NAKHON SAWAN, THAILAND – Ein Junge aus dem Kreis Krok Phra lebt seit dem Tod seines Großvaters Anfang Januar allein in einem maroden Holzhaus, während Nachbarn vor Einsturzgefahr warnen. Politiker und die lokale Verwaltung haben nach öffentlicher Aufmerksamkeit erste Schritte für ein neues Zuhause angekündigt.
Allein in einem alten Holzhaus
Reporter fanden Akkaraphol Chamnankasikon, genannt „Nice“, allein in einem alternden Holzhaus im Dorf Ban Khao Tham Phra in Moo 8.
Der Fünftklässler der Khao Tham Phra School war nach Angaben der Familie ausschließlich vom Großvater großgezogen worden, der Anfang Januar nach Krankheit starb.
Familie weggebrochen, Mutter seit Jahren fern
Der Vater des Jungen ist nach Angaben von Angehörigen bereits früher gestorben, die Mutter verließ die Familie und gründete einen neuen Haushalt, als Nice erst ein Jahr alt war.
Ein Cousin, Wacharin Chamruai (34), sagte, der Junge habe seine Mutter mehr als ein Jahrzehnt nicht gesehen und sie sei zwar zur Beerdigung des Großvaters kurz aufgetaucht, aber nicht geblieben.
Gefahr bei Wind und Regen
Das Haus gilt als stark heruntergekommen: Eine hintere Stütze ist sichtbar nach vorn geneigt, das Wellblechdach ist an mehreren Stellen undicht.
Bewohner befürchten, dass das Gebäude bei starkem Wind oder Stürmen nachgeben könnte, während der Junge selbst vor allem die Instabilität und die nächtlichen Regenschäden als größte Sorge beschreibt.
Alltag eines Fünftklässlers ohne Betreuung
Nice sagte, er stehe täglich um 06:00 Uhr auf, wasche Kleidung, spüle Geschirr, erledige Hausarbeiten und fahre dann mit dem Rad rechtzeitig zur morgendlichen Flaggenzeremonie in die Schule.
Nach dem Unterricht gehe er manchmal zu Freunden oder esse bei Verwandten und kehre erst in der Dämmerung zurück, wobei es rund ums Haus nachts sehr dunkel und still werde und ihn das unruhig mache.
Hilfe kommt langsam in Gang
Aus Sorge um die Sicherheit übernachtet inzwischen gelegentlich ein Onkel bei ihm, wie der Junge schilderte.
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Bekannt wurde der Fall, nachdem ein lokaler Provinzrat die Geschichte online teilte und daraufhin Menschen aus der Öffentlichkeit Unterstützung anboten.
Politik verspricht neues Zuhause
Inzwischen besuchte ein Abgeordneter den Jungen und koordinierte sich mit der örtlichen Subdistrict Administrative Organisation für Pläne zum Bau eines neuen Hauses.
Für den Alltag verdient Nice nach eigenen Angaben am Wochenende etwas Geld, wenn ihn ein Onkel zum Ausgraben von Pflanzen mitnimmt, etwa 150 Baht pro Tag, und wenn es nicht reicht, helfen Verwandte gelegentlich – jedoch nur begrenzt.
Deine Meinung
Wenn ein Kind nach einem Todesfall allein in einem gefährlichen Haus zurückbleibt, zeigt das, wie schnell soziale Netze in ländlichen Regionen reißen können.
Sollten Staat und Kommunen in solchen Fällen schneller eingreifen müssen, oder ist Nachbarschaftshilfe der richtige erste Weg – was ist eure Meinung in den Kommentaren?



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