Zentralbank verschärft Kontrolle über Geldflüsse

💼 Die Zentralbank greift direkt ein – und will Bewegungen sehen, die bisher im Verborgenen blieben. Wer jetzt Geld bewegt, könnte bald ganz anders beobachtet werden… doch was genau gilt als „verdächtig“?

Zentralbank verschärft Kontrolle über Geldflüsse
Bank of Thailand Governor Vitai Ratanakorn (Bangkok Post)
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BANGKOK – Die thailändische Zentralbank (BoT) greift durch! Ab sofort müssen Banken verdächtige Transaktionen direkt der BoT melden. Der Kampf gegen Grey Capital und Geldwäsche wird massiv verschärft.

Banken in der Pflicht

BoT-Gouverneur Vitai Ratanakorn kündigte strenge neue Richtlinien an. Banken müssen potenzielle Grey-Money-Transaktionen sofort melden.

„Die BoT wird definieren, welche Transaktionen als verdächtig gelten“, erklärte Vitai. Diese Meldepflicht wird zusätzlich zu den bestehenden Meldeverpflichtungen bei der Geldwäschebekämpfungsbehörde Amlo eingeführt.

Bisher gingen alle verdächtigen Meldungen direkt an Amlo. Die Zentralbank blieb außen vor – das ändert sich jetzt!

Jagd auf kriminelle Geldströme

Die neuen Maßnahmen zielen klar auf illegale Aktivitäten. Besonders im Visier: Konten, die auf Glücksspiel-Websites auftauchen.

Auch große Geldbeträge, die sofort wieder abfließen, werden rot markiert. Die BoT will verhindern, dass der Finanzsektor für kriminelle Machenschaften missbraucht wird.

„Das Ziel ist, Maßnahmen zu ergreifen oder Informationen an Amlo weiterzuleiten“, so der BoT-Chef. Die Zusammenarbeit wird intensiviert.

Goldhandel unter Lupe

Eine besondere Herausforderung ist der Goldhandel. Bisher unterlag er keiner Aufsichtsbehörde, obwohl er massive Auswirkungen auf den Baht-Kurs haben kann.

Da der Handel hauptsächlich in Mobile Apps stattfindet, hatte die BoT bisher keinen Zugang zu den Daten. Das ändert sich jetzt grundlegend.

„Die genauere Überwachung des Goldhandels wird der Bank umfassende Daten liefern“, betonte Vitai. Auch hier vermutet man Verbindungen zu Grey Money.

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E-Wallets im Fokus

Die BoT verschärft auch die Aufsicht über Zahlungsdienstleister. Dazu gehören E-Wallet-Anbieter, Geldtransfer-Agenten und Wechselstuben.

Das KYC-System (Know Your Customer) wird massiv gestärkt. Jeder Kunde muss lückenlos identifiziert werden können.

Besonders Wechselstuben müssen ihre Fähigkeiten zur Erkennung ungewöhnlicher Transaktionen verbessern. Illegale Geldflüsse sollen so frühzeitig erkannt werden.

Baht unter Beobachtung

Der starke Baht bleibt ein Thema. Die Währung hat seit Jahresbeginn um 5% gegenüber dem US-Dollar zugelegt.

Vitai betont, dass die Aufwertung den wirtschaftlichen Fundamentaldaten entspricht. Thailand verzeichnet einen Leistungsbilanzüberschuss.

„Der Baht könnte sich mit einem Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses wieder anpassen“, so die Prognose des BoT-Chefs. Die Entwicklung wird genau beobachtet.

Sieg über die Schattenfinanzen

Diese umfassenden Maßnahmen markieren einen Wendepunkt im Kampf gegen die Schattenwirtschaft. Thailand trocknet die Geldquellen der Kriminalität systematisch aus.

Für Banken und Zahlungsdienstleister bedeutet dies mehr Bürokratie. Doch die Sicherheit des Finanzsystems steht an erster Stelle.

Die Botschaft an Grey-Capital-Netzwerke ist klar: Eure Tage in Thailand sind gezählt!

🗣 Wer schützt das Geld – und wer schützt die Wahrheit?

Reicht reine Aufsicht aus, wenn Geldströme längst digital, international und kaum nachvollziehbar sind? Wird Grey Money wirklich gestoppt – oder nur besser versteckt? Wie seht ihr das?

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Quelle: Bangkok Post

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