1,5 Mio Baht Schulden: Deutscher in Thailand gefangen

1,5 Mio Baht Schulden: Deutscher in Thailand gefangen
Gemini AI

Ein deutscher Staatsbürger liegt in einem thailändischen Krankenhaus. Die Behandlungskosten summieren sich auf rund 1,5 Millionen Baht. Eine Krankenversicherung hat er nicht. Das Krankenhaus fordert Zahlung, eine Rückführung nach Deutschland scheitert. Die thailändische Partnerin hat die Beziehung beendet. Der Mann sitzt fest – in einem System, das ihn als Patienten versorgt, aber zugleich als Schuldner behandelt.

Die plötzliche Erkrankung

Der Mann kam als Rentner nach Thailand, wie viele Deutsche seines Alters. Er lebte seit einiger Zeit im Land, offenbar ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Dann trat eine akute Erkrankung ein, die eine sofortige stationäre Behandlung erforderte. Was zunächst als behandelbare Krankheit galt, entwickelte sich zu einem längeren Klinikaufenthalt.

Die ersten Tage im Krankenhaus verliefen routinemäßig. Untersuchungen, Diagnostik, Medikamente. Niemand sprach über Kosten. In privaten Krankenhäusern in Thailand ist das üblich: Die Behandlung beginnt, die Rechnung kommt später. Erst als die Verweildauer eine Woche überschritt, wurde das Thema Geld erstmals angesprochen.

Das Abrechnungssystem privater Kliniken

Private Krankenhäuser in Thailand arbeiten nach internationalen Standards. Sie sind modern ausgestattet, das Personal ist geschult, die Ärzte sprechen oft Englisch. Doch sie sind Wirtschaftsunternehmen. Jede Leistung wird berechnet, jede Untersuchung hat ihren Preis. Anders als in staatlichen Kliniken gibt es keine Subventionierung durch den thailändischen Staat.

Die Abrechnung erfolgt tagesgenau. Zimmerkosten, Medikamente, Laborwerte, Röntgenaufnahmen, ärztliche Konsultationen – alles wird einzeln aufgelistet. Für ausländische Patienten ohne Versicherung gelten die vollen Tarife. Rabatte oder Nachlässe sind selten. Das System ist transparent, aber gnadenlos.

Der fehlende Versicherungsschutz

Der deutsche Patient hatte keine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Warum, bleibt unklar. Möglicherweise ging er davon aus, dass ihm nichts passieren würde. Vielleicht hielt er die Kosten für zu hoch oder die Versicherung für unnötig. Manche Langzeittouristen verzichten bewusst auf diesen Schutz, weil sie sich gesund fühlen.

In Deutschland wäre er über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert gewesen. Doch wer seinen Wohnsitz aufgibt und sich dauerhaft im Ausland aufhält, verliert häufig den Versicherungsschutz. Eine private Auslandskrankenversicherung wäre die Lösung gewesen. Die kostet je nach Alter und Gesundheitszustand zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro pro Jahr. Jetzt steht er vor Kosten, die ein Vielfaches davon betragen.

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Die Kostenspirale

Nach zwei Wochen im Krankenhaus hatte sich die Rechnung auf mehrere hunderttausend Baht summiert. Die Verwaltung forderte eine erste Anzahlung. Der Mann konnte nicht zahlen. Er hatte kein Geld auf dem Konto, keine Kreditkarte mit ausreichendem Limit, keine Angehörigen, die einspringen konnten.

Das Krankenhaus reagierte professionell, aber bestimmt. Die Behandlung wurde fortgesetzt, aber die Verwaltung machte deutlich, dass eine Lösung gefunden werden müsse. Mit jeder weiteren Woche stiegen die Kosten. Nach einem Monat waren es über eine Million Baht. Inzwischen hat die Summe 1,5 Millionen Baht erreicht. Umgerechnet sind das etwa 41.000 Euro.

Zahlungsdruck und Verhandlungen

Die Krankenhausverwaltung führte mehrere Gespräche mit dem Patienten. Es ging um Zahlungspläne, um mögliche Sicherheiten, um Kontakte zu Angehörigen. Der Mann konnte keine befriedigende Antwort geben. Er besaß weder Immobilien noch größere Geldreserven. Seine Rente war bereits ausgegeben, bevor sie auf dem Konto ankam.

In solchen Fällen behalten thailändische Krankenhäuser das Recht, Patienten nicht zu entlassen, bis die Rechnung beglichen ist. Das ist rechtlich umstritten, wird aber praktiziert. Der Mann durfte die Klinik nicht verlassen. Er war medizinisch behandelt, aber nicht entlassen. Die Situation wurde zum Patt.

