Thailand erlaubt Krypto-Zahlungen für Touristen

📲 Neue Bezahloption für Touristen angekündigt, streng reguliert und doch umstritten. Wie verändert das den Thailand-Urlaub?

Thailand erlaubt Krypto-Zahlungen für Touristen
Bangkok Post
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Es ist eine weltweit beachtete Premiere, die Urlauber und Investoren gleichermaßen den Atem anhalten lässt!

Thailand öffnet die Schatztruhe für Krypto-Millionen

Während der nächsten Reisesaison können Touristen in Thailand erstmals ihre digitalen Vermögenswerte wie Bitcoin und andere Kryptowährungen in offizielle Landeswährung umtauschen und damit bezahlen.

Hinter der bahnbrechenden Initiative mit dem Namen „Tourist DigiPay“ stehen die mächtigsten Finanzbehörden des Landes. Das klare Ziel: Ein Milliarden-Markt an kryptovermögenden Reisenden soll angezapft werden – aber OHNE die Sicherheit zu gefährden.

So funktioniert das digitale Urlaubsgeld

Der Prozess ist streng reglementiert und beginnt mit einer lückenlosen Identitätsprüfung. Jeder Tourist muss sich einem Verifikations-Marathon unterziehen, bei dem persönliche Daten und sogar biometrische Merkmale erfasst werden.

Erst nach dieser intensiven Überprüfung durch die lizenzierten Anbieter können zwei miteinander verknüpfte digitalen Geldbörsen eröffnet werden: eine für die Kryptowährungen und eine spezielle E-Geld-Börse für den Thai Baht.

Die Umwandlung von Bitcoin & Co. in bares Geld soll dann nahtlos funktionieren. Die Obergrenze liegt bei satten 500.000 Baht (ca. 12.700 Euro) pro Monat und Konto. Für den kleinen Einkauf beim Straßenhändler gilt ein niedrigeres Limit von 50.000 Baht (ca. 1.270 Euro).

„Nur für legitime Tourismus-Aktivitäten“

Die thailändische Börsenaufsicht (SEC) betont, dass die Deckelung der Beträge den durchschnittlichen Tagesausgaben eines Touristen von etwa 5.000 Baht (ca. 127 Euro) entspricht. „Dies gewährleistet, dass die Gelder nur für legitime tourismusbezogene Aktivitäten verwendet werden“, so der Regulator in einer offiziellen Stellungnahme.

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Um Missbrauch vorzubeugen, ist die Nutzung des digitalen Touristen-Geldes in als risikoreich eingestuften Geschäften strikt verboten. Dazu gehören Juweliere, Goldhändler, Antiquitätenläden und natürlich Spielbanken. Alles Orte, die traditionell im Fokus von Geldwäsche-Ermittlern stehen.

Binance-Chef: „Thailand ist der perfekte Testballon“

Die Reaktionen aus der Wirtschaft sind euphorisch. Nirun Fuwattananukul, Chef von Binance TH, bezeichnet das Projekt als weitsichtige Initiative. „Thailand positioniert sich damit als innovatives Land, das neue Technologien wie digitale Vermögenswerte umarmt“, so der Top-Manager gegenüber der ‚Bangkok Post‘.

Während viele Länder zaghaft über Krypto-Zahlungen diskutieren, gehe Thailand einen pragmatischen Weg. „Als eines der weltweit Top-Touristenziele mit fortschrittlicher digitaler Infrastruktur ist Thailand der perfekte Testballon für dieses Projekt. Nur durch Experimente in realen Umgebungen können wir die Risiken wirklich verstehen und lernen, wie wir sie effektiv mindern können“, fügte er hinzu.

Was passiert mit dem Restgeld bei der Abreise?

Doch was, wenn am Ende des Traumurlaubs noch Thai Baht in der digitalen Börse sind? Auch dafür haben die Behörden eine strenge Regelung erlassen.

Bevor der Tourist das Land verlässt, muss das nicht ausgegebene Geld zurück in die ursprüngliche Kryptowährung umgetauscht werden – und zwar über denselben lizenzierten Anbieter, der auch bei der Ankunft genutzt wurde. Die zurückgetauschte Menge darf den ursprünglich eingezahlten Betrag nicht überschreiten, um spekulative Geschäfte zu unterbinden.

Das Pilotprojekt ist zunächst auf 18 Monate angesetzt. Die thailändischen Behörden setzen ein klares Zeichen: Sie wollen die Wettbewerbsfähigkeit kleiner Unternehmen stärken, ohne dabei jemals den Rotstift bei der Sicherheit anzusetzen.

💳 Krypto im Urlaub – Fortschritt oder Risiko?

Mit „Tourist DigiPay“ können Besucher bald ihre digitalen Vermögenswerte direkt in Baht umwandeln – mit klaren Limits und harten AML-Regeln. Ein Meilenstein für Thailands digitalen Tourismus.
👉 Schreib uns: Wird DigiPay Thailand attraktiver machen oder eher neue Risiken schaffen?

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Quelle: Bangkok Post

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