BANGKOK – Weihnachten 2025 wird im Süden Thailands kein Fest der Freude, sondern ein Kampf gegen die Naturgewalten. Meteorologen warnen vor lebensgefährlichen Regenmassen, die von heute bis Samstag über die Region hereinbrechen werden. Der Katastrophenschutz ist in höchster Alarmbereitschaft!
Hier regnet’s am heftigsten
Das Südostküsten-Meteorologische Zentrum hat am Mittwoch seine zweite offizielle Warnung herausgegeben. Ein verstärkter Nordostmonsun über dem Golf von Thailand bringt extrem starke Niederschläge.
Besonders betroffen sind die sieben Provinzen Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Phatthalung, Songkhla, Pattani, Yala und Narathiwat. Hier muss mit schweren bis sehr schweren Regenfällen gerechnet werden.
Lebensgefahr durch Sturzfluten und Erdrutsche
Die Behörden mahnen die Bevölkerung eindringlich, sich auf gefährliche Gewitter und starke Windböen vorzubereiten. Die Hauptgefahr geht von plötzlichen Sturzfluten, wild abfließendem Wasser aus Wäldern, überlaufenden Flüssen und Erdrutschen in hügeligen Gebieten aus.
Das Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) hat bereits die Katastrophenschutzzentren 11 und 12 in höchste Bereitschaft versetzt. Maschinen, Einsatzfahrzeuge und Personal müssen rund um die Uhr einsatzbereit sein.
„Bewohner müssen wachsam sein und die offiziellen Warnungen sehr ernst nehmen“, heißt es in der amtlichen Mitteilung.
Chaos auf See: Zwei-Meter-Wellen und Sturm
Die Gefahr beschränkt sich nicht auf das Land. Im unteren Golf von Thailand werden sich Wind und Wellen deutlich verstärken. Es werden Wellenhöhen von rund zwei Metern erwartet, in Gewittern sogar deutlich mehr.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die Schifffahrtsbehörde warnt alle Seeleute dringend, besondere Vorsicht walten zu lassen und stürmische Gebiete vollständig zu meiden. Für kleinere Boote und Fähren besteht erhebliche Gefahr.
Touristen und Einheimische an den Küsten sollten geplante Ausflüge auf das Meer absolut streichen und sich nicht in Gefahr begeben.
So bereitet sich der Katastrophenschutz vor
Die Anweisungen des DDPM sind eindeutig: Die regionalen Zentren müssen engmaschig die Wettermeldungen verfolgen. Sobald sich die Lage verschärft, müssen Schnelleinsatzteams mit Ausrüstung losgeschickt werden, um die Provinzkommandos zu unterstützen.
Notunterkünfte werden vorbereitet, falls Menschen evakuiert werden müssen. Sollten die lokalen Ressourcen nicht ausreichen, können Verstärkungen aus benachbarten Regionen angefordert werden.
Eine Hotline des Nationalen Katastrophenwarnzentrums (1 2399 4114) steht für weitere Informationen bereit.
Das sollten Betroffene jetzt tun
Alle Menschen in den betroffenen Gebieten sollten unbedingt die lokalen Nachrichten und Wetterupdates verfolgen. Halten Sie Notgepäck mit wichtigen Dokumenten, Medikamenten und Wasser bereit.
Meiden Sie Flussufer, tief gelegene Straßen und bergige Regionen. Parken Sie Ihr Auto nicht in überflutungsgefährdeten Bereichen.
Planen Sie Ihre Weihnachtsreisen um. Straßen könnten unpassierbar werden, Fährenverbindungen ausfallen. Sicherheit geht vor!
Ein feuchtes Fest mit ungewissem Ausgang
Während der Norden Thailands frostige Temperaturen erlebt, kämpft der Süden gegen das Wasser. Für Millionen Thailänder und Urlauber wird Weihnachten 2025 ein Fest der Nässe und der Vorsicht.
Die Hoffnung liegt nun auf einem schnellen Abzug des Tiefs. Bis dahin gilt: Alarmstufe Rot an Thailands Ostküste. Die Natur zeigt ihre unberechenbare Macht.