Die abgebrochene Beziehung

Der Mann lebte mit einer thailändischen Partnerin zusammen. Sie war nicht verheiratet mit ihm, aber die Beziehung bestand seit mehreren Jahren. Als die Krankheit ausbrach, stand sie zunächst zu ihm. Sie besuchte ihn im Krankenhaus, übersetzte Gespräche mit Ärzten und Verwaltung, kümmerte sich um organisatorische Dinge.

Doch mit der Zeit änderte sich die Situation. Die Partnerin sah sich zunehmend in der Verantwortung, für die Kosten aufzukommen. Das Krankenhaus sprach sie direkt an, ob sie nicht zahlen könne. Sie verneinte. Die Beziehung zerbrach unter dem Druck. Irgendwann blieben die Besuche aus. Der Mann war allein.

Die soziale Isolation

Im Krankenhaus liegen viele Patienten, aber Kontakte entstehen kaum. Sprachbarrieren, unterschiedliche Kulturen, die eigene Krankheit – all das führt dazu, dass sich jeder auf sich selbst konzentriert. Der deutsche Patient konnte kein Thai, sein Englisch war begrenzt. Mit dem Pflegepersonal gab es kurze Gespräche, aber keine echten Unterhaltungen.

Die Isolation nahm zu. Keine Besucher, kein Telefon, keine sozialen Medien. Er hatte keinen Laptop, kein Smartphone mit Datentarif. Der Kontakt zur Außenwelt brach ab. Die Tage im Krankenhaus waren lang und leer. Die psychische Belastung war erheblich. Er fühlte sich ausgeliefert, gefangen in einem Land, das nicht seines war.

Warum eine Rückführung scheitert

Eine Rückführung nach Deutschland wäre die logische Lösung gewesen. Dort hätte er medizinisch versorgt werden können, möglicherweise sogar kostenfrei, wenn er seinen Versicherungsschutz wieder erlangt hätte. Doch eine Rückführung ist kompliziert. Sie erfordert medizinische Transportfähigkeit, eine Begleitung durch Fachpersonal und vor allem die Zustimmung des Krankenhauses.

Das thailändische Krankenhaus weigerte sich, den Patienten zu entlassen, solange die Rechnung nicht beglichen war. Eine Rückführung hätte bedeutet, dass die Klinik auf ihr Geld verzichtet. Das war für sie nicht akzeptabel. Eine rechtliche Handhabe dagegen gibt es kaum. Der Mann war de facto Geisel seiner Schulden.

Medizinische Transportfähigkeit

Selbst wenn das Krankenhaus zugestimmt hätte, stellte sich die Frage der Transportfähigkeit. Eine Rückführung erfolgt in der Regel per Flugzeug, entweder auf einem regulären Linienflug mit medizinischer Begleitung oder auf einem Ambulanzflug. Beides ist teuer. Ein Ambulanzflug von Bangkok nach Deutschland kostet zwischen 50.000 und 100.000 Euro.

Der Gesundheitszustand des Mannes ließ einen normalen Linienflug nicht zu. Er war zwar stabil, aber auf medizinische Überwachung angewiesen. Ein Ambulanzflug wäre nötig gewesen, doch wer sollte ihn bezahlen? Die deutsche Krankenversicherung nicht, denn er war nicht versichert. Private Rückholversicherungen greifen nur, wenn sie vor dem Schadensfall abgeschlossen wurden.

Die Haltung des thailändischen Gesundheitssystems

Das thailändische Gesundheitssystem ist zweigeteilt. Es gibt staatliche Krankenhäuser, die auch mittellose Patienten behandeln, und private Kliniken, die nach wirtschaftlichen Kriterien arbeiten. Ausländer haben in staatlichen Krankenhäusern keinen automatischen Anspruch auf kostenlose Behandlung. Sie zahlen reduzierte Tarife, aber sie zahlen.

Private Krankenhäuser sind auf zahlungsfähige Patienten angewiesen. Sie werben um ausländische Patienten, weil diese oft gut versichert sind. Doch wenn die Versicherung fehlt, wird es problematisch. Das System kennt keine Kulanz aus Mitleid. Es geht um Wirtschaftlichkeit. Der Patient ist Kunde, und Kunden müssen zahlen.

