Pheu Thai attackiert neue Regierung: „Buri Ram Macht-Netzwerk“ unter der Lupe!
Thailands Oppositions-Partei Pheu Thai hat der neuen Bhumjaithai-geführten Regierung den Kampf angesagt. Sie wirft mehreren Ministern vor, Teil eines undurchsichtigen „Buri Ram Macht-Netzwerks“ zu sein – und kündigt harte Debatten über Korruption und Vetternwirtschaft an.
Opposition nimmt Regierung ins Visier
Pheu Thai-Sprecher Chanin Rungthanakiat machte klar: Seine Partei wird die Qualifikationen der Minister genau unter die Lupe nehmen. „Die Öffentlichkeit ist besorgt über Integrität, Interessenkonflikte und Verbindungen zu politischen Einflussnetzwerken“, so Chanin.
Besonders zwei Fälle stehen im Fokus: Der angebliche Landgrabbing-Skandal um Khao Kradong und der Verdacht auf Absprachen im Senat. Einige Minister stünden unter Korruptionsverdacht oder hätten bereits Verurteilungen hinter sich – seien aber durch politische Rückendeckung „gerettet“ worden.
Anutin kontert:
„Keine Zeit für Kleinkrieg“
Premierminister Anutin Charnvirakul konterte gelassen: „Es ist ihr Recht zu debattieren, aber wir haben noch nicht einmal regiert.“ Auf den Vorwurf des „Buri Ram Macht-Netzwerks“ entgegnete er: „Was ist mit den Verbindungen davor? Vielleicht sollten sie erst vor der eigenen Tür kehren.“
Anutin betonte, seine Regierung werde ohnehin nur vier Monate amtieren, bevor das Parlament aufgelöst werde. Statt sich zu bekriegen, solle man die Energie lieber in die Lösung thailändischer Probleme investieren – besonders angesichts der Spannungen an der kambodschanischen Grenze.
Die vier Monate-Frage:
Was steckt dahinter?
Pheu Thai wirft der Bhumjaithai-Partei vor, die kurze Amtszeit gezielt zu nutzen, um wichtige Gerichtsverfahren zu beeinflussen. Chanin deutete an: „Wenn der Justizprozess normal weiterläuft, könnte das das Ende für bestimmte Parteien bedeuten.“
Gemeint sind wohl hochkarätige Fälle, in denen Bhumjaithai-Politiker verwickelt sein sollen. Die Opposition will daher genau hinterfragen, warum die Regierung nur vier Monate amtieren will – und was in dieser Zeit passieren soll.
Thailands politische Zukunft steht auf dem Spiel
Die Ankündigung der Pheu Thai-Partei zeigt: Thailands Politik bleibt auch nach der Regierungsbildung polarisiert. Die Debatte um die geplante Verfassungsänderung und das Referendum wird hitzig geführt werden. Anutin rief zur Besonnenheit auf: „Lasst uns nicht gegeneinander kämpfen. Sparen wir uns den Kampf für die Wahlen. Lasst das Volk entscheiden, nicht die Politiker selbst.“
Doch die Pheu Thai-Partei will nicht locker lassen. Sie bleibt in der Opposition – unabhängig und kampfbereit. Die Zeit wird zeigen, ob die Regierung unter dem Druck zusammenbricht – oder ob Anutin seine Vier-Monats-Frist übersteht.



