Thailand kämpft gegen Fake-News: Eine Million Falschmeldungen in einer Woche
Das thailändische Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft schlägt Alarm: In nur einer Woche wurden über eine Million verdächtige Nachrichten gezählt – 1.031 davon erwiesen sich als gefährliche Falschmeldungen! An der Spitze der Lügen: Das Digital-Wallet-Programm und angebliche Grenzkonflikte mit Kambodscha.
Die skurrilsten Falschmeldungen der Woche
DasThailand Anti-Fake News Centre (AFNC) veröffentlichte die Top-10 der absurdesten Falschmeldungen vom 3. bis 9. Oktober 2025. Die Palette reicht von gefährlichen Gesundheitsmythen bis zu politischen Desinformationskampagnen:
Angeblich sollte die Digital-Wallet-Registrierung vom 1. bis 5. Oktober starten – was das Finanzministerium entschieden dementiert. Noch brisanter: Die Behauptung, kambodschanische Soldaten hätten einen Stützpunkt am Prasat Khana errichtet.
Besonders kurios: Eine Meldung behauptete, Frauen ohne Sex würden an Hirntod und Eierstockkrebs erkranken. Und wer seinen Zeigefinger 100 Mal täglich bewege, verbessere Leber, Gehirn und Sehkraft.
Regierung geht in die Offensive
Sprecherin Suchada Zhang Thaensap warnt: „Alle diese Falschmeldungen können Verwirrung, Panik und den Verlust von Vermögenswerten oder persönlichen Daten verursachen.“ Die Behörden reagieren schnell:
Zum Digital Wallet arbeitete das DE-Ministerium mit dem Finanzministerium zusammen und bestätigte: Die Informationen sind falsch. Eine dritte Phase des Projekts gibt es derzeit nicht.
Zu den Grenzgerüchten koordinierte man sich mit der Königlich Thailändischen Armee: Der angeblich militärische Aufbau war in Wahrheit eine Holztreppe für Touristen – keine Bedrohungslage.
Soziale Medien als Brandbeschleuniger
Die AFNC-Daten zeigen ein klares Problem: Die meisten Falschinformationen verbreiten sich über Social Media Kanäle. 151 Fälle betrafen Regierungspolitik und innere Sicherheit, 44 Fälle Online-Kriminalität.
Besonders brisant: Gerüchte über einen Flugzeugabsturz in Bangkok mit 750 Toten und die absurde Behauptung, die traditionelle Khon-Maskentanz-Performance gehöre eigentlich Kambodscha.
Was tun gegen die Flut an Lügen?
Das Ministerium appelliert an die Vernunft aller Bürger: „Immer Fakten und Webseiten-Links sorgfältig prüfen, bevor man etwas teilt!“ Falschinformationen könnten zu finanziellen Schäden und persönlichen Nachteilen führen.
In Zeiten zunehmender Digitalisierung wird der Kampf gegen Fake-News zur nationalen Aufgabe. Die AFNC arbeitet rund um die Uhr, um die gefährlichsten Falschmeldungen zu identifizieren und zu entkräften.
Die Wahrheit siegt – aber nur mit Hilfe aller
Dieser wöchentliche Report zeigt: Die Desinformations-Flut reißt nicht ab. Während die Regierung gegensteuert, ist jeder Bürger gefordert, verantwortungsvoll mit Nachrichten umzugehen.
Wie gehen Sie mit Fake News um?
Vertrauen Sie offiziellen Regierungsquellen – oder glauben Sie, dass Thais heute kaum noch zwischen echten und gefälschten Nachrichten unterscheiden können?