Rechtliche Lage in Thailand

In Thailand gibt es keine gesetzliche Regelung, die Krankenhäuser zwingt, Patienten ohne Bezahlung zu entlassen. Im Gegenteil: Die Kliniken haben das Recht, ihre Forderungen durchzusetzen. Sie können Patienten festhalten, bis die Rechnung beglichen ist. Das wird nicht offiziell kommuniziert, aber es passiert.

Rechtlich bewegen sich die Krankenhäuser in einer Grauzone. Eine Freiheitsberaubung ist es formal nicht, denn der Patient ist medizinisch versorgt und wird nicht eingesperrt. Aber er darf nicht gehen.

Die psychische Verfassung

Die Situation zerrt an der Psyche. Der Mann liegt in einem fremden Land, ohne Unterstützung, ohne Perspektive. Die Schulden wachsen täglich. Jeder Tag im Krankenhaus kostet Geld, das er nicht hat. Er fühlt sich machtlos, ausgeliefert, vergessen. Die Hoffnung schwindet.

Depressive Verstimmungen sind in solchen Fällen häufig. Die Ärzte erkennen das, aber eine psychologische Betreuung gibt es kaum. Das Krankenhaus konzentriert sich auf die körperliche Gesundheit. Für die Seele ist niemand zuständig. Der Mann zieht sich zurück, spricht wenig, isst schlecht. Die Situation verschlechtert sich schleichend.

Keine Hilfe von Angehörigen

Der Mann hatte Angehörige in Deutschland. Kinder aus früherer Ehe, vielleicht Geschwister. Doch der Kontakt war abgebrochen. Ob aus Streit oder aus Desinteresse, ist unklar. Einige reagierten nicht, andere lehnten Hilfe ab. Sie fühlten sich nicht verantwortlich für die Situation, in die er sich selbst gebracht hatte.

Ohne Unterstützung aus der Familie blieb nur der Staat. Doch der Staat hilft nur eingeschränkt. Es gibt Sozialleistungen, aber die setzen voraus, dass man in Deutschland lebt. Es gibt Darlehen für Notfälle, aber nicht in dieser Höhe. Der Mann war auf sich allein gestellt.

Die Frage nach der Eigenverantwortung

Hätte die Situation vermieden werden können? Zweifellos. Eine Auslandskrankenversicherung hätte die Kosten gedeckt. Ein Wohnsitz in Deutschland hätte den Versicherungsschutz erhalten. Kontakt zur Familie hätte im Notfall Hilfe bedeutet. Doch all das hatte er nicht. Er lebte sein Leben nach eigenen Regeln, und nun trug er die Konsequenzen.

Es ist einfach, im Nachhinein zu urteilen. Doch die Frage bleibt: Warum verzichten Menschen auf Absicherung? Ist es Leichtsinn, ist es Selbstüberschätzung, ist es finanzielle Not? Die Antwort ist individuell. Manche können sich eine Versicherung nicht leisten, andere halten sie für überflüssig. Der Preis für diesen Irrtum ist hoch.

Die Perspektive des Krankenhauses

Aus Sicht des Krankenhauses ist die Situation ebenfalls schwierig. Die Klinik hat einen Patienten versorgt, hat Ressourcen eingesetzt, hat Personal beschäftigt. Die Kosten sind real. Wenn der Patient nicht zahlt, macht das Krankenhaus Verlust. Es kann nicht jeder mittellosen Patienten umsonst behandeln, sonst wäre es bald bankrott.

Das Krankenhaus hat versucht, eine Lösung zu finden. Es bot Ratenzahlung an, suchte nach Garantien. Doch nichts führte zum Erfolg. Nun sitzt die Klinik auf einer unbezahlten Rechnung und einem Patienten, den sie nicht entlassen kann. Auch für das Krankenhaus ist die Situation unbefriedigend.

Das Schweigen der Medien

Fälle wie dieser werden selten öffentlich. Die Betroffenen schämen sich, die Krankenhäuser schweigen aus Rücksicht auf ihren Ruf. So bleibt die Situation im Verborgenen. Nur gelegentlich dringt eine Geschichte nach außen, meist durch Zufall oder durch Angehörige, die Hilfe suchen.

Medienberichte könnten Druck erzeugen, könnten Spenden mobilisieren, könnten politische Reaktionen auslösen. Doch sie sind selten. Die Öffentlichkeit erfährt nicht, wie viele Deutsche im Ausland in ähnlichen Situationen stecken. Die Dunkelziffer ist hoch. Der Einzelne bleibt unsichtbar.

