TAIFUN-ALARM AUF DEN PHILIPPINEN – TOD, TRÜMMER, ANGST!
Ein Albtraum aus Wind und Wasser: Der Taifun „Kalmaegi“ hat auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 91 Menschen kamen ums Leben, 75 werden noch vermisst. Mehr als 430.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen – viele verloren alles, was sie besaßen.
Häuser unter Wasser, Menschen auf den Dächern
Manila (dpa) – In vielen Städten standen die Straßen meterhoch unter Wasser. Autos wurden übereinandergeschoben, Dächer dienten plötzlich als letzte Zuflucht. „Wir konnten nur noch nach oben fliehen“, berichtet eine Anwohnerin aus Luzon. Ganze Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten, Stromleitungen liegen am Boden, Flüge wurden gestrichen.
Militärhubschrauber stürzt ab – sechs Tote
Besonders tragisch: Ein Militärhubschrauber, der die Schäden begutachten sollte, stürzte ab – sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Die Behörden sprechen von einer der schwersten Katastrophen des Jahres. Der Zivilschutz arbeitet rund um die Uhr, um Vermisste zu finden und Hilfsgüter zu verteilen.
„Kalmaegi“ trifft sieben Mal auf Land
Der Sturm, auf den Philippinen auch „Tino“ genannt, traf gleich sieben Mal auf Land – zuletzt in der Stadt El Nido in der Provinz Palawan. Mit Böen von bis zu 140 Kilometern pro Stunde fegte er über Häuser, Felder und Küsten hinweg. Der Wetterdienst meldet, dass sich der Taifun zwar abgeschwächt hat, aber noch immer gefährlich bleibt.
Nächster Sturm schon im Anmarsch
Kaum ist „Kalmaegi“ weitergezogen, droht neues Unheil: Ein weiterer tropischer Wirbelsturm bewegt sich bereits auf die Philippinen zu. Meteorologen warnen, dass er sich bis zum Wochenende zu einem Supertaifun entwickeln könnte – mit Windgeschwindigkeiten von über 240 Kilometern pro Stunde.
Land der Stürme – und der Hoffnung
Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen getroffen. Der schlimmste war „Haiyan“ im Jahr 2013, damals starben über 6.300 Menschen. Doch trotz aller Zerstörung zeigen die Menschen erneut ihre Stärke: Freiwillige helfen beim Wiederaufbau, Familien teilen das Wenige, das ihnen geblieben ist.



