1,75 Mrd. Baht verstauben – Kaum einer will billig verreisen

🏖️❌ Urlaub zum halben Preis – und keiner will ihn?! 🔍 Warum ignorieren Millionen Thais den 50%-Deal?

wb-kb-20250713-111811
Travel News Digest
Google Werbung

Staatliches Urlaubsprogramm stößt auf taube Ohren: 
Nur 91.000 Thais nutzen Rabattaktion 

Enttäuschende Bilanz nach zwei Wochen 
Bangkok – Das mit 1,75 Milliarden Baht (ca. 49 Mio. USD) dotierte Förderprogramm für den Inlandstourismus kommt nicht wie geplant in Fahrt. Obwohl sich 1,58 Millionen Thais registriert hatten, haben bislang nur 91.008 Personen die staatlichen 50%-Rabatte tatsächlich in Anspruch genommen. 

Damit bleiben satte 408.992 Förderplätze ungenutzt – ein herber Dämpfer für die Regierung, die mit der Aktion die angeschlagene Tourismusbranche ankurbeln wollte.

Wirtschaftskrise als Reisebremse

Tourismusminister Sorawong Thienthong führt die schwache Nachfrage auf mehrere Faktoren zurück: „Die wirtschaftliche Lage, begrenzte Hotelkapazitäten und anfängliche technische Probleme haben viele abgeschreckt.“ Tatsächlich ist das Angebot mit nur 5.254 zugelassenen Unterkünften verschwindend gering im Vergleich zu den 40.000 Bewerbern. Viele Interessenten klagen über mangelnde Auswahl und komplizierte Buchungsprozesse.

Bürokratie killt Begeisterung

Besonders der langwierige Zulassungsprozess für Hotels habe dem Projekt früh geschadet, räumt der Minister ein. Zudem sorgten Systemfehler in den ersten Tagen für Frust. Obwohl diese mittlerweile behoben seien, bleibt die Resonanz mau. Sorawong macht jedoch deutlich: „Eine Verlängerung über Oktober hinaus ist ausgeschlossen.“ Dabei war das Programm bereits einmal verlängert worden, um die Hauptreisesaison abzudecken.

Letzte Hoffnung: 
Last-Minute-Buchungen

Das Tourism Authority of Thailand (TAT) beobachtet die Entwicklung mit Spannung. Sollten Mittel übrig bleiben, könnte die Anzahl der Förderplätze eventuell aufgestockt werden – ohne zusätzliche Haushaltsmittel. Doch angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und der US-Zollerhöhungen, die Thailands Exporte treffen, scheinen viele Bürger ihr Geld lieber zusammenzuhalten.

Was als Rettungsanker für den heimischen Tourismus gedacht war, droht zum Milliarden-Grab zu werden. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Last-Minute-Urlauber die Statistik noch retten – oder ob das Projekt als teures Lehrstück in die Geschichte eingeht.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.