Die Zukunft des Patienten

Was wird aus dem Mann? Das ist offen. Vielleicht findet sich doch noch eine Lösung. Vielleicht erlässt das Krankenhaus einen Teil der Schulden. Vielleicht springt eine Organisation ein. Vielleicht schafft er es, nach Deutschland zurückzukehren und dort Insolvenz anzumelden. Doch all das sind Möglichkeiten, keine Gewissheiten.

Wahrscheinlicher ist, dass die Situation weiter schwelt. Der Mann bleibt im Krankenhaus, die Schulden wachsen, die Hoffnung schwindet. Irgendwann wird das Krankenhaus eine Entscheidung treffen müssen. Es kann den Patienten nicht ewig behalten. Doch was dann passiert, weiß niemand. Es gibt keine Blaupause für solche Fälle.

Andere Betroffene

Der deutsche Patient ist kein Einzelfall. Jedes Jahr geraten Touristen und Auslandsdeutsche in ähnliche Situationen. Manche haben Glück und werden gerettet, andere nicht. Die Gründe sind vielfältig: fehlende Versicherung, unerwartete Krankheit, Unfälle, kriminelle Übergriffe. Das Ausland ist schön, aber es birgt Risiken.

Besonders ältere Männer, die in Thailand leben, sind gefährdet. Sie haben oft keine Krankenversicherung mehr, weil sie zu alt sind oder Vorerkrankungen haben. Sie leben von kleinen Renten, haben keine Rücklagen. Wenn dann eine schwere Krankheit auftritt, ist die Katastrophe da. Das System fängt sie nicht auf.

Die Verantwortung des Einzelnen

Jeder, der ins Ausland geht, trägt Verantwortung für sich selbst. Das gilt für Touristen ebenso wie für Langzeitaufenthalte. Eine Auslandskrankenversicherung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Wer darauf verzichtet, spielt mit seinem Leben. Die Geschichte des deutschen Patienten zeigt, wie schnell aus einem kleinen Risiko eine existenzielle Krise werden kann.

Es geht nicht darum, Angst zu schüren. Es geht darum, realistisch zu sein. Krankheiten passieren, Unfälle passieren. Wer dann keine Absicherung hat, steht allein da. Weder der Staat noch private Organisationen werden einspringen. Die Eigenverantwortung ist das zentrale Element. Wer sie vernachlässigt, zahlt den Preis.

Anmerkung der Redaktion

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29 Kommentare zu „1,5 Mio Baht Schulden: Deutscher in Thailand gefangen

  1. Mit einer Lebensmittel Vergiftung akut ins BUMRUNGRAD KH Bangkok gegangen,bevor überhaupt die Behandlung begann wurde mir ( liegend ) erstmal 65.000THB von der Kreditkarte abgebucht. Dann folgte 1Tag und 1 Nacht Aufenthalt.Am Ende waren es 3.600€ .Fazit: Ohne Pkv Ausland wäre das ein teurer Urlaub gewesen.

    1. Stimmt! Wurde in CM behandelt und musste sofort nachdem ich aus der Emergency raus war die erste Rechnung über 100.000 Bath begleichen. Darin waren bereits 3 Wochen Aufenthalt und etliche Check Ups inkludiert. Das KH wartet nicht bis aufs Geld. Bei einer normalen OP habe ich im privat Spital die volle Summe vorab bezahlen müssen bevor ich aufgenommen wurde. Ohne Geld nix los!

      1. Aber was man bekommt…Zimmer,Arzt,Dolmetscher, Medikamentenplan,Behandlung, Verpflegung…..ist absolut 5Strerne+

  2. Auch hier bei WP konnte ich schon in Kommentaren lesen, dass Expats sehr bewusst auf eine passende Krankenversicherung verzichten. Das Internet ist voll von solchen Fällen. Meist liegt es wohl am Geld aber ein Teil geht auch bewusst das Risiko ein, weil man im hier und jetzt besser leben will und keine Angehörigen hat, die einen vermissen werden.
    Warum das Krankenhaus den Patienten aber nicht entlässt, ist mir schleierhaft. Damit steigen die Kosten nur weiter und eine Zahlung wird auch nicht wahrscheinlicher. Ein Ausreiseverbot wäre wohl ausreichend.
    Sein Glück ist hier nur, dass er in einem guten Krankenhaus in Thailand liegt. In anderen Ländern wird mit solchen Fällen deutlich unfreundlicher umgegangen.

