Thailand kämpft mit Überschwemmungen: 15 Provinzen weiterhin betroffen
Die Flutkatastrophe in Thailand zeigt erste Anzeichen der Besserung, doch der Kampf ist noch nicht gewonnen: In 15 Provinzen stehen weiterhin Felder und Straßen unter Wasser, während die Behörden Entwarnung für erste Regionen geben können. Das Zentralland bleibt am stärksten betroffen – mit Ayutthaya als traurigem Spitzenreiter.
Zentralland: Das Epizentrum der Flutkatastrophe
Acht Provinzen in Thailands fruchtbarer Zentralebene melden weiterhin stabile oder sinkende Wasserstände. In Ayutthaya, der am schlimmsten betroffenen Provinz, kämpfen sage und schreibe 50.026 Haushalte mit den Fluten. Von Sena bis Ban Sa-ai – in zwölf Distrikten steht das Wasser stabil auf den Feldern.
Doch es gibt Hoffnung: In Uthai Thani und Pathum Thani sind die Pegelstände bereits gesunken. Auch die Nachbarprovinzen Chai Nat, Sing Buri, Ang Thong, Suphan Buri und Nakhon Pathom verzeichnen stabile Verhältnisse. Die Flutwelle scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben.
Nordthailand: Langsame Besserung in vier Provinzen
Im Norden des Landes entspannt sich die Lage zusehends. In Phitsanulok, Sukhothai und Phichit sind die Wasserstände bereits gesunken, während Nakhon Sawan weiterhin mit stabilen, aber hohen Pegeln kämpft. Besonders betroffen ist der landwirtschaftlich wichtige Distrikt Chumsaeng, wo Reisbauern um ihre Ernte bangen.
Die Behörden beobachten die Situation genau. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde erklärt: „Die Trends sind ermutigend, aber wir dürfen nicht nachlassen. Jeder starke Regen könnte die Situation wieder verschlechtern.“
Nordosten und Osten:
Isolierte Betroffenheit
Im Isaan, Thailands Nordostregion, halten sich die Überschwemmungen in Ubon Ratchathani und Udon Thani auf stabilem Niveau. In Udon Thani sind zehn Distrikte betroffen, darunter die Provinzhauptstadt selbst. Die Lage bleibt angespannt, aber kontrollierbar.
Im Osten des Landes gibt es Entwarnung: Nur Chachoengsao meldet noch Überschwemmungen – und auch hier sinken die Wasserstände bereits. Der Distrikt Bang Nam Prieo atmet auf, nachdem tagelang ganze Landstriche unter Wasser standen.
Regierung bleibt in Alarmbereitschaft
Obwohl die aktuellen Daten Hoffnung machen, warnt das Wetteramt vor weiteren Niederschlägen. Der Monsun ist noch nicht vorüber, und jede starke Regenfront könnte die mühsam errungenen Fortschritte zunichtemachen.
Für die betroffenen Bauern beginnt jetzt die Zeit der Bilanz: Wie viel der Reis- und Gemüseernte ist verloren? Wann können sie ihre Felder wieder bestellen? Die wirtschaftlichen Folgen der Überschwemmungen sind noch nicht absehbar.
Wie gehen Sie mit Hochwasser um?
Haben Sie in den betroffenen Provinzen Erfahrung mit Überschwemmungen? Welche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen Sie, um Familie und Eigentum zu schützen? Teilen Sie Ihre Tipps und Beobachtungen mit anderen Lesern.



