Ein skurriles Video aus Nakhon Sawan sorgt landesweit für Empörung: Vier Erwachsene auf einem Motorrad, eine Frau in freizügiger Sitzposition auf dem Fahrer. Die Aufnahme ging viral – doch jetzt melden sich die Beteiligten zu Wort und liefern eine überraschende Erklärung.
TikTok-Eklat:
So entstand das skandalöse Video
Am 8. September gegen Abend auf der Phahon Yothin Road in Nakhon Sawan: Eine Thai-Frau filmt eine unglaubliche Szene und lädt sie auf TikTok hoch. Zu sehen sind vier Personen auf einem einzigen Motorrad – darunter eine Frau, die dem Fahrer zugewandt auf seinem Schoß sitzt. Die Aufnahme verbreitet sich wie ein Lauffeuer und sorgt für Welle der Kritik.
„Ich war alarmiert von dem gefährlichen Verhalten“, kommentierte die Filmerin ihren Post. Doch das Video wurde schnell wieder gelöscht – angeblich auf Bitte der Beteiligten. Da war der Clip jedoch bereits auf anderen Plattformen gelandet und hatte tausende Reaktionen ausgelöst.
Die überraschende Wahrheit:
Flucht vor Rivalen
Jetzt meldet sich der Motorradfahrer zu Wort: „Eigentlich waren wir auf zwei Motorrädern unterwegs“, erklärt er. Doch dann sei eine rivalisierende Gruppe aufgetaucht und sie hätten fliehen müssen. Als das Motorrad der Frau liegenblieb, mussten alle vier auf ein einziges Fahrzeug – die skurrile Sitzordnung war das Resultat von Verzweiflung.
Die Frau auf dem Schoß des Fahrers sei höchst unwohl gewesen, als sie das virale Video sah, so der Fahrer. „Wir entschuldigen uns für unser risikoreiches Verhalten“, betont er. Es sei niemals ihre Absicht gewesen, anstößig zu handeln oder die Verkehrsregeln zu missachten.
Verkehrssicherheit:
Warum die Aktion so gefährlich war
Thailands Verkehrsgesetze erlauben maximal zwei Personen auf einem Motorrad – und auch nur mit Helmpflicht. Vier Personen auf einem Fahrzeug stellen nicht nur eine schwere Ordnungswidrigkeit dar, sondern sind lebensgefährlich. Bei einem Unfall hätte es Tote geben können. Die Polizei von Nakhon Sawan prüft den Vorfall. „Wir nehmen solche Verstöße ernst“, heißt es aus Kreisen der Verkehrspolizei. Möglicherweise drohen den Beteiligten Geldstrafen bis zu 2.000 Baht (ca. 50 Euro) – falls sie identifiziert werden können.
Der Vorfall zeigt erneut die Macht sozialer Medien in Thailand: Innerhalb weniger Stunden kann ein Video landesweit für Empörung sorgen – und ebenso schnell wieder verschwinden. Doch das Internet vergisst nie: Screenshots und Weiterverbreitungen sichern die Erinnerung.