  3. Eine Reise-KV zahlt wenn überhaupt nur 1-mal. Dann kommt die Kündigung und mit einer Kündigung seitens der Versicherung ist es (fast) unmöglich eine andere Auslands- oder Reise-KV abzuschliessen. Der brutale Realkapitalismus setzt sich global durch – verordnet von den Globalisten.

    1. Stimmt nicht. Meine Reise-KV zahlte immer auch auf der 3. Reise mit KH Kosten. Habe eine Reise-KV verbunden mit Visa. Bisher hat sie anstandslos 2 Behandlungen und zwei Business Class Flüge bezahlt. Alles per email erledigt.

    2. Ich habe selbst schon die RKV in Anspruch genommen, waren aber nur paar hundert Euro, kenne aber auch Bekannte, die im Ausland im Krankenhaus waren. Keinem wurde die Versicherung gekündigt. Versicherung die ich in den Fällen kenne, waren die Hanse Merkur und die Ergo. Die sind recht verbreitete Auslandskrankenversicherungen.

    3. Was für Globalisten spuken denn in deinem Kopf. Die KV zahlt übrigens alle behanflungskosten wie in de Bedingungen beschrieben, die sollte man natürlich mal lesen.

  4. Das Problem liegt vor allem daran, daß die deutsche gesetzliche Krankenkasse (GKV) außerhalb der EU keine Kosten übernimmt, auch nicht den deutschen Satz.
    Wer sein Leben lang in die GKV einbezahlt hat und damit Flüchtlinge, Hausfrauen/-männer und Kinder finanziert hat steht als Rentner in Thailand plötzlich ohne Versicherung da. Die Private Rentenversicherung ist wegen der geringen gesetzlichen Rente von 48 %, bzw. des Alters oder bestehnder Krankheiten nicht finanzierbar.
    Das ist als ob Sie ein Leben lang in die Rentenkasse einbezahlt habe und wenn Sie nicht mehr Arbeiten können oder in ein Altersheim ziehen, die Rente einfach gestrichen wird.
    Glück hat derjenige der privat versichert war und deshalb 10 % seiner Beiträge als Altersrückstellung ansparen konnte , damit die Beiträge im Alter nicht ins unendliche steigen. Im Gegensatz zur GKV zahlt diese auch im Ausland,

    1. Kein deutscher Rentner wurde gezwungen seinen Ruhestand außerhalb der EU zu verbringen. Dass die GKV keine Leistungen außerhalb übernimmt konnte jeder wissen bevor er nach z.B. Thailand übersiedelt ist. Es ist also alles andere, aber kein Problem das von ein paar „Flüchtlinge, Hausfrauen/-männer und Kinder“ begründet wurde. Ach ja, apropos den glücklichen PKV Kunden. Vielleicht sollte man die mal fragen wie viel sie monatlich trotz Altersrückstellungen abdrücken müssen. Aber Vorsicht, nicht schwindlig werden wenn das fast schon mehr sein sollte als ein Durchschnittsrentner überhaupt an Rente hat.

      1. Für alle, die sich damit liebäugeln:
        Ich bin in Deutschland privat versichert und Rentner von Beruf. Die Bruttorente beträgt ca 2850 € einschließlich KV-Zuschuss durch die DRV von ca 350 €. Ich überweise an meine PKV ab 1. Januar 2026 monatlich ca. 1150 € (einschließlich Pflegeversicherung und Zahnersatz-Zusatzbeitrag). Auslandsaufenthalte innerhalb der EU sind max. 4 Monate pro Jahr mitversichert; außerhalb der EU meines Wissens (müsste nachguggen) 1 Monat; wobei ich finanziell in Vorleistung gehen muss bei medizinischen Kosten (auch bei KRH-Aufenthalt, sofern die PKV mit dem KRH keine direkte Kostenübernahme vereinbaren kann). Von mir bezahle Kosten erhalte ich in dem Umfang von der PKV zurück, der in D anfallen würde.

        Daneben habe ich eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen, die nach meinem Gefühl sehr gut leistet einschließlich Rücktransport etc. und das zu moderaten Beiträgen (Jahresbeitrag 40 €) – allerdings nur für Neuerkrankungen oder Unfällen etc.; abgeschlossen hatte ich die nach Ende der ersten Corona-Pandemie, weil ich die bei der Einreise nach Thailand vorweisen musste.

        1. Danke für die detaillierte Antwort. Wie man nachlesen kann, sind PKV-Kunden als Residenten (nicht Urlauber!!) nicht automatisch im Ausland weiterhin versichert. Und das wie ich schon erwähnte zu Beiträgen die mancher nicht einmal als Rentner erhält.

