Tödliche Löwen-Attacke
Safari World Bangkok nach Drama geschlossen
Im bekannten Safari World Park in Bangkok wurde ein Mitarbeiter von fĂŒnf Löwen vor den Augen entsetzter Touristen angegriffen und getötet. Die Regierung hat sofortige Untersuchungen eingeleitet â mit beunruhigenden Ergebnissen.
Tödliche Attacke im Drive-through-Bereich
Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 10. September im Safari World Park in Bangkok. Der 58-jĂ€hrige Mitarbeiter Herr Jian stieg aus seinem Fahrzeug, als plötzlich fĂŒnf Löwen ihn angriffen. Vor den Augen zahlreicher Touristen wurde der Mann gerammt und getötet.
Der Park wurde sofort vollstĂ€ndig evakuiert und vorlĂ€ufig geschlossen. âWir haben die Sicherheit aller Besucher und Mitarbeiter als PrioritĂ€tâ, erklĂ€rte Herr Athaphon Charoenchansa, Direktor der Nationalparks- und Wildtierabteilung. Die Löwen wurden in ihre Gehege zurĂŒckgebracht, wĂ€hrend die Ermittlungen begannen.
Regierung enthĂŒllt schockierende Zahlen
Bei der ĂberprĂŒfung der TierbestĂ€nde kam Erschreckendes ans Licht: Offiziellen Aufzeichnungen zufolge hielt der Safari-Park 45 Löwen â doch nur 32 sind noch am Leben. Dreizehn Löwen sind bereits verstorben. Die Behörden prĂŒfen nun, ob die tatsĂ€chliche Zahl der Tiere mit den gemeldeten ĂŒbereinstimmt.
âWir untersuchen genau, ob alle Vorschriften eingehalten wurdenâ, so Athaphon. Der Park besitze eine legale Genehmigung fĂŒr die Haltung der Tiere und die DurchfĂŒhrung von Zoo-AktivitĂ€ten. Dennoch werfen die hohe Sterberate und der tödliche Vorfall ernste Fragen auf.
Wie konnte es zu der Tragödie kommen?
Erste Untersuchungen deuten auf ein menschliches Versagen hin. Der erfahrene Mitarbeiter hatte offenbar gegen Sicherheitsprotokolle verstoĂen, indem er das Fahrzeug im Drive-through-Bereich verlieĂ. In diesem Bereich fahren Besucher normalerweise mit eigenen Autos durch die Gehege, wĂ€hrend die Tiere frei herumlaufen.
Löwenexperten erklĂ€ren: âLöwen sind Raubtiere mit starkem Jagdinstinkt. Jede Bewegung, die als Bedrohung oder Beute interpretiert werden könnte, kann einen Angriff auslösen.â Die fĂŒnf beteiligten Löwen wurden vorĂŒbergehend unter QuarantĂ€ne gestellt.
Touristen traumatisiert
Park in der Krise
Augenzeugen berichten von traumatischen Szenen. âEs war schrecklich â die Löwen sprangen plötzlich auf den Mann zu und wir konnten nichts tunâ, schildert eine sichtlich geschockte Besucherin. Der Vorfall wirft ein schlechtes Licht auf thailĂ€ndische Wildtierparks, die bereits in der Vergangenheit fĂŒr fragwĂŒrdige Haltungsbedingungen kritisiert wurden.
Der Safari World Park war bereits vor Jahren in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass Tiger sediert wurden, damit Besucher Fotos mit ihnen machen konnten. Die aktuellen Vorkommnisse könnten nun existenzielle Folgen fĂŒr den Park haben.
Die thailĂ€ndische Regierung hat eine umfassende ĂberprĂŒfung aller Zoo- und Safari-Parks des Landes angekĂŒndigt. Besonderes Augenmerk liegt auf Sicherheitsprotokollen und den Haltungsbedingungen der Tiere.



