BANGKOK – Eine vorsichtig positive Nachricht zum Jahresauftakt: Die Zahl der Verkehrstoten in Thailand ist am ersten Tag der gefürchteten „Sieben Gefahrentage“ deutlich zurückgegangen. Die Sicherheitskampagne zeigt erste Wirkung.
Die hoffnungsvollen Zahlen der Behörden
Am ersten Tag der Kampagne (Dienstag) registrierte die Katastrophenschutzbehörde 198 Verkehrsunfälle. Das sind satte 38,13 Prozent weniger als im Vorjahr.
Noch beeindruckender ist der Rückgang bei den Todesopfern. Es gab 29 Verkehrstote, ein Minus von 51,67 Prozent. Die Zahl der Verletzten sank um 38,71 Prozent auf 190 Personen.
„Der Start der Kampagne ist ermutigend“, sagte Theerapat Katchamat, Generaldirektor der Behörde. Dennoch: Jeder Tote ist einer zu viel.
Die traurigen Spitzenreiter der Statistik
Die Provinzen Chiang Rai und Phuket verzeichneten mit je elf Unfällen die meisten Vorfälle. Die Hauptstadt Bangkok meldete mit drei Todesfällen die meisten Opfer.
In Phuket wurden die meisten Menschen verletzt: zwölf an der Zahl. Diese Daten zeigen, dass touristische Ballungszentren besonders gefährdet bleiben.
Motorräder bleiben das größte Risiko
Die Hauptursache für das Chaos auf den Straßen ist klar: Motorräder waren an 65,2 Prozent aller Unfälle beteiligt. Die typischen Vergehen sind dabei immer dieselben.
Rasen, Alkohol am Steuer und riskante Überholmanöver führen die Ursachen-Liste an. Diese „Top 3“ fordern Jahr für Jahr einen blutigen Tribut.
Warum die Zahlen sinken könnten
Die deutlich besseren Werte sind kein Zufall. Die Behörden haben die Kontrollen massiv verschärft. An tausenden Checkpoints im ganzen Land wird nun schärfer durchgegriffen.
Auch die Aufklärungskampagnen in den Medien zeigen Wirkung. Viele Thailänder scheinen die Appelle nach vorsichtigem Fahren ernster zu nehmen als in den Vorjahren.
Noch sind es sechs lange Tage
Die Behörden warnen jedoch vor voreiligem Jubel. Die ersten 24 Stunden sind nur ein kleiner Teil der gesamten gefährlichen Zeit.
Noch bis zum 4. Januar werden Millionen Menschen auf den Straßen unterwegs sein. Die eigentliche Bewährungsprobe steht dem Land noch bevor.
Die Polizei appelliert weiterhin an alle Fahrer: „Runter vom Gas, Finger vom Alkohol und volle Konzentration!“ Nur so kann der positive Trend zum Jahreswechsel wirklich gehalten werden.
🗣 Trendwende oder nur eine Atempause?
Ein Tag mit deutlich weniger Toten klingt nach Erfolg – doch der gefährlichste Teil der Feiertage kommt oft erst noch – inklusive der letzten Nacht!
Sind strengere Kontrollen und Kampagnen endlich wirksam?
Oder zeigt sich hier nur die Ruhe vor dem nächsten Unfallansturm?
Was meint ihr: echter Fortschritt oder trügerische Statistik?