  5. Nach dem ich – diesen – Bericht intensiv gelesen habe steht, für mich persönlich fest, den Traum mich hier -dauerhaft – niederzulassen, werde ich nicht weiter verfolgen. Trotz jeglicher Vorsorge + Vermögen das ich in meinem -Restleben- nicht mehr auszugeben vermag, das bei nur einer kleinen Rente von nicht einmal 1100 EURO, sind die gesundheitlichen Risiken in Thailand – für mich – nicht überschaubar. Wer hier dauerhaft lebt, MUSS abgesichert sein – durch eine DAUERHAFTE Auslandskrankenversicherung – ABER bitte NICHT nach thail.Standard – die dann zahlreiche Klauseln enthält, die der Ausländer in der Regel NICHT versteht, die dann wenn es darauf ankommt – die Zahlung – verweigert oder einstellt. Für Ausländer NICHT akzeptabel. Ausklicken aus dem – deutschen Sozialsystem – ohne Rückkehrmöglichkeit ebensowenig. Urlaub bzw. Aufenthalt in Thailand – so lange wie möglich – gerne, nur sollte man nicht versäumen, zwischenzeitlich, mal wieder in der „alten Heimat“ aufzutauchen – nach einigen Wochen / Monaten – dann gerne wieder einen Flug nach Thailand buchen. Das sollte die “ vernünftigere “ Alternative zu sein.

    1. Mit 1100 € Rente, würde ich nicht mal im Traum daran denken nach TH auszuwandern. DE muss dich wieder aufnehmen. Wie oft werden hier Unwissenheit verbreitet. Omg

      1. “ selig sind die UNWISSENDEN “ das trifft auch Klaus Krüger zu. Es ist doch schön zu sehen wie sich – ANDERE – um meine finanziellen Defizite kümmern ( die ich aber keinesfalls habe) . Das habe ich aber auch – genauso – hier geschrieben. Kleine Rente ist – nur das kleinere Detail – meiner finanziellen Existenz (ca.25%) + dann kommt noch VIEL mehr. Aber wie heißt es so schön: Wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil. Ich wünsche allen hier aus Pattaya – ein frohes Weihnachten (+ laßt dich nicht ärgern K.K.)

  6. Ach, meine Rente wird auch sehr klein sein. Zum Leben ohne Miete reicht sie aus. PKV wird durch den Verkauf der ETW gedeckt, die Depot Erträge sollten diese Ausgaben im Mittel decken. Statt Riestern hatte ich dann nach 4 Jahren ansparen lieber eine Wohnung in einer größeren Stadt gekauft. Riester hätte ich auch so unter das Kopfkissen legen können, nach Abgaben wäre trotz Inflation netto das selbe Ergebnis bei herum gekommen. Damals gab es noch nicht den Sockelfreibetrag von €200,- bei der Grundsicherung im Alter.

  7. Den Leuten in Deutschland ist gar nicht bewußt, welch kleine Rente, sie einmal bei Rentenbeginn erwartet – auch – weil schon IN DER SCHULE -keinerlei Finanzplanung unterrichtet wird-, das sollte verpflichtend schon, spätestens ab der 7 Klasse eingeführt werden.

    Manchmal habe ich schon den Eindruck – das ist politisch “ nicht gewollt “ – ob ich falsch liege, das darf jeder selber entscheiden. Nur Tatsache ist auch – ein politisch nicht aufgeklärtes Volk – läßt sich einfacher führen, wohin das “ führen “ kann haben uns ja die 30er Jahre gezeigt + sind auch die Blaupause für den Aufstieg der AFD.

    1. Toll Thre Forderung,
      glauben Sie, dass 12-Jährige an finanzieller Ausbildung interessiert sind? Gehen Sie mal in die Schulen und schauen sich die Realität an, die Jugendlichen haben Träume, jenseits der Realität.
      Ein Teil der Erwachsenen hat keine Ahnung von Finanzierung und Alterssicherung, verlässt sich auf den Staat, schimpft, wenn nicht alles bezahlt wird. Und Sie glauben, die Schule kann das Problem lösen?
      Ich war bis zu meiner Rente Berufsschullehrer und habe versucht den Schülern, Azubis, die ihr eigenes Geld verdienen, finanzielle Allgemeinbildung näher zu bringen. Es scheitert an mathematischen Grundkenntnissen, Dreisatz, Prozentrechnung ist für viele schon höhere Mathematik.
      Also nicht nur meckern, sondern es selbst vormachen, DANN reden wir weiter.

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