CHONBURI – In den frühen Neujahrsstunden ereignete sich in Bo Thong eine Gewalttat mit tödlichem Ausgang. An einer Tankstelle kam es zu Schüssen, bei denen zwei Menschen starben und eine weitere Person schwer verletzt wurde. Die Polizei geht von einem Beziehungsdelikt aus.
Vorfall an Tankstelle in Bo Thong
Gegen 1:30 Uhr am 31. Dezember kam es an einer Tankstelle im Bezirk Bo Thong zu einem gewaltsamen Zwischenfall. Der 30-jährige Mr. Weksan traf an dem Ort auf seine 31-jährige Ex-Partnerin Ms. Amornrat und ihren 32-jährigen Begleiter Mr. Noppadon, die sich in einem Toyota aufhielten.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam es zu Schüssen mit einer 9mm Pistole. Der Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe eines angrenzenden Coffee-Shops.
Ein Begleiter des Täters gab gegenüber der Polizei an, sie seien an der Tankstelle angehalten, um Essen zu holen.
Zwei Todesopfer und ein Schwerverletzter
Bei dem Vorfall kamen zwei Menschen ums Leben: Ms. Amornrat verstarb noch am Tatort. Auch Mr. Weksan wurde tot am Tatort aufgefunden.
Mr. Noppadon erlitt schwere Verletzungen und wurde mit kritischem Gesundheitszustand aufgefunden.
Er wurde umgehend ins Bo Thong Hospital eingeliefert, wo er sich in intensivmedizinischer Behandlung befindet. Die behandelnden Ärzte stufen seinen Zustand als kritisch ein.
Beziehungskonflikt als mögliches Motiv
Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen von einem Beziehungsdelikt aus. Dem Täter soll die Trennung von seiner früheren Partnerin erhebliche emotionale Probleme bereitet haben.
Laut Aussage seiner Schwester, Ms. Yaowalak, hatte er geplant, seine Ex-Partnerin an jenem Abend zu treffen, um über ihre vergangene Beziehung zu sprechen. Das unerwartete Zusammentreffen mit ihr in Begleitung einer anderen Person soll ihn emotional stark belastet haben.
„Er konnte die Situation offenbar nicht verarbeiten“, erklärte die Schwester den Ermittlern.
Polizeiliche Ermittlungen laufen
Der Tatort wurde von der Polizei weiträumig gesichert. Forensische Teams stellten 14 Patronenhülsen sowie das Mobiltelefon des Täters sicher.
Die Beamten der Bo Thong Polizei untersuchen nun den genauen Hergang des Vorfalls. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf der Frage der Rechtmäßigkeit des Waffenbesitzes.
Die Ermittler arbeiten daran, Zeugenaussagen mit den am Tatort gesicherten Spuren abzugleichen, um ein vollständiges Bild des Geschehens zu erhalten.
Betroffenheit in der Gemeinde
Der Vorfall hat in der lokalen Gemeinde für Betroffenheit gesorgt. Anwohner zeigen sich erschüttert über die Ereignisse in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.
Fachleute aus dem Bereich der Psychologie weisen auf die Bedeutung von Unterstützungsangeboten für Menschen in emotionalen Krisensituationen hin. Insbesondere die Verarbeitung von Trennungen könne professionelle Begleitung erfordern.
Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit, Beratungsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen bekannter zu machen und deren Zugang zu erleichtern.
Präventionsansätze im Fokus
Experten betonen die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen bei eskalierenden Beziehungskonflikten. Frühzeitiges Erkennen von Warnsignalen und niedrigschwellige Hilfsangebote könnten entscheidend sein.
Beratungsstellen für Beziehungskrisen und psychologische Notdienste bieten anonyme Unterstützung. Das soziale Umfeld spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Erkennen von Risikosituationen.
Die zuständigen Behörden prüfen derzeit auch Fragen des Waffenrechts und mögliche Verbesserungen bei Kontrollmechanismen.
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Diskussion: Umgang mit Beziehungskonflikten
Beziehungskonflikte können zu ernsten Eskalationen führen. Emotionale Belastungen durch Trennungen, Verlustängste und unverarbeitete Gefühle erfordern oft professionelle Unterstützung.
Welche Rolle spielen Präventionsangebote, psychologische Beratung und das soziale Umfeld bei der Vermeidung solcher Tragödien?
Wie können Gesellschaft und Behörden Menschen in Krisensituationen besser erreichen und unterstützen?



