PHETCHABUN – Was als skurrile Geschichte begann, endete mit einem Polizeieinsatz. Ein Ehepaar hatte eine Fußgängerbrücke in Lom Sak kurzerhand zur Wohnung umfunktioniert – für volle drei Monate! Jetzt mussten die Behörden eingreifen.
So lebte das Paar auf der Brücke
Die Fußgängerbrücke über der Saraburi-Lom Sak Straße glich einer Müllhalde. Berge von Abfall, Haushaltsgegenstände und verstreute Habseligkeiten versperrten den Weg.
Die Eheleute hatten Wäscheleinen gespannt und den Durchgang fast vollständig blockiert. „Sie hatten sich hier eingerichtet wie in einer Wohnung“, berichten Augenzeugen.
Durch hohe Seiteneinfassungen war die Brücke wie ein Tunnel abgeschottet – die perfekte Rückzugsmöglichkeit für die beiden.
Die dunkle Wahrheit hinter der Brücken-WG
Anwohner kannten das Paar aus dem nahegelegenen Ban Nam Phung Tai. Es handelte sich nicht um Obdachlose, sondern um Drogenabhängige. „Ihre Verwandten weigerten sich, sie bei sich wohnen zu lassen“, erklärt ein Nachbar. Vor drei Monaten seien sie auf die Brücke gezogen.
Die Lage nahe einer Schule und einer stillgelegten Reismühle war ideal: schlecht beleuchtet und kaum frequentiert. Perfekt für illegale Aktivitäten.
So reagierten die Behörden
Nachdem lokale Medien die Missstände öffentlich machten, schlugen Polizei und Kommunalbeamte zu. Das Paar wurde aufgefordert, die Brücke sofort zu räumen.
„Wir haben sie in den Wat Prachum Khongkharam Tempel gebracht“, teilt ein Beamter mit. Dort finden sie vorübergehend Obdach.
Am 11. November will das Obdachlosen-Schutzzentrum von Phetchabun die weitere Unterstützung klären. Eine Lösung muss her.
Das fordern die Anwohner jetzt
Die Bewohner von Lom Sak sind erleichtert – doch sie fordern Konsequenzen. Die hohen Seiteneinfassungen der Brücke müssen weg.
„Wenn die Brücke offen und einsehbar wäre, wäre sie viel sicherer“, argumentiert ein Anwohner. Die Abschottung begünstige kriminelle Aktivitäten.
Die Gemeinde will jetzt handeln. Kein weiterer Unterschlupf für Drogenkonsum und illegales Wohnen soll entstehen.
Das Schicksal des Paares
Während die Brücke gereinigt wird, fragen sich viele: Was wird aus dem Ehepaar? Die Drogenproblematik bleibt bestehen.
Sozialarbeiter versuchen, das Vertrauen der beiden zu gewinnen. Eine Entzugstherapie könnte der einzige Ausweg sein. Die dreimonatige Brücken-WG endete zwar – doch die eigentlichen Probleme des Paares sind damit längst nicht gelöst.
🚧 Wie sicher sind solche Brücken wirklich?
Ein Paar blockiert monatelang eine Fußgängerbrücke – Müll, Dunkelheit und Drogen sorgen für Angst in der Nachbarschaft. Behörden greifen durch und schaffen Ersatzunterkunft.
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das beste beispiel fuer die kulturellen unterschiede zwischen deutschland und thailand !!
in deutschland wohnen obdachlose UNTER der bruecke 😉!!