Bangkok Bank sperrt Rentner-Konto?

Ein deutscher Rentner ohne eigenes Haus in Thailand verliert plötzlich sein Konto bei der Bangkok Bank? Das schreibt uns der Leser... Warum greift die Bank so hart durch – und welche Folgen hat das für Betroffene?

Neue Bankregelungen in Thailand
Bangkok Bank
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Bangkok Bank schließt Konten von Rentnern ohne Immobilienbesitz? Ein Leser hat uns dies berichtet.

Unerwarteter Anruf mit ultimativer Forderung

Ein Rentner mit gültigem Retirement Visa berichtet von einem Vorfall: Am 8. November gegen 16 Uhr erhielt er einen Anruf von der Bangkok Bank mit der klaren Ansage – entweder er kaufe Land, Haus oder Condo, oder sein seit Juni bestehendes Konto werde geschlossen.

Trotz gültigem Jahresvisum und ordnungsgemäßem Aufenthalt in Thailand wurde ihm ein Ultimatum gestellt.

Besuch in der Filiale: Massenhafte Kontokündigungen

Am 9. November musste der Betroffene persönlich in der Bangkok Bank-Filiale neben dem Market Village in Hua Hin erscheinen. Was er dort vorfand, war schockierend: Rund 6 bis 10 große Kartons voller vorbereiteter Dokumente zur Auflösung von Bankkonten.

Die Dimensionen lassen vermuten, dass diese neue Politik eine große Anzahl von Kunden betrifft.

Das gelbe Hausbuch als neue Voraussetzung

Die Bank fordert nun das sogenannte „gelbe Hausbuch“ (Tabian Baan für Ausländer) als Voraussetzung für die Kontoführung. Wer dieses Dokument nicht vorweisen kann, dem wird das Konto gekündigt – mit dem lapidaren Hinweis, man könne ja bei einer anderen Bank ein Konto eröffnen.

Das gelbe Hausbuch erhält man in der Regel nur beim Kauf von Immobilien oder durch Anmeldung bei Verwandten.

Keine schriftliche Bestätigung der neuen Regeln

Besonders problematisch: Der Betroffene erhielt trotz Nachfrage keine schriftliche Mitteilung über die neuen Regelungen.

Es wurde ihm lediglich ein Papier vorgehalten, auf dem stand, dass er fast alle Anforderungen erfülle – nur eben das gelbe Hausbuch fehle. Auch Fotos der internen Regelungen wurden nicht gestattet.

Verdacht: Verkauf gepfändeter Immobilien an Ausländer?

Die thailändische Ehefrau des Betroffenen vermutet einen strategischen Hintergrund: Die Banken säßen auf vielen gepfändeten Häusern und Grundstücken, die sie an Thais nicht loswerden.

Nun versuche man offenbar, diese Immobilien an Ausländer zu verkaufen – notfalls durch Druck über die Kontoführung.

Systematisches Problem bei mehreren Filialen

Dies ist kein Einzelfall. Bereits vor fünf Monaten wurde dem Rentner bei einer Bangkok Bank-Filiale an der Phetkasem Road bei der Anfrage zur Kontoeröffnung sofort eine Mappe mit Immobilienangeboten vorgelegt.

Die Bangkok Bank lehnte eine Kontoeröffnung mit der Begründung ab, es gäbe derzeit zu viele Betrüger – trotz gültigem Jahresvisum und bestehendem Mietvertrag.

Expats als Bürger zweiter Klasse?

Der Betroffene könnte sich theoretisch im Isaan bei den Schwiegereltern anmelden, um das gelbe Hausbuch zu erhalten. Doch er stellt die prinzipielle Frage: Warum sollte er das tun? Diese Praxis zeigt, dass Rentner und Langzeit-Expats, die zur Miete leben und keine Immobilien kaufen möchten, systematisch benachteiligt werden.

Die Bangkok Bank scheint kein Interesse an Kunden zu haben, die als Pensionäre einfach nur in Thailand leben wollen, ohne in den Immobilienmarkt zu investieren.

Ihre Erfahrungen sind gefragt!

Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit der Bangkok Bank oder anderen Banken in Thailand gemacht? Wurden auch Sie zur Kontokündigung gedrängt oder beim Kauf von Immobilien unter Druck gesetzt? Wir würden gerne von Ihren Erlebnissen erfahren – egal ob bei der Bangkok Bank, Kasikorn Bank, Krungsri Bank oder anderen Finanzinstituten.

Teilen Sie Ihre Geschichte in den Kommentaren und helfen Sie anderen Expats, sich besser zu orientieren. Nur gemeinsam können wir Transparenz schaffen und auf diese problematischen Praktiken aufmerksam machen!

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