Tragödie am Rajjaprabha-Damm:
Bootsunglück fordert Leben einer Reiseleiterin
16 Touristen unverletzt gerettet
SURAT THANI – Ein Ausflugsboot ist am Sonntag, den 20. Juli 2025, auf dem Rajjaprabha-Stausee in der Provinz Surat Thani gekentert. Bei dem Unglück kam die 44-jährige Reiseführerin Thassawan ums Leben, während alle 16 ausländischen Touristen – darunter fünf Belgier und elf Niederländer – sowie der Bootsführer unverletzt gerettet werden konnten.
Boot kentert plötzlich
Reiseleiterin tot
Gegen 11:28 Uhr schlug das Ausflugsboot auf dem Stausee im Khao Sok Nationalpark leck und sank. Laut Nirut Saetan, dem Leiter des Touristen-Servicezentrums am Ban Cheow Lan Pier, waren insgesamt 18 Personen an Bord. Die geretteten Touristen wurden sofort an Land gebracht und medizinisch versorgt. Die Reiseleiterin Thassawan, die eine gültige Lizenz bis November 2029 besaß, hatte jedoch Wasser geschluckt und wurde umgehend ins Ban Ta Khun Krankenhaus gebracht. Dort verstarb sie gegen 12:30 Uhr.

Ursache noch unklar
Nationalpark-Chef verspricht Aufklärung
Teekhawut Sriburin, der Leiter des Khao Sok Nationalparks, bestätigte, dass die Behörden nun intensiv ermitteln, warum das Boot kenterte. „Wir prüfen alle möglichen Faktoren – von Wetterbedingungen bis hin zu technischen Mängeln“, erklärte er. Der Rajjaprabha-Damm ist ein beliebtes Ausflugsziel, doch Sicherheitsvorkehrungen stehen nach diesem Vorfall erneut auf dem Prüfstand.
Touristen unverletzt
Trauer um erfahrene Reiseführerin
Während die ausländischen Gäste mit dem Schrecken davonkamen, trauern Kollegen und Einheimische um Thassawan, die seit Jahren als lizenzierte Reiseleiterin arbeitete. „Sie war äußerst professionell und bei allen geschätzt“, berichtete ein Mitarbeiter des Touranbieters. Die betroffenen Touristen wurden in nahegelegene Hotels gebracht und psychologisch betreut.

Sicherheitsdebatte: Werden Bootstouren künftig strenger kontrolliert?
Das Unglück wirft erneut Fragen nach den Sicherheitsstandards für Bootstouren in thailändischen Nationalparks auf. Obwohl der Rajjaprabha-Stausee normalerweise als sicher gilt, könnte dieser Vorfall zu schärferen Kontrollen führen – insbesondere bei der Ausrüstung und der Ausbildung der Bootsführer.
Was jetzt passiert:
• Ermittlungen der Nationalparkbehörde und Marinepolizei
• Überprüfung aller Boote im Khao Sok Nationalpark
• Psychosoziale Betreuung der betroffenen Touristen



