Facebook soll illegale Händler stoppen

Facebook soll illegale Händler stoppen
The Nation

BANGKOK – Jetzt wird es brisant! Der thailändische Tabak-Handelsverband beschuldigt Facebook-Betreiber Meta, der Haupt-Kanal für illegalen Zigaretten-Handel zu sein. Sogar Kinder könnten so einfach an Tabak kommen. Die Enthüllungen sind eine politische Bombe.

Facebook als schwarzer Markt

Der Thai Tobacco Trade Association (TTTA) schlägt Alarm. Facebook-Gruppen und Seiten seien die Hauptverteilerkanäle für schmuggelnde Zigaretten.

„Die Plattform ist der primäre Kanal für illegale Tabakprodukte“, erklärt TTTA-Direktor Thanyasarun Saengthong. Die Händler agierten völlig offen.

Selbst Minderjährige könnten so problemlos an Zigaretten kommen. Eine Alterskontrolle findet nicht statt.

So tricksen die Händler

Die Tricks der schwarzen Händler sind dreist. Sie umgehen die Plattform-Sperren mit Abkürzungen und Codes statt dem Wort „Zigarette“.

„Sie verwenden Abkürzungen neben Produktbildern“, so Thanyasarun. Technische Sperren versagten kläglich. Sogar bezahlte Werbung nutzen die Händler für illegale Ware. Meta verdiene kräftig mit.

Meta’s dunkle Geheimnisse

Jetzt kommen brisante Interna ans Licht. Geheime Meta-Dokumente, die von Reuters veröffentlicht wurden, zeigen ein düsteres Bild.

Bis zu 10 Prozent der Meta-Einnahmen 2024 – rund 16 Milliarden Dollar – könnten von betrügerischer Werbung und illegalen Waren stammen.

„Das zeigt eine ineffektive Blockade“, empört sich der Verband. Meta habe keine Lust, thailändisches Recht zu beachten.

Thailand geht in die Offensive

Der Verband appelliert offiziell an das Digitalministerium. Minister Prasert Jantararuangtong soll sofort handeln.

„Meta verletzt thailändisches Gesetz“, warnt Thanyasarun. Das Tabak-Kontrollgesetz verbiete Online-Verkäufe strikt. Facebook müsse seine KI-Tools endlich konsequent einsetzen. Bisher fehle der ernsthafte Wille.

Zahlen belegen den Skandal

Die Statistiken sind alarmierend. Die Zollbehörde meldet einen Anstieg der Fälle um 39 Prozent.

Von 13.143 Fällen 2024 auf 18.305 Fälle 2025. Die Strafen explodierten um 225 Prozent auf 1,155 Milliarden Baht.

„Die Behörden werden behindert“, klagt der Verband. Ohne Meta’s Kooperation sei jeder Einsatz vergeblich.

Das fordert Thailand

Die Forderungen sind klar: Meta muss strengere Maßnahmen ergreifen. Alle Inhalte müssen überprüft werden.

„Das ist eine soziale Gefahr“, betont der TTTA. Die Regierung müsse sofort eingreifen. Illegale Tabak-Werbung muss komplett verschwinden. Thailändische Gesetze sind nicht verhandelbar.

🚬 Digitale Verantwortung oder Zensur?

Der Tabakverband wirft Meta vor, illegale Zigarettenverkäufe zu dulden, während Behörden ihre Kontrollen verschärfen.
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Quelle: The Nation