50 Festnahmen bei Großrazzia in Lopburi

50 Festnahmen bei Großrazzia in Lopburi
ThaiPBS

Großrazzia in Lopburi: 
50 Festnahmen und 12.000 Drogenpillen sichergestellt 

Ein massiver Polizeieinsatz in der thailändischen Provinz Lopburi. Unter dem Codenamen„Operation Fah Rung Krung Lavo“(Dämmerung über der Stadt Lavo) durchsuchten Beamte 50 verdächtige Orte – darunter die Häuser eines Lokalpolitikers und des Bruders eines Mönchssekretärs. Das Ergebnis: Dutzende Festnahmen, beschlagnahmte Waffen und tausende Drogenpillen.

Schlag gegen Drogen, Waffen und organisierte Kriminalität

Die Razzia wurde von Polizeigeneral Akkaradech Pimolsri, Sonderberater der Königlich-Thailändischen Polizei, geleitet. Bei einer Pressekonferenz erklärte er, die Aktion sei Teil einer landesweiten Initiative, um Drogenhandel, illegale Waffen und Auftragsmorde zu bekämpfen.

Die Bilanz der Operation ist beeindruckend:
39 Drogenhändler festgenommen
12.350 Methamphetamin-Pillen, 1,47 Gramm Ketamin und 20,24 Gramm Crystal Meth beschlagnahmt
16 Schusswaffen und 266 Schuss Munition sichergestellt
✔ Zwei gesuchte Straftäter gefasst
✔ Ein verdächtiges Fahrzeug (schwarzer Honda Jazz) beschlagnahmt

„Wir werden nicht nachlassen, bis die öffentliche Sicherheit wiederhergestellt ist“, betonte Akkaradech. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Verdachtsfälle über die Hotlines 191 oder 1599 zu melden.

Politiker und Mönchssekretär im Fokus

Besonderes Aufsehen erregten die Durchsuchungen im Haus eines Lokalpolitikers und der Wohnung des jüngeren Bruders eines Sekretärs eines prominenten Abts. Obwohl die genauen Hintergründe noch unklar sind, deutet dies auf mögliche Verbindungen zwischen kriminellen Netzwerken und einflussreichen Persönlichkeiten hin.

Journalisten entdeckten zudem, dass mindestens zwei Besprechungsräume im Polizeipräsidium von Lopburi den Namen und das Bild des Abts von Wat Phra Bat Nam Phu tragen – ein Hinweis auf finanzielle Unterstützung durch den Tempel. Der Mönch steht bereits seit längerem wegen rechtlicher Unregelmäßigkeiten in der Kritik.

Lebenslange Haftstrafen und Todesstrafe möglich

Die Festgenommenen müssen sich nun vor Gericht verantworten. Bei Drogendelikten dieser Größenordnung drohen lebenslange Haftstrafen oder sogar die Todesstrafe. Die Polizei kündigte an, die Ermittlungen fortzusetzen, um mögliche Hintermänner zu identifizieren.

Für die Einwohner Lopburis ist die Razzia ein wichtiges Signal: „Endlich tut sich was gegen die Kriminalität hier“, sagt ein Anwohner. 

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