300.000 Baht Callcenter-Betrug in Chiang Mai enttarnt

💳 Bank-Alarm verhindert Betrug: In Chiang Mai nahm die Polizei vier Verdächtige fest und stellte 300.000 Baht sicher. Hinter dem Konto soll ein Callcenter-Netzwerk mit Drahtzieher in China stehen. Wie weit reicht das System?

300.000 Baht Callcenter-Betrug in Chiang Mai enttarnt
KhaoSod English
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CHIANG MAI, THAILAND – Die Polizei in Chiang Mai hat nach einem Hinweis einer Bank vier Verdächtige festgenommen und 300.000 Baht aus einem mutmaßlichen Mule-Konto eines Callcenter-Betrugs sichergestellt. Ermittler sehen einen Zusammenhang mit einem Online-Betrug, bei dem ein Opfer insgesamt 2,4 Millionen Baht verlor und der offenbar von einem chinesischen Hintermann gesteuert wurde.

Alarm aus der Bankfiliale

Gegen 15.55 Uhr sei die Polizeiregion 5 von der Abteilung für Finanzkriminalität der Krungthai Bank über eine verdächtige Auszahlung in der Filiale Pratu Chiang Mai informiert worden, teilten die Behörden mit.

Als Einsatzkräfte wenig später in der Filiale an der Chang Lor Road im Stadtteil Phra Singh eintrafen, trafen sie auf eine Frau, die gerade versuchte, 300.000 Baht in bar abzuheben.

Festnahme der Hauptverdächtigen

Bei der Frau handelt es sich nach Polizeiangaben um die 33-jährige Chuda Mangma aus der Provinz Khon Kaen, die am Schalter mit Bargeld, einem Bankbuch, einer ATM-Karte und einem Mobiltelefon angetroffen wurde.

Sie habe eingeräumt, das Konto auf Anweisung eröffnet zu haben und das Geld nicht zu besitzen, sondern lediglich zur Abhebung angewiesen worden zu sein, erklärten die Ermittler.

Drei mutmaßliche Komplizen in der Nähe gestellt

Im Zuge der weiteren Fahndung nahmen Beamte drei mutmaßliche Komplizen fest, die den Abhebevorgang in der Nähe beobachtet und gesteuert haben sollen, darunter den 27-jährigen myanmarischen Staatsbürger Arr Wai als mutmaßlichen Koordinator.

Ebenfalls festgesetzt wurden der 37-jährige Myanmaren Phipop, auch bekannt als Sang, Inhaber einer rosafarbenen Karte für Staatenlose, sowie der 25-jährige Jongfu, auch Afu genannt, der nach Polizeiangaben keinen zivilrechtlichen Registrierungsstatus besitzt.

Verbindungen zu Online-Betrug und Einwanderungsrecht

Aus den Kontobewegungen gehe hervor, dass kurz vor der geplanten Auszahlung ein Opfer 300.000 Baht auf das betroffene Konto überwiesen habe, was zu einer Online-Betrugsanzeige in der Provinz Saraburi mit einem Gesamtschaden von 2,4 Millionen Baht gehört.

Gegen einen der Verdächtigen werde zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Immigration Act 1979 ermittelt, teilte die Polizei mit.

Spur zu ausländischem Hintermann

Alle vier Festgenommenen seien der Polizeistation Mueang Chiang Mai überstellt worden, wo gegen sie nun strafrechtliche Schritte eingeleitet werden, hieß es weiter aus Ermittlerkreisen.

Die Gruppe habe angegeben, auf Anweisungen eines chinesischen Bosses gehandelt zu haben, während thailändische Beteiligte Hotels und Mietwagen organisierten, Ausgaben übernahmen und Personen zum Kontoeröffnen und Geldabheben anwarben, wobei die Polizei nach eigenen Angaben bereits Beweise gegen mindestens zwei weitere Verdächtige gesammelt habe und die Ermittlungen ausweiten will.

Bank reagiert schnell – reicht das?

300.000 Baht sollten gerade abgehoben werden – doch der Alarm der Bank stoppte die Auszahlung. Vier Verdächtige wurden festgenommen, die Spur führt offenbar zu einem chinesischen Drahtzieher.

Wie effektiv sind solche Kontrollen wirklich? Sollten Banken noch früher eingreifen? Und wie groß ist das Problem der sogenannten Mule-Konten in Thailand?
Was meinst du – Einzelfall oder Teil eines größeren Netzwerks? Schreib es in die Kommentare.

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Quelle: KhaoSod English

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