SRI RACHA, THAILAND – Ein bewaffneter Polizeieinsatz im Bezirk Sri Racha in der Provinz Chonburi endete am 14. November 2025 nach einem zweistündigen Nervenkrimi mit der Festnahme des bekannten Wiederholungstäters Jettada Hongsakul, in der Szene unter dem Spitznamen “Ice Huai Yai Phrom” bekannt. Der Mann war erst vier Monate zuvor aus der Haft entlassen worden – erneut wegen Waffenvergehen.
Vorfall in örtlichem Geschäft löste Einsatz aus
Der Zugriff ging auf eine Anzeige vom Vortag zurück. Ein Mann meldete, Ice habe ihn in einem Convenience Store in der Nähe des Wat Rai Kluay mit einer Schusswaffe bedroht und körperlich angegriffen.
Daraufhin erwirkte die Polizeiinspektion Sri Racha einen Durchsuchungsbefehl für das Haus des Verdächtigen im Dorf Moo 4 im Unterbezirk Bang Phra. Gegen 7 Uhr morgens rückten rund 20 Ermittler an, um das Gebäude zu umstellen.
Zwei Stunden Stillstand – Messer statt Schusswaffe
Als die Beamten den Durchsuchungsbefehl zeigten, verriegelte der Mann seine Schlafzimmertür und warf einen Gegenstand aus dem Fenster, der wie eine Pistole aussah. Kurz darauf rannte er mit einem Cuttermesser aus dem Raum.
Das aus dem Fenster geworfene Objekt entpuppte sich als magazinbetriebene schwarze Softairwaffe. Der Verdächtige verbarrikadierte sich in einem Teil des Hauses, der früher als Reifenwerkstatt genutzt wurde. Dort hielt er sich das Messer an den Hals, verletzte sich selbst am Kopf und bedrohte die Beamten, sollte man sich nähern.
Großmutter half bei Verhandlung
Über mehr als zwei Stunden versuchten Polizeiverhandler gemeinsam mit der Großmutter des Täters, ihn zur Aufgabe zu bewegen. „Er schwankte zwischen Weinen, Schreien und Wutanfällen“, berichtete ein Ermittler nach dem Einsatz.
Erst als Ice kurzzeitig das Messer sinken ließ, griffen Spezialkräfte zu: Sie stürmten den Raum, entwaffneten ihn und brachten die Lage unter Kontrolle.
Waffenfund bei Durchsuchung
Rettungshelfer der Sawang Prateep Foundation leisteten erste Hilfe bei den selbst zugefügten Schnittverletzungen, bevor der Mann in Gewahrsam genommen wurde.
Bei der anschließenden Hausdurchsuchung fanden die Ermittler:
• Dutzende Tabletten von psychiatrischen Medikamenten, verstreut auf dem Boden
• Eine weitere Softairwaffe
• Eine selbstgebaute Schrotflinte mit kurzem Lauf
• Eine weitere unbekannte Schusswaffe
• Das Cuttermesser, das während der Verhandlung benutzt wurde
Alle Gegenstände wurden als Beweismaterial beschlagnahmt.
Alte Akte – neues Risiko
Bereits im Mai 2024 war Ice Hongsakul landesweit bekannt geworden. Damals hatte er aus nächster Nähe auf Einwohner geschossen, Kinder bedroht und seine Flucht live im Internet gestreamt. Nach seiner Festnahme wurde er wegen illegalen Waffenbesitzes, unsachgemäßen Führens von Schusswaffen in der Öffentlichkeit, gefährlicher Schüsse in bewohntem Gebiet, Körperverletzung und Bedrohung verurteilt.
Seine Haft dauerte nur rund vier Monate. Nach der Entlassung soll er schnell wieder mit Waffen in der Öffentlichkeit aufgetreten sein – bis zu der jüngsten Auseinandersetzung, die schließlich zu seiner erneuten Festnahme führte.
Ermittlungen zu Waffenbeschaffung und Behandlung
Derzeit befindet sich der Mann im Polizeigewahrsam von Sri Racha. Die Behörden prüfen, auf welchem Wege er erneut an Waffen gelangte und ob seine psychische Behandlung fortgesetzt wurde oder unterbrochen war.
Die Polizei betonte, dass bei ähnlichen Fällen künftig eng mit psychiatrischen Einrichtungen kooperiert werden soll, um Wiederholungstaten frühzeitig zu verhindern.




an die Redaktion: Gib euch doch mal bisschen mehr Mühe bei der Wortwahl. Verrückter sind auch Menschen. In Europa ist fast Jeder verrückt. Ganz besonders im Winter, da wo die Sonne am Popo scheint.