ziemlich wenig inhaltiche Schnittpunkte zu dem Bericht auf den Sie geantwortet haben.

  • Herbert
    Comment Link posted by Herbert
    Donnerstag, 17 September 2020 18:42

    Niemals ein Geschäft in Thailand als Ausländer eröffnen!!

  • romano schwabel
    Comment Link posted by romano schwabel
    Mittwoch, 16 September 2020 13:19

    habernik
    eventuell hat dieser briefschreiber ja das restaurant eröffnet um seinem hobby nachgehen zu können? also zugleich auch sein hobby zum beruf gemacht.
    aber trotzdem zeigt dieser brief doch sehr genau die missstände auf.

  • habernik
    Comment Link posted by habernik
    Mittwoch, 16 September 2020 09:50

    Für mich nach wie vor ein Rätsel, wenn ich mir ein paar Millionen erspart habe , so wie in diesem
    Brief geschrieben sonst hätte er es ja nicht investieren können, warum man da gerade auf die glorreiche Idee kommt ein Restaurant zu eröffnen. Gibt wohl nicht genug und scheinbar kauft man sich gerne Arbeit mit seinem Ersparten, anstatt das Leben zu geniessen und sich so vorhanden um Hobbys zu kümmern.
    Und wenns eng wird dann beklagt man sich.
    Unternehmer bedeutet auch ein gewisses Risiko ein zu gehen, wer alles investiert und das noch dazu in Thailand ist schon sehr blauäugig, daher kein Mitleid mit dem Brief schreiber.

  • Gerhard
    Comment Link posted by Gerhard
    Mittwoch, 16 September 2020 09:32

    So wie man sich nie mit Thais streiten sollte, sollte man auch nie ein Unternehmen in Thailand gruenden. Das sollte man Thais überlassen.

  • romano schwabel
    Comment Link posted by romano schwabel
    Dienstag, 15 September 2020 18:16

    das ist doch mal ein richtig toller brief. weitaus anders verfasst als der bettelbrief eines deutschen vor kuzer zeit

    aber ich glaube kaum daß sich deswegen jetzt in naher zukunft etwas ändern wird - leider

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