Laut Experten wird es Jahre dauern, bis sich die Tourismusbranche in Phuket erholt

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Published in Phuket & Süden
Sonntag, 18 Oktober 2020 15:14

Phuket - Der Schaden für die Tourismusbranche in Phuket durch die COVID-19-Präventionsmaßnahmen wurde bereits angerichtet. Es wird Jahre dauern, bis er behoben ist, sagte Thanusak Phungdet, Präsident der Handelskammer von Phuket, diese Woche gegenüber The Phuket News.

Schlimmer noch, wenn ein Moratorium für die Rückzahlung von Krediten für Tourismusunternehmen nicht über das Ende dieses Monats hinaus verlängert wird, wird sich der Schaden verschärfen und den erwarteten Zeitrahmen für die Erholung der Branche um weitere Jahre verlängern, sagte er.

„Wir haben dies mehrfach gesagt und das Ausmaß des Schadens gezeigt, der der Branche seit Monaten zugefügt wurde, und dennoch wurde nichts unternommen.“

Die Delegation von hochrangigen Beamten, einschließlich des stellvertretenden Premierministers Jurin Laksanawisit, die anreiste, um Bangkok über den Zustand der Inselwirtschaft zu informieren, habe ebenfalls keine Erleichterung gebracht, fügte er hinzu.

Herr Thanusak merkte jedoch an, dass ihm mitgeteilt worden sei, dass Premierminister Prayut Chan-o-cha die Insel voraussichtlich im November selbst besuchen werde.

Zu diesem Zeitpunkt wird die Zahl der Unternehmen, die dauerhaft geschlossen haben, rasch zunehmen, sagte Thanusak.

Im letzten Bericht gab der Gouverneur von Phuket, Narong Woonciew, zu, dass schätzungsweise 70% aller Tourismusunternehmen auf der Insel bereits „vorübergehend“ geschlossen sind. Herr Thanusak erwartet, dass sich diese Zahl dramatisch erhöht.

„Wir stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Wir brauchen schnell echte Hilfe“, sagte er.

Herr Thanusak forderte die Regierung auf, das Moratorium für die Rückzahlung von Krediten um mindestens zwei bis drei Jahre zu verlängern und den Zinssatz für solche Kredite auf 2% zu begrenzen.

„Wir haben das nach dem Tsunami [im Jahr 2004] gemacht und es hat funktioniert. Die Tourismusbranche konnte sich innerhalb weniger Jahre erholen und generierte im vergangenen Jahr rund 400 Mrd. Baht für die Volkswirtschaft“, sagte er.

Ohne Maßnahmen zur Unterstützung der Branche werden die Banken ihre Kredite abschotten und Immobilien beschlagnahmen, sagte er und fügte hinzu, dass dies nur die Zeit verlängern wird, die die Branche benötigt, um sich zu erholen, selbst wenn neue Akteure in den Markt eintreten und beschlagnahmte Immobilien kaufen, die von den Banken verkauft wurden, um ihre Verluste auszugleichen.

Dringende Aufmerksamkeit benötigen auch kleinere Tourismusunternehmen, die ausstehende Schulden haben, die sie nicht zurückzahlen können.

„Diese Gruppe ist eine große Gruppe in der Tourismusbranche, und ohne Touristen haben diese Leute keine Möglichkeit, ihre Kredite zurückzuzahlen“, sagte er.

„Wenn diese Personen keine Unterstützung erhalten, verlieren sie ihre Kreditwürdigkeit, was bedeutet, dass sie keine neuen Unternehmen gründen können, wenn sich die Branche zu erholen beginnt. Dies bedeutet einen Verlust vieler erfahrener Betreiber in der Branche und wirkt sich direkt auf die Fähigkeit von Phuket aus, als wettbewerbsfähiges Tourismusziel wieder auf den Markt zu kommen“, fügte er hinzu.

Bhuritt Maswongssa, der als Vertreter Südthailands im Tourism Council of Thailand (TCT) fungiert, unterstützte die Forderung von Herrn Thanusak nach finanzieller Unterstützung für die Tourismusindustrie der Insel und stimmte zu, dass die Insel bereits mehrere Jahre brauchen wird, um sich zu erholen.

„Die Regierung muss die Banken um Zusammenarbeit bitten, um zinsgünstige Kredite mit 2% Zinsen und zinslosen Zeiträumen von mindestens drei Jahren zu gewähren und zu garantieren, damit mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und die Tourismusbranche weiterarbeiten kann.“

„Ohne diese zinsgünstigen Kredite wird das Ergebnis ein Kettenreaktionskollaps in der Tourismusbranche sein. Nicht nur Hotels, sondern auch Reiseveranstalter, Restaurants, Souvenirläden und Unterhaltungsmöglichkeiten. Deshalb brauchen diese Unternehmen so schnell wie möglich Hilfe“, betonte er.

Herr Bhuritt fügte hinzu, dass er nicht vorhersehen könne, dass sich die Tourismusbranche der Insel von selbst erholt.

„Und das wird mindestens ein paar Jahre dauern, auch wenn die Unternehmen bald Hilfe erhalten“, sagte er.

Quelle: Phuket News

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3 comments

  • romano schwabel
    Comment Link posted by romano schwabel
    Dienstag, 20 Oktober 2020 00:50

    für so eine prognose braucht man kein experte sein. jeder der 2 plus 2 zusammenrechnen kann käme auf das gleiche ergebnis

  • Sandra Sommer
    Comment Link posted by Sandra Sommer
    Sonntag, 18 Oktober 2020 22:05

    Tja, wenn die Behandlung um ein Vielfaches zerstörender als die Krankheit selbst ist.

  • Gerhard
    Comment Link posted by Gerhard
    Sonntag, 18 Oktober 2020 16:15

    Nicht nur Phuket hat Probleme. Denke ich an Deutschland mit seinen Sozialsysteme, die alle Folgen aus Corona abgefedert haben, komme grosse Probleme zeitversetzt. Die grosse Welle der Firmenpleiten und Entlassungen steht noch bevor und es sind auch die hohen Folgekosten aus der Willkommenskultur. Das alles in einem fast nicht mehr regierbaren Staat. Schön aus finanziellen Gründen und erst Recht aus erhöhten Kosten, bleibt vielleicht ein Urlaub oder Reise nach Thailand ein Traum. Was Thailand möchte ist eine Sache, wichtig ist aber, wozu ist ein Tourist auch bereit.

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