Tragödie in Phitsanulok: Ehepaar stirbt nach Kuh-Crash
Ein herrenloses Rind wurde einem Ehepaar aus der Provinz Phitsanulok zum Verhängnis. Ihr Auto kollidierte mit der Kuh, überschlug sich und landete in einem wassergefüllten Graben. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starben beide Insassen noch an der Unfallstelle.
Tödlicher Aufprall in der Morgendämmerung
Gegen Tagesanbruch des Unglückstages befuhr das Ehepaar Uthis (53) und Chatthanok (50) mit ihrem weißen Honda Jazz den Highway 12 in der Nähe von Ban Nam Tok Poi. Plötzlich tauchte eine Kuh auf der Fahrbahn auf – ein Aufprall war unvermeidbar. Das Fahrzeug schleuderte quer, überschlug sich und versank in einem mit Wasser gefüllten Straßengraben.
Augenzeugen alarmierten sofort die Rettungskräfte, die mit hydraulischen Rettungsscheren die Leichen aus der Unfallwrack bergen mussten. Die Überreste des Fahrzeugs wurden völlig demoliert aus dem Wasser gezogen. „Es war eine schreckliche Szene“, berichtete ein Augenzeuge. „Das Auto war kaum wiederzuerkennen.“
Viehherde trieb seit Stunden unbeaufsichtigt umher
Lokalbeamte gaben an, dass bereits seit dem Vorabend etwa zehn Rinder unbeaufsichtigt in der Gegend umherstreiften. Die Tiere hatten bereits zwei frühere Unfälle verursacht – einen mit einem Pickup und einen mit einem Lastwagen, bei denen zwei Kühe getötet wurden. Glücklicherweise waren bei diesen Vorfällen keine Personen zu Schaden gekommen.
Die Anwohner zeigten sich schockiert über die wiederholten Vorfälle. „Die Herde läuft hier seit Tagen frei herum“, klagte ein Dorfbewohner. „Irgendwann musste es doch mal krachen!“ Am Unfallort sammelte sich schnell eine Menschenmenge an, die bestürzt auf die Tragödie blickte.
Ehepaar auf frommer Mission unterwegs
Laut Aussagen der Angehörigen war das Paar auf dem Weg von ihrem Heimatort Khek Yai in die Provinz Uttaradit, wo sie einen Dharma-Vortrag halten sollten. Die beiden waren in ihrer Gemeinde als fromme Buddhisten bekannt und engagierten sich regelmäßig in ihrer Tempelgemeinschaft.
„Sie waren wunderbare Menschen, immer bereit, anderen zu helfen“, erzählte ein Verwandter unter Tränen. „Dass sie jetzt auf so tragische Weise ums Leben kommen, ist unfassbar.“ Die Leichname wurden zur Obduktion ins Buddhachinaraj Krankenhaus überführt.
Viehalter muss mit Konsequenzen rechnen
Die Polizei ermittelt nun intensiv, wem die verantwortliche Viehherde gehört. Der Besitzer muss mit ernsthaften rechtlichen Konsequenzen rechnen. „Fahrlässigkeit mit Todesfolge“ lautet der wahrscheinliche Vorwurf, der eine empfindliche Strafe nach sich ziehen kann.
Immer wieder kommt es zu teilweise tödlichen Unfällen, weil Tiere unbeaufsichtigt umherstreifen. Verkehrssicherheitsexperten fordern seit Jahren schärfere Kontrollen und höhere Geldstrafen für verantwortungslose Tierhalter.



