241 Tote in sechs Tagen – Neujahr wird zur Tragödie

Illegale Drogen am Strand – Polizei schlägt zu
The Nation

BANGKOK – Die Zahlen sind ein Schock. Während der sechs Neujahrsfeiertage starben auf Thailands Straßen 241 Menschen. Über 1.300 wurden verletzt. Eine grausame Bilanz, die zeigt: Der Kampf für mehr Sicherheit ist noch lange nicht gewonnen.

Jeden Tag sterben 40 Menschen

Die Statistik des Katastrophenschutzes (DDPM) für die Zeit vom 30. Dezember bis zum 4. Januar ist erschütternd. Es gab 1.364 gemeldete Unfälle.

1.313 Menschen wurden verletzt. 241 Menschen ließen ihr Leben. Das sind im Schnitt fast 40 Tote pro Tag.

Der 5. Januar allein brachte 175 Unfälle, 174 Verletzte und 27 Todesopfer. Der Trend ist ungebrochen schrecklich.

Motorräder und Rasen als tödliche Mischung

Die Hauptursachen sind klar. Geschwindigkeitsüberschreitungen (32,6%) und gefährliche Überholmanöver (30,9%) kosten die meisten Leben.

Das gefährlichste Fortbewegungsmittel ist das Motorrad. Es ist in fast 70 Prozent aller Unfälle verwickelt.

Die meisten Crashs passieren auf geraden Strecken (84,6%) – oft auf Landstraßen, wo hohes Tempo verlockend ist.

Diese Provinzen sind die gefährlichsten

Die traurigen Spitzenreiter sind ausgewiesen. Phuket meldete mit 50 die meisten Unfälle und 53 Verletzte.

Bangkok führt die Todesstatistik mit 20 Getöteten an. In Narathiwat gab es am 5. Januar die meisten Einzel-Unfälle (12).

Ein kleiner Lichtblick: Sieben Provinzen verzeichneten in der gesamten sechstägigen Phase null Todesfälle.

Junge Fahrer sind besonders gefährdet

Die Statistik zeigt ein klares Altersproblem. Die 20- bis 29-Jährigen sind die am stärksten betroffene Gruppe.

Fast 19 Prozent aller Verletzten und Getöteten fallen in dieses Alter. „Jugendlicher Leichtsinn und Risikobereitschaft spielen eine Rolle“, so ein Verkehrsexperte.

Die Unfall-Hochzeit liegt zwischen 9 und 12 Uhr mittags – oft auf der Rückreise von Partys oder Familienbesuchen.

Was die Behörden jetzt tun müssen

DDPM-Vize Saharat Wongsakulwiwat fordert schärfere Maßnahmen. Kontrollen und Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen aufrechterhalten werden.

Besonders auf Zubringerstraßen nach Bangkok ist Vorsicht geboten. Die Fahrer sind müde von langen Reisen.

„Wir müssen weiter Service-Punkte und Rastplätze anbieten, um übermüdetes Fahren zu verhindern“, appelliert Saharat.

So können Sie sich schützen

Die Behörden raten zu erhöhter Vorsicht. Besonders in Küstenprovinzen wie Samut Prakan oder Bangkok drohen durch Springfluten überflutete Straßen.

Nutzen Sie bei Unfällen die 24-Stunden-Hotline 1784. Melden Sie rücksichtslose Fahrer.

Jeder Einzelne ist gefordert. Runter vom Gas, mehr Abstand, kein Alkohol am Steuer. Nur so wird die Zahl der Opfer sinken.

🗣 Wie viele Tote braucht es noch, bis sich etwas ändert?

Jedes Jahr dieselben Warnungen, dieselben Kampagnen – und doch wieder Hunderte Opfer in wenigen Tagen.

Sind Kontrollen zu lasch, Strafen zu mild oder das Risikobewusstsein schlicht zu gering?
Warum gilt Alkohol als Tabu, aber Tempo und Müdigkeit noch immer nicht?
Was müsste konkret passieren, damit diese Zahlen endlich sinken?

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Quelle: The Nation

5 Kommentare zu „241 Tote in sechs Tagen – Neujahr wird zur Tragödie

  1. Diejenigen, die noch im Laufe der kommenden Tage, Wochen oder Monate ihr Leben unfallbedingt aushauchen werden, fallen einfach durch den Raster.
    Thailandweit noch 8-10 % dazugerechnet wird nicht nicht übertrieben sein.
    Alle Jahre wieder kommt…..die gleiche Tragödie so sicher wie Verkehrsvorschriften Makulatur sind!

  2. Konsequentes handeln der Polizei!
    Und das nicht nur bei Straßensperren. Es wäre mal interessant zu erfahren, wieviel Tote Zweiradfahrer ohne Helm und Schutzkleidung verunglückt sind. Die Todesfälle könnten sicher reduziert werden, wenn die Leute einen Helm und Schutzkleidung tragen würden.

    1. 85% mindestens.
      Denn einen Helm auf dem Kopf zu haben, machts nicht!
      Der Kinnriemen muss auch geschlossen sein. Und das ist meistens nicht der Fall.

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