Schock in Thailand: Bank sperrt Ausländer-Konten ohne Vorwarnung
Tausende Deutsche und Expats stehen plötzlich ohne Geld da
Finanz-Alptraum in Thailand! Die Bangkok Bank hat seit Mai 2025 Tausende Konten von Ausländern ohne jede Vorwarnung eingefroren und damit eine beispiellose Krise für Deutsche, Rentner und Touristen ausgelöst. Besonders dramatisch: Ein Hua Hin-Resident lag im Krankenhaus und konnte seine lebensrettende Behandlung nicht bezahlen, weil er am Geldautomaten der Klinik erfuhr, dass sein Konto gesperrt war! Andere wurden beim Bezahlen von Mahlzeiten oder beim Einkaufen eiskalt erwischt – QR-Zahlungen funktionierten nicht, Bargeld war nicht verfügbar.
Die verschärften Identitätsprüfungen der Bank sollen angeblich Finanzbetrug, Geldwäsche und sogenannte „Maultier-Konten“ für Betrügereien bekämpfen, folgen internationalen „Know Your Customer“-Standards. Doch die plötzlichen Sperrungen haben zu massiven Störungen für Expats und Touristen geführt. Ein Facebook-Post am 21. August auf der Hua Hin Today-Seite zog über 230 Kommentare von betroffenen Kunden nach sich, dazu Dutzende E-Mails mit ähnlichen Erfahrungen. Viele berichteten, dass ihre Konten selbst nach stundenlangem Anstehen zur Identitätsprüfung tagelang gesperrt blieben.
Expats berichten von Finanz-Horror und Überlebenskampf
Die Berichte der Betroffenen lesen sich wie ein Survival-Thriller: Elżbieta H. erhielt eine Benachrichtigung, dass sie 30 Tage Zeit für die Kontoverifizierung hätte – ihr Konto wurde aber sofort gesperrt. „Wir können kein Bargeld von Geldautomaten abheben, nicht mit Karte bezahlen oder scannen, keine Überweisungen machen“, klagte sie verzweifelt. Eric B. wurde am 19. August aufgefordert, seine ursprüngliche Filiale zu besuchen, nur um festzustellen, dass sein Konto am selben Tag eingefroren wurde. Nach zwei Bankbesuchen explodierte sein Frust: „Ich bin sauer auf die Bangkok Bank, weil sie unsere Konten ohne Warnung einfriert und Menschen ohne Zugang zu Bargeld für ihre Ausgaben lässt!“
Gary P., ein Rentner, wurde sogar zweimal gesperrt – im Mai und August – und musste jedes Mal zu seiner ursprünglichen Filiale reisen. „Im Westen wurde ich noch nie aus meinem eigenen Bankkonto ausgesperrt. Hier fühle ich mich, als würden meine Vermögenswerte beschlagnahmt, bis ich beweisen kann, dass ich Zugang verdiene“, beschreibt er seine Ohnmacht. Philip W. entdeckte seine Kontosperrung im Krankenhaus, als er Bargeld für Arztrechnungen abheben wollte: „Es ist ein sehr schlechter Service, erst zu sperren ohne vorherige Ankündigung.“
Stundenlange Warteschlangen und siebentägige Konto-Folter
Die Prozedur zur Konto-Entsperrung gleicht einem Spießrutenlauf: Kunden müssen ihre ursprüngliche Filiale mit Pass, Visum, Arbeitserlaubnis, Führerschein oder Adressnachweis vom Immigration Office und Einkommensnachweisen aufsuchen. Biometrische Überprüfungen können erforderlich sein, und Konten bleiben bis zu sieben Tage nach der Verifizierung gesperrt. Die YouTuber „We Retired to Thailand“ warteten über vier Stunden in ihrer Filiale, gefolgt von einer weiteren Stunde Papierkram. „Uns wurde gesagt, unsere Konten würden in 3-5 Werktagen entsperrt“, berichteten sie.
Sam S., der sein Konto in Nord-Pattaya eröffnete, aber in Hua Hin lebt, wartete 4,5 Stunden: „Mein Konto wird 7 Werktage gesperrt sein, bis die Zentrale meine Daten bestätigt. Pech, wenn die Bangkok Bank deine einzige Geldquelle ist.“ Philip McC. wurde sogar geraten, zu seiner ursprünglichen Filiale in Jomtien, Pattaya, zurückzukehren – mit Reise- und Übernachtungskosten. Jacques E. verlor komplett das Vertrauen: „Es ist ein unglaublicher Mangel an Respekt gegenüber Kunden“ – er schloss sein Bangkok Bank-Konto und hält nur noch minimale Guthaben bei einer anderen lokalen Bank.
Millionenschwere Betrugs-Razzia löste Konto-Chaos aus
Der Auslöser für die drastischen Maßnahmen war ein Vorfall am 21. Mai in Pattaya, bei dem Bankangestellte wegen Unterstützung eines chinesischen Betrugssyndikats verhaftet wurden. Die Polizei entdeckte 477 verdächtige Konten, die mit 2.084 landesweiten Fällen in Verbindung stehen und Schäden von geschätzten 2,2 Milliarden Baht (67,3 Millionen Euro) verursachten. Die Regulierungsmaßnahmen der Bank of Thailand treffen Touristen und Kurzzeitvisa-Inhaber am härtesten – einige Konten werden komplett geschlossen, während Langzeit-Expats mit Renten-, Arbeits- oder Heiratsvisa nur temporär gesperrt werden.
Kontosperrungen können auch durch nicht übereinstimmende SIM-Karten-Details oder große Abhebungen über 50.000 Baht (etwa 1.530 Euro) ausgelöst werden. Besonders Agentur-Konten stehen unter verschärfter Beobachtung. Jeff S., ein 62-jähriger Amerikaner mit Rentnervisum, brachte die Verzweiflung auf den Punkt: „Sie haben mein Geld in ihrer Bank und ich kann nicht darauf zugreifen. Ich bin ein pensionierter Rentner, kein Betrüger. Das ist ziemlich lächerlich!“ Die Bangkok Bank hat die Maßnahmen als notwendig zur Einhaltung von Anti-Geldwäsche-Vorschriften verteidigt, aber keinen klaren Zeitplan für das Ende der verschärften Prüfungen genannt.